Paderborner Landbrot (M) nach ketex

Ich weiß gar nicht, wieso ich aus Gerhard Kellners aka ketex' wunderbarem Buch "Rustikale Brote aus deutschen Landen" erst zwei Rezepte nachgebacken hatte, als mir das gute Stück auf der Suche nach einem schönen Brot in die Hände fiel. Hier sind doch so tolle Rezepte enthalten, dass ich bei jedem Bildchen "au ja, mmmhhh lecker, muss ich nachbacken" dachte. 

Also ging ich frisch ans Werk und fing mit einem Paderborner an. Ich sag' es gleich: Bööörner!! So ein knuspriges, kräftiges Brot, so eine schöne Krume, also, ich bin ja hin und weg. 

Paderborner

Der Teig war recht weich bei der Verarbeitung, aber auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche ließ sich ein Laib erstaunlich einfach formen. Da das Brot in der Form gebacken wird, muss man sich danach keine weiteren Sorgen machen. Gehen lassen, backen, feddisch. Mein Exemplar war ein wenig dunkel obenrum, aber gerade das hat gut geschmeckt. 

Das Schlimmste: so lange warten zu müssen, bis der Laib ausgekühlt ist. Dann aber wird er angeschnitten, dass die Kruste nur so kracht die Krümel spritzen, mindestens messerrückendick wird Butter aufgebracht und alles mit einem Belag nach Wahl (oder auch nicht) veredelt. Und dann beißt ihr hinein und genießt es einfach. Wunderbar? Wunderbar! 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Paderborner Landbrot nach ketex (M)
Kategorien: Kastenbrot, Kräftig, Paderborner, Ketex
Menge: 1 Brot

Zutaten

H SAUERTEIG
250 Gramm   Roggenmehl, Type 1150
250 ml   Wasser
25 Gramm   Roggenanstellgut
H HAUPTTEIG
      Sauerteig (eventuell 25 g abnehmen für das
      — nächste Mal)
245 Gramm   Roggenmehl
120 Gramm   Fünf-Korn-Mehl (Original: Weizenmehl, Type 1050)
255 ml   Wasser
15 Gramm   Salz
3,3 Gramm   Trockenbackhefe (Original: 10 g Frischhefe)

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  ketex Gerhard Kellner "Rustikale Brote aus deutschen
  Landen"
  ISBN978-3-8094-2847-3
  Erfasst *RK* 05.11.2014 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Am Vortag die Zutaten für den Sauerteig vermischen und abgedeckt bei Raumtemperatur 16 Stunden reifen lassen.

Am Backtag alle Zutaten vom Hauptteig mit dem Sauerteig in der Küchenmaschine fünf Minuten kneten, dann abgedeckt 20 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit eine Kastenform (23 x 11 x 9,5 cm) mit Butter fetten.

Den Teig nochmals fünf Minuten kneten, auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Laib formen, in die Kastenform legen und mit einer Stipprolle die Oberfläche einstechen (geht auch mit einer Stricknadel). Den Teig ungefähr 1,5 Stunden gehen lassen, nach dieser Zeit sollte er den Formrand erreicht haben.

Manzfred zeitig auf 250° C vorheizen (Anmerkung, Jutta: beim nächsten Mal eventuell 270° und dann sofort runterschalten auf 180° ausprobieren!). Brot 15 Minuten anbacken, bis die gewünschte Bräune erreicht ist (im Original wird die Form auf die 2. Schiene von unten in den Backofen gestellt, geschwadet und dann so verfahren wie beschrieben).

Nach 10 Minuten Backzeit die Tür kurz öffnen, um Schwaden abzulassen. Temperatur bei Erreichen der gewünschten Bräune auf 180° C reduzieren und das Brot weitere 45 Minuten fertig backen.

Wer eine noch knusprigere Kruste möchte, kann jetzt das Brot aus der Form nehmen und im Backofen bei 180° C Heißluft den Laib nochmals 10 Minuten bei leicht geöffneter Ofentür backen. Das habe ich aber nicht gemacht, das Brot war schon knusprig genug (und an der Oberfläche dunkel-dunkelbraun – schmeckt aber trotzdem).

Brot auf einen Rost auskühlen lassen und dann ganz schnell die erste, fette Schnitte abschneiden. Butter drauf und wer mag, etwas rohen Schinken… ich sach euch…

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Christel wußte übrigens schon 2009, wie gut so ein Paderborner schmeckt. Ihres sieht wie gemalt aus. Ich glaube, ich war damals krank, als wir das durchgenommen haben ;-) 

Osthessische Kapriolen: Traumwetter von Geiersthaler Sonne überstrahlt

Endlich ist hier mal tolles Wetter. Sonne, Wärme, Licht, Vögelgezwitscher und was mache ich?

Ich backe Petras Geiersthaler Sonne und alles ist nur noch Schatten. Bis auf das Brot. Denn da geht einfach nix drüber, über diesen Stern aus dem Bayerischen Wald, dessen Strahlen uns heute beglücken. 

Geiersthaler Sonne-1

Wie immer habe ich beim Rezept Änderungen vorgenommen, ein bissi weniger Flüssigkeit verwendet, Trockenbackhefe statt der Frischhefe zugefügt und in Ermangelung des Roggenvollkornmehls die Weizenvollkornmehldosis erhöht. Es hat anscheinend nicht geschadet, denn schon im Ofen machte das Backwerk eine gute Figur. 

Nach dem Backen, als das Brot auf dem Rost auskühlte und die Kruste zu knistern anfing, gab es kein Halten mehr. Ich bin zum Metzger gelaufen, um einen würdigen Belag zu kaufen. Das Abendessen habe ich ausfallen lassen und mir lieber eine schöne Scheibe Lüdertaler Bauernschinken an Geiersthaler Sonne gegönnt. Köstlich! 

Geiersthaler Sonne-1

Knaller! 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Geiersthaler Sonne (M)
Kategorien: Brot, Sauerteig, Hefe, Weizen, Roggen
Menge: 1 Brot a 1 kg

Zutaten

H ROGGENSAUERTEIG
100 Gramm   Roggenmehl Type 1150
100 Gramm   Wasser
10 Gramm   Anstellgut (Roggensauerteig)
H HAUPTTEIG
      Sauerteig
100 Gramm   Weizenvollkornmehl
325 Gramm   Weizenmehl Type 550
100 Gramm   Roggenmehl Type 1150
450 Gramm   Buttermilch
4 Gramm   Trockenbackhefe
15 Gramm   Schweineschmalz
14 Gramm   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Petra Holzapfel
  http://peho.typepad.com/chili_und_ciabatta/2013/03/bbd-
  57-geiersthaler-sonne.html
  Erfasst *RK* 12.03.2013 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Am Vortag die Zutaten für den Sauerteig verrühren und 16-20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Für den Hauptteig alle Zutaten außer Salz und Schmalz 5 Minuten auf Stufe 1 (Kenwood) verkneten. Dann auf Stufe 2-3 schalten, das Schmalz in Flöckchen zugeben und das Salz einrieseln lassen. Weitere 10-12 Minuten kneten. Den weichen, leicht klebrigen Teig in eine leicht geölte Schüssel geben und 1 Stunde gehen lassen.

Einen ausreichend großen Gärkorb mit einem Tuch auslegen und gut mit Roggenmehl ausstreuen.

Den Teig auf eine mit Roggenmehl bestreute Arbeitsfläche geben und rund wirken. Den Teig mit der Naht nach unten in den Gärkorb legen, nochmal 45 Minuten gehen lassen.

Manzfred auf 240°C vorheizen.

Den Teigling auf einen mit Maisgrieß bestreuten Brotschieber stürzen und einschießen.

Temperatur auf 180° C reduzieren. Nach 30 Minuten Tür kurz öffnen, um Schwade abzulassen. Weitere 20 Minuten backen.

Anmerkung Petra: Schön aufgerissenes, eher flacheres Brot mit nicht zu dicker knuspriger Kruste und mittelporiger, saftiger Krume, leicht säuerlicher Geschmack. Prima!

Anmerkungen, Jutta: tolles Brot – schön knusprig.

50 g Roggenvollkornmehl waren nicht vorhanden, deshalb 100 g Weizenvollkornmehl verwendet. Buttermilchmenge um 50 g auf 450 g reduziert. Trockenbackhefe statt Frischhefe.

Gebacken: 16.04.2013

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Joghurt-Walnuss-Brot nach ketex

Zum Abschluss des Jahres 2012, das wenig Einträge im Blog aber viele Einträge ins Buch des Lebens vorzuweisen hat, gibt es ein wunderbares Rezept für ein kräftiges Brot. 

Joghurt-Walnuss-Brot (Anschnitt)
Gerd "ketex" Kellner veröffentlichte ein Brotbackbuch, das ich selbstverständlich kaufte, aber bisher noch nicht in Gebrauch hatte. Gestern durfte sich Norbert ein Rezept aus diesem Buch aussuchen. Er entschied sich für ein herzhaftes Joghurt-Walnuss-Brot, das dem Titel des Buches "Rustikale Brote aus deutschen Landen" alle Ehre macht. Noch keine drei Stunden ist es her, dass wir das Brot anschnitten und uns zurück halten mussten, es komplett zu verspeisen und schon schreibe ich einen Blogeintrag. Ihr könnt euch vorstellen, wie das Rezept hier eingeschlagen ist. 

Die Zubereitung war einfach, der Teig gut zu händeln, der Ofentrieb phantastisch, die Krume genau so feinporig, wie wir sie mögen 

Joghurt-Walnuss-Brot (Anschnitt)

und die Kruste dunkel, knusprig, aromatisch. Wun-der-bar!

Im Backbuch sind 50 g Walnüsse aufgeführt. Beim nächsten Mal würde ich die doppelte Menge verwenden, wie auch im Rezept auf Gerds Website angegeben. 

Unbedingte Nachbackempfehlung! 

Joghurt-Walnuss-Brot (Anschnitt)
Nachtrag 30.12.2012: Jetzt habe ich das Rezept in die RezKonv übertragen und stelle es euch zur Verfügung. Ich habe statt der Frischhefe Trockenbackhefe verwendet (ca. 1/3 der Angaben für Frischhefe) und das Salz beim Vorteig weg gelassen, weil die Angabe im Buch fehlte.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Joghurtbrot mit Walnüssen nach ketex
Kategorien: Mischbrot, Sauerteig, Nüsse, Knaller
Menge: 1 Brot

Zutaten

H SAUERTEIG
190 Gramm   Roggenmehl, Type 1150
150 Gramm   Wasser
19 Gramm   Roggenanstellgut
H VORTEIG
100 Gramm   Weizenmehl, Type 1050
100 Gramm   Wasser
1/2 Gramm   Trockenbackhefe
H HAUPTTEIG
      Sauerteig
      Vorteig
100 Gramm   Weizenmehl, Type 1050
280 Gramm   Roggenmehl, Type 1150
160 Gramm   Wasser
100 Gramm   Joghurt, 3,5% Fett
14 Gramm   Salz
3,3 Gramm   Trockenbackhefe
50 Gramm   Walnüsse (beim nächsten Mal 100 g nehmen)

Quelle

  Gerhard Kellner "Rustikale Brote aus deutschen Landen"
  ISBN 978-3-8094-2847-3
  Erfasst *RK* 30.12.2012 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Zutaten für den Sauerteig verrühren und abgedeckt 16 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Zutaten für den Vorteig verrühren, abgedeckt 2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann bis zur weitern Verarbeitung in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag alle Zutaten (ich habe die Walnüsse nicht gehackt) in die Küchenmaschine geben und 7 Minuten kneten. Teig abgedeckt 30 Minuten gehen lassen (Jutta: etwas mehr als eine Stunde).

Auf einer sehr gut bemehlten Arbeitsfläche den recht weichen Teig zu einer Kugel formen und mit dem Schluss nach unten in einen gut bemehlten Gärkorb legen. 1 Stunde abgedeckt gehen lassen, bis sich das Volumen etwas vergrößert hat.

30 Minuten vor Backbeginn Manzfred auf 250° C vorheizen. Wenn der Ofen heiß ist und das Brot genug aufgegangen, den Laib mit dem Schluss nach oben auf einen Schieber mit Backfolie stürzen und einschießen.

Nach 15 Minuten Backzeit die Temperatur auf 180° C absenken. Weitere 30 Minuten backen. Backofentür öffnen, um Schwaden abziehen zu lassen. Nochmals ca. 10 Minuten backen, bis das Brot bei der Klopfprobe deutlich hohl klingt.

Anmerkungen, Jutta: schmeckt hervorragend.

Gebacken: 29.12.2012 Gebloggt: 29.12.2012

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