Rotweinkuchen (M)

Nachdem ich kürzlich einen äußerst langweilig schmeckenden Käseblechkuchen gebacken habe, der zudem noch unter extrem fester Konsistenz litt, was eventuell daran gelegen haben könnte, dass ich am Tag nach dem Backen den für den Teig benötigten Eischnee aus vier Eiern im Kühlschrank fand, habe ich gestern einen überaus köstlichen Rotweinkuchen aus dem selben Anleitungsbuch gebacken, der leider deutlich zu flach war, was ganz bestimmt daran gelegen hat, dass ich eine Backform verwendete, die zu groß war (30 cm lang statt der im Rezept angegebenen 25 cm), ein Umstand, der sich jedoch nicht negativ auf den Geschmack des Backwerks auswirkte; schade, ich hoffte, wie Thomas Mann bei den Buddenbrooks einen Bandwurmsatz schreiben zu können, was mir jedoch, trotz aller Bemühungen, nicht zu gelingen scheint, wobei ich mir sicher bin, dass ihr mir nicht gram seid deswegen und ich nunmehr zur Veröffentlichung des Rezeptes sowie des Fotos komme – soll noch einer sagen, ich könne mich nicht auf wenige Sätze bei meinen Einträgen beschränken.

 

Rotweinkuchen

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rotweinkuchen (M)
Kategorien: Rührkuchen, Wein, Schokolade, Mandeln, Kastenform
Menge: 1 Form von 25 cm Länge

Zutaten

200 Gramm   Butter
100 Gramm   Zucker
2 Teel.   Vanillezucker
1 Prise   Salz
3     Eier
200 Gramm   Weizenmehl
2 Teel.   Kakaopulver
1 Teel.   Zimt
5 Gramm   Backpulver
100 Gramm   Schokolade (J: 50 g Schokolade, 50 g Nougat)
50 Gramm   Mandeln, gehackt
100 ml   Rotwein
1 Schuss   Rum

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  Dr. Oetker, "Backen macht Freude"
  ISBN 9783767006645
  Erfasst *RK* 22.01.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 160° C vorheizen. Kastenform fetten und bemehlen.

Butter im Manzfred während der Vorheizphase so lange in der Rührschüssel (KitchenAid) erwärmen, bis sie weich ist. Geschmeidig rühren, dann Zucker, Salz, Vanillezucker zufügen und so lange schlagen, bis eine homogene Masse entstanden ist. Die zimmerwarmen Eier einzeln zufügen und sehr gut unterarbeiten.

Mehl, Kakao, Backpulver und Zimt vermischen. Mit Schokolade, Mandeln, Rotwein und Rum zur Ei-Butter-Masse geben und kurz zu einem glatten Teig verarbeiten. In die Backform geben und 15 Minuten backen. Mit einem Messer einen Längsschnitt ausführen. Weitere 30-40 Minuten backen.

Stäbchenprobe machen. Kuchen 10 Minuten in der Backform belassen, dann aus der Form lösen und auf einem Rost erkalten lassen.

Mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkungen, Jutta: schmeckt am nächsten Tag noch besser.

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Chocolate Chip Cookies (M)

Das sind Nicky Stichs wunderbare Chocolate Chip Cookies aus ihrem Buch "Geschenkideen aus der Küche", das sie gemeinsam mit Coco Lang veröffentlichte.

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Zum Buch gibt es demnächst einen Eintrag, deshalb nur soviel: Die Cookies sind sehr gut. Das Rezept habe ich schon weiter gegeben, verschenkt wurden sie auch und in der Keksdose war den Armen kein wirklich langes Leben vergönnt. Na ja, in der Keksdose schon. Sobald sie ans Licht kamen, lösten sie sich seltsamerweise in Luft auf. Nachschub geht so:

==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.3

     Titel: Chocolate Chip Cookies (M)
Kategorien: Plätzchen, Cookies, Kekse, Kleingebäck
     Menge: 35 Stück

    150     Gramm  Butter
    150     Gramm  Zartbitterschokolade (60%)
    150     Gramm  Roh-Rohrzucker
     50     Gramm  Zucker, weiß
      1            Ei, Größe L
      1            Eigelb, Größe L
    225     Gramm  Mehl, Type 550
  2 1/2     Gramm  Natron
    1/2      Teel. (knapp) Meersalz, fein
                   Flockiges Meersalz (Jutta: nicht verwendet)

============================ QUELLE ============================
            Rezept modifiziert.
            Original: Nicole Stich & Coco Lang
            "Geschenkideen aus der Küche"
            — Erfasst *RK* 17.05.2011 von
            — Jutta Hanke

Die Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen und
langsam bräunen. Mit einem Gummispatel immer wieder den Topfboden
abstreichen. Sobald die festen Bestandteile goldbraun sind, den Topf
vom Herd ziehen und die Butter umfüllen. Abkühlen lassen.

Schokolade grob hacken.

Zucker, Ei und Eigelb mit dem Flachrührer in der Kenwood so lange
schlagen, bis die Masse hell und cremig ist. Butter zufügen und 2
Minuten unterrühren. Mehl und Natron auf die Masse sieben, das feine
Meersalz zufügen und kurz unterrühren. Schokolade unterziehen.

Teig abdecken und eine Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Am nächsten Tag Manzfred auf 160° C vorheizen.

Vom Teig jeweils 20 g abstechen und Kugeln formen. Mit ordentlich
Abstand auf Backfolie setzen, etwas flachdrücken und 12-14 Minuten
backen.

Cookies aus dem Ofen nehmen, wenn sich die Mitte bei leichtem Druck
noch etwas weich anfühlt. 3 Minuten auf dem Rost abkühlen lassen,
dann auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

Anmerkungen, Jutta: im Original wird vor dem Backen noch Salz auf
die Cookies gestreut. Das habe ich beim ersten Backen gemacht, dann
aber weggelassen. Schmeckt uns ohne Salz besser. Ansonsten kommen
die Plätzchen nicht nur bei uns gut an. Das Rezept habe ich schon
weiter gegeben.

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Nachgemacht: Decadence (?) in cubes (M/TM)

Es gibt Tage, an denen ich ich wirklich und wahrhaftig besser im Bett geblieben wäre. Ein solcher Tag war gestern… 

Als das Mädchen ins Boudoir schlich, die Vorhänge zurückzog, mir die leider nur lauwarme Schokolade ans Bett stellte und mich von Schlafbrille und Ohrstöpseln befreit hatte, musste ich entsetzt feststellen, dass es regnete. Dabei hatte ich abends doch Sonne bestellt.

Nach dem mühsamen Aufstehen (ich ahnte bereits, dass der Tag kein guter werden würde), präsentierte der Butler zum Frühstück lauwarmen Toast, der den letzten Hauch Knusprigkeit vermissen ließ. Da ich meine Zeit nicht andauernd damit verplempern kann, neues Personal zu suchen, ließ ich Gnade vor Recht ergehen und der Kretin kam mit einer deutlichen, nun ja, Ermahnung davon.

Das neue Mädchen hatte die falsche Kleidung herausgelegt. Eigentlich wollte ich mit dem Jaguar eine kleine Spritztour machen und ein dünnes Seidenkleid war gänzlich ungeeignet. Allerdings erwies sich der Fauxpas als hilfreich, da ich erfuhr, dass Jaguar und Maybach zur Inspektion in der Werkstatt weilten und ich deshalb den Rolls nehmen musste, um mich zu meinem Fitnesskurs fahren zu lassen. Wieso passieren solche grauenhaften Dinge eigentlich immer nur mir?

Auf dem Weg zum Wagen streifte mein Blick die Rabatten des Parks. Einen Aufschrei des Entsetzens auf meinen Lippen, traute ich kaum meinen Augen. Der grenzdebile Gärtner, der die Buchsbaumhecken schnitt, hatte drei Millimeter zuviel entfernt. Welche Torturen sollte ich noch ertragen? Und es war kaum Mittag.

Seltsamerweise verlief das Fitnesstraining ohne Zwischenfälle. Na gut… mein gutgebauter Vorturner hatte sich entschuldigt (wohl irgendeine Nervensache), aber der Ersatzmann war frisch, jung, willig recht sportlich und enthusiastisch bestrebt, mir alle Übungen so einfühlsam wie möglich nahe zu bringen. Bravo!

Beim Umziehen nach dem Ende des Kurses brach mir der Fingernagel des Ringfingers der rechten Hand ab. Oh mein Gott – wo sollte denn jetzt der Zweikaräter hin? Ein Anruf bei der Nagelstylistin ergab, dass sie sich ein Bein gebrochen hatte. Und das gerade heute, so eine unverschämte Person (ist so gut wie gefeuert!)!!

Der Trottel von einem Kürschner ließ mitteilen, dass der hamsterfellgefütterte Babyrobbenmantel leider erst gegen Abend geliefert werden könne. Dabei hatten wir Spätnachmittag vereinbart.

Nach der Rückkehr in unser bescheidenes Landschloss fand ich eine Notiz meines Mannes, dass es ihm leider nicht gelungen sei, den dreimonatigen Urlaub auf der kleinen Karibikinsel, nur wir beide, nur das notwendigste Personal, zu buchen. KANN MIR MAL JEMAND ERZÄHLEN, WIESO ICH DIESEN STÜMPER GEHEIRATET HABE??? Ach so, jetzt fällt es mir wieder ein, es war wegen des Geldes.

Ein erster Anflug von Migräne machte sich breit. Mittlerweile war es Abend geworden. Die Dinnerparty bei Freunden, die ich zu meinen persönlichen Feinden zähle, fand leider statt. Nach dem Genuss von muffigem Schaumwein, lappigen Brötchen, einem absolut undelikaten Mahl von grauenhaft minderwertiger Beschaffenheit, nach Smalltalk mit Leuten, die ich nicht ausstehen kann, die mich aber seeeehr gerne mögen kam ein herausragend anstrengender, schrecklicher Tag zu seinem krönenden Abschluss. Die von  mir verachtete Mrs. Bääh trug – ich wage es kaum zu beschreiben – das gleiche Designerkleid wie ich. Natürlich zwei Nummern größer, aber… es war so erniedrigend.

Ich ergriff meinen Pelz, schwebte auf meinen Manolo Blahniks zum wartenden Rolls und musste mit Grauen feststellen, dass die Innentemperatur zwei Grad zu hoch eingestellt war.

Das gab mir endgültig den Rest und ich bekam einen nicht enden wollenden Schreikrampf.

Wieder Daheim konnte mich nur eines trösten, ein Kleinod, eine Perle, etwas, das mich wohl nie enttäuschen wird (und wenn doch, dann hat es der Patissier verbrochen):

 
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Die Würfel schmecken himmlisch. Nur eines ist mir bis heute nicht klar: Was bedeutet eigentlich "Decadence"?

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Das Rezept stammt von Nicole Stich, zu finden auf "delicious:days" und wurde ursprünglich von ihrer Freundin Hande vorgestellt. 

Die Nüsse habe ich geröstet, aber einen Moment zu lange im TM geschreddert. Deshalb sind sie nicht mehr als solche zu erkennen. Egal – das Zeug hat Suchtcharakter. Nicole empfiehlt die Würfel kühlschrankkalt zu essen. Das habe ich ausprobiert und hat mich nicht überzeugt. Zimmerwarm schmecken mir die Würfel am besten, dann klebt das Karamell so schön an den Zähnen. Und nach dem Rezept bin ich auch schon gefragt worden. Ireeensche…..!

Nachmachen lohnt! Das hat Chaosqueen auch schon längst herausgefunden.

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Decadence in cubes1

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Decadence in cubes (M/TM)
Kategorien: Kleingebäck, Sünde, Nüsse, Schoko, Karamell
Menge: 1 Rezept

Zutaten

H FÜR DEN BODEN
160 Gramm   Weizenmehl
100 Gramm   Zucker, braun
100 Gramm   Butter
1 Prise   Salz, kräfig
H FÜR DIE FÜLLUNG
250 Gramm   Crème double
75 Gramm   Zucker, braun
75 Gramm   Zucker, weiß
2 Essl.   Akazienhonig
25 Gramm   Butter
3 Essl.   Walnusslikör
1/2 Teel.   Meersalz
1     Bio-Orange
100 Gramm   Walnüsse
100 Gramm   Pecan-Nüsse
H FÜR DAS TOPPING
75 Gramm   Schokolade, dunkel
75 Gramm   Schokolade, hell

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: http://www.deliciousdays.com/archives/2009/02/
  04/decadence-in-cubes/
  Erfasst *RK* 21.06.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Eine rechteckigen Form (20x25cm) so mit Backpapier auslegen, dass es über den Rand ragt. So kann man später die Teigplatte einfach aus der Form heben. Manzfred auf 180°C vorheizen.

Schokolade grob zerbröckelt in den Thermomix (TM) geben und in 5 Sekunden, Stufe 5 zerkleinern. Umfüllen.

Nüsse in einer fettfreien Pfanne anrösten.

Alle Zutaten für den Teig in den TM geben und mit Sichtkontakt in wenigen Sekunden, Stufe 6, zu einer feinkrümeligen Masse verarbeiten. Diese Krümelmasse in die Form schütten und mit den Händen festdrücken. Ca. 15 Minuten vorbacken.

Inzwischen die Zutaten für die Füllung mit Ausnahme der Nüsse und der Orangenschale in einem Topf zum Kochen bringen. Orangenschale nach Geschmack abreiben und zufügen. Eher zu wenig als zuviel, während des Reibens öfter abschmecken. Die Masse soll 5 bis 10 Minuten köcheln. Umrühren nicht vergessen.

Nüsse grob hacken – ab besten per Hand, im TM werden sie schnell zu fein. Die Nüsse auf dem vorgebackenen Boden verteilen und die Karamellmasse daraufgießen. Form in den Ofen stellen und 25 Minuten backen, bis eine schöne goldbraune Farbe entstanden ist.

Form aus dem Ofen nehmen und sofort die zerkleinerte Schokolade gleichmäßig aufstreuen. Sie schmilzt durch die Hitze und bildet den krönenden Abschluss.

Den erkalteten Kuchen mit Hilfe des Backpapiers aus der Form heben und in kleine Würfel schneiden.

Anmerkungen, Jutta: Nicole empfiehlt den Genuss der kalten Würfel. Ich finde sie besser, wenn sie Zimmertemperatur haben. Schmecken herrlich und taugen zum Knallerrezept.

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