Gemüsepizza mit Kartoffelboden (M/TM)

Leserin Thea schrieb mit leisem Bedauern, dass bei Schnuppschnüss und ihr Manzfred die Abstände beim Bloggen immer länger werden. Jaaaaaa. Die "alten" Zeiten, diese Aufbruchstimmung und das Interessante, Neue sind verflogen, statt zu kommentieren, hebt man bei Facebook den Daumen und ein Foto vom Essen ist dort schnell gepostet und auch schnell wieder vergessen. Zunächst dachte ich, dass es nur ein Virus ist, mittlerweile ist meine Blogmüdigkeit leider chronisch. Wie viel Zeit ich mit anderen Dingen verplempere, ist unglaublich.  Dabei ist so ein Blog doch eine schönes Instrument, Gutes länger zu bewahren. Ab und an, zum Beispiel, wenn ich Kommentare wie von Thea bekomme, gehe ich in mich und denke, dass es wirklich schade ist. Und dann schreibe ich einfach mal was. Gut, ne? 

Gewichtswächteralarm herrscht hier seit ein paar Wochen und ich koche halt viel aus dem Onlineangebot der WW-Jünger oder, wie diesmal, aus einem der vielen Kochbücher, die ich hier rumstehen habe. Das "Best of Erfolgsrezepte" (wer lässt sich so einen Titel einfallen???) beinhaltet eine Reihe von tollen Rezepten, die ich nach und nach auf den Tisch bringe. Gestern war es die Gemüsepizza mit Kartoffelboden – eine gut vorzubereitende Mahlzeit, wenn der Mann morgens mal wieder sagt: "Ich weiß nicht, wann ich nach Hause komme. Entweder früh oder spät." Aha!  

  P1090630

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gemüsepizza mit Kartoffelboden (M/TM)
Kategorien: WW, Gemüse, Kartoffeln, TM, Vegetarisch
Menge: 6 Portionen / 42 Punkte insgesamt

Zutaten

100 Gramm   Parmesan
H BODEN
1 kg   Kartoffeln
4     Eier
90 Gramm   Almette Balance natur
2 Essl.   Mehl
1 Essl.   Schnittlauchröllchen getrocknet
1 Essl.   Petersilie, getrocknet
1 Teel.   Thymian, getrocknet
1 Teel.   Majoran, getrocknet
      Salz
      Pfeffer
H BELAG
2     Frühlingszwiebeln; bis 1/2 mehr
1     Paprika, rot
1     Paprika, gelb
1 Dose   Gemüsemais (ich hatte welchen aus dem Garten)
200 Gramm   Champignons (frisch oder aus der Dose)
75 Gramm   Tomatenmark
75 Gramm   Senf
60 Gramm   Almette Balance natur

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original WW-Kochbuch "Best of Erfolgsrezepte".
  Erfasst *RK* 06.02.2018 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Parmesan im Thermomix ungefähr 10 Sek. / Stufe 10 fein zerkleinern. Umfüllen.

Kartoffeln schälen, halbieren oder vierteln, auf Stufe 5 bei Sichtkontakt zerkleinern wie für Kartoffelpuffer. Restliche Zutaten für den Boden zufügen und 30 Sek. auf Teigstufe vermengen. Eine geeignete Backform fetten – ich habe das große runde Alublech verwendet, Masse einfüllen und 25-30 Minuten backen, bis die Masse fest ist.

Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, Paprika in dünne Streifen schneiden, Champignons in Scheiben schneiden, Mais abtropfen lassen. Tomatenmark, Senf und restlichen Frischkäse verrühren. Auf dem vorgebackenen Boden verteilen, mit dem Gemüse belegen und Käse darüber streuen. Nochmals 20-30 Minuten backen.

Anmerkungen, Jutta: man könnte auch 150 g Schinkenwürfel aufstreuen. Schmeckt jedenfalls sehr gut.

=====

Es wurde gestern übrigens spät, das Essen stand aber innerhalb von 30 Minuten auf dem Tisch. Daumen hoch! 

River Café Easy Kochbuch: Kürbis mit Röstbrot

P1010755

Wenn ich eine Mahlzeit noch nicht verdaut habe und schon dabei bin, das Rezept zu bloggen, muss es sich um ein besonderes Schmankerl handeln. Dabei liest sich der Titel aus dem River Café Easy Kochbuch so profan. Und das Gericht ist auch noch schnell zubereitet (falls man das Brot rechtzeitig backt).

P1010755
Und es schmeeeeckt. Kurze Rede, langer Sinn: nachmachen bitte. Aber doppelte Menge, mindestens. Das Rezept reicht gerade mal für den nicht wirklich großen Hunger von zwei guten Essern, wenn man das Brot nicht ganz so dick schneidet, wie im Rezept angegeben. Und ordentlich Knoblauch drauf reiben! 

P1010755

  

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kürbis und Röstbrot
Kategorien: Knaller, Eintopf, Gemüse, Fenchel, Toast
Menge: 2 Portionen (unbedingt doppelte Menge machen

Zutaten

500 Gramm   Hokkaido
100 Gramm   Pancetta (oder Bauchspeck – hier: 90 g Lardo)
2     Knoblauchzehen
2     Zwiebeln, rot
3 Essl.   Petersilienblätter
1     Fenchelknolle
1     Chili, getrocknet (hier: 0,5 Teelöffel eigene
      — Chili, gemahlen)
1 Essl.   Fenchelsamen
      Olivenöl
200 Gramm   Tomaten, Dose (hier: 400 g eigene, TK)
      Sauerteigbrot

Quelle

  Rose Gray / Ruth Rogers; "River Café Easy Kochbuch"
  ISBN 9783831005826
  Erfasst *RK* 13.01.2016 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kürbis geschält würfeln. Speck in Stifte schneiden. Knoblauch und Zwiebeln schälen. 1 Knoblauchzehe, Zwiebeln und Petersilie fein hacken. Fenchel in scheiben schneiden und Hacken. Chili zerkrümeln, Fenchelsamen im Mörser fein zerstoßen oder mahlen (habe ich nicht gemacht).

In einem Topf 3 EL Olivenöl erhitzen und den Speck darin sanft anbraten. Fenchel, Knoblauch, Chili und Fenchelsamen zufügen und fünf Minuten dünsten. Kürbis untermischen, Tomaten einrühren und dabei zerteilen. Salzen, pfeffern, köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Darauf achten, dass nicht zu viel Flüssigkeit vedampft, eventuell auffüllen. Petersilie zugeben.

Brot in 1 cm dicke Scheiben schneiden (hier 0,8 cm), rösten, mit Knoblauchzehe einreiben. In Suppenteller legen, Suppe darüber schöpfen und mit Olivenöl beträufeln.

Anmerkungen, Jutta: Kürbis, Fenchel, Knoblauch und Zwiebeln im TM geschreddert. Umgefüllt. Tomaten ebenfalls suppig geschreddert und dann wie angegeben verwendet.

So gut! Unbedingt doppelte Menge machen!

=====

 

Gemüse-Bolognese und eine Liebeserklärung an „essen & trinken“

Gemüse-Bolognese_0003
Ich habe mir kürzlich einmal die Mühe gemacht, die in der "essen & trinken"-Zeitschrift vom April dieses Jahres veröffentlichten Rezepte zu zählen. Ich bin dabei auf 43 Stück gekommen. Der Umfang der Kochillustrierten belief sich auf 146 Seiten. Darüber habe ich mich geärgert. Fand ich nicht gut. Zuviel Werbung (auch für Fertigprodukte wie Tütensuppen!!! sowie eine doppelseitige und 15 ganzseitige Anzeigen für Zeitschriften) und zu viele Geschichtchen. Ich schrieb damals, dass ich mir überlege, ob ich weiterhin soviel Geld für Werbung ausgeben will. Und dass ich mehr Rezepte will. Und soll ich mal was sagen?

ICH NEHME DAS ALLES ZURÜCK – SCHWAMM DRÜBER

Warum? Noch nie, nie, nie in meiner Karriere als Koch- und Backwütige habe ich aus einer einzigen Zeitschrift sieben! Rezepte innerhalb von gut drei Wochen nachgekocht, von denen mir nur ein einziges nicht geschmeckt hat. Die anderen Gerichte waren prima bis genial, überaus empfehlenswert und partiell an einem Schlemmer-Ostern erster Güte beteiligt.

Ich habe also meine Meinung geändert. Wenn die Werbung und die Geschichtchen in der "essen & trinken" dazu führen, dass ich für vier Euro eine sehr schöne Auswahl an schmackhaften und nachkochbaren Rezepten bekomme, die in meiner Knaller-Rubrik landen, dann will ich nicht mehr meckern und freudig die nächsten Ausgaben der Zeitschrift kaufen.

Seit Anfang des Jahres ist bei e&t mit Stephan Schäfer ein Chefredakteur am Ruder, der das Erscheinungsbild des Magazins behutsam modernisiert hat und wohl auch dafür verantwortlich ist, dass die zuweilen recht aufwändigen Kreationen der Vergangenheit in den bisherigen Ausgaben nicht zu finden waren (ok, die März-Ausgabe habe ich verpasst). Ich habe kaum ein Rezept entdeckt, das ich als ambitionierte Amateurin nicht hätte nachkochen wollen und können (glaube ich).

Nachgekocht habe ich:

Die Hähnchenkeulen habe ich schon verbloggt, heute stelle ich euch die Gemüse-Bolognese vor:

Gemüse-Bolognese_0003

Faszinierend fand ich, dass wahrscheinlich kein Uneingeweihter bemerkt hätte, dass es sich um eine vegetarische Variante handelt. Ich hatte noch Auberginen im Vorrat, mit denen ich den Sellerie ersetzte, der nicht auf Lager war. Im fertigen Sugo sahen die Auberginen-Stückchen wie Hackfleisch aus und hatten auch einen ähnlichen Biss.

Gemüse-Bolognese_0003

Ich war wirklich erstaunt, wie gut diese Bolognese schmeckte, obwohl die Zutaten eigentlich nicht viel Neues versprachen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gemüse-Bolognese
Kategorien: Pasta, Vegetarisch, Gemüse, Knaller
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

250 Gramm   Möhren
2     Auberginen (Original: 250 g Knollensellerie)
300 Gramm   Zucchini
1     Paprikaschote, rot
150 Gramm   Schalotten
2     Knoblauchzehen
1     Chilischote, klein, getrocknet(Original: 2
      — Schoten)
2 Dosen   Tomaten, gehackt, klein (Original: 1 große Dose
      Tomaten, geschält)
10 Essl.   Olivenöl
      Salz
      Zucker
1 Essl.   Tomatenmark
200 ml   Rotwein
      Pfeffer
3-4 Stiele   Petersilie, glatt
400 Gramm   Mafaldine (Original: Spaghetti)
1 Teel.   Butter, kalt
      Parmesan

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "essen & trinken", April 2011
  Erfasst *RK* 30.04.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Möhren und Sellerie schälen, Paprika vierteln und entkernen. Zusammen mit Zucchini in 1/2 cm große Würfel schneiden. Chili zerbröseln. Schalotten und Knoblauch fein würfeln.

6 EL Öl in einem Topf erhitzen, Schalotten, Knoblauch und Chili darin bei mittlerer Hitez 2-3 Minuten glasig dünsten. Möhren und Auberginen zufügen und weitere 4-5 Minuten mitdünsten, mit Salz und 1 Prise Zucker würzen. Tomatenmark unterrühren und kurz mitdünsten. Mit Rotwein ablöschen und stark einkochen lassen. Tomaten dazugeben, aufkochen und alles offen bei mittlerer Hitze 30 Minuten köcheln lassen.

Restliches Öl in einer Pfanne erhitzen, Paprika darin bei starker Hitze 2 Minuten braten. Zucchini zufügen und weitere 1-2 Minuten braten, mit Salz und Pfeffer würzen. Abgezupfte Petersilienblätter fein schneiden.

Nudeln bissfest garen, in ein Sieb schütten und 200-250 ml Nudelwasser auffangen (hab ich nicht gemacht). Nudeln und Nudelwasser mit dem Sugo und dem gebratenen Gemüse mischen. Butter und Petersilie zufügen und bis zur gewünschten Sämigkeit erhitzen. Mit Parmesan bestreut servieren.

=====

Nudelwasser habe ich am Ende des Garvorgangs nicht zugefügt, uns war die Konsistenz so, wie sie war, genau recht. Der Parmesan durfte aber nicht fehlen.

Gemüse-Bolognese_0003

Die Mai-Ausgabe hat uns gestern und heute auch wieder sehr glücklich gemacht. Da gab es eine Mangold-Tarte mit einer Rosinen-Vinaigrette, die nur einen Fehler hatte: sie war zu klein.