Ottolenghi: Frikadellen aus Räucherfisch und Pastinake


Dieser Beitrag enthält vielleicht Werbung. Ich habe dadurch keinen Vorteil, weder materiell noch immateriell. Außer vielleicht Ruhm und Ehre auf ewig. Aber dafür sind meine Leser zuständig und nicht Otto oder ein Verlag oder was weiß ich wer. 

Wenn ich abends koche, esse und 30 Minuten später am Laptop sitze, um die Welt an meinen Genüssen teilhaben zu lassen, dann muss es extrem köstlich gewesen sein. Und ja, liebe Leser, das war es in der Tat. Ottolenghi mal wieder und wir waren hin und weg. Ebenfalls mal wieder.

Räucherfisch mit Frikadelle las sich sehr fein. Der Händler auf dem Wochenmarkt konnte zwar weder mit geräuchertem Kabeljau noch Schellfisch dienen, meinte aber, dass Heilbutt auch in Ordnung sei. Ich glaubte ihm und offenbar hatte er nicht unrecht.

Während der Zubereitung verflog jedoch meine anfängliche Euphorie. Ich konnte mir immer weniger vorstellen, dass diese Pampe, die ich da zusammenrührte, appetitlich schmecken würde. Trotzdem machte ich weiter, versuchte Frikadellen zu formen, was kaum gelang und nur unter Zuhilfenahme eines Eisportionierers einigermaßen glückte.

Fragile Frikadellen wurden sanft gewendet, schön gebräunt und mit Kartoffelstampf serviert. Dazu Zitronenspalten. Auf keinen Fall die Zitrone verschmähen! Diese Säure, gepaart mit dem Geschmack von Geräuchertem und der Süße der Pastinaken – umwerfend köstlich ist das, ein wahrer Gaumenschmaus.

Wir sind jedenfalls hin und weg. Mal wieder! Dringend nachmachen!

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Frikadellen aus Räucherfisch und Pastinake
Kategorien: Ottolenghi, Heilbutt, Pastinake, Knaller, Zitrone
Menge: 12 Frikadellen

Zutaten

600Gramm Pastinaken
8Essl. Olivenöl
600Gramm Kabeljau- oder Schellfischfilet, geräuchert (J:
   — Heilbutt)
20Gramm Dill
20Gramm Schnittlauch
2  Knoblauchzehen
   Worcestersauce
2  Bio-Zitronen (2 TL Schale abreiben)
2  Eier, Größe L
40Gramm Butter
   Salz
   Pfeffer, schwarz

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 Yotam Ottolenghi, "Simple"
 ISBN 978-3-8310-3583-0
 Erfasst *RK* 21.02.2019 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 190° C vorheizen. Halbes Blech mit Backfolie bestücken.

Pastinaken schälen, in 4 cm große Scheiben schneiden. Auf dem Blech mit 3 EL Olivenöl und 1/4 TL Salz vermischen, 30 Minuten rösten, bis sie weich sind.

Währenddessen den Fisch mit der Gabel zerkleinern und alle Gräten entfernen.

Eier, gepressten Knoblauch, in Röllchen geschnittenes Schnittlauch, 1 TL Salz, Pfeffer, ein paar Spritzer Worcester Sauce, Zitronenschale und Pfeffer in eine Schüssel geben und verrühren.

Pastinaken etwas abkühlen lassen, mit Dill im TM zu einer pastösen Masse zerkleinern. Zu der Eiermasse in die Schüssel geben und sehr gut verrühren. Fisch ebenfalls unterziehen.

Aus der Masse 12 Frikadellen formen (J: mittlerer Eisportionierer ergab exakt 12 Frikadellen).

Die Hälfte der Butter und 2,5 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Frikadellen von jeder Seite ungefähr vier Minuten braten, bis sie schön gebräunt sind. Vorsichtig wenden, sonst fallen sie auseinander. Warm stellen, bis alle Frikadellen zubereitet sind.

Zitronen in Spalten schneiden, un-be-dingt zu den Frikadellen servieren. Es schmeckt einfach, schlicht und ergreifend göttlich, wenn sich der Räuchergeschmack, die Süße der Pastinaken und die Säure der Zitrone vereinen. Aber nur, wenn auch noch Kartoffelstampf dazu gereicht wird.

Anmerkungen, Jutta: s. o. – ich muss an dieser Stelle leider "geil" schreiben.

Die Frikadellenmasse ist recht feucht und kaum zu formen. Auch gebraten noch sehr fragil, vorsichtig bearbeiten.

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PS: die Fitzelei mit dem Fisch und das Entgräten ist allerdings eine Arbeit für einen, der Vater und Mutter getötet hat. Höchststrafe und das dauert ewig!