Buchteln (ohne M)

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Wer hier des öfteren liest, der weiß, dass Essbares, das im Manzfred hergestellt wird, mit einem (M) nach dem Titel gekennzeichnet wird. Buchteln sind eigentlich auch Kandidaten, die ein (M) hinter dem Namen verdient hätten. Aber seit 1. April weht hier ein anderer Wind. 

Nein, nein, nein, selbstverständlich habe ich mich nicht von meinem geliebten Manzfred getrennt. Ich arbeite nach Jahren wieder. Im Pflegestift als Präsenzmitarbeiterin in einer Hausgemeinschaft und es macht riesigen Spaß.

Als Präsenzmitarbeiterin tätig zu sein bedeutet, dass ich unter anderem auch kochen und backen "muss". Für 10 Bewohner plus Mitarbeiter, die anwesend und hungrig sind. Da können schon mal 15 Personen am Tisch sitzen, die verköstigt werden wollen. Gekocht wird, was den Bewohnern ge- und mir einfällt, jede Präsenzmitarbeiterin kann in Absprache mit der Hausgemeinschaft frei schalten und walten. 

Meinen Einstand im ersten Frühdienst, den ich alleine bestreiten durfte, wollte ich mit einem Gericht geben, das bei einigen Bewohnern Erinnerungen an die alten Zeiten weckt. Deshalb fand ich Buchteln interessant.

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Ich hatte sie schon seit Urzeiten nicht mehr hergestellt und zu Trainingszwecken habe ich sie dann mal Daheim zubereitet. Nicht nur, um herauszufinden, ob die Herstellung zeitlich hinhaut, sondern auch, um als Vorkoster zuzuschlagen. Natürlich völlig selbstlos. Versteht sich, gell?

Um das richtige Hausgemeinschaftsküchenfeeling zu beschwören, bin ich tatsächlich soweit gegangen, den Miele-Backofen, der als Parkplatz für Backbleche fungiert, aus dem Dauerschlaf zu holen, um die gefüllten Hefebällchen darin zu backen. 

Vanillesauce wurde gekocht, Birnenkraut als adäquater Ersatz für nicht vorhandenes Pflaumenmus hervorgekramt und zwischendurch wurde Teig geknetet, Teigkugeln geplättet, gefüllt und in Buchtelform gebracht. Nach einer gewissen Gehzeit wurden sie dann bei Ober- und Unterhitze im normalen Backofen (komisch, echt komisch) gebacken.

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Ergebnis: köstlich! Und schön dick Puderzucker drauf, das gehört so! 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Buchteln mit Pflaumenmusfüllung
Kategorien: Dessert, Vegetarisch, Süß, Kindheit
Menge: 20 Stück

Zutaten

150 Gramm   Butter
250 Gramm   Milch
50 Gramm   Zucker
1     Ei
3     Eigelb
500 Gramm   Mehl, Type 550
1 Würfel   Frischhefe
1 Prise   Salz
      Pflaumenmus (hier: Birnenschmaus)
      Mehl zum Bearbeiten
      Butter für die Form
      Zucker für die Form

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  essen & trinken online
  Erfasst *RK* 13.04.2014 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Milch und Butter in der Mikrowelle leicht erhitzen. Mit den restlichen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten und gehen lassen.

Rechteckiges tiefes DGC-Mieleblech mit Butter fetten und mit Zucker bestreuen.

Wenn der Hefeteig genug gegangen ist, durchkneten und in 20 gleichschwere Stücke portionieren. Rund schleifen, flach drücken und mit Pflaumenmus füllen. Sehr gut festdrücken und mit der glatten Seite nach oben locker in das Blech setzen.

Ofen auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen.

Wenn die Buchteln deutlich aufgegangen sind, 30-35 Minuten auf der 2. Schiene von unten backen.

Etwas abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und mit Vanillesauce servieren.

TIPP: Wenn der Teig nicht schnell genug geht, die Schüssel in warmes Wasser setzen und das Blech mit den Buchteln ebenfalls auf eine Schüssel mit warmem Wasser setzen.

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Fazit: bestens angekommen. Möhren-Orangen-Suppe als Vorsuppe und die Buchteln waren ein voller Erfolg. Habe ich mich gefreut! Und der Stein, der vom Herzen rollte, war so fett. Schön.  

 

Hochzeitstorte (6/2) – Die Rezepte: Ganache, hell

Keine Fotos. Nicht dran gedacht. Keine Zeit. Nun ja, ihr habt ja Phantasie. Und Monika mit ihren tollen Torten. Hier findet ihr auch eine hervorragende Anleitung für Ganache. Mit Bildern. Lohnt sich.

Eine Ganache besteht aus Schokolade, Milch (oder Sahne) und Aromen. Man kann sie für Füllungen oder Überzügen verwenden, Pralinenhohlkörper damit bestücken und unendlich viele Dinge mehr damit machen.

Wikipedia sagt:

"Die Ganache wird aus SchokoladenKuvertüre, Sahne und manchmal auch Butter hergestellt und für die Füllung von Pralinen sowie den Überzug von Torten benutzt. Die Konsistenz einer Ganache kann von „sehr cremig“ fließend bis zu „schnittfest“ eingestellt werden. Das Gewichtsverhältnis Sahne zu Kuvertüre ist vom Verwendungszweck abhängig; 1:1 für Tortenfüllungen, 1:2 für Pralinenfüllungen, 1:3 für Glasuren. Je mehr Sahne eine Ganache enthält, desto weicher und cremiger wird sie. Die Sahne wird kurz aufgekocht und sodann über die in Stücke gebrochene oder gehackte Schokolade gegossen, alternativ können die Schokoladenstücke auch in die vorher aufgekochte Sahne gegeben werden. Nun rührt man von der Mitte nach außen und stellt so eine stabile Emulsion her. Diese muss vollständig auskühlen (Kühlschrank) und kann dann wie Sahne aufgeschlagen werden. Hat die Ganache einen schönen Glanz, ist sie fertig und kann verarbeitet werden und anschließend bei Zimmertemperatur erstarren.

Die Ganache kann sowohl aus dunkler, weißer oder Milchschokolade gemischt werden. Um die Masse zu aromatisieren, können unterschiedliche Aromate wie Mokka, Vanille, Rum, Kirschwasser, Liköre, aber auch Fruchtpürees oder grüner Pulvertee (Matcha) zugegeben werden.

Verwendet wird Ganache zum Beispiel im Carac und Trüffel."

Lecker ist das Zeug ja und über etwaige Auswirkungen figurtechnischer Art denken wir einfach nicht nach. Die 80°C – Nummer im Rezept habe ich in einem Filmchen bei Callebaut gesehen. Die Seite ist wunderbar informativ, allerdings muss man sich anmelden, damit man TV gucken kann.

Mit der hellen Ganache habe ich die Punschtorte (böse, böse…) und vielleicht, möglicherweise oder vielleicht auch nicht den Schichtkuchen eingeschmiert. Rezept hier:

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Ganache, hell
Kategorien: Motivtorte, Sahne, Schokolade
Menge: 1 Rezept

Zutaten

200 Gramm   Sahne
400 Gramm   Schokolalde, weiß
1 Prise   Salz
      Aroma

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Monika vom Blog "Meine bunte Tortenwelt und
  mehr…"
  Erfasst *RK* 17.08.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Sahne aufkochen, Gewürze und Aroma zufügen. Masse so lange rühren, bis die Temperatur bei 80° C liegt. Gehackte Schokolade zufügen, 3 Minuten stehen lassen.

Mit einem Schneebesen allmählich die Schokolade mit der Sahne verbinden. Zum Schluss mit einem Gummispatel abziehen, in einem kühlen Keller über Nacht ruhen lassen.

Am nächsten Tag mit einem Handrührgerät aufschlagen und wie gewünscht verwenden.

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