Nudelgratin mit cremiger Kürbissauce (nach einer Idee von WW)

Tag sechs ohne Fleisch* und soll ich euch mal was sagen? Es ist mir egal. Auch deshalb, weil es so schöne Rezepte gibt wie das Nudelgratin von gestern, das wir heute wieder essen, weil es so viel war. Und so lecker.

Schön sämig (ok, den Frischkäse hatten die Abnehmgurus nicht erwähnt), knusprig wegen des erstaunlich schmackhaften Paniermehls ( auch Semmelbrösel genannt) und der Mandelblättchen, deren Röstaroma ein toller Kick sind und die ich mir in Kombination mit den Brotkrumen auf Nudelauflauf nicht wirklich hatte vorstellen können.

Der Parmesan zum Drüberstreuen, später, wenn die Chose auf dem Teller dampft, ist im Originalrezept ebenfalls nicht vorgesehen, passt aber natürlich bestens. Sehr schön auch, dass die eingefrorenen Mangoldpäckchen aus der Sommerernte verbraucht werden konnten und sogar den letzten Butternutkürbis haben wir mit diesem Gericht verzehrt.

Den Auflauf kann man schon tagsüber zubereiten und abends nur noch backen, was ich immer praktisch finde, weil dann die Küche schon blitzt, wenn man das Essen genießt.

*Hier wird es auch weiterhin Fleisch zu essen geben. Aber Norbert und ich wollen versuchen, den Konsum stark einzuschränken. Wir haben ohnehin immer weniger Tiere gegessen, aber völlig darauf verzichten werden wir nicht. Mehr als eine Fleischmahlzeit in der Woche möchten wir jedoch nicht verzehren, eher noch weniger. Mal sehen, wie das klappt mit den Vorsätzen. Wir machen keine Religion daraus, essen auch weiterhin alles, wenn wir eingeladen sind oder im Restaurant, auf Reisen oder an der Wurstbude. Die Tiefkühltruhe wird auch noch geleert und dann möchte ich nur noch kaufen, wenn wir es umgehen essen. Dörrfleisch und Leberwurst, lebt wohl!

Ach so, das Rezept, hätte ich fast vergessen.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Nudelgratin mit cremiger Kürbissauce
Kategorien: WW, Garten, Kürbis, Auflauf, Backen
Menge: 4 Portionen

Zutaten

1  Butternutkürbis, klein
   Chilischoten, geschreddert
3  Zwiebeln, mittelgroß
300Gramm Mangold, gegart, grob gehackt
500Gramm Vollkornnudeln, trocken
   Olivenöl
400ml Wasser, kochend
2Teel. Instantgemüsepulver
2Zehen Knoblauch
1Teel. Thymian, getrocknet, gestrichen voll
2Essl. Rosinen
2Essl. Kräuterfrischkäse
30Gramm Paniermehl
2Essl. Mandelblättchen
   Parmesan

Quelle

 Rezept modifiziert.
 Original: Weight Watchers Online
 Erfasst *RK* 10.01.2020 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Tiefgekühlten Mangold auftauen. Frischen Mangold waschen, in Streifen schneiden und auf ein Dampfgarerlochblech geben. Kürbis schälen, Kerne entfernen, in nicht zu große Stücke schneiden und auf ein Dampfgarerlochblech legen. Im Dampfgarer, Automatikprogramm, garen. Falls Mangold gegart werden muss, ebenfalls in den Dampfgarer schieben (Schiene unter dem Kürbis).

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Nudeln in Salzwasser knapp gar kochen und abschütten. Zwiebeln und Knoblauch schälen. Zwiebeln würfeln, in Öl bräunen, Mangold zufügen und eine Weile mitbraten, mit Salz und Chiliflocken würzen.

Aus Instantpulver und kochendem Wasser eine Brühe herstellen. Kürbiswürfel, Knoblauch, Chili, Frischkäse und Brühe im Thermomix pürieren. Abschmecken.

Nudeln mit Mangoldmischung, Rosinen, Thymian und Kürbissauce mischen, in eine Auflaufform füllen, mit Paniermehl und Mandelblättchen bestreuen. Ungefähr 25 Minuten backen, dabei darauf achten, dass die Oberfläche nicht zu dunkel wird.

Nach Geschmack mit Parmesan bestreut servieren.

Jutta: Schmeckt sehr gut, knusprig wegen des Paniermehls und der Mandelblättchen. Reicht für zwei Tage.

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Kartoffelgratin aus dem Crockpot

Flämisches Biergulasch und Kartoffelgratin_bearbeitet-1

Als Beilage zum Flämischen Biergulasch gab es Kartoffelgratin. Und zwar aus dem Crockpot, was ich zunächst sehr befremdlich fand.

Ich bin überhaupt kein Fan von Kartoffelgratin aus rohen Kartoffeln. Das Garen ist mir noch nie so gelungen, dass man das Ergebnis als perfekt hätte bezeichnen können. Harte Kartoffelstücke in einer komischen Sahnesauce sind nicht das Maß aller Dinge.

Kartoffelgratin (CP), komplett

Deshalb bin ich erstaunt, dass ich dieses Rezept überhaupt ausprobiert habe. In einem sympathischen Forum für Thermomixverrückte und VerwenderInnen anderer Helferlein wie Crockpot und Konsorten gefunden, sprach mich die Anleitung jedoch sofort an. Auch die vielen positiven Rückmeldungen bestärkten mich darin, es noch einmal (dann ist aber wirklich Schluss – endgültig – einmal noch, ehrlich!) mit rohen Kartoffeln und Crocky zu versuchen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Ergebnis war einfach perfekt*. Sechs Stunden langsam vor sich hinblubbernd, strebte das Gratin, das eigentlich keins ist, der Vollendung entgegen. Die Kartoffeln waren "auf den Punkt" gar (ich kann es nicht mehr hören, deshalb schreibe ich es lieber),  nicht zerkocht, gut gewürzt, der Käse an der Oberfläche schön gebräunt – ich hörte die Englein im Gratinhimmel singen.

Kartoffelgratin (CP)

Ab sofort werden in Sachen "Rohe Kartoffelscheiben in Käse-Sahne-Sauce gegart" keine Experimente mehr gemacht. Des g'hört so.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffelgratin (CP)
Kategorien: Beilage, Kartoffeln, Käse, Sahne
Menge: 4 Portionen

Zutaten

1 kg   Kartoffeln ("Reichskanzler", mehlig kochend)
200 Gramm   Sahne
100 Gramm   Vollmilch (beim nächsten Mal 50 g mehr verwenden)
5 Gramm   Salz
5 Gramm   Gemüsebrühe, gekörnt
0,1 Gramm   Muskat
0,1 Gramm   Pfeffer, schwarz
1/2     Knobizehe, gepresst
150     Emmentaler
150     Gouda, jung

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Virus Culinarius, Userin "Salsa Picante"
  http://www.virusculinarius.de/forum/showthread.php?t=996&
  highlight=kartoffelgratin
  Erfasst *RK* 13.12.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kartoffeln schälen und auf der Maschine in 3 mm dicke Scheiben schneiden.

Gefrorenen Käse im TM 15 Sekunden / Stufe 10 zerkleinern. 150 g zur Seite stellen.

Die restlichen Zutaten miteinander vermischen. Mit den Kartoffeln in den ungefetteten, kleinen Crockpot geben, alles gut miteinander vermengen. Restlichen Käse aufstreuen

6 Stunden auf LOW garen.

Anmerkungen, Jutta:

Schmeckt total super und macht kaum Arbeit.

Susanne "Salsa Picante" rät: "Bei einem vollen 6,5 l Crock Pot (ca. 3fache Menge), koche ich das Gratin 5 Stunden auf High."

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Um den Kartoffeln eine Freude zu machen, gibt es beim nächsten Mal Hering dazu.

*Einen Hauch mehr Flüssigkeit hätten sie eventuell, vielleicht, möglicherweise vertragen können, aber da bin ich mir nicht sicher, das muss ich beim nächsten Mal ausprobieren.