World Bread Day 2013 – Landbrot aus dem Topf

 

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Ich habe schon öfter über den Dutch Oven gelesen. Vor allem
in amerikanischen Rezepte kam er immer mal wieder vor. Hat mich aber nie
wirklich interessiert, ich habe ja den Manzfred und einen billigen gusseisernen
Topf habe ich auch (toom, 19,99 Euro oder so). Deshalb sachte sisch die sparsame Rheinländerin:

„Kenne mer
nit, bruche mer nit, fott domet.“ (Rheinisches Grundgesetz, Artikel 6)

Aber irgendwann wurde ich allmählich nervös. Sandra "From-Snuggs-Kitchen" postete
Fotos und Rezept eines gar köstlichen Landbrotes, dazu kamen Appetithäppchen auf facebook, eins netter anzusehen als das andere und
alle einem ominösen DOpf entsprungen, der sich als Dutch Oven entpuppte. Kenne
mer jetzt, bruche mer aber trotzdem nit, der Manzfred kann das doch genau so gut…. jajaja…

Aber die Brote sahen schon toll aus. So toll, wie ich sie
zuvor noch selten gesehen hatte. Und dann kam Manfred. Ohne Zett. Manfred Schelli
Schellin.
Der Mann hat 'nen Manz und machte den ultimativen Brottopftest
zwischen Manz und Pott
und was soll ich sagen? Der Topf gewann. Unglaublich, aber wahr. Oder vielleicht doch nicht? 

Leute, ich war neugierig. Und ich erinnerte mich nach einem
kräftigen Denkanstoß auch wieder an meinen orangefarbenen Gusseisentopf. Und
ich hatte alle Zutaten im Haus. Was soll ich sagen, ein paar Stunden nach dem
Lesen des Tests und nach der Vereinnahmung des Sandra-Landbrot-Rezeptes für meine
Aktion inclusive einiger Ummodelungen hatte ich das Ding auf dem Küchentisch stehen. Ei, was war isch uffgerescht! Und dann habe ich das Riesentrumm aus dem Topf befreit… ohne Worte. 

 

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Ich habe nur noch geschrien vor Glück und dabei stand gar kein Bote
vor der Tür. 

Das Schlimmste neben dem Warten auf das Ende der Backzeit und der Offenbarung des Geheimnisses, das der Pott in sich barg, das Allerallerschlimmste war, darauf zu warten, dass das Brot abkühlt. Nicht nur ich war nahe daran, ins Holz zu beissen.

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Eine Nacht
schlafen, Hölle, Hölle, Hölle. Aber gelohnt hat es sich. Und zwar sowas von.

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Hilfe, jetzt bin ich auch süchtig. Sandra und Manfred, war habt ihr
getan!!!???!!! 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Landbrot aus dem Topf
Kategorien: Roggen, Weizen, Sauerteig, Topf
Menge: 1 Brot, groß

Zutaten

1/2 Teel.   Zucker
21 Gramm   Hefe, frisch
750 Gramm   Weizenmehl, Typ 1050
200 Gramm   Roggenmehl, Typ 1150
530 ml   Wasser
75 Gramm   Sauerteig, flüssig
15 Gramm   Zuckerrübensirup
10 Gramm   Olivenöl
20 Gramm   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  Sandras Blog "From Snugg's Kitchen"
  http://www.from-snuggs-kitchen.com/2013/09/landbrot.html
  Erfasst *RK* 14.10.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

In 30 ml lauwarmem Wasser den Zucker mit Hefe auflösen, abgedeckt stehen lassen. 375 g Weizenmehl und 100 g Roggenmehl mit 470 ml lauwarmem Wasser verrühren, 1 Std. abgedeckt ruhen lassen. Aus 40 g festem Anstellgut und 30 g Wasser einen flüssigen Sauerteig bereiten. Ebenfalls bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Nach einer Stunde restliches Mehl (375 g Weizenmehl und 100 g Roggenmehl) sowie alle anderen Zutaten zur Mehl-Wasser-Mischung geben. Den Teig nun 5 min. auf niedrigster Stufe, dann 10 min. auf der nächsten Stufe kneten, bis ein elastischer Teig entstanden ist, der sich vom Schüsselrand löst (J: Kenwood nehmen, KA ist zu klein für die Teigmenge).

Den Teig 45 min. gehen lassen, nach jeweils 15 Minuten insgesamt 2 x falten. Rund wirken, mit dem Schluss nach unten in ein Gärkörbchen legen und für 1 Std. bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat.

In der Zwischenzeit Manzfred auf 230° C vorheizen, Topf mit Deckel in den kalten Ofen stellen und ebenfalls aufheizen.

Wenn das Brot genug gegangen ist, den Deckel vom Topf nehmen, das Brot vorsichtig mit dem Schluss nach oben hinein geben. Mit dem Deckel verschliessen und 55 min. backen. Anschließend den Topf aus dem Ofen holen, das Brot herausnehmen und auf einen Rost geben, abkühlen lassen.

Anmerkungen, Jutta: sehr gut!

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Dies ist mein Beitrag zum World Bread Day 2013,  der auch in diesem Jahr von der unermüdlichen
zorra gehegt und gepflegt wird.

World Bread Day 2013 - 8th edition! Bake loaf of bread on October 16 and blog about it!

Danke schön, liebe zorra. 

 


 

 

Blogevent Lesehunger: Otfried Preußlers „Neues vom Räuber Hotzenplotz“ – Bratwurst mit Sauerkraut

 

 

Ich war ein lesehungriges Kind. So unersättlich nach dem geschriebenen Wort, dass es meine Mutter grauste und sie mich einem Arzt vorstellte. Dieses Stubenhocken und das einzelgängerische Amusement, ohne Freunde, aber mit einem Buch in der Hand, das war den Eltern nicht geheuer.

Mich faszinierten die Welten, die mich umfingen, sobald ich zu schmökern begann. Ich las Bücher ohne Unterlass, Bücher, für die ich zu jung war, vor allem aus Omas kleiner Bibliothek, die vornehmlich aus Bänden bestand, die sie als Leserin der Rheinischen Post günstig beim Verlag erstand. Ich las, gerade der Grundschule entwachsen, Thriller wie "Eisstation Zebra" oder "Nacht ohne Ende" von Alistair MacLean, ich verschlang fiktiv-historische Schinken wie "Desirée" von Annemarie Selinko, ich las als Kommunionkind die Novellen von Theodor Storm, ich las und las und las einfach alles, was mir in die Finger kam. Wenn Oma es sehr gut mit mir meinte, durfte ich Eierlikör dazu trinken.

Ich sehe mich in der Großeltern Wohnzimmer sitzen, im hellgrauen Sessel mit diesem kurzgeschorenen, pieksigen Bezug. Oma und Opa hatten ein Bekleidungsgeschäft, ich war in der Wohnung über dem Laden allein und las und las und las. Einmal hatte ich die Beine über die Armlehne gehängt, vertieft in "Die Feuerzangenbowle" von Heinrich Spoerl. Was habe ich gelacht und als Opa ins Wohnzimmer kam, drehte er sich zu Oma um und rief: "Sophie, isch kann nitt verstonn, wie ene Mensch övver e Book so laache kann."

Kinderbücher verschmähte ich ebenfalls nicht. Ich ließ mir Bücher schenken, zum Geburtstag, zu Weihnachten, zu jedem Anlass. Ich ging in die Bücherei, um mir Lesestoff auszuleihen. Ich hatte sie alle. Pippi Langstrumpf, Hanni und Nanni, "Der Trotzkopf – Eine Pensionsgeschichte für erwachsene Mädchen" – heiß und innig geliebt.

Ich war auch ein dickes Kind. Ein sehr dickes Kind. Das lag nicht an den Drüsen, sondern am Essen. Vermutlich auch an mangelnder Bewegung, ich musste ja lesen. Schon früh fand ich Bücher besonders toll, in denen irgendwelche Mahlzeiten oder Lebensmittel vorkamen. Ilse Trotzkopf zum Beispiel kommt renitent wie immer in derben Lederstiefeln zum Frühstück und isst eine extrem dicke Scheibe Schwarzbrot, belegt mit fingerdicker Butter. Abwechselnd beisst sie herzhaft vom Brot in der einen und von einer dicken Scheibe Wurst in der anderen Hand ab. Faszinierend.

Die "Fünf Freunde" von Enid Blyton ("Ennit Blühtonn" ausgesprochen) bekamen häufig Kekse zugesteckt, was ich absolut beneidenswert fand. Kein Weihnachten und trotzdem Plätzchen, das gefiel mir. Der lustige Richard war mein Liebling, denn er war, wie ich, ein leidenschaftlicher Esser. Gleich danach kam Georginas zerstreuter Vater Quentin Kirrin, an den ich seltsamerweise heute noch häufig denken muss.

Wen wundert es da noch, dass ich "Es muss nicht immer Kaviar sein" von J. M. Simmel gleich mehrfach las?

Als Shermin, der ich herzlich für diese tolle Idee danke, das Event ins Leben rief, wußte ich nicht nur sofort, dass ich mitmachen würde, sondern auch, über was ich schreiben wollte. Über Räuber Hotzenplotz.

Im ersten Band des Buches von Otfried Preußler, "Der Räuber Hotzenplotz",  gehen Kasper und Seppel auf die Suche nach Großmutters Kaffeemühle, die der Räuber Hotzenplotz gestohlen hat. Es kommt zu spannenden Begegnungen mit Zauberer Petrosilius Zwackelmann, Wachtmeister Alois Dimpfelmoser und mit der Fee Amaryllis. Und es wird gegessen. Pflaumenkuchen mit Schlagsahne. Salzgurken. Salami. Eine knusprige Gans. Und Kartoffeln. Kartoffeln in allen möglichen Variationen, denn sie sind die Lieblingsspeise des Zauberers Zwackelmann, was ich gut verstehen kann. Er vertilgt in kürzester Zeit respektable sieben Schüsseln Kartoffelbrei, sechseinhalb Dutzend Kartoffelklöße mit Zwiebeltunke sowie Bratkartoffeln aus sechs Eimern Kartoffeln. Halt! Zu den Bratkartoffeln kommt er nicht mehr, er geht vorher im Unkenteich unter. Müsst ihr selber mal nachlesen, sehr aufregend. Der absolute Höhepunkt sind jedoch das Brot und die beiden Würste, die sich Kasper unter den Arm klemmt, als er aus dem Zauberschloss ausbricht, um bei Vollmond das Feenkraut zu suchen. Zwei ganze Würste! Sensationell! 

Das ganze Cholesterin scheint sich jedoch bei Kasper auf die geistige Beweglichkeit niedergeschlagen zu haben. Am Ende erbittet er sich von dem Ring, der ihm drei Wünsche beschert: 1. Eine neue Zipfelmütze. 2. Großmutters gestohlene Kaffeemühle. 3. Dass der zu einem Gimpel verwandelte Räuber wieder seine ursprüngliche Gestalt annimmt. Ähh, jaaa…Trotzdem war ich gespannt, wie es wohl weiter gehen würde.

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Der Inhalt des Buches ist schnell erzählt:

14 Tage nach der Wiederbeschaffung von Großmutters Kaffeemühle und des Einstreichens einer Belohnung von 555,55 Mark müssen Kasper und Seppel schon wieder ran. Denn Räuber Hotzenplotz, der seitdem im Spritzenhaus gefangen war, entkommt durch das Vortäuschen einer Blinddarmverrenkung, entführt Großmutter und verlangt als Lösegeld 555,55 Mark – so ein Schuft.

Auch wenn die Rückschau auf den Fortsetzungsband "Neues vom
Räuber Hotzenplotz" erkennen lässt, dass viel weniger Speisen zubereitet
und verspeist werden als im Vorgänger- es gibt unspektakuläre
Butterbrote, Zuckerplätzchen und Schwammerlsuppe (aus Rotkappen, mit
Speck und Zwiebeln und einer guten Einbrenne) – so ist ein Gericht von
einer derart hohen und überwältigenden Qualität, von der Komposition her jedoch so verstörend, dass es sich für immer
in mein kulinarisches Gedächtnis gebrannt hat.

Vorher

Es ist Donnerstag und donnerstags, Punkt 12.00 Uhr, gibt es bei Großmutter zu Mittag Bratwurst mit Sauerkraut, Kasper und Seppels Lieblingsspeise.

Was mir völlig unverständlich war und ist und was mich seit ungefähr 45 Jahren umtreibt, ist die Frage: Wieso gibt es dazu kein Kartoffelpüree?

Aber das Unfassbarste waren und sind die zubreiteten Mengen. Großmutter ist eine ältere Dame. Seppel und Kasperl sind Kinder oder junge Jugendliche. Und in der Pfanne brutzeln NEUN Würstchen. Für DREI Menschen, von denen zwei noch nicht erwachsen sind und eine schon so alt ist, dass sie – so dachte ich damals – bestimmt keinen großen Appetit mehr haben kann.

Ich kam da nicht drüber weg. DREI Würste für eine Person und kein Püree. Unvorstellbar. Verschärfend kam hinzu, dass der Räuber Hotzenplotz in Großmutters Küche eindringt und das Sauerkraut sowie die komplette Würstchenriege ALLEIN verputzt. Zapperlot! Wie oft habe ich mich gefragt, ob der Räuber auch den kompletten Kartoffelbrei gegessen hätte, wenn welcher da gewesen wäre. Schwammerlsuppe futtert er ja auch hektoliterweise.

Immer, wenn am heimischen Esstisch die Kotelettes geteilt wurden, hätte ich zu gern gewußt, wieviele Kotelettes oder Schnitzel oder Schweinshaxen Kasper und Seppel wohl auf einmal essen durften und ich erträumte mir ein Schlaraffenland, mit drei Würsten, Sauerkraut und Kartoffelbrei auf dem Teller.

Es war also abgemacht, ich wollte unbedingt über dieses Buch und das Gericht schreiben. Beim Durchforsten des heimischen Bücherregals fand sich das Buch "Der Räuber Hotzenplotz", aber "Neues vom Räuber Hotzenplotz" war nicht vorhanden.

Da fiel sie mir wieder ein: Monika Beckers. Des Schaustellers Töchterlein, Gefährtin ausschließlich im 1. Realschuljahr. Danach zog sie weiter. Mit Vaters Losbude, dem Softeiswagen und meinen beiden Büchern im Schlepptau. Entschwunden auf Nimmerwiedersehen. 

Band 1 habe ich mir irgendwann wieder zugelegt. Um an die für dieses Event benötigte Fortsetzung zu gelangen, musste ich Anfang der Woche die örtliche Bibliothek aufsuchen, die das Exemplar glücklicherweise vorrätig hatte. Nach der Ausleihe ging es zum Einkaufen. Bratwürste (aber nur vier Stück), Sauerkraut, mehr nicht, der Rest war im Vorrat.

 Dann wurde gekocht.

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Zwiebeln mit durchwachsenem Speck in Gänseschmalz langsam anbraten.

Sauerkraut im Dampfgarer 7 Minuten vorgaren – wir mögen es gerne weich. Kraut mit ein paar Wacholderbeeren und einem gewürfelten Apfel zu den Zwiebeln geben, mit Salz und Pfeffer würzen. Dass Großmutter mit Beerenauslese ablöschte, kann ich mir nicht vorstellen. Aber ich bin ja noch keine Großmutter, deshalb durfte ich das.

Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelpüree

Dann wird geschmurgelt, bis der Rest der Mahlzeit parat ist. Wer mehr Zeit hat als ich, lässt das mit dem Dampfgarer, fängt ein Stündchen früher an und gart das Kraut gleich komplett im Topf. 

Bratwurst in Öl langsam braten.

Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelpüree

Kartoffeln schälen, in Salzwasser kochen. Wenn sie gar sind, mit einem guten Stich Butter und Vollmilch stampfen. Muskat zufügen, für eine geschmeidige Konsistenz saure Sahne unterziehen. Abschmecken.

Fertig! Aber ohne Kartoffelpüree? Unvorstellbar.

Am Ende des Buches, nach Irrungen und Wirrungen, nach dem Einschalten der staatlich geprüften Wahrsagerin Frau Schlotterbeck, die nicht mehr hext, seit sie bei dem missglückten Versuch, ihren Langhaardackel Wasti in einen Bernhardiner umzuhexen, zur stolzen Besitzerin eines Krokodils mit Hundemanieren wurde, am Ende also wird doch noch alles gut. Hotzenplotz wird geschnappt, Großmutter kocht nochmals Sauerkraut und Bratwurst, obwohl Sonntag ist und alle sind glücklich. Wir auch. War gut.

Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelpüree

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann futtern sie noch heute.

Übrigens prangere ich nicht nur Monika Beckers, sondern auch Agnes W. aus B. an. Sie hat noch mein wunderbares Buch "Seidenraupe Dschungelblüte" über das Leben von Maria Sibylla Merian in ihrem Besitz.

Blogevent LXXXII – Alte Schätzchen

 

Blog-Event LXXXII - Alte Schätzchen (Einsendeschluss 15. November 2012)

 

Meine liebe Bushi Bushcook hat es doch tatsächlich geschafft, dass ich nach Monaten endlich mal was anderes blogge als Hochzeitstorte. Bravo! Torte gibt es aber trotzdem.Und 'ne Zuckerschnegge. Aber das Beste verwahren wir uns natürlich bis ganz zum Schluss, des leggere Schneggsche, gelle.

Meine alten Schätzchen

Meine alten Kochbuch-Schätzchen präsentieren sich in einem kleinen Segment meines Kochbuchregals. Es gibt hier gekaufte Bücher, geschenkte Bücher, Klassiker

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und welche, die mit der Hand geschrieben wurden; das sind meine Lieblinge.

 

Heute stelle ich ein Buch vor, aus dem ich noch nie etwas gekocht oder gebacken habe, das mir aber wegen seines Aufbaus und der faszinierenden Fotos sehr gut gefällt. Es heißt "Die Küche und ihre Jahreszeiten", stammt aus dem Ullstein-Verlag, erschien 1936, wurde von Dr. E. Urban und B. v. Treskow geschrieben und hat einen Umfang von 571 Seiten. Der Einband besteht aus blauem grobem Leinen. Ein schönes Buch ist das.

Altes Schätzchen

Die Rezepte orientieren sich am Jahreslauf. Quartalsweise nach Monaten geordnet werden die Anleitungen präsentiert. Auch am farbigen Buchschnitt kann man die Einteilung erkennen. Grün = 1. Quartal, Weiß = 2. Quartal, Rosa = 3. Quartal, Blau = 4. Quartal. Jeder Monat beginnt mit einer Übersicht des saisonalen Angebotes an Lebensmitteln, seien es Gemüse, Fleisch, Fisch oder Obst.

Im Anschluss an den eigentlichen Rezeptteil erfahren wir noch etwas über Diätküche, Kranken- und Säuglingskost. Sehr lehrreich auch ein Abschnitt mit dem Titel: "Das merke dir, Hausfrau!", gefolgt von einem Sach- und Namensverzeichnis, das den Abschluss bildet.

Zum Thema Kochbücher soll sich die Hausfrau beispielsweise folgendes merken:

"Die überlieferten alten Kochbücher bieten meist eine Fülle guter Zubereitungs-Vorschriften, berücksichtigen aber, soweit es sich nicht um völlig umgearbeitete Neuausgaben handelt, nicht die außerordentlichen Fortschritte, die die Ernährungswissenschaft in den letzten Jahrzehnten gemacht hat. Neben dem guten Kochbuch ist es für die Hausfrau wichtig, ein Rezeptbuch anzulegen, in das sie die Rezepte einträgt, die sie von guten Freundinnen bekommt oder sonstwie sammelt. […]."

12 farbige und 28 schwarze Tafeln lockern das Buch ein wenig auf, es gibt Tafeln zu Fischen, Pilzen, Geflügel, Haushaltsgeräten, Gartengemüsen… meine liebste Tafel ist diese hier:

Süßspeisen
Die faszinierendste Abbildung jene:

Hasenabzug

Und die lustigsten Tafeln sind diese:

Der Gast und die Fleischbrühe 
Der Gast und die Schüsseln

Diese Klamotten! Herrlich.

Da im November Apfelzeit ist, habe ich mich für eine Apfeltorte entschieden, die ich euch aus dem Buch vorstellen möchte.

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Das Original liest sich so:

"Ein rundes Kuchenblech legt man mit Mürbeteig aus, belegt den Teig
dicht mit Apfelschnitten, gießt etwas zerlassene Butter darüber,
streut 1/2 Tasse Zucker, 1/2 Tasse Sultaninen und 3 Esslöffel
gehackte Mandeln darauf und schiebt den Kuchen in den heißen Ofen.
Backen, bis die Äpfel weich sind.

Dann schlägt man 3 Eiweiß zu steifem Schnee, zieht 3 Esslöffel
Zucker darunter, dann die 3 Eigelb und 1 Esslöffel Maispuder, gibt
diese Masse gleichmäßig über den Kuchen und stellt ihn nochmals 15
Minuten in den heißen Ofen. Den Guss braun backen lassen."

Apfeltorte, Anschnitt

Ja, das war gar nicht so schlecht. Allerdings habe ich beim Zubereiten die Zuckermenge drastisch reduziert, 100 Gramm Zucker auf die Äpfel zu streuen, denn soviel befand sich in 1/2 Tasse, das war mir dann doch zu wild.

Was ich nicht bedacht habe war, dass im Manzfred ein sehr feuchtes Klima herrscht. Nachdem der Guss auf den Kuchen kam, hätte ich die Ofentür etwas offen lassen sollen. Hab ich nicht gemacht, deshalb ist diese bräunliche Haube zäh und nicht besonders schmackhaft. Wenn der Eischnee knusprig gewesen wäre, dann hätte der Kuchen noch mal so gut geschmeckt.

Apfeltorte, Anschnitt auf Blech
Toll geschmeckt hat er nämlich. Und deshalb bekommt ihr auch ein "ordentliches" Rezept hinterher.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Apfelkuchen (M-TM)
Kategorien: Altes Kochbuch, Äpfel, Mürbeteig
Menge: 1 Runde Form

Zutaten

H MÜRBETEIG
150 Gramm   Mehl
100 Gramm   Butter, kalt
50 Gramm   Zucker
1 Pack.   Vanillezucker
1 Prise   Salz
H FÜLLUNG
      Äpfel
      Butter
40 Gramm   Zucker
70 Gramm   Sultaninen
30 Gramm   Mandeln, gehackt
H GUSS
3     Eier
30 Gramm   Zucker
7 Gramm   Maisstärke
1 Prise   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Dr. E. Urban, B. V. Treskow "Die Küche und ihre
  Jahreszeiten"
  Altes Kochbuch von 1936
  Erfasst *RK* 14.11.2012 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 170 ° C vorheizen. Einen Stich Butter in der unteren Etage schmelzen.

Zutaten für den Mürbeteig sind von mir zugefügt worden. Sie werden im Thermomix auf Stufe 5 zu Krümeln verarbeitet und auf ein rundes Kuchenblech mit 26 cm Durchmesser geschüttet. Festdrücken, dabei einen kleinen Rand hochdrücken.

Möglichst kleine Äpfel schälen, entkernen und vierteln. Dicht in Runden auf den Mürbeteig legen, mit der geschmolzenen Butter bestreichen. Mit Zucker, Sultaninen und Mandeln bestreuen. Backen, bis die Äpfel weich sind. Das dauert ungefähr 25 Minuten. Gegen Ende der Backzeit kontrollieren, ob die Sultaninen eventuell zu dunkel werden. Dann abdecken.

Während der letzten 10 Minuten den Guss zubereiten. Eiweiß mit etwas Salz zu festem Schnee schlagen, dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Eigelb mit Maisstärke verrühren und den Eischnee vorsichtig unterziehen. Die Masse auf dem Kuchen verteilen, nochmals 15 Minuten backen, bis der Guss schön braun ist. Dabei die Ofentür nicht ganz schließen, sonst wird der Guss zäh.

Anmerkungen, Jutta: Gebacken für Bushis Event LXXXII "Alte Schätzchen". War gut, kann wiederholt werden. Vielleicht auf den heißen Kuchen noch Zuckerguss streichen und Sahne dazu servieren.

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Zum Schluss, wie versprochen, präsentiere ich euch mein allerlieblingstes altes Schätzchen, das vorgestern wieder ein Jahr älter wurde und das mein Zuckerschneggsche ist.

Happy Birthday, altes Schätzchen 🙂

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Tag der offenen Küche

Steph ruft und alle, alle folgen – na gut, ich auch. Wie Robert so schön schreibt, wer guckt, muss auch die Hosen runter lassen. Na ja, er hat sich eleganter ausgedrückt, aber ich habe verstanden, was er meint und schließe mich an.

Schnuppschnüss ihre Küche hat schon zwei Umzüge hinter sich, ist umgebaut, ergänzt, abgespeckt und aufgepeppt worden. 14 Jahre ist sie mittlerweile alt, aber ich kann mich nicht von ihr trennen. Auch wenn die Holzfronten unterschiedliche Farben haben, weil manche Teile nicht immer am Tageslicht waren, sondern im Keller eine Weile schmachten mussten, bevor sie hoch ans Licht durften, ich finde sie schön. Gerade weil sie nicht so geschniegelt und glatt ist. Wegen des komisch-eckigen Grundrisses entstanden zum Teil Lücken beim Einbau, die der Schreiner mit Regälchen bestückt hat, in die Kleinzeug passt.

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Also, dann wollen wir mal:

Der Küchenraum besitzt zwei Fenster und zwei Türen. Das ist einerseits schön, weil es hell ist und man vom Flur und vom Esszimmer her in die Küche stiefeln kann. Andererseits geht auch Stellfläche verloren, von der wir ja alle nicht genug kriegen können, gell.

Ich fange mal in einer Ecke an und arbeite mich dann entgegen des Uhrzeigersinns durch.

Rechts Regale mit Gläsern, Bedienungsanleitungen, Teetassen und Kannen sowie ganz unten meine geliebten Saleen-Körbchen. Die Dinger sind toll, man kann sie in die Spülmaschine stecken und sie halten Jahr um Jahr. Gerade letzte Woche habe ich einen neuen Plastikkorb in "Totalechtoptik" erstanden, ich kann einfach nicht daran vorbei gehen, wenn sie zum Kauf angeboten werden.

Mitte Kühlschrank – ich finde ihn total doof, weil er bis zum Boden geht und die Tür nicht richtig geöffnet werden kann, da ein Tisch in der Nähe steht. Unpraktisch, ich kann das Teil nicht ausstehen. Konnte ich noch nie.

Daneben ein umgebauter Hängeschrank, damit der Kombi-Dampfgarer (aka dekadenter Eierkocher) einen Platz in der Küche findet. Der Hängeschrank ist so einer, der lange im Keller war, deshalb ist die Farbe anders.

Oben die Küchenmaschinen – die KitchenAid steht hinten links und ist aus dieser Perspektive unsichtbar. Brottopf, Apfelsaft von Joachim Schnabel seinen Äpfeln, ganz hinten die arme, verstaubte Tajine und davor die böse, böse, böse, böse Metallkiste, in der vormals – vor Jahrtausenden – Lebkuchen hausten und jetzt böse, böse, böse, böse Süßigkeiten ihr Dasein fristen, laut rufend, damit sie endlich von einer mitleidigen Seele, nämlich meiner einer, verzehrt werden. Böse.

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Die Bleche des Dampfgarers habe ich hier deponiert. Der Ofen wird nur genutzt, wenn Manzfred ausfällt, zum Beispiel zu Weihnachten, wenn der Puter zu groß ist oder mal etwas übergrillt werden muss. Ansonsten bleibt diese Röhre kalt.

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Unterhalb des Dampfgarers hat mir der Schreiner drei geniale Schubladen eingebaut, in denen wunderbar Geschirr und Backkram deponiert werden kann. Ich liebe Schubladen in der Küche und hätte am liebsten überall welche.

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Zwischen den Türen von Esszimmer und Flur hängt mein super-praktisches Krimskramsgitter. Natürlich steckt in diesem vermeintlichen Chaos eine heilige Ordnung und wehe, wenn mir die "Jemand" durcheinander bringt, zum Beispiel nach dem Ausräumen der Spülmaschine. Das mag ich überhaupt nicht.

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Den Manzfred kennt ihr ja schon. Auch dieser Schrank wurde bei Einzug des Küchenlieblings umgebaut.

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Eine Schublade mit integriertem englischem Auszug ist mit Manzfredblechen, Backformen und Küchentüchern gefüllt. Die schwere Grillpfanne wohnt ebenfalls dort. 

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In den Hängeschränken befinden sich Geschirr, Glas, Gewürze, Lebensmittel, Tees und das sieht dann so aus:

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Noch ein Auszug, der einerseits unverzichtbar und sehr praktisch ist, andererseits aber auch unpraktisch daher kommt. Wenn man den Auszug benutzt, kann man nämlich die Schublade darunter nicht mehr verwenden, was oft zu Umräumaktionen führt, weil ich mal wieder vergessen habe, ein wichtiges Utensil VOR Benutzung des Auszuges aus eben dieser Schublade hervorzuholen.

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Wieder eine Schublade, diesmal für Töpfe. Darunter ist die für die Pfannen. Praktisch!

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Im Eckschrankkarussell zwischen Spülmaschine und Spüle ist der ganze Plastikkram untergebracht. Hier hätte ich zu gerne so eine geniale Konstruktion, wie bei Robert. Übersichtlich und praktisch ist meine Lösung jedenfalls nicht. Aber immer noch besser als nix.

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Den kleinen Apothekerschrank mag ich auch gerne, ein großer wäre mir aber lieber . Links daneben stehen Brotschieber, ein Kochbuchhalter und Serviertabletts.

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Meine Spüle finde ich auch immer noch toll – ein Manko ist, dass sie eigentlich praktischer wäre, wenn das Spülbecken rechts und der Abtropfbereich links wäre. Aber ich liebe sie trotzdem. Es gibt auch noch ein Schneidbrett, das genau auf das Becken bzw. die Aussparung für den durchlöcherten Rost passt. Zudem ist das Spülbecken ziemlich groß, Bleche passen gut hinein.

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Sehr viele Backutensilien habe ich im Keller ausgelagert. Dort stehen die Formen, Ausstecher, Tortendummies, Cakeboards, Eimer mit Fondant, Schokoladen, Verzierzeugs…… 100 Jahre später…..Blumendraht, Nudelmaschine, Terrinenform…..unfassbar.

Noch viel unfassbarer jedoch ist das kitschigste Küchenteil des Universums, mein Vögelchen-Küchenrollen-Halter.

Ist das ein Mörder-Teil? 

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Und jetzt nochmal von der anderen Seite.

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Und wenn ihr denkt, dass es nicht schlimmer kommen kann, hier noch ein kleiner Absacker.

 

Und jetzt mache ich Nägel mit Köpfen, ich gestehe alles: Ich kann das Lied komplett mitsingen. Echt wahr.

 

 

 

Schokoladen-Walnuss-Tarte (M)

Auch ich will nix haben,ich kann nix gebrauchen und Bärchenförmchen sollen ruhig weiter an der Waterkant bleiben. Aber was dem armen Martin Schönleben und seinem talentierten Sohn widerfuhr, dass schrie geradezu nach einem Blogevent der Extraklasse und Sabine von Hamburg kocht! hatte die wunderbare Idee, Schokoladenrezepte zu ordern. Aber sowas von gerne doch!

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Beim Foodbloggertreffen in Würzburg bekamen wir, neben anderen Spezereien von lieben Menschen, ein Säckchen mit Walnüssen verehrt, die Nathalies Baum hinter dem Haus hervor gebracht hatte.

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Daheim warteten sie auf ihren Auftritt, denn so einfach mal abends knacken und gedankenlos verputzen wollte ich sie nicht; dafür waren sie mir zu wertvoll.

Beim Stöbern in der virtuellen Rezeptverwaltung fiel mir eine Backanleitung nebst Empfehlung auf: Schokolade – Walnüsse – Tarte – mag ich!

Mittlerweile entwickele ich mich, bestimmt infiziert von Micha, die die köstlichsten Quiches und Tartes zubereitet, zu einer großen Anhängerin dieser süßen Torten und ihrer herzhaften Verwandten. Auch diesmal wurden wir nicht enttäuscht, die Tarte schmeckte hervorragend und wurde von Tag zu Tag harmonischer. Wir haben beinahe eine Woche (es gab auch noch Plätzchen und Lebkuchen und, und, und…) daran gegessen – einen Qualitätsverlust konnten wir nicht feststellen. Eher das Gegenteil war der Fall.

Walnuss-Tarte en detail

Was mir nicht so richtig klar ist, ist die Vorgehensweise beim Eischnee-Topping. Weiß jemand, wie die Konsistenz des Belags am Ende sein soll? Und wird der Puderzucker tatsächlich mitgebacken? Ich fand es komisch, besonders nachdem ich die Landlust-Zeitschrift hervor geholt hatte und das, was dort als Kuchen präsentiert wurde, so gar keine Ähnlichkeit hatte mit dem Exemplar, das ich fabriziert hatte.

Da der Eischnee noch so weich war, habe ich die Torte kurz unter den Grill gestellt. Im Original ist die Auflage schneeweiß.

Walnuss-Tarte en detail

Aber getreu dem Motto: "Egal wie du aussiehst, ich ess' dich trotzdem!" haben wir die Tarte verzehrt und der Geschmack war wirklich wunderbar.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schoko-Walnuss-Tarte (M)
Kategorien: Backen, Kuchen, Tarte
Menge: 1 Tarteform (26 cm)

Zutaten

H FÜLLUNG
100 Gramm   Zartbitterschokolade
100 Gramm   Butter
2     Eier
100 Gramm   Zucker
50 Gramm   Walnüsse
15 Gramm   Mehl
1 Prise   Salz
H TEIG
200 Gramm   Mehl
100 Gramm   Butter
60 Gramm   Zucker
1     Eigelb
20 Gramm   Mascarpone (Original: Crème fraîche)
1 Prise   Salz
H NUSS-BAISER
1     Eiweiß
50 Gramm   Puderzucker
50 Gramm   Walnüsse
1 Prise   Salz
H AUSSERDEM
  Etwas   Mehl zum Ausrollen
  Etwas   Puderzucker zum Bestreuen

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Landlust Heft 11/12 2010
  Erfasst *RK* 09.11.2010 von
  J. K.

Zubereitung

Christa Gombel backt für Landlust eine schokoladige Walnuss-Tarte, die sich prima verschicken lässt.

Die Schokolade zusammen mit der Butter auf dem Wärmefeld des Ceranfeldes langsam im Wasserbad schmelzen. Die Eier trennen.

Walnüsse in einer trockenen Pfanne rösten. 50 Gramm im Thermomix 10 Sekunden, Stufe 6 zerkleinern. Umfüllen. Die restlichen Walnüsse nicht zu grob und nicht zu fein hacken und beiseite stellen.

Manzfred auf 190° C vorheizen.

Für den Teig alle Zutaten in den Thermomix geben und 15 Sekunden / Stufe 5 verarbeiten. Auf 30 cm Durchmesser ausrollen und in eine ungefettete Tarteform mit mobilem Boden geben, Rand gerade schneiden. Teigboden mehrfach einstechen und die Form in den Kühlschrank stellen. Wenn der Teig gut durchgekühlt ist (ca. 30 Minuten später), im Manzfred 7 Minuten blind backen. Kuchen aus dem Ofen nehmen.

In der Zwischenzeit für die Füllung das Eigelb mit dem Zucker aufschlagen und unter die Schokoladen- Butter-Masse geben. 50 g fein gemahlene Walnüsse und Mehl einstreuen. Die Eiweiße steif schlagen und unterheben. Auf dem Boden verteilen und glatt streichen. Kuchen etwa 20 Minuten weiterbacken, dann aus dem Backofen nehmen.

Für das Nuss-Baiser Eiweiß steif schlagen. Zucker einstreuen und die gehackten Walnüsse unterheben. Masse auf dem Kuchen verstreichen. Mit Puderzucker überstreuen und bei 120 Grad etwa 10 Minuten backen.

TIPP: Je trockener die selbst gesammelten Walnüsse sind, umso intensiver wird der Geschmack der Tarte.

Anmerkungen, Jutta:

Gebacken: 01.12.2011

Hat uns gut geschmeckt. Lässt sich lange aufbewahren und schmeckt auch noch eine Woche später prima.

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Auch ich: Boeuf Bourguignon nach Julia Child

Vom Hype um das Boeuf im Zuge der Austrahlung des Films "Julie und Julia" habe auch ich mich anstecken lassen. Ich schicke voraus: So gerne krank war ich schon lange nicht mehr.

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Den Film hatte ich schon gesehen, als er vor geraumer Zeit zum ersten Mal im TV ausgestrahlt wurde. Damals hat er mich so wenig begeistert wie heute. Ohne Julie wär's in Ordnung gewesen. Diese eingebildete Trulla mit ihrem ungezogenen Freund und dessen überschaubaren Tischmanieren ist mir ganz schön auf die Nerven gegangen.Trotzdem habe ich mich durch die Eventstimmung anstecken lassen, die in der Facebook-Gruppe "Käptn's Dinner" vor der Ausstrahlung des Films aufkam. Wie das so geht, eine Idee jagt die andere, eine Information die nächste und am Ende schmurgelte Land auf, Land ab Julia Childs "Boeuf Bourguignon" in den Töpfen.

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Durch die Berichterstattung in den Medien beim Kinostart wurde ich das erste Mal auf Julia Child aufmerksam, zuvor hatte ich noch nie von ihr gehört. "The Way to Cook", eine DVD mit ihren Auftritten im amerikanischen Fernsehen, landete damals umgehend im heimischen Regal. Ich könnte stundenlang zuschauen, wie sie lakonisch und ein wenig respektlos vor der Kamera kocht. Auch DAS Kochbuch, "Mastering the Art of French Cooking", wurde angeschafft. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt mit Louisette Bertholle und Simone Beck, das die Grundlage zum Film bildete. Aber anscheinend hat es mich nicht so inspiriert, dass ich sofort daraus hätte kochen wollen. Das erste ausprobierte Rezept ist tatsächlich das wunderbare "Boeuf Bourguignon", so köstlich, dass wir große Lust auf mehr bekamen. Nicht nur ich habe beschlossen, es an Silvester wieder zu schmoren.

Das von mir gewählte Stück Rind war recht mager, da sollte man eine etwas fettere Qualität bevorzugen, damit das Endergebnis nicht zu trocken wird. Bei mir waren manchen Fleischstückchen an der Grenze.

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Das aufwändigste an der Zubereitung war die Aufbereitung der Rezepte. Es hat eine Weile gedauert, bis ich die einzelnen Komponenten in meiner Rezeptverwaltung verewigt hatte. Ich gebe die Übersetzung hier stark gekürzt wieder. Wer am modifizierten Original interessiert ist, darf sich gerne bei mir melden. Glücklicherweise kann man bei der Zubereitung ein paar Schritte prima im Voraus erledigen, zum Beispiel das Schmoren von Pilzen und Zwiebeln.

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Aber dieses Gericht ist sowieso jeden Aufwand wert. Wer es noch nicht ausprobiert hat, sollte es einmal versuchen.

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Großes Kino eben.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Boeuf Bourguignon (Julia Child)
Kategorien: Rind, Schmorgericht, Klassiker
Menge: 6 Portionen

Zutaten

H FÜR DAS FLEISCH
170 Gramm   Speck, geräuchert, durchwachsen
1 Essl.   Olivenöl
1,35 kg   Rindfleisch, nicht zu mager
1     Karotte
1     Zwiebel
1 Teel.   Salz
1/4 Teel.   Pfeffer
30 Gramm   Mehl
590 ml   Rotwein, jung (Beaujolais, Côtes Du Rhône, St,
      Emilion claret, Burgunder) oder Chianti
400 ml   Rinderfond
1 Essl.   Tomatenmark
2 Zehen   Koblauch, zerdrückt
1 Teel.   Thymian, getrocknet
1     Lorbeerblatt
      Speckschwarte, blanchiert
H FÜR DIE ZWIEBELN
18     Zwiebeln, geschält, 2,5 cm im Durchmesser, bis
      — 1/3 mehr
25 Gramm   Butter
1 Essl.   Öl
140 ml   Rinderfond, Rinderbouillon, trockenen Weißwein,
      Rotwein oder Wasser
      Salz
      Pfeffer
4     Petersilienstängel
1/2     Lorbeerblatt
1/4 Teel.   Thymian
H FÜR DIE PILZE
30 Gramm   Butter
10 ml   Öl
75 Gramm   Champignons, frisch

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "Mastering the Art of French Cooking" – Julia
  Child, Louisette Bertholle, Simone Beck
  Erfasst *RK* 03.11.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

BOEUF BOURGUIGNON [Rindfleisch Burgunder Art mit Zwiebeln und Pilzen]

Manzfred auf 230° C vorheizen.

Rindfleisch in Würfel mit einer Kantenlänge von 5 cm schneiden.

Zwiebel in Streifen, Möhren in dicke Scheiben schneiden.

Vom durchwachsenen Speck die Schwarte entfernen. Diese in ca. 1200 ml Wasser für 10 Minuten köcheln. In der Zwischenzeit den Speck in Streifen schneiden, die ungefähr 0,5 cm dick und 4 cm lang sind. Die Speckschwarte abwaschen und trocknen.

In einem Schmortopf mit ca. 25 cm Durchmesser wird der Speck im Öl ausgelassen, bis er leicht gebräunt ist. Aus dem Topf entfernen. Das Öl erhitzen, bis es beinahe raucht.

Rindfleischwürfel gut abtrocknen und portionsweise schmoren, bis die Stücke schön gebräunt sind. Wichtig ist, dass nicht zu viele Fleischstücke auf einmal zubereitet werden. Hier ist weniger mehr. Die geschmorten Fleischstücke zum Speck geben.

Im selben Fett das Gemüse anschmoren und bräunen.

Das Fett soweit wie möglich aus dem Topf schütten, Fleisch und Speck zufügen und mit Salz und Pfeffer bestreuen. Das Mehl aufstreuen, Topf schütteln, um das Fleisch mit dem Mehl zu ummanteln und den Schmortopf für 4 Minuten in den Backofen setzen. Das Fleisch umrühren und nochmals für 4 Minuten in den Backofen setzen. Ziel der Aktion ist, dass das Mehl leicht bräunt und das Fleisch mit einer leichten Kruste umgeben ist. Den Topf aus dem Ofen entfernen und die Hitze auf 160° C reduzieren.

Den Wein und soviel Brühe angießen, dass das Fleisch knapp bedeckt ist. Tomatenmark, Knoblauch, die Kräuter und die Speckschwarte zufügen. Auf dem Herd das Ganze zum Simmern bringen, mit einem gut schließenden Deckel versehen und in den Backofen stellen. Das Fleisch soll jetzt für drei bis vier Stunden langsam schmoren. Ich habe nach gut drei Stunden nachgeschaut, da war das Fleisch schon fast ein wenig trocken. Also ruhig nach 2,5 Stunden mal in den Topf lauern. Das Fleisch ist gar, wenn eine Gabel problemlos hinein sticht.

Während das Fleisch gart, werden die Zwiebeln und die Pilze vorbereitet. Sie werden bis zum Gebrauch beiseite gestellt, man kann sie schon am Vortag herstellen, wenn man möchte.

OIGNONS GLACÉS A BRUN [Braun geschmorte Zwiebeln]

Butter und Öl in einer Bratpfanne erhitzen. Die Zwiebeln zufügen und so lange bei Mittelhitze schmoren, bis sie so gleichmäßig wie möglich gebräunt sind. Das erreicht man, indem man die Zwiebeln in der Pfanne hin und her rollen lässt. Das sollte vorsichtig geschehen, damit die Häute nicht beschädigt werden. Die Flüssigkeit angießen, würzen und das Kräutersträußchen zufügen.

Pfanne abdecken und den Inhalt 40-50 Minuten sehr langsam schmoren, bis die Zwiebeln zwar weich, aber noch in Form sind und die Flüssigkeit verdampft ist. Die Kräuter entfernen und die Zwiebeln beiseite stellen. (Jutta: Die Zwiebeln schmecken hervorragend. Taugen auch bestimmt auf einem schön gebratenen Steak, am besten zusammen mit den geschmorten Pilzen.)

CHAMPIGNONS SAUTÉS AU BEURRE [Geschmorte Pilze]

Bei der Zubereitung sollten die Butter heiß und die Pilze trocken sein. Unbeding darauf achten, nicht zu viele Pilze auf einmal zu braten. Pilze ganz verwenden. Sind sie sehr groß, vierteln.

Eine Bratpfanne mit Butter und Öl erhitzen. Sobald die Butter nicht mehr schäumt, die gewaschenen, gut getrockneten Pilze portionsweise zufügen und in 4-5 Minuten braun braten, während man die Pfanne immer wieder schüttelnd bewegt. Zunächst werden die Pilze das Fett aufnehmen, aber nach 2-3 Minuten kommt es wieder zum Vorschein und die Pilze werden zu bräunen beginnen. Aus der Pfanne nehmen, sobald sie leicht gebräunt sind.

*************** VIER STUNDEN SPÄTER *****************

Wenn das Fleisch weich ist, den Inhalt des Schmortopfes in ein Sieb schütten, das in einen Topf gehängt wurde. Den Schmortopf spülen und das Fleisch sowie das Speck wieder hinein geben. Zwiebeln und Pilze darüber verteilen.

Die Sauce vom Fett befreien, dann eine oder zwei Minuten köcheln, um weitres Fett abschöpfen zu können, das durch diesen Vorgang an die Oberfläche kommt. Man sollte ungefähr 500 ml Sauce zurück behalten, die so dick ist, dass sie einen Löffelrücken leicht überzieht. Ist sie zu dünn, dann sollte man sie noch etwas einkochen. Ist sie zu dick, dann kann man ein paar Esslöffel Fond oder Brühe zufügen. Zum Schluss wird die Sauce vorsichtig abgeschmeckt und dann über das Fleisch und das Gemüse geschüttet.

Entweder serviert man das Boeuf Bourguignon sofort, nachdem man es 2-3 Minuten abgedeckt hat köcheln lassen oder man wärmt es ca. 20 Minuten vor dem Servieren auf, indem man es sehr langsam bis zum Simmern erwärmt und 10 Minuten köcheln lässt.

Anmerkungen, Jutta: ausgezeichnet!

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Auch hier wurde fleissig geschmurgelt:

….in Frau Kampis Küche
Heikes Blog
Chef Hansen
kaquu's Hausmannskost
Gaumenkitzler
Barafras Kochlöffel
Die Landfrau

tobias kocht!

Schöner Tag noch!

Ohhh… Mhhh…

World Bread Day 2011: Emmerbrot (M)

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Vor geraumer Zeit sah ich bei chefkoch ein Rezept für ein Brot, das zum Teil aus Emmer hergestellt wird. Userin Brigitteb war so freundlich, mir ihr Rezept für den heutigen World Bread Day zur Verfügung zu stellen, der wie immer von der unermüdlichen zorra betreut wird – beiden Damen herzlichen Dank dafür!

Beim Emmer handelt es sich um eine Weizenart, die wie Einkorn zu den Urgetreiden gezählt wird. Der Geschmack ist nussig, die Eigenschaften des Klebers sind jedoch nicht so ausgeprägt wie bei den heute üblicherweise verwendeten Mehlarten. Ich war neugierig, wie sich dies beim Backen auswirkt und setzte das Brot auf die to-do-Liste.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich wieder eine Bestellung bei der Adler-Mühle auf den Weg brachte und zu Versuchszwecken auch ein Pfund Emmermehl orderte. Aber irgendwann konnte ich loslegen und wir wurden mit einem sehr schmackhaften, schönen Brot belohnt.

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Die Zubereitung war absolut problemlos. Die Teigkonsistenz war geschmeidig, der Teig gut zu verarbeiten, das Kneten machte richtig Spaß. Ein wenig wurde modifiziert beim Rezept. Statt der angegebenen 400 ml Buttermilch wollte ich keinen Rest, habe 500 ml verwendet und die Menge der restlichen Zutaten entsprechend angepasst. So konnte ich drei kleine Backformen à 20 cm Länge mit Teig füllen und hatte zwei Brot für die Vorratshaltung in der Tiefkühltruhe.

Uns hat das Brot sehr gut geschmeckt. Es ist ein Allround-Brot, das mit allen Auflagen harmoniert, es schmeckt auch getoastet prima und war ziemlich schnell aufgefuttert. Demnächst werde ich wohl die doppelte Menge backen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Emmerbrot (M)
Kategorien: Emmer, Sauerteig, Roggen, Weizen
Menge: 3 Brote, Teiggewicht ca. 650 g

Zutaten

H VORTAG
125 Gramm   Ansatz
250 Gramm   Roggenmehl
250 Gramm   Wasser
H BACKTAG
250 Gramm   Emmer, gemahlen
250 Gramm   Weizenmehl, Vollkorn
375 Gramm   Weizenmehl, glatt
500 ml   Buttermilch
5 Gramm   Trockenbackhefe
25 Gramm   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Userin Brigitteb – chefkoch.de
  http://www.chefkoch.de/rezepte/1568981264405399/
  Emmerbrot.html
  Erfasst *RK* 02.08.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Am Vortag den Sauerteig aktivieren, dazu Ansatzsauer, Roggenmehl und Wasser miteinander verrühren und über Nacht stehen lassen.

Am Backtag den Vorteig mit allen anderen Zutaten in der Kenwood zunächst auf Stufe 1, dann auf Stufe 2 insgesamt 10 Minuten lang kneten. Abgedeckt gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Teig durchketen, dritteln, zu Laiben formen und in drei Kasteformen à 20 cm Länge geben. Nochmals gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

30 Minuten vor Ende der Gehzeit Manzfred auf 200° C vorheizen, Brote in den Ofen schieben und sofort die Temperatur auf 180° C reduzieren. 45 Minuten backen, Brote aus den Formen befreien und nochmals 10 Minuten nackig backen.

Backen, konventionell:

Eine Schale mit Wasser in den Backofen stellen und den Ofen auf 200° vorheizen. Den Teig auf das Backblech stürzen und15 Minuten backen, danach auf 180 Grad zurückschalten und in weiteren ca. 40 Minuten fertig backen.

Tipp für Besitzer eines Klimabackofens:

mit Klimagaren – 2 Dampfstösse – 50 Minuten bei 180 Grad backen, nach 35 Minuten auf 160 Grad zurückschalten. Erster Dampfstoß nach dem Aufheizen, nach 3 Minuten Bedampfen das Brot einschieben 2. Dampfstoß 20 Minuten vor Ende der Backzeit.

Anmerkungen, Jutta:

Sehr schöne Teigkonsistenz, prima im Geschmack. Ein schönes Brot.

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Royal Wedding? Ich guck lieber aus dem Küchenfenster

Königliche Hochzeiten wecken in mir den Wunsch, aus dem Fenster statt in den Fernseher zu schauen. Deshalb nehme ich den heutigen Tag zum Anlass, an Barbaras Dauerevent teilzunehmen und mal wieder einen Blick nach draußen zu wagen.

Wenn ich aus dem Küchenfenster schaue, dann sehe ich

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das nicht, das ist ein Blick vom Rheinsteig auf ein Dorf zwischen Rengsdorf und Sayn.

Also nochmal von vorne. Wenn ich aus dem Küchenfenster blicke, dann sehe ich

Blick aus dem Kuechenfenster Fruehling 2011_0006
leider keine Blüten mehr am Kirschbaum der Nachbarn. Der Baum ist ein Traum in Weiß, wenn er in voller Blüte stehe. Vor einiger Zeit ist er mal kräftig beschnitten worden und mittlerweile wieder erstaunlich imposant ausgetrieben.

Blick aus dem Kuechenfenster Fruehling 2011_0006

Schaue ich aus dem anderen Fenster, sehe ich im Frühjahr eigentlich nur die Fassaden der Häuser gegenüber, die Beete am Zaun mit den Johannisbeersträuchern und die Quitte, die in diesem Jahr übervoll mit Blüten bestückt ist. Sollte aus jeder Blüte eine Quitte werden, dann stelle ich einen Verkaufsstand an die Straße, um das Geschäft meines Lebens zu machen. In Anbetracht der Tatsache, dass wir bisher genau drei Früchte von diesem Baum ernten konnten, stehen die Chancen allerdings nicht wirklich gut. Dafür haben wir in diesem Jahr aber riesige Tulpen.

Blick aus dem Kuechenfenster Fruehling 2011_0006
Um etwas von den Beeten und Pflanzen in Hausnähe sehen zu können, muss ich mich entweder über das Spülbecken oder den Küchentisch lehnen, um hinaus zu spähen. Im Frühjahr mache ich das öfter, denn dann blühen die Anemonen, die zu meinen Lieblingsblumen gehören.

Blick aus dem Kuechenfenster Fruehling 2011_0013
Wilde Gärten finde ich schön. Unserer ist gerade so ungepflegt, dass sich die Nachbarschaft nicht permanent das Maul über uns zerreisst (oder vielleicht doch? Viele Grüße…), sich aber trotzdem die Insekten und Kräutlein wohl fühlen und sich gerne tummeln. 

Blick aus dem Kuechenfenster Fruehling 2011_0006

Norbert beschäftigt sich viel im Garten, ich sorge dann dafür, dass die Produkte verarbeitet werden. Der Frühling mit seinen Verheißungen auf Wachsen, Gedeihen, Ernten und die Freuden des Sommers ist für mich die schönste Jahreszeit. Und wenn man Glück hat, dann kann man Anfang April schon den Mangold ernten, der im Jahr zuvor schon brav köstliche Blätter lieferte und dem strengen Winter trotzte.

Blick aus dem Kuechenfenster Fruehling 2011_0006

Huch, schon fast 11.00 Uhr – ob ich vielleicht doch mal schnell gucken soll, was die Royals so machen?

Käsekuchen mit Streuseln (M-TM) // DKduW


Anfang des Jahres las ich bei Kochschlampe von Käsekuchen mit Ricotta, entstanden in Koproduktion mit Anikó und in kürzester Zeit bevölkerten den Kühlschrank vier Pöttchen des italienischen Frischkäses. Und sie standen und sie warteten und sie träumten…öhm, na ja, also sie wurden nicht verbraucht. Das Mindesthaltbarkeitsdatum näherte sich, wurde erreicht und überschritten. Allmählich drängte die Zeit, endlich mal etwas mit dem Ricotta anzufangen. Einen Käsekuchen daraus zu backen erschien mir immer noch eine ziemlich gute Idee zu sein.

Dann blätterte ich kürzlich in einem Dr. Oetker Backbuch, das schon etliche Jährchen auf dem Buckel hat, dafür aber mit einem Euro unschlagbar günstig erstanden wurde.

Das beste Dr. Oetker Backbuch
Darin fand ich so viele schöne Rezepte, dass ich mich nicht entscheiden konnte. Der Lieblingsmann kam mir zur Hilfe und suchte sich ein paar nette Backwerke aus. Unter anderem auch einen Käsekuchen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: KÄSEKUCHEN MIT STREUSELN (M-TM)
Kategorien: Quark, Torte, Kuchen, Käsekuchen, Streusel
Menge: 1 Form von 26 cm Durchmesser

Zutaten

H FÜR DEN TEIG
150 Gramm   Weizenmehl
2 Gramm   Backpulver
75 Gramm   Zucker
12 Gramm   Vanille-Zucker, eigene Herstellung
      Salz
1     Ei
75 Gramm   Butter, weich
H FÜR DEN TEIGRAND
5 Gramm   Weizenmehl
H FÜR DIE FÜLLUNG
750 Gramm   Ricotta
100 Gramm   Zucker
30 Gramm   Zitronensaft
1/2     Zitrone, die abgeriebene Schale
50 Gramm   Speisestärke
3     Eigelb
3     Eiweiß
250 ml   Schlagsahne
1 Prise   Salz
H FÜR DIE STREUSEL
100 Gramm   Weizenmehl
75 Gramm   Zucker
7 Gramm   Vanille-Zucker, eigene Herstellung
75 Gramm   Butter, kalt
1 Prise   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "Das beste Dr. Oetker Backbuch"
  Erfasst *RK* 14.02.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Die Zutaten für die Streusel in den Thermomix geben, 15 Sek / Stufe 4 zu Streuseln verarbeiten. Umfüllen und in den Kühlschrank stellen.

Manzfred auf 200° C vorheizen.

Für den Teig Mehl mit Backpulver mischen, in eine Rührschüssel sieben. Restliche Zutaten hinzufügen und mit dem Paddel der KitchenAid zu einem glatten Teig verabeiten. Die Hälfte des Teiges auf dem Boden einer Springform ausrollen, mit einer Gabel mehrfach einstechen und ca. 10 Minuten backen, bis der Boden eine schöne hellbraune Farbe angenommen hat.

Manzfred auf 170° C einstellen.

Für den Teigrand unter den Rest des Teiges 1 EL Weizenmehl kneten, in zwei Portionen teilen und einen Rand herstellen, ca. 78 cm lang. In die abgekühlte Backform legen.

Für die Füllung Eiweiß steif schlagen. Restliche Zutaten gut miteinander verrühren, Eiweiß unterziehen, Quarkmasse gleichmäßig auf den vorgebackenen Boden streichen.

Die Streusel aufbringen.

Backen bei 170° C, 70 – 80 Minuten

Den Kuchen nach der Backzeit (Backofen ausschalten) noch 15 Minuten bei geöffneter Backofentür im Backofen stehenlassen. Danach auf einem Kuchenrost abkühlen lassen, ohne den Rand der Form zu entfernen.

=====

Wenn das kein Wink des Schicksals war – der Auftrag wurde umgehend angenommen und heraus kam ein total zusammengefallener, nichtsdestotrotz aber sehr schmackhafter Kuchen mit einem knusprigen Streuseltopping, das auch am nächsten Tag und einem Aufenthalt im Kühlschrank noch knisperte beim Kauen.

Käsekuchen mit Streuseln (M)_0016_bearbeitet-1.1

Wie gewöhnlich habe ich das Originalrezept verändert, weniger Zucker verwendet, etwas Zitronenschale und Salz zugefügt. Beim nächsten Backen werde ich einmal versuchen, den Kuchen mehrfach aus dem Ofen zu holen, um die Quarkmasse auf Ausgangsniveau absinken zu lassen. Vielleicht hilft das ja gegen das Einsinken.

Weil das Buch wirklich viele interessante, bodenständige Rezepte enthält und weitere Kuchen demnächst daraus gebacken werden, ist dies mein zweiter Februar-Beitrag für Foodfreaks Dauerevent "Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen".

Leider ist das Backbuch nur noch antiquarisch erwerbbar. Auf 291 Seiten befinden sich von Ananas-Krokant-Cremetorte bis Zwetschenpie soviele Rezepte, dass es mir zu mühsam war, sie alle zu zählen. Nicht jedes Rezept wird mit Bild vorgestellt, aber das schadet nicht. Da habe ich  mir ein schönes Schnäppchen ins Haus geholt. Hüpf!

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Blog-Event: Gute Vorsätze

Juliane vom Blog "Schöner Tag noch" betreut den ersten Event des Jahres in zorras dauerhaft brodelndem Kochtopf.

Blog-Event LXIII - Gute Vorsätze für das Neue Jahr (Einsendeschluss 15. Januar 2011)

Sie fragte uns, ob wir gute Vorsätze für das Neue Jahr haben. Was für eine Frage, aber sicher doch!!!

Ich habe total tolle Vorsätze, die allerdings nicht neu sind und  immer wieder hervorgekramt werden. Vor circa 15 Lenzen, vielleicht sind es auch schon 20 Jahre her, da hatte eine Bekannte so einen Vorsatz. Während sie damals Salat herstellte,  dachte ich mir, dass so ein Vorsatz auch etwas für mich sei. Wenn man ihn einmal hat und auch nutzt, dann lebt man doch gleich viel gesünder und bequemer.

Im Laufe der Jahre sind andere gute Vorsätze hinzugekommen. Ich habe noch niemals bereut, mich mit ihnen angefreundet zu haben und sie haben mir auf meinem Lebensweg sehr oft geholfen. Mein Dasein wäre wohl sehr anstrengend verlaufen, wenn ich diese Vorsätze nicht gehabt hätte.

Sie sind mit mir gealtert, aber wie ich sind sie immer noch ganz passabel anzu…. also, sie sind immer noch up-to-date. Wahrscheinlich wird sich an meinen Vorsätzen nicht viel ändern, ich werde an ihnen festhalten. Hoffentlich werden sie auch in den nächsten Jahre meine Begleiter sein.

Welches denn der wichtigste Vorsatz ist, wollt ihr wissen? Das ist der, den ich in der Weihnachtszeit immer sehr intensiv nutze:

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Dieser gute Vorsatz raspelt fein:

Vorsatz Raspel fein

 

Der tolle Vorsatz raspelt grob:

Vorsatz Raspel grob

 Der prima Vorsatz macht Scheiben:

Vorsatz Scheibchen

Der herrliche Vorsatz mahlt Mehl:

Vorsatz Mehl

Dieser hilfreiche Vorsatz presst Obst:

Vorsatz Saft

Der letzte gute Vorsatz kann Fleisch und viele andere Sachen zerkleinern:

Vorsatz Fleischwolf

Ganz schön viele gute Vorsätze. Aber davon kann man doch nie zuviele haben. 

Übrigens haben auch andere Blogger tolle Vorsätze: Robert, zorra, Peppinella, Houdini, Chaosqueen und viele, viele andere…

Öhm, beim Schreiben fällt mir gerade auf, dass ja auch ganz andere Vorsätze gemeint sein könnten. Ach soooooo – nee, die habe ich nicht. Habe ich mir fest für 2011 vorgenommen: "Nicht vergessen: Für's Neue Jahr nichts vornehmen!"