Aprikosenkuchen mit Zitronenthymianstreuseln

Zitronenthymianstreusel? Auf Kuchen? Komisch. Sehr komisch! Muss ich ausprobieren.

P1040051_bearbeitet-1
Ich hatte also einen Plan. Dann die Ernüchterung. Ich meine, was soll man von einem Rezept halten, das 25 Gramm Mehl benötigt, um die Streusel herzustellen? Begleitet von Unmengen Zucker (15 g) und Butter (10 g)? Irgendwie wurde mir das Rezept unsympathisch. Aber ich hatte mich nun einmal entschlossen, den Kuchen zu backen und da gab es kein Vertun, das wurde durchgezogen. Fertig, aus, keine Diskussion! 

Zum Glück. Aprikosenkuchen mit Zitronenthymianstreuseln hört sich nicht nur hipp an, er schmeckt auch prima. Obwohl man vom Zitronenthymian rein nix schmeckt. Schade eigentlich.

 P1040053

Aber der Rest ist schon klasse. Saftig, nicht sehr süß, fruchtig. Mache ich bald mal wieder. Und erstaunlicherweise haben sogar die Streusel gereicht. Das war gar nicht so wenig, wie es zunächst den Anschein hatte.  Ist das ein Happy End? Das ist ein Happy End! 

P1040051_bearbeitet-1

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Aprikosenkuchen mit Zitronenthymianstreuseln
Kategorien: Saisonal, Obst, Rührkuchen, Aprikosen
Menge: 1 Kastenkuchen, 30cm

Zutaten

H FÜR DIE STREUSEL
25 Gramm   Mehl
15 Gramm   Zucker
10 Gramm   Butter
1 Prise   Salz
1 Essl.   Zitronenthymian (eher mehr als weniger)
H FÜR DEN KUCHENTEIG
500 Gramm   Zuckeraprikosen, vorbereitet gewogen
400 Gramm   Mehl
1 Essl.   Mehl
115 Gramm   Butter
100 Gramm   Margarine (kann durch Butter ersetzt werden)
200 Gramm   Zucker
6     Eier
1 Teel.   Backpulver
1 Prise   Salz
150 Gramm   Buttermilch
      Puderzucker zum Bestäuben

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Lust auf Genuss 9/2016
  Erfasst *RK* 31.07.2016 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kastenform fetten, ein Stück Backpapier so in die Form legen, dass man es an den Seiten fassen kann, um den Kuchen später heraus zu heben. Manzfred auf 150° C vorheizen.

Zitronenthymianblättchen hacken und zusammen mit den anderen Zutaten Streusel herstellen.

Aprikosen entsteinen, in Streifen schneiden und mit 1 EL Mehl bestäuben.

Butter, Margarine und Zucker schaumig schlagen. Eier nach und nach unterziehen. Mehl mit Backpulver und Salz mischen. Abwechselnd mit der Buttermilch unter die Buttermasse ziehen. Aprikosen unter den Teig heben.

Teig in die Form füllen. In Längsrichtung eine Rille ziehen, Streusel darauf verteilen. 70 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Kurz in der Form abkühlen lassen, heraus heben und auf einem Gitter komplett auskühlen lassen. Mit Puderzucker bestäubt servieren.

=====

2016 08 07: Mayday, Mayday, Mayday – das zunächst gepostete Rezept enthielt nur 1 EL Mehl für den Teig, das ist falsch, ich habe es vergessen… nun stimmt es aber.

Paderborner Landbrot (M) nach ketex

Ich weiß gar nicht, wieso ich aus Gerhard Kellners aka ketex' wunderbarem Buch "Rustikale Brote aus deutschen Landen" erst zwei Rezepte nachgebacken hatte, als mir das gute Stück auf der Suche nach einem schönen Brot in die Hände fiel. Hier sind doch so tolle Rezepte enthalten, dass ich bei jedem Bildchen "au ja, mmmhhh lecker, muss ich nachbacken" dachte. 

Also ging ich frisch ans Werk und fing mit einem Paderborner an. Ich sag' es gleich: Bööörner!! So ein knuspriges, kräftiges Brot, so eine schöne Krume, also, ich bin ja hin und weg. 

Paderborner

Der Teig war recht weich bei der Verarbeitung, aber auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche ließ sich ein Laib erstaunlich einfach formen. Da das Brot in der Form gebacken wird, muss man sich danach keine weiteren Sorgen machen. Gehen lassen, backen, feddisch. Mein Exemplar war ein wenig dunkel obenrum, aber gerade das hat gut geschmeckt. 

Das Schlimmste: so lange warten zu müssen, bis der Laib ausgekühlt ist. Dann aber wird er angeschnitten, dass die Kruste nur so kracht die Krümel spritzen, mindestens messerrückendick wird Butter aufgebracht und alles mit einem Belag nach Wahl (oder auch nicht) veredelt. Und dann beißt ihr hinein und genießt es einfach. Wunderbar? Wunderbar! 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Paderborner Landbrot nach ketex (M)
Kategorien: Kastenbrot, Kräftig, Paderborner, Ketex
Menge: 1 Brot

Zutaten

H SAUERTEIG
250 Gramm   Roggenmehl, Type 1150
250 ml   Wasser
25 Gramm   Roggenanstellgut
H HAUPTTEIG
      Sauerteig (eventuell 25 g abnehmen für das
      — nächste Mal)
245 Gramm   Roggenmehl
120 Gramm   Fünf-Korn-Mehl (Original: Weizenmehl, Type 1050)
255 ml   Wasser
15 Gramm   Salz
3,3 Gramm   Trockenbackhefe (Original: 10 g Frischhefe)

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  ketex Gerhard Kellner "Rustikale Brote aus deutschen
  Landen"
  ISBN978-3-8094-2847-3
  Erfasst *RK* 05.11.2014 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Am Vortag die Zutaten für den Sauerteig vermischen und abgedeckt bei Raumtemperatur 16 Stunden reifen lassen.

Am Backtag alle Zutaten vom Hauptteig mit dem Sauerteig in der Küchenmaschine fünf Minuten kneten, dann abgedeckt 20 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit eine Kastenform (23 x 11 x 9,5 cm) mit Butter fetten.

Den Teig nochmals fünf Minuten kneten, auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Laib formen, in die Kastenform legen und mit einer Stipprolle die Oberfläche einstechen (geht auch mit einer Stricknadel). Den Teig ungefähr 1,5 Stunden gehen lassen, nach dieser Zeit sollte er den Formrand erreicht haben.

Manzfred zeitig auf 250° C vorheizen (Anmerkung, Jutta: beim nächsten Mal eventuell 270° und dann sofort runterschalten auf 180° ausprobieren!). Brot 15 Minuten anbacken, bis die gewünschte Bräune erreicht ist (im Original wird die Form auf die 2. Schiene von unten in den Backofen gestellt, geschwadet und dann so verfahren wie beschrieben).

Nach 10 Minuten Backzeit die Tür kurz öffnen, um Schwaden abzulassen. Temperatur bei Erreichen der gewünschten Bräune auf 180° C reduzieren und das Brot weitere 45 Minuten fertig backen.

Wer eine noch knusprigere Kruste möchte, kann jetzt das Brot aus der Form nehmen und im Backofen bei 180° C Heißluft den Laib nochmals 10 Minuten bei leicht geöffneter Ofentür backen. Das habe ich aber nicht gemacht, das Brot war schon knusprig genug (und an der Oberfläche dunkel-dunkelbraun – schmeckt aber trotzdem).

Brot auf einen Rost auskühlen lassen und dann ganz schnell die erste, fette Schnitte abschneiden. Butter drauf und wer mag, etwas rohen Schinken… ich sach euch…

=====

Christel wußte übrigens schon 2009, wie gut so ein Paderborner schmeckt. Ihres sieht wie gemalt aus. Ich glaube, ich war damals krank, als wir das durchgenommen haben ;-) 

Schokolade-Kokosnuss-Kuchen (M)

2014-03-07 14.23.32

Die Sonne lacht, der Frühling ist da und der Geocacher in mir scharrt mit den Hufen. Bald soll es wieder hinaus gehen in die große weite Welt, um einen Schatz zu finden. Oder zwei. Oder drei. Oder…

Damit unterwegs die Auszehrung auf minimalstem Niveau bleibt, ist es immer schön, ein wenig Wegzehrung bei sich zu tragen. Und damit die Marschverpflegung abwechslungsreich bleibt, habe ich gleich den Chocolate-Coconut Pound Cake ausprobiert, der mich in der neuen Ausgabe der bon appétit anlachte. 

2014-03-07 14.23.32

Oh je, gleich nach dem Backen wurde schon die Hälfte des, zugegeben kleinen, Kuchens vertilgt. Der ist so fluffig, so schokoladig und so wenig süß – was vielleicht daran liegt, dass ich nur 2/3 der angegebenen Zuckermenge verwendet habe – dass ich mich kaum halten konnte. Norbert fehlt das gewisse Etwas.

2014-03-07 14.23.32

Ich gehe davon aus, dass es am mangelnden Kokosnussöl liegen könnte. Ich konnte es heute nicht auftreiben, beim nächsten Backen wird es auf jeden Fall Verwendung finden. Vielleicht schmeckt der Kuchen aber auch runder, wenn er eine Nacht durchziehen durfte. In der Zeitschrift steht, dass man ihn bis zu fünf Tage vor dem Verzehr backen kann. Keine Ahnung, wie er das so lange überleben sollte, aber es soll ja Menschen geben, die einen Willen aus Stahl haben. 

Ganz toll gefallen mir die gebackenen Kokosflakes auf der Oberfläche des Kuchens. Man muss zwar aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden, aber zusammen mit dem Zucker schmecken sie erstaunlich ungewöhnlich. Der weiche Kuchen, der knirschige Zucker und dann diese knusprigen Flocken – wunderbar! 

Spessartbogen – wir kommen! 

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schokolade-Kokosnuss-Kuchen (M)
Kategorien: Rührteig, Kokosnussöl, Buttermilch
Menge: 1 Form von 20×10 cm

Zutaten

200 Gramm   Mehl
50 Gramm   Kakao, ungesüßt, dunkel
1/2 Teel.   Salz
1 Teel.   Backpulver, gestrichen voll
50 Gramm   Butter
50 Gramm   Kokosnussöl (hatte keins, Sonnenblumenöl
      — verwendet)
200 Gramm   Zucker (im Original 300 g – ohne mich!)
3     Eier, groß
1 Teel.   Vanilleextrakt, flüssig
160 Gramm   Buttermilch
15 Gramm   Kokosnuss-Flakes, ungesüßt
1 Teel.   Zucker; bis doppelte Menge

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  bon appétit, March 2014
  "Chocolate-Coconut Pound Cake"
  Erfasst *RK* 07.03.2014 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 160° C vorheizen. Backform fetten und so mit Backpapier auslegen, dass es an den Längsseiten überlappt.

Mehl, Kakao, Salz und Backpulver mischen. Beiseite stellen.

In der Küchenmaschine Butter, Kokosnussöl und Zucker sehr hell und schaumig aufschlagen. Vanille zufügen, die Eier einzeln sehr sorgfältig unterziehen. Buttermilch und die trockenen Zutaten in die Rührschüssel geben, mit einem großen Löffel oder einem Teigschaber grob unterziehen. Dann sehr kurz mit der Küchenmaschine zu einer homogenen Masse verarbeiten.

Teig in die Form füllen, in Längsrichtung einen Graben ziehen und die Kokosflocken hinein streuen. Mit dem Zucker bestreuen und ca. 70 Minuten backen. Unbedingt Stäbchenprobe machen und darauf achten, dass die Kokosflocken nicht verbrennen.

Anmerkungen, Jutta: Ich habe nach 10 Minuten für 20 Minuten Alufolie aufgelegt. Diese dann wieder entfernt und nochmals für 15 Minuten am Ende die Folie aufgelegt.

Der Kuchen sollte mindestens einen Tag durchziehen. Sehr fluffig, nicht sehr süß, schokoladig. Lecker!

=====

 

 

 

Rotweinkuchen (M)

Nachdem ich kürzlich einen äußerst langweilig schmeckenden Käseblechkuchen gebacken habe, der zudem noch unter extrem fester Konsistenz litt, was eventuell daran gelegen haben könnte, dass ich am Tag nach dem Backen den für den Teig benötigten Eischnee aus vier Eiern im Kühlschrank fand, habe ich gestern einen überaus köstlichen Rotweinkuchen aus dem selben Anleitungsbuch gebacken, der leider deutlich zu flach war, was ganz bestimmt daran gelegen hat, dass ich eine Backform verwendete, die zu groß war (30 cm lang statt der im Rezept angegebenen 25 cm), ein Umstand, der sich jedoch nicht negativ auf den Geschmack des Backwerks auswirkte; schade, ich hoffte, wie Thomas Mann bei den Buddenbrooks einen Bandwurmsatz schreiben zu können, was mir jedoch, trotz aller Bemühungen, nicht zu gelingen scheint, wobei ich mir sicher bin, dass ihr mir nicht gram seid deswegen und ich nunmehr zur Veröffentlichung des Rezeptes sowie des Fotos komme – soll noch einer sagen, ich könne mich nicht auf wenige Sätze bei meinen Einträgen beschränken.

 

Rotweinkuchen

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rotweinkuchen (M)
Kategorien: Rührkuchen, Wein, Schokolade, Mandeln, Kastenform
Menge: 1 Form von 25 cm Länge

Zutaten

200 Gramm   Butter
100 Gramm   Zucker
2 Teel.   Vanillezucker
1 Prise   Salz
3     Eier
200 Gramm   Weizenmehl
2 Teel.   Kakaopulver
1 Teel.   Zimt
5 Gramm   Backpulver
100 Gramm   Schokolade (J: 50 g Schokolade, 50 g Nougat)
50 Gramm   Mandeln, gehackt
100 ml   Rotwein
1 Schuss   Rum

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  Dr. Oetker, "Backen macht Freude"
  ISBN 9783767006645
  Erfasst *RK* 22.01.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 160° C vorheizen. Kastenform fetten und bemehlen.

Butter im Manzfred während der Vorheizphase so lange in der Rührschüssel (KitchenAid) erwärmen, bis sie weich ist. Geschmeidig rühren, dann Zucker, Salz, Vanillezucker zufügen und so lange schlagen, bis eine homogene Masse entstanden ist. Die zimmerwarmen Eier einzeln zufügen und sehr gut unterarbeiten.

Mehl, Kakao, Backpulver und Zimt vermischen. Mit Schokolade, Mandeln, Rotwein und Rum zur Ei-Butter-Masse geben und kurz zu einem glatten Teig verarbeiten. In die Backform geben und 15 Minuten backen. Mit einem Messer einen Längsschnitt ausführen. Weitere 30-40 Minuten backen.

Stäbchenprobe machen. Kuchen 10 Minuten in der Backform belassen, dann aus der Form lösen und auf einem Rost erkalten lassen.

Mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkungen, Jutta: schmeckt am nächsten Tag noch besser.

=====