Chircorée mit Honig-Senf-Sauce und Käse-Orangen-Kruste

Dieser Beitrag enthält vielleicht Werbung. Ich habe dadurch keinen Vorteil, weder materiell noch immateriell. Außer vielleicht Ruhm und Ehre auf ewig. Aber dafür sind meine Leser zuständig und nicht Hein Mück, der Grottenolm oder was weiß ich wer.

Dieses Rezept stammt aus der Kategorie „kam, sah, siegte“. In der Fuldaer Zeitung gesehen, gleich dafür eingekauft, am nächsten Tag zubereitet und dann wurde geschlemmt, was das Zeug hielt. Diese Bitterkeit des Gemüses, gepaart mit dem fruchtigen Geschmack der Orangen war wirklich fein . Für den nächsten Tag reichte es auch noch, ich habe nur noch einmal Kartoffelstampf zubereitet. Den gab es nämlich dazu. Es war so lecker!

Das Rezept sah vor, den Chicorée anzubraten und im Ganzen fünf Minuten mit den Schalotten in Brühe zu garen, was mir bei den riesigen Brechern, die ich gekauft hatte, nicht sinnvoll erschien. So teilte ich die fetten Feger, garte sie im Dampfgarer vor und briet sie dann mit den Zwiebeln an. Die Brühe nutzte ich, um alles, was sich in der Pfanne an Röststoffen befand, in die Auflaufform zu transportieren.

Ein schönes Gericht, das man gut vorbereiten kann.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Chicorée mit Honig-Senf-Sauce und Käse-Orangen-Kruste
Kategorien: Vegetarisches, Knaller, Orange, Chicorée, Käse
Menge: 4 Portionen

Zutaten

4  Chicoréestauden; bis 1/2 mehr
2Essl. Butter
2  Schalotten
2Teel. Agavendicksaft (eher mehr)
150ml Gemüsebrühe (aus Alnatura Brühepulver)
1/2Becher Schlagsahne
3Essl. Orangensaft; bis 1/3 mehr
1/4  Orange, der Abrieb (wer es gerne orangig mag, auch mehr)
1Essl. Honig (Original: 1 TL)
1Essl. Dijon-Senf (Original: 1 TL)
150Gramm Käse, gerieben (hier: Edamer und Parmesan)
   Salz
   Pfeffer
   Muskatnuss

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 Fuldaer Zeitung vom 22.03.2019
 Anne Baun, Rubrik: "Natürlich koch‘ ich"
 Erfasst *RK* 25.03.2019 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Den Chicorée waschen, putzen, Strunk keilförmig heraus schneiden und die Stauden längs halbieren. Die Schalotten in Streifen schneiden. Den Orangensaft mit dem Käse vermischen.

Die Butter mit dem Agavendicksaft in der Pfanne schmelzen. Schalotten und Chicorée darin anbraten (Ich habe ihn im Dampfgarer vorgegart. Original: Zwiebeln und Chicorée anbraten, Brühe zufügen, 5 Minuten schmoren. Das Loskochen des Bratensatzes weiter unten entfällt.). In eine Auflaufform legen, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Brühe in die Pfanne gießen, eventuell vorhandenen Bratensatz loskochen, zum Chicorée geben.

Mit der Käse-Orangen-Mischung bestreuen. Die Sahne mit Honig, Senf, Orangenabrieb und etwas Gemüsebrühepulver (Alnatura) verrühren. Vorsichtig in die Form gießen, ohne den Käse zu benetzen. Etwa 25 Minuten backen, bis der Käse goldbraun verlaufen ist. Am Ende der Backzeit Tür des Manzfreds eventuell nur anlehnen, damit etwas Flüssigkeit aus der Auflaufform verdampfen kann.

Dazu Kartoffelstampf mit dem Rest Sahne, Butter, Milch und Muskat. Köstlich!

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15ter mediterraner Kochevent – Israel: Challalallalah – ohohoh…..

 

Challah - Anschnitt_bearbeitet-1

Mit Schrecken musste ich am 1. Tag des laufenden Jahres feststellen, dass ich komplett vergessen hatte, eine Neujahrsbrezel zu backen. Shocking! Eine jahrtausendealte Tradition in unserer Familie wurde schmählich gebrochen, mea culpa – maxima, minnigens.

Um nicht noch mehr Unheil zu beschwören und um mich zumindest in Gefilden mit ebenfalls jahrtausendealter Tradition zu bewegen, habe ich mich dann entschlossen, endlich mal wieder an einem Event teilzunehmen. Wie gut, dass der rührige Tobias in Griechenland lebt, so war das mit den Jahrtausenden und der Tradition schon mal geklärt.

15ter mediterraner Kochevent - Israel - tobias kocht! - 10.12.2010-10.01.2011

Dass Israel zurzeit Thema mediterraner Kochköstlichkeiten ist, kam ebenfalls sehr gelegen. Denn in Israel wird zum Schabbat traditionell (schon wieder!) süßer Hefezopf gegessen. Also fast eine Brezel. Zudem erinnert mich die Challah auch daran, dass mein Mann jeden Freitagabend auf WDR 5 "Gedanken zum Schabbat" anhört und immer ganz begeistert ist von den tollen Stimmen. Irgendwie heimelig.

Welch' erhebendes Gefühl machte sich breit, gleich zwei bis drei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können. Kürzlich war das schon mal irgendwo in einem Blog der Fall und da ich diese Vorgehensweise sehr schlau fand, hab ich sie mir nicht nur notiert, sondern auch "zeitnah" in die Tat umgesetzt. Ein Hoch auf diese wunderbare Idee!

Das Challah-Rezept fand ich bei Rose Levy Beranbaum. Ihre Bread Bible hat mir schon viele schöne Backergebnisse beschert und ihren Rezepten konnte ich immer vertrauen. Natürlich wollte ich eine Challah mit möglichst vielen Strängen flechten.

Challah - Anschnitt_bearbeitet-1

Bei der Suche nach Anleitungen im wäwäwä. habe ich Interessantes entdeckt:

  • Die Salzmenge im Teig ist erstaunlich hoch, ich habe in anderen Rezepten nachgeschaut, da war es ähnlich. Gefallen fand ich nicht daran, deshalb habe ich ein wenig reduziert und 2% der Mehlmenge an Salz verwendet. Allerdings war ich erstaunt, wie interessant und gut das fertige Brot schmeckt. Mit Konfitüre kann man es prima essen, aber auch mit Käse oder Aufschnitt. Das war wirklich eine Entdeckung für mich. 
  • Brote mit sechs Strängen zu einem Zopf zu formen ist eigentlich einfach. Trotzdem sieht mein Zopf überhaupt nicht ordentlich aus, am Erscheinungsbild muss ich noch feilen. Ich glaube, ich habe mich unterwegs beim Flechten doch verfranst. Mal sehen, wie sich ein neuerlicher Versuch gestaltet.

Challah - Anschnitt_bearbeitet-1

  • Die dollste Entdeckung: ich hatte schon mal einen Zopf aus sechs Strängen geflochten. Ach?!?  Aber keine Challah, ätschibätschi. (Notiz: Rezeptregister anlegen – wie geht das eigentlich?)

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Challah – Beranbaum (M)
Kategorien: Hefe, Zopf, 6 Stränge, Honig, International
Menge: 1 Großer Zopf

Zutaten

H SPONGE
142 Gramm   Weizenmehl, Type 550
3,2 Gramm   Trockenback-Hefe
156 Gramm   Wasser
40 Gramm   Honig
3     Eier, Größe M (150 g)
H TEIGZUTATEN, TROCKEN
662 Gramm   Weizenmehl, Type 550
4 Gramm   Trockenback-Hefe
16 Gramm   Salz
H TEIGZUTATEN, FEUCHT
2     Eier
72 Gramm   Maiskeimöl
120 Gramm   Honig
10 Gramm   Apfelessig
H EIWASCH
1     Ei
2 Essl.   Milch
1 Prise   Salz
1/2 Teel.   Zucker
H ZUM BESTREUEN
      Sesamsaat

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Rose Levy Beranbaum "The Bread Bible"
  Traditional Challah, S. 517
  Erfasst *RK* 05.01.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Die Zutaten für den Sponge in eine Schüssel geben und mit einer Gabel zu einem homogenen, recht flüssigen Teig verrühren. Mit einer Plastikhaube abdecken und bei Zimmertemperatur so lange stehen lassen, bis sich das Volumen vergrößert hat. Ich habe den Teig zunächst zwei Stunden in der recht kühlen Küche stehen lassen und dann 1 Stunde bei 30° C in den Backofen gestellt.

Die trockenen Teigzutaten mischen und in eine Rührschüssel geben. Die feuchten Zutaten und den Sponge ebenfalls in die Rührschüssel geben. In der KitchenAid 5 Minuten auf Stufe 3-4 kneten. Auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und so lange mit wenig Mehlzugabe kneten, bis ein nur noch leicht klebriger Teig entstanden ist. Den Teig zum Ball formen, in eine leicht geölte Schüssel geben, mit Plastikhaube abdecken und so lange gehen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat (1-2 Stunden).

Den Teig einmal vorsichtig auf der Arbeitsfläche entgasen und wie einen Geschäftsbrief falten, nochmals in der abgedeckten Schüssel bis zur Volumenverdopplung gehen lassen (ca. 1 Stunde).

Den Teig aus der Schüssel holen, etwas niederdrücken und in sechs Portionen teilen. Diese zu möglichst langen Strängen rollen. Danach zu einem Zopf flechten (s. Blogeintrag, 05.01.2011) und auf eine Backfolie plazieren.

Zutaten für das Eiwasch verkleppern und den Zopf damit bestreichen.

Manzfred auf 160° C vorheizen.

Den Zopf so lange aufgehen lassen, bis sich sein Volumen ungefähr verdoppelt hat. Nochmals mit Eiwasch bestreichen, mit Sesamsaat bestreuen. Mit der Backfolie in den Manzfred schieben.

45 Minuten backen, die letzten 10 Minuten mit Alufolie abdecken.

Anmerkungen, Jutta: prima!

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Lieber Tobias, vielen Dank für die Ausrichtung des Events und deine fleißige Umsetzung des schönen Event-Themas.