Rhabarber-Vanillecreme-Tarte (M-TM)

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Frau Gourmetbüdchen wußte genau, wieso Rhabarber nicht schmeckt. Die stumpfen Zähne – iiiihhhbaah, das mögen wir nicht.

Ich wußte genau, wieso Rhabarber nicht schmeckt. Diese Fäden im Mund – iiiihhhhbaah, das mögen wir nicht.

Norbert wußte genau, wieso Rhabarber nicht schmeckt. Dieses Glibberige im Mund – iiiihhhbaaah, das mögen wir nicht.

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In der Aprilausgabe von essen & trinken gab es aber Rhabarber. Als Tarte mit einer Art Panna Cotta als Auflage. Schnell weiterblättern. Das mögen wir nicht. Sah aber gut aus.

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Das dachte sich auch Frau Kaoskoch, die Rhabarber mag – ohhhlecker, sie buk und schichtete und kam zu dem Ergebnis, dass Rhabarbertarte bestens schmeckt. Sogar der Gatte war angetan.

Frau Gourmetbüdchen fand ebenfalls einen Zugang zum Rhabarber. Viele Milchprodukte dazu essen, und schon fluppt das mit dem Geschmack und die Zähnchen bleiben glatt. Das las ich ebenda und da ich der Köchin im Büdchen vertraue, wurde ich sehr neugierig, denn Rhabarber und Vanillecreme… ihr wisst schon, die Tarte.

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Dann kam noch Frau Bushcook ins Spiel. Sie war schon immer auf dem ohhhlecker-Trip und tischte derart rhabarbermäßig auf, dass mir die Augen überliefen.

Ostern stand vor der Tür, ich wollte sowieso in Frankfurt einkaufen und da ich ein guter Mensch bin, gab ich dem Gemüse noch eine – aber wirklich die allerletzte – Chance. Mein armer Mann, er hasst Rhabarber. Ihm habe ich zunächst nichts von meinen Backplänen erzählt. Als ich mich dann doch verplappert habe, war seine Mine von Grauen gezeichnet. Ich glaube, er dachte, ich würde ihn veräppeln. Tja.

Ich kaufte also Himbeerrhabarber (Himbeeren hasst mein Mann auch), war aber tief enttäuscht, als ich die Stangen anschnitt und sie innen genau so profan aussahen, wie der mir immer schon bekannte Rhabarber innen aussieht. Grün halt. Aber er roch schon ein wenig nach Himbeeren. Hierzu machte mich Frau Bushcook auf Facebook wieder schlau – ich zitiere, denn ich habe keinen Doktor:

"außen grün – innen grün: als Gemüsebeilage oder pikant ins Glas. außen rot- innen grün: diverses möglich, kommt auf das Abschmeckvermögen des Kochs an. Außen rot- innen rot: traumhafte Desserts"

Trotzdem war mir ein wenig unwohl bei dem Gedanken, den Kuchen fürs Osterfest womöglich in den Sand zu setzen. Na ja, frisch gewagt ist halb gewonnen, ich legte los. Dummerweise erst am Ostersonntag. 11.00 Uhr. Was suboptimal ist, wenn man so gegen 16.00 Uhr Kaffee trinken möchte, die Kühlzeit alleine aber schon sechskommafünf Stunden beträgt. Damit ist wieder einmal bewiesen, dass Lesen zu können Vorteile bringt und das Vermögen, bestimmte Dinge zu kalkulieren, auch nicht gerade zu den übelsten Fertigkeiten gehört. Wo ihr gerade denkt "Oh weh, das kann doch nur ein typischer Fall von blind backen sein" – Stimmt! Hier der Beweis:

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Na ja, als Dessert nach Zitronenhühnchen, mediterranen Stampfkartoffeln und Blumenkohl kam die Tarte schlussendlich doch noch irgendwann auf den Tisch.

Ich mache es wie immer kurz: Wir mögen seit Ostern Rhabarber. Und wie wir den mögen. Die Tarte ist einfach nur köstlich. Dieses karamellisierte Gemüse, der knusprige Boden, die vanillige Sahnecreme als Abschluss – ein Gedicht. Norbert konnte es nicht glauben, dass ihm die Tarte schmeckte. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir die Tarte deshalb mögen, weil sie überhaupt nicht nach Rhabarber schmeckt.

Helmut, du magst das, glaub' mir!

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rhabarber-Vanillecreme-Tarte (M-TM)
Kategorien: Tarte, Kuchen, Obst, Rhabarber
Menge: 12 Stücke

Zutaten

H MÜRBETEIG
140 Gramm   Mehl
80 Gramm   Speisestärke
1     Ei, Größe M
1     Eigelb
2 1/2 Gramm   Backpulver
80 Gramm   Puderzucker
      Salz
100 Gramm   Butter (nicht zu kalt)
H BLINDBACKEN
      Backpapier
500 Gramm   Hülsenfrüchte; ca.
H RHABARBERKOMPOTT
400 Gramm   Himbeerrhabarber
50 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
60 ml   Orangensaft
10 Gramm   Speisestärke
H VANILLECREME
500 ml   Schlagsahne
80 Gramm   Zucker
1/2     Vanilleschote; das Mark
4 Blätter   Gelatine, weiß
100 Gramm   Mascarpone
1 Prise   Salz
      Espressopulver zum Bestreuen

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: e&t, April 2011
  Erfasst *RK* 24.04.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Für den Mürbeteig Mehl, Stärke, Ei, Eigelb, Backpulver, Puderzucker, 1 Prise Salz und Butter im TM 15 Sek / Stufe 5 zu einem glatten Teig verarbeiten. In Klarsichtfolie umwickelt 30 Minuten kalt stellen.

Inzwischen Rhabarber schälen und in 2 cm kleine Stücke schneiden. Stärke mit etwas Orangensaft von der Gesamtmenge anrühren. Zucker in einem Topf hellbraun karamellisieren. Mit restlichem Orangensaft ablöschen, Rhabarber und Salz zugeben und 5 Minuten kochen lassen, bis der Rhabarber weich ist und der Zucker sich gelöst hat. Kompott binden und abkühlen lassen.

Mürbeteig auf bemehlter Fläche auf 28 cm Durchmesser ausrollen. Flott arbeiten, der Teig wird schnell weich. Eine Tarte-Forrn (26 cm Durchmesser) damit auslegen, den Rand gut andrücken. Tarte-Form 30 Minuten kalt stellen.

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Den Teig erst mit Backpapier, dann mit Hülsenfrüchten belegen. 30 Minuten backen, nach 15 Minuten Hülsenfrüchte und Papier entfernen. Eventuell in den letzten Minuten mit Alufolie abdecken, falls der Rand zu dunkel wird. Form aus dem Ofen nehmen und den Teig darin vollständig abkühlen lassen.

Sahne auf 400 ml einkochen lassen. Zucker, Salz und Vanillemark zugeben. Gelatine erst in kaltem Wasser einweichen, tropfnass in einem Teil der heißen Sahne auflösen, dann komplett in der Sahne verrühren, alles leicht abkühlen lassen. Mascarpone unterziehen. Abkühlen lassen, bis die Masse leicht zu gelieren beginnt.

Rhabarber auf den Mürbeteig streichen und 30 Minuten kalt stellen. Vanillecreme darauf verteilen (eventuell Tortenring auflegen, falls der Rand des Mürbebodens zu niedrig ist), 5 Stunden kalt stellen. Vor dem Servieren mit dem Espressopulver bestreuen. In 12 Stücke schneiden und servieren.

Anmerkungen, Jutta: Ostersonntag zubereitet. Hat uns super geschmeckt. Wir mögen ab sofort Rhabarber. Eventuell Boden einen Tag vorher backen, ist doch recht zeitintensiv mit der ganzen Kühlerei, die allerdings absolut notwendig ist.

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Nachgemacht: Kirsch(li)-Kuchen (M)

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Früher konnte man mich ja mit Sauerkirschkuchen jagen. Und mit der Kombination aus Obst und Schokolade sowieso. Woher die erste Aversion rührt, weiß ich nicht. Die Zweite kann ich erklären:

Meine Omma passte mal, vor langer, langer, sehr langer Zeit, als die Schnuppschnüss noch ein Schnüsschen war, auf mich und meine drei jüngeren Schwestern auf (eine Tüte Mitleid, bitte – heute geht's aber…). Uns Vieren ist seitdem eine Erinnerung ins Gedächtnis gebrannt: Omma servierte eines Tages Schokoladenpudding  mit Erdbeeren als Dessert und wir sollten diese unsägliche Plörre essen. Danach gab es einen derartigen Zwergenaufstand, dass meine Eltern sofort ihre Reise abbrachen. Verschärfend kam hinzu, dass Peggy, der Hund des Hauses, acht Welpen während Ommas Aufenthalt gebar, ein Umstand, der nicht wirklich zur Entspannung der häuslichen Situation beitrug. Wie dem auch sei, fortan war mir Obst mit Schokolade ein Gräuel, der Verzehr undenkbar.

Mit steigendem Alter wird frau, wie ihr Alle wisst, wagemutig, abenteuerlustig und unerschrocken (oder vergesslich? Schwamm drüber!). Deshalb fand immer häufiger, zunächst in Form von Donauwellen, der verpönte Mischmasch mein Gefallen. Mittlerweile überfällt mich nur noch selten Zurückhaltung (Erdbeeren, in Schokolade gestippt – schüttel), manchmal kann ich mich im Gegenteil ü-ber-haupt nicht bändigen, wenn ich bestimmte Bilder auf meine Netzhaut projiziert bekomme.

Ulrike von Küchenlatein machte sowas mal wieder mit mir – sie ließ meine Stäbchen und Zapfen summen, als ich ihr  Rezept mit Foto vom Kirsch(li)-Kuchen sah. Der musste es sein und zwar schnellstens. Innerhalb von neun Tagen stand er bereits zwei Mal bei uns auf dem Tisch, vor allem, weil der Herr Schnuppschnüss ihn so genial findet. Ich aber auch. Beide 🙂

Beim ersten Mal habe ich ihn mit Butter gebacken, beim zweiten Mal mit Margarine. Ich wollte ja nie, nie, nie mehr Margarine essen, weil ich jetzt weiß, wie sie hergestellt wird. Aber da waren noch so viele Päckchen im Kühlschrank und die alle wegwerfen? Ich habe sie dann für den Kuchen verwendet und ich muss gestehen, der mit Margarine hat mir besser geschmeckt.

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 Der Teig wird halt lockerer mit dem Zeug, ich kämpfe wirklich mit mir, ob ich nicht doch wieder, zumindest bei Rührkuchen, auf Margarine umschwenken soll. Ungehärtete natürlich.

Ach, diese Diskussion führen wir später. Jetzt erst mal das Rezept, so wie ich es gemacht habe. Das Original findet ihr bei Frau Küchelatein, falls es der Ostwestwind nicht weggeweht hat und falls ihr, so ihr es noch nicht oben gemacht habt, auf diesen Link klickt. 

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kirsch(li)-Kuchen (M) – Rührkuchen aus Kirschen und Schokoladenflocken
Kategorien: Backen, Rührteig, Kirschen, Schokolade, Knaller
Menge: 1 Springform 26 cm Ø

Zutaten

175 Gramm   Margarine
100 Gramm   Zucker
10 Gramm   Vanillezucker
1/2 Teel.   Salz
10 Gramm   Amaretto-Sirup
3     Eier, Größe M
200 Gramm   Weizenmehl, Type 550
8 Gramm   Backpulver
100 Gramm   Schokoladenblättchen
1 Glas   Sauerkirschen, 340 g Abtropfgewicht
H ZUM SERVIEREN
      Puderzucker
      Schlagsahne

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original stammt von Küchenlatein, nach einer Idee
  vom Doktor aus Bielefeld
  http://ostwestwind.twoday.net/stories/11886283/
  Erfasst *RK* 29.01.2011 von
  Ulrike Westphal

Zubereitung

Margarine und Eier auf Zimmertemperatur bringen. Manzfred auf 160° C vorheizen. Springform von 26 cm Ø fetten.

Margarine, Zucker, Vanillezucker, Salz, Sirup und Eier in der Küchenmaschine innerhalb von ungefähr fünf Minuten zu einer homogenen Masse verarbeiten. Mehl, Backpulver und Schokoblättchen zufügen und sehr zügig unterarbeiten.

Teig in die Form geben und glatt streichen. Die Sauerkirschen darauf verteilen und dabei einen Rand von 1 cm frei lassen. Die Kirschen etwas in den Teig drücken.

50 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.

Springformrand und Kuchen vom Boden lösen und den Kuchen auf dem Springformboden auf einem Gitterrost erkalten lassen. Vor dem Servieren nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkungen, Jutta:

Sehr gut! Sehr locker, sehr lecker, prima. Lässt sich gut aufbewahren. Mit Sahne unschlagbar.

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So, jetzt kann die liebe Mama, der ich vom Kuchen vorgeschwärmt habe, auch endlich mit dem Nachbacken beginnen. Viel Spaß!

 

Nachgemacht: Süßkartoffelstrudel (M)

Süßkartoffelstrudel - Nachschlag

Wenn ich das Rezept für den Süßkartoffelstrudel einfach nur irgendwo gelesen hätte, niemals wäre ich auf die Idee gekommen, das nachzubasteln. Es las sich in meinen Augen recht exotisch und Schinken mit Süßkartoffeln zu kombinieren fand ich schräg.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Süsskartoffelstrudel
Kategorien: Gemüse, Backen, Vorspeisen
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

400 Gramm   Süsskartoffeln
250 Gramm   Rohschinken (Petra: 175 g)
2     Zwiebeln
3 Essl.   Erdnussöl
2 Essl.   Milder Curry
      Curry Madras zum Abschmecken
      Salz
      Zitronenpfeffer
2 Blätter   Strudelteig ausgewallt, 60 g
180 Gramm   Saurer Halbrahm oder Crème fraîche

Quelle

  Saison-Küche, 06/2006
  Erfasst *RK* 02.08.2007 von
  Marie-Isabelle Bill

Zubereitung

1 Süsskartoffeln schälen, in grobe Würfel schneiden und in reichlich Wasser weich kochen. Abgiessen und abkühlen lassen. Rohschinken in Streifen schneiden. Zwiebeln hacken, in 1 EL Öl andünsten. Rohschinken beigeben. Süsskartoffelwürfel beigeben. Alles kurz anbraten. Curry beigeben. Mit Curry Madras, Salz und Zitronenpfeffer abschmecken. Abkühlen lassen.

2 Backofen auf 220 °C vorheizen. Ein Küchentuch ausbreiten. 1 Blatt Strudelteig darauf legen. Mit 1 EL Öl bepinseln und mit etwas Curry Madras bestreuen. Mit dem zweiten Blatt Strudelteig decken und die Süsskartoffelfüllung darauf verteilen. Sauerrahm darauf verteilen. Teigränder seitlich 5 cm einschlagen. Strudel mit Hilfe des Tuchs satt einrollen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit restlichem Öl bepinseln. In der Ofenmitte ca. 30 Minuten backen.

Mit Salat als kleine Mahlzeit servieren oder als Beilage zum BBQ.

BILLI:

Ist allseits auf Gegenliebe gestossen – und sooo aufwändig ist das gar nicht. Ich habe einen scharfen Curry verwendet, aber das ist Geschmackssache. Als Beilage beim BBQ hat er Furore gemacht. Wird auch bestens zum Truthahn passen….

Anmerkung Petra:

Sehr lecker! Mein Strudelteig war dicker, dann evtl. nur eine Schicht verwenden. Reicht für 3(-4) als Mittagessen mit einem Salat, ich hatte Brokkoli-Tomaten-Salat dazu gemacht.

Zubereitungszeit ca. 35 Minuten + ca. 20 Minuten abkühlen lassen + ca. 30 Minuten backen

Nährwerte Pro Person ca. 19g Eiweiss, 25g Fett, 14g Kohlenhydrate, 1500 kj/360 Kcal

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Da das Rezept aber von Petra 2008 auf ihrem Blog vorgestellt wurde und sie es ihrerseits von Billi hatte, die es schon 2007 unter die Leute brachte, ging ich mal von einer sicheren Bank aus. Bingo!

Süsskartoffelstrudel (M)
Das Rezept habe ich ein wenig verändert, zum grünen Salat gab es noch einen Quark mit einer Art Chutney aus Feigen und Senfmehl (Fertigprodukt) dazu. Das sauer-süß-scharfe Arrangement passte hervorragend, wir waren richtig glücklich.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Süsskartoffelstrudel (M)
Kategorien: Gemüse, Backen, Vorspeisen
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

400 Gramm   Süsskartoffeln
160 Gramm   Landschinken
2     Zwiebeln
3 Essl.   Erdnussöl
2 Essl.   Curry
      Salz
      Zitrongraspulver
      Hot & Spicy Gewürz aus der Mühle
4 Blätter   Strudelteig, Tante Fanny
150 Gramm   Crème fraîche

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original vorgestellt von
  Billi:http://kraeutersturm.typepad.com/im_hexentopf/2007/
  08/hrtetest-fr-nie.html
  und Petra:http://peho.typepad.com/chili_und_ciabatta/
  2008/05/skartoffel-stru.html
  Saison-Küche, 06/2006
  Erfasst *RK* 02.08.2007 von
  Marie-Isabelle Bill

Zubereitung

Süsskartoffeln schälen, in grobe Würfel schneiden und in reichlich Wasser weich kochen. Abgiessen und abkühlen lassen. Rohschinken in Streifen schneiden. Zwiebeln hacken, in 1 EL Öl andünsten. Rohschinken beigeben und eine Weile mitbraten. Süsskartoffeln und Curry beigeben. Mit Salz, Zitronengraspulver und Hot & Spicy abschmecken, etwas zerdrücken, abkühlen lassen.

Manzfred auf 200 °C vorheizen.

Eine Backmatte ausbreiten. 2 Blätter Strudelteig überlappend darauf legen. Mit 1 EL Öl bepinseln und mit etwas Curry bestreuen. Mit zwei weiteren Blättern Strudelteig bedecken und die Süsskartoffelfüllung darauf verteilen. Sauerrahm darauf verteilen. Kurze Teigränder 5 cm einschlagen. Strudel von der langen Seite mit Hilfe des Tuchs einrollen. Mit restlichem Öl bepinseln und zusammen mit der Backmatte in den Manzfred schieben. 30 Minuten backen.

Anmerkungen, Jutta:

Super! Mit Quark aus: Quark (Dottenfelder Hof, 20%), saurer Sahne, 1 Knoblauchzehe, Salz, scharfem Feigenchutney. Dazu noch einen Salat gegessen – herrlich!

Blog 26.01.2011: http://schnuppschnuess.typepad.com/manzfred/2011/01/ nachgemacht-süßkartoffelstrudel-m.html

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Nachschlag gab's auch – ich konnte mich kaum bremsen.


 

Rote Bete Carpaccio mit gratiniertem Schafskäse und Friséesalat

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In der RezKonv-Rezeptverwaltung stellte eine Teilnehmerin ein Carpaccio von Roter Bete vor, das ich umgehend nachmachen musste. Bis auf den Feldsalat waren alle Zutaten im Haus, also legte ich los. Das Ergebnis war eine köstliche Vorspeise, mit einem interessanten und knusprigen Topping von Schafskäse.

Rote-Bete-Carpaccio mit Schaftskäse und Nüssen

Das im Rezept verlangte Arganöl habe ich verwendet, aber beim nächsten Mal würde ich darauf verzichten. Man schmeckt das teure Öl aus der Fülle der Aromen nicht heraus, dann kann man es auch gleich durch Olivenöl ersetzen. Ansonsten wirklich empfehlenswert.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rote Bete-Carpaccio mit gratiniertem Schafskäse und Feldsalat
Kategorien: Vorspeise, Lüllau
Menge: 2 Personen

Zutaten

2     Rote Bete-Knollen, vorgekocht
150 Gramm   Feldsalat (Jutta: Frisée)
1 Essl.   Pinienkerne
1 Essl.   Walnüsse
1     Zitrone
150 Gramm   Schafskäse
1 Teel.   Honig
3 Essl.   Balsamicocreme
1 Essl.   Olivenöl
1 Essl.   Arganöl
      Pfeffer, aus der Mühle
      Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original:
  http://küchenschlacht.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,
  8132929,00.html
  Vorspeise von Max Ziegler für die Sendung vom 16.
  November 2010
  Erfasst *RK* 10.12.2010 von
  R.

Zubereitung

Den Backofen im Grillmodus auf 200°C vorheizen.

Die Rote Bete schälen und auf der Küchemaschine in 1,5 mm dicke Scheiben schneiden. Die Zitrone halbieren, auspressen und die Rote Bete mit dem Zitronensaft etwas marinieren.

Ein Blech mit Backpapier auslegen, den Schafskäse darauf bröseln, in den Ofen schieben und goldgelb angrillen lassen.

Eine Pfanne erhitzen und die Pinienkerne und die Walnüsse darin goldgelb rösten.

Den Salat waschen, trocken schleudern und in eine Schüssel geben. Eine Marinade aus dem Olivenöl, dem Arganöl, dem Honig, etwas Zitronensaft und Salz und Pfeffer herstellen.

Die Rote Bete etwas mit der Marinade beträufeln. Den Rest der Marinade und die Nüsse mit dem Feldsalat vermengen. Den Schafskäse aus dem Ofen nehmen.

Das Rote Bete-Carpaccio mit dem gratiniertem Schafskäse und dem Feldsalat auf Tellern anrichten und servieren.

Anmerkungen, Jutta:

28.12.2010: wirklich toll. Der Käse ist schön knusprig, interessant! Das Arganöl kann man getrost durch Olivenöl ersetzen. Bei dem kräftigen Dressing schmeckt man vom feinen Öl sowieso nichts.

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Laugenkastanien (M)

Ich habe schon seit dem Komplettseminar bei Manz eine Flasche mit  36%iger Brezellauge (NaOH) im Keller stehen. Für Laugengebäck. Aber mein großer Respekt vor dieser ätzenden Flüssigkeit ließ mich immer von einer Benutzung derselben absehen. Manchmal jedoch muss man Prioritäten setzen und der Schnabelsche Polterabend ließ mich alle Bedenken über Bord werfen. Gut so!

Laugenkastanien, Detail 

In den letzten Wochen und Monaten lief mir immer mal wieder Laugengebäck über den Bildschirm. Petra buk es mit Natronplätzchen, Steph, Petra von Brot und Rosen und Rebeccalecka buken es mit Haushaltsnatron und ich wollte auch, unbedingt! So machte ich mich ans Werk und wenn ich gewußt hätte, wie einfach das Backen und Tauchen von der Hand geht, hätte ich schon viel früher damit angefangen. Keine große Sache.

Ein fester Hefeteig wird hergestellt, dieser nach angemessener Gehzeit zu Strängen geformt. Die Stränge werden angefroren, in VERDÜNNTE Lauge getaucht, in Scheiben geschnitten und gebacken. Mehr ist nicht. Aber einen Hingucker produziert man so, versprochen. Probiert es ruhig aus, es ist wirklich keine große Sache. Handschuhe habe ich getragen beim Werkeln, eine Schürze vorgebunden, die Arbeitsfläche mit Backmatten abgedeckt (man weiß ja nie). Aber sonst? Einfach!

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Laugenkastanien (M)
Kategorien: Party, Hefeteig, Lauge, Knaller
Menge: 75 Stück

Zutaten

625 Gramm   Weizenmehl, Type 550
375 Gramm   Dinkelmehl, Type 630
2 Pack.   Trockenbackhefe
25 Gramm   Backmalz
25 Gramm   Salz
50 Gramm   Schweineschmalz
500 Gramm   Wasser
3 1/2     %ige Lauge

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Häussler "Unser täglich Brot – Band 2"
  Erfasst *RK* 20.08.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Zutaten in der Küchemaschine 10 Minuten zu einem glatten Teig verarbeiten. 5-10 Minuten stehen lassen.

In 5 Portionen teilen, zu Strängen in der Länge eines halben Backbleches rollen und auf einem leicht bemehlten Blech 15-20 Minuten ruhen lassen.

In Klarsichtfolie packen und einfrieren.

30 Minuten vor Backbeginn Manzfred auf 240° C vorheizen.

Wenn die Stangen durchgefroren sind (es geht aber auch in angefrorenem Zustand), in verdünnte, 3,5 %ige Lauge tauchen, Stränge in 2 cm breite Scheiben schneiden, mit der Schnittfläche auf eine Backfolie legen und ca. 20 Minuten backen.

Anmerkungen, Jutta: aus dem gleichen Teig kann man alle möglichen Laugengebäcke herstellen. Diese vor dem Tauchen unabgedeckt eine Weile im Kühlschrank lagern, damit sich eine Haut bildet. Die Teiglinge sind so besser zu händeln.

Vor der Lauge habe ich großen Respekt. Aber das Ergebnis entschädigt ungemein. Ganz ganz lecker und ein Hingucker auf jedem Partytisch.

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Ganz wichtig ist allerdings, dass diese Lauge KALT verwendet wird. Verwendet man wie Steph Haushaltsnatron, dann werden die Teiglinge in heißes Wasser getaucht. Bei meinem Verfahren wird aber verdünnte Natronlauge benutzt und die wird KALT!! verwendet. Eine interessante Übersicht und Abhandlung über das Backen von Laugengebäck im Allgemeinen und Besonderen findet ihr bei Andreas Boerner.

 

Speckpute (M) und Tomaten-Bulgur (DGC)

Wie ihr vielleicht wisst, hatte ich immer ein gestörtes Verhältnis zu TM. Damit ist natürlich nicht mein liebster Thermomix gemeint, sondern der andere TM. Der, der soviel redet. Der "Bitte begebt euch zu Tisch"-TM. Es gab Zeiten, da konnte ich nichts kochen, was er offerierte. Immer hörte ich seine Stimme im Hintergrund, schon beim Lesen der Rezepte wurde mir ganz flau.

Der Umschwung kam, als Eva berichtete, dass sie in einer seiner Sendungen war und er sehr sympathisch wirkte. Ich ging also noch einmal in mich. Kochte auch etwas nach. Tomaten-Bulgur. War begeistert und bereite diese Beilage seitdem sehr häufig  zu.

Bulgursalat, Totale

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: TOMATEN-BULGUR (DGC)
Kategorien: Beilagen, Blog, Bulgur, Dampfgarer
Menge: 2 Portionen

Zutaten

150 Gramm   Bulgur
150 Gramm   Wasser
2 Teel.   Gemüsebrühe, Instant
1 klein.   Zwiebel
1     Knoblauchzehe
200 Gramm   Kirschtomaten
3 Essl.   Olivenöl
1 Essl.   Tomatenmark, großzügig bemessen
      Salz
      Pfeffer
2 Essl.   Oliven, schwarz (ohne Stein), grob gehackt
3 Essl.   Petersilie, glatt, grob gehackt

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: essen&trinken Für jeden Tag, Heft 5/2009
  Erfasst *RK* 17.04.2009 von
  T. S.

Zubereitung

Schmeckt warm oder kalt.

Wasser zum Kochen bringen und Gemüsebrühe darin auflösen. Bulgur in eine flache Edelstahlform geben, Brühe mit Tomatenmark mischen, zum Bulgur geben, mit den geviertelten Tomaten vermengen. Abdecken und im Miele im Automatikprogramm, Bulgur, zubereiten.

Inzwischen Zwiebel und Knoblauchzehe fein würfeln. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch 2 Min. glasig dünsten. Unter den fertigen Bulgur ziehen und mit Salz und Pfeffer würzen. Oliven vorsichtig unterheben. Bulgur mit Petersilie bestreut servieren.

Anmerkungen, Jutta:

Ganz köstlich. Schon oft zubereitet, auch für Gäste.

Dazu Radieschenquark und Schafskäse – super lecker!

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Und allmählich, ganz zögerlich, freundete ich mich mit ihm an. Seit Weihnachten ist es komplett um mich geschehen. Ungeübt in der Zubereitung von großem Geflügel in unzerlegtem Zustand, wollte ich mich trotzdem an eine Pute wagen. Diverse Rezepte wurden gewälzt und meine Angst wuchs. Bis ich sie fand. Die ultimative Pute.

Speckpute, vorher

Vom Biobauern, mit Speck belegt, mit Butter, die unter die Haut geschoben wird, mit Rosmarinzweiglein. Es war ein Gedicht! Seltsam fand ich, dass überhaupt kein Salz verwendet wurde. Ich habe deshalb ganz leicht gesalzen vor dem Belegen mit den Speckstreifen, aber das Vögelchen hätte ruhig noch etwas mehr Würze vertragen können. Anders, als im Origianlrezept angegeben, habe ich die Pute mit Äpfeln, Pflaumen, Rosinen und Nüssen gefüllt und im Manzfred bei 100° C sechs Stunden gegart.

Das Fleisch war einmalig. Es fiel von den Knochen, war sehr zart und schneller weg, als ich gucken konnte. Deshalb gibt es nur ein absolut unscharfes Foto des fertigen Viechs.

Speckpute, nachher

Glaubt mir einfach, dass es sich lohnt, einen Nachmachversuch zu starten. Allerdings war die Speck-Haut zäh. Das ist bestimmt anders, wenn man sich an TMs Anweisungen hält.

Ich muss das unbedingt nochmal ausprobieren. Ostern vielleicht.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Speckpute
Kategorien: TM Kochkampus, Geflügel, Pute
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

1     Pute, küchenfertig (ca. 3-4 kg / war 3,5 kg)
100 Gramm   Butter, weich
      Pfeffer
1     Knoblauchzehe, gehackt (ruhig 2 frische Zehen
      — nehmen)
20 Scheiben   Speck, durchwachsen, dünn (2 Päckchen Bacon)
2     Rosmarinzweige
      Salz (nicht im Original-Rezept)

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: essen&trinken Für jeden Tag, Heft 12/2008
  Erfasst *RK* 16.11.2008 von
  T. S.

Zubereitung

Die Pute unter Wasser säubern und mit Küchenpapier trocknen.

Butter mit Pfeffer und der Knoblauchzehe würzen und in einen Einwegspritzbeutel geben. Die Haut der Pute lösen und die Hälfte der Butter darunterspritzen. Übrige Butter auf die Haut spritzen und vorsichtig einmassieren.

Den Speck dachziegelartig über die Pute legen, Rosmarinzweige auflegen und mit Küchengarn befestigen. Auf ein tiefes Blech geben und 1 Std. kalt stellen. Dann im heißen Ofen bei 160 Grad auf der untersten Schiene 1:30 Std. braten (Umluft nicht empfehlenswert).

* Zubereitungszeit: 40 Minuten (plus Kühl- und Garzeit)
* Pro Portion (bei 6): 107 g E, 87 g F, 0 g KH = 1212 kcal (5076 kJ)

Anmerkungen, Jutta:

25. Dezember 2009 zubereitet, NT-Methode. Die Pute ist weggegangen wie geschnitten Brot. Der Vogel fiel von selbst auseinander. Haut ziemlich hart, nicht so knusprig, wie man sie von Hähnchen kennt.

Zubereitet:

Manzfred auf 100° C vorgeheizt. Pute gefüllt und wie vorgeschlagen vorbereitet. Butter mit den Händen unter die Haut geschoben, ging prima. Allerdings den Vogel innen und außen mit etwas Salz und Pfeffer eingerieben. Das war aber zu wenig. Mit Küchengarn dressiert. Nicht kalt gestellt. Pute im Deckel des Brat- und Grillsets mit eingelegtem Rost gegart. Unbedingt beobachten. Es läuft viel Flüssigkeit aus, wenn die verkocht ist, Geflügelfond angießen, sonst gibt es keine Sauce.

Möglicherweise ist es die Pute wert, genau nach TMs Anleitung zubereitet zu werden. Versuch lohnt, denn das Ding war wirklich genial. Vielleicht ist die Haut dann knusprig und das Fleisch genau so weich, wie es war. Köstlich! Aber zu wenig Salz, definitiv.

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Die wunderbare Speckpute hat mein hartes Herz vollkommen erweicht und in meiner Küche gibt es jetzt ein neues Dreamteam: Tim und Schnuppi.

Nachgebacken: Bäcker Süpkes Schlecht gelauntes Mehrkornbrot (M)

 Mehrkornbrot, Detail1

Mannomann, das ist mal wieder ein Süpke-Brot. Wie toll es ist, haben Ulrike und Eva schon erfahren dürfen und ich reihe mich in die Reihe der Begeisterten ein. Nahtlos. 

Mehrkornbrot, Anschnitt  

Beim Bestücken des Teiges mit Körnern musste ich mir etwas einfallen lassen. Ulrike kann ebenfalls ein Liedchen von der Teigkonsistenz singen. Anstatt den weichen Teig zu einem Laib zu formen (das hätte ich nicht hinbekommen), diesen dann auf einem feuchten Tuch zu rollen (der Teig war unheimlich feucht und nicht formbar) und diesen Laib dann mit Körnern zu bestücken, habe ich es so gemacht:
Die Backform wurde tüchtig gefettet und diese dann mit einer Körnermischung ausgestreut. Nach dem Einfüllen des Teigs wurden noch Körner auf die Oberfläche gestreut und gut war.

Form, gekörnert1

Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

  Mehrkornbrot, unten1

Das Rezept habe ich, wie üblich, ein wenig umgemodelt. Manche Zutaten hatte ich nicht im Haus und habe deshalb improvisieren müssen. Hat nicht geschadet, glaube ich.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bäcker Süpkes Schlecht gelauntes Mehrkornbrot (M)
Kategorien: Mischbrot, Saatenbrot, Süpke
Menge: 28 Cm Kastenform

Zutaten

H VORTEIG
80 Gramm   Weizenmehl 405
3 Gramm   Salz
0,7 Gramm   Trockenbackhefe
50 ml   Wasser
H SAUERTEIG
105 Gramm   Roggenmehl
80 Gramm   Wasser
10 Gramm   Anstellgut
H QUELLSTÜCK
110 Gramm   5-Korn-Flocken
110 Gramm   Maisgrieß
60 Gramm   Sonnenblumenkerne
20 Gramm   Leinsaat
20 Gramm   Gerstenmalz, flüssig
10 Gramm   Salz
320 ml   Wasser
H BROTTEIG
      Sauerteig
      Vorteig
      Quellstück
135 Gramm   Weizenmehl 405
50 Gramm   Gekochte Kartoffeln
10 Gramm   Sonnenblumenöl
3,3 Gramm   Trockenbackhefe

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Bäcker Süpke
  http://baeckersuepke.wordpress.com/2009/06/27/schlecht-
  gelauntes-mehrkorn-kastenbrot/
  Erfasst *RK* 23.07.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Am Vortag um 15.00 Uhr:

Vorteig: 2 Stunden anspringen lassen und in den Kühlschrank stellen.

Sauerteig: Stehzeit ca. 18 Stunden bei Raumtemperatur.

Quellstück: 3 Stunden anspringen lassen und in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag ab 9.00 Uhr:

Brotteig: Den Teig in der Kenwood 10 Minuten, Stufe 1 und und 4 Minuten Stufe 3 kneten. 30 Minuten Teigruhe.

Teig in eine gefettete Kastenform (28 cm)setzen, die mit Saatenmischung (Sonnenblumen, Leinsamen, Sesam hell und dunkel)ausgestreut wurde.

Nach 30 Minuten Manzfred auf 230° C vorheizen.

Nach insgesamt 60 Minuten Form in den Ofen setzen und Temperatur auf 180° C reduzieren.

Ofentür nach 15 Minuten öffnen, um Dampf abzulassen. Brot nach 60 Minuten aus der Form holen und weitere 10 Minuten backen.

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Gleich nach dem Abkühlen ist das Brot richtig knusprig und die Körner knispern im Mund. Das ist unheimlich gut und schmeckt vorzüglich. Ich glaube, der Bernd ist mein neuer Hausfreund.

Wenn man Bernds Gemütszustand umgekehrt proportional zu meiner Laune nach dem Backen und Probieren betrachtet, dann muss Bernd total mies drauf sein. Vor dem Selbstmord werden wir ihn bewahren. Bevor es dazu kommen kann, essen wir ihn einfach auf. Gut, ne? 

Mehrkornbrot, Scheibe1

Nachgemacht: Decadence (?) in cubes (M/TM)

Es gibt Tage, an denen ich ich wirklich und wahrhaftig besser im Bett geblieben wäre. Ein solcher Tag war gestern… 

Als das Mädchen ins Boudoir schlich, die Vorhänge zurückzog, mir die leider nur lauwarme Schokolade ans Bett stellte und mich von Schlafbrille und Ohrstöpseln befreit hatte, musste ich entsetzt feststellen, dass es regnete. Dabei hatte ich abends doch Sonne bestellt.

Nach dem mühsamen Aufstehen (ich ahnte bereits, dass der Tag kein guter werden würde), präsentierte der Butler zum Frühstück lauwarmen Toast, der den letzten Hauch Knusprigkeit vermissen ließ. Da ich meine Zeit nicht andauernd damit verplempern kann, neues Personal zu suchen, ließ ich Gnade vor Recht ergehen und der Kretin kam mit einer deutlichen, nun ja, Ermahnung davon.

Das neue Mädchen hatte die falsche Kleidung herausgelegt. Eigentlich wollte ich mit dem Jaguar eine kleine Spritztour machen und ein dünnes Seidenkleid war gänzlich ungeeignet. Allerdings erwies sich der Fauxpas als hilfreich, da ich erfuhr, dass Jaguar und Maybach zur Inspektion in der Werkstatt weilten und ich deshalb den Rolls nehmen musste, um mich zu meinem Fitnesskurs fahren zu lassen. Wieso passieren solche grauenhaften Dinge eigentlich immer nur mir?

Auf dem Weg zum Wagen streifte mein Blick die Rabatten des Parks. Einen Aufschrei des Entsetzens auf meinen Lippen, traute ich kaum meinen Augen. Der grenzdebile Gärtner, der die Buchsbaumhecken schnitt, hatte drei Millimeter zuviel entfernt. Welche Torturen sollte ich noch ertragen? Und es war kaum Mittag.

Seltsamerweise verlief das Fitnesstraining ohne Zwischenfälle. Na gut… mein gutgebauter Vorturner hatte sich entschuldigt (wohl irgendeine Nervensache), aber der Ersatzmann war frisch, jung, willig recht sportlich und enthusiastisch bestrebt, mir alle Übungen so einfühlsam wie möglich nahe zu bringen. Bravo!

Beim Umziehen nach dem Ende des Kurses brach mir der Fingernagel des Ringfingers der rechten Hand ab. Oh mein Gott – wo sollte denn jetzt der Zweikaräter hin? Ein Anruf bei der Nagelstylistin ergab, dass sie sich ein Bein gebrochen hatte. Und das gerade heute, so eine unverschämte Person (ist so gut wie gefeuert!)!!

Der Trottel von einem Kürschner ließ mitteilen, dass der hamsterfellgefütterte Babyrobbenmantel leider erst gegen Abend geliefert werden könne. Dabei hatten wir Spätnachmittag vereinbart.

Nach der Rückkehr in unser bescheidenes Landschloss fand ich eine Notiz meines Mannes, dass es ihm leider nicht gelungen sei, den dreimonatigen Urlaub auf der kleinen Karibikinsel, nur wir beide, nur das notwendigste Personal, zu buchen. KANN MIR MAL JEMAND ERZÄHLEN, WIESO ICH DIESEN STÜMPER GEHEIRATET HABE??? Ach so, jetzt fällt es mir wieder ein, es war wegen des Geldes.

Ein erster Anflug von Migräne machte sich breit. Mittlerweile war es Abend geworden. Die Dinnerparty bei Freunden, die ich zu meinen persönlichen Feinden zähle, fand leider statt. Nach dem Genuss von muffigem Schaumwein, lappigen Brötchen, einem absolut undelikaten Mahl von grauenhaft minderwertiger Beschaffenheit, nach Smalltalk mit Leuten, die ich nicht ausstehen kann, die mich aber seeeehr gerne mögen kam ein herausragend anstrengender, schrecklicher Tag zu seinem krönenden Abschluss. Die von  mir verachtete Mrs. Bääh trug – ich wage es kaum zu beschreiben – das gleiche Designerkleid wie ich. Natürlich zwei Nummern größer, aber… es war so erniedrigend.

Ich ergriff meinen Pelz, schwebte auf meinen Manolo Blahniks zum wartenden Rolls und musste mit Grauen feststellen, dass die Innentemperatur zwei Grad zu hoch eingestellt war.

Das gab mir endgültig den Rest und ich bekam einen nicht enden wollenden Schreikrampf.

Wieder Daheim konnte mich nur eines trösten, ein Kleinod, eine Perle, etwas, das mich wohl nie enttäuschen wird (und wenn doch, dann hat es der Patissier verbrochen):

 
P1150881  

Die Würfel schmecken himmlisch. Nur eines ist mir bis heute nicht klar: Was bedeutet eigentlich "Decadence"?

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Das Rezept stammt von Nicole Stich, zu finden auf "delicious:days" und wurde ursprünglich von ihrer Freundin Hande vorgestellt. 

Die Nüsse habe ich geröstet, aber einen Moment zu lange im TM geschreddert. Deshalb sind sie nicht mehr als solche zu erkennen. Egal – das Zeug hat Suchtcharakter. Nicole empfiehlt die Würfel kühlschrankkalt zu essen. Das habe ich ausprobiert und hat mich nicht überzeugt. Zimmerwarm schmecken mir die Würfel am besten, dann klebt das Karamell so schön an den Zähnen. Und nach dem Rezept bin ich auch schon gefragt worden. Ireeensche…..!

Nachmachen lohnt! Das hat Chaosqueen auch schon längst herausgefunden.

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Decadence in cubes1

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Decadence in cubes (M/TM)
Kategorien: Kleingebäck, Sünde, Nüsse, Schoko, Karamell
Menge: 1 Rezept

Zutaten

H FÜR DEN BODEN
160 Gramm   Weizenmehl
100 Gramm   Zucker, braun
100 Gramm   Butter
1 Prise   Salz, kräfig
H FÜR DIE FÜLLUNG
250 Gramm   Crème double
75 Gramm   Zucker, braun
75 Gramm   Zucker, weiß
2 Essl.   Akazienhonig
25 Gramm   Butter
3 Essl.   Walnusslikör
1/2 Teel.   Meersalz
1     Bio-Orange
100 Gramm   Walnüsse
100 Gramm   Pecan-Nüsse
H FÜR DAS TOPPING
75 Gramm   Schokolade, dunkel
75 Gramm   Schokolade, hell

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: http://www.deliciousdays.com/archives/2009/02/
  04/decadence-in-cubes/
  Erfasst *RK* 21.06.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Eine rechteckigen Form (20x25cm) so mit Backpapier auslegen, dass es über den Rand ragt. So kann man später die Teigplatte einfach aus der Form heben. Manzfred auf 180°C vorheizen.

Schokolade grob zerbröckelt in den Thermomix (TM) geben und in 5 Sekunden, Stufe 5 zerkleinern. Umfüllen.

Nüsse in einer fettfreien Pfanne anrösten.

Alle Zutaten für den Teig in den TM geben und mit Sichtkontakt in wenigen Sekunden, Stufe 6, zu einer feinkrümeligen Masse verarbeiten. Diese Krümelmasse in die Form schütten und mit den Händen festdrücken. Ca. 15 Minuten vorbacken.

Inzwischen die Zutaten für die Füllung mit Ausnahme der Nüsse und der Orangenschale in einem Topf zum Kochen bringen. Orangenschale nach Geschmack abreiben und zufügen. Eher zu wenig als zuviel, während des Reibens öfter abschmecken. Die Masse soll 5 bis 10 Minuten köcheln. Umrühren nicht vergessen.

Nüsse grob hacken – ab besten per Hand, im TM werden sie schnell zu fein. Die Nüsse auf dem vorgebackenen Boden verteilen und die Karamellmasse daraufgießen. Form in den Ofen stellen und 25 Minuten backen, bis eine schöne goldbraune Farbe entstanden ist.

Form aus dem Ofen nehmen und sofort die zerkleinerte Schokolade gleichmäßig aufstreuen. Sie schmilzt durch die Hitze und bildet den krönenden Abschluss.

Den erkalteten Kuchen mit Hilfe des Backpapiers aus der Form heben und in kleine Würfel schneiden.

Anmerkungen, Jutta: Nicole empfiehlt den Genuss der kalten Würfel. Ich finde sie besser, wenn sie Zimmertemperatur haben. Schmecken herrlich und taugen zum Knallerrezept.

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