Hochzeitstorte (6/3) – Die Rezepte: Ganache, dunkel

Mit der dunklen Ganache wurde eine Oma-Buchholtz-Sachertorte, die mittlere Etage der Hochzeitstorte, umhüllt. 

Ganache, dunkel1
Falls ihr Oma-Buchholtz-Sachertorte schon nicht mehr lesen könnt, dann verzichtet Morgen auf einen Blick ins Blog – da erscheint dann nämlich das Rezept der Oma-Buchholtz-Sachertorte.

Die Vorgehensweise bei der Herstellung dieser Ganache ist identisch mit der Zubereitung der hellen Sahne-Schokoladen-Creme von gestern. 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Ganache, dunkel
Kategorien: Motivtorte, Füllung, Schokolade, Sahne
Menge: 1 Rezept

Zutaten

500 Gramm   Sahne
550 Gramm   Kuvertüre (bitter)
1 Pack.   Vanillezucker
1 Essl.   Vanillesirup
1 Prise   Salz

Quelle

  Diverse Quellen
  Erfasst *RK* 07.08.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Sahne aufkochen, Gewürze und Aroma zufügen. Masse so lange rühren, bis die Temperatur bei 80° C liegt. Gehackte Schokolade zufügen, 3 Minuten stehen lassen.

Mit einem Schneebesen allmählich die Schokolade mit der Sahne verbinden. Zum Schluss mit einem Gummispatel abziehen, in einem kühlen Keller über Nacht ruhen lassen.

Am nächsten Tag mit einem Handrührgerät aufschlagen und wie gewünscht verwenden.

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Übrigens, das, was unter der Ganache schlummert, oben auf dem Foto, das ist eine – rischitsch – Oma-Buchholtz-Sachertorte. Wollte ich nur mal anmerken.

Hochzeitsorte (6/1) – Die Rezepte: Schichtkuchen (M-TM)

 

Schichttorte, knapp 8 cm

Es ist vorbei. Das Schweigen, das Lotterleben, die unendliche Einsamkeit, die euch umfangen hat, weil das Blog brach lag. Jauchzet, frohlocket: zur Tür raus, jeder nur ein Stück, linke Reihe anstellen

Nee, ihr müsst nicht zur Kreuzigung, ab sofort gibt es für euch die volle Dröhnung, weil ich euch so lange habe schmoren lassen, Torten- und Ganacherezepte sind auf dem Weg. Jedes für sich, damit ich schön darauf verlinken kann.

Schichtkuchen und Punschtorte habe ich schon mal gebloggt, aber aus Gründen der Übersichtlichkeit mache ich das einfach nochmal. Zudem habe ich bei der Punschtorte Änderungen vorgenommen, die zumindest für mein Seelenheil dringendst notwendig waren. Diese Punschtorte wird mich irgendwann nochmal ins Grab bringen.

Die Hochzeitstorte bestand – von oben nach unten –  aus einem Schichtkuchen von 20 cm Durchmesser, einer Sachertorte Oma Buchholtz von 25 cm Durchmesser und einer Punschtorte von 30 cm Durchmesser. Die ungefähre Chronologie der Ereignisse bis zur Präsentation folgt in einem gesonderten Beitrag, nach der Rezeptwelle. Hier also Teil 1 der Herstellanleitungen, damit ihr beim Finale so richtig mitfiebern könnt.  

SCHICHTKUCHEN

Schichttorte, knapp 8 cm 
 
 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schichtkuchen (M/ TM)
Kategorien: Torte, Motivtorte, Hochzeitstorte
Menge: 1 Backform von 20 cm Durchmesser

Zutaten

H BODEN
300 Gramm   Butter, weich
300 Gramm   Zucker
1 Pack.   Vanillezucker
6     Eier
1 Prise   Salz
300 Gramm   Mehl
1 Teel.   Backpulver
H FÜLLUNG I
200 Gramm   Johannisbeerkonfitüre
H FÜLLUNG II
225 Gramm   Marzipanrohmasse
100 Gramm   Puderzucker
4 Essl.   Grand Marnier
H FÜLLUNG III
100 Gramm   Kuvertüre, halbbitter
1 Essl.   Zucker
1     Bröckchen Palmin
3 Essl.   Wasser
H ÜBERZUG
      Ganache, dunkel
600 Gramm   Fondant; ca.
      Farbe nach Belieben
      Bäckerstärke oder Puderzucker zum Ausrollen

Quelle

  Rezept modifiziert.
  "GU – Lieblingskuchen"
  ISBN: 3-7742-6073-7
  Erfasst *RK* 16.08.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 160° vorheizen.

Eine Form mit einem Durchmesser von 20 cm fetten und mit Mehl bestäuben.

Butter, Zucker, Salz und Vanillezucker zu einer sämigen Masse verrühren.

Eier einzeln unterziehen. Mehl mit Backpulver mischen, sieben und mit dem Schneebesen per Hand in zwei Etappen unterziehen.

Teig in die Form geben und 50-60 Minuten backen. Eventuell nach der von Monika vorgestellten even-baking-Methode backen:

http://tortentante.blogspot.com/2009/04/kuchen-gleichmaig-backen.html

Am Ende der Backzeit eventuell mit Alufolie abdecken. Stäbchenprobe machen! Kuchen aus der Form nehmen und erkalten lassen. Oberseite gerade schneiden und fünfmal durchschneiden, so dass sechs dünne Teigplatten entstehen.

Für die Füllungen Johannisbeergelee erhitzen.

Marzipan, Puderzucker und Grand Marnier in den TM geben, 10 Sekunden auf Stufe 6, dann im Linkslauf so lange rühren, bis eine homogene Masse entsteht. Umfüllen.

Kuvertüre 5 Sekunden, Stufe 8, schreddern. Wasser, Palmin und Zucker zufügen und 2 Minuten, 37°, Stufe 2, zu einer pastösen Masse rühren. Falls die Masse zu flüssig wird, kurz in den Kühlschrank stellen und kräftig rühren, damit eine homogene Struktur entsteht.

Marzipan auf Kuchengröße ausrollen. Falls die Masse zu feucht ist, später einfach auf den Boden aufstreichen.

Unteren Boden mit der Hälfte des Gelees bestreichen. Zweiten Boden auflegen und mit der Hälfte der Schokoladenmasse bestreichen. Den dritten Boden auflegen und mit der Marzipandecke belegen. Vierten Boden auflegen und mit der restlichen Schokoladenmasse bestreichen. Fünften Boden auflegen und mit dem restlichen Gelee bestreichen. Sechsten Boden auflegen.

Den Kuchen in Klarsichtfolie einpacken. Mit einem Holzbrett und einem Topf beschweren und bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag den Kuchen 2x mit Ganache überziehen (1x dünn, um Krümel zu binden, einmal etwas dicker), mit Fondant eindecken und dekorieren.

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Eine meiner Lieblingstorten ist dieser Kuchen. Er ist einfach herzustellen, sieht gut aus, ist zwar schmackhaft, aber ziemlich süß, man kann ihn gut vorbereiten und er ist sehr stabil, also prädestiniert für einen Überzug aus Marzipan oder Fondant. Er bleibt tagelang frisch und man kann ihn auch ungekühlt ein Weile aufbewahren. Da wackelt nichts, da rutscht nichts, da kann man ordentlich was draufpacken. Wirklich zu empfehlen. Zumindest der Schichtkuchen hat mich noch nie enttäuscht. Blöde Punschtorte.

Ich hatte mir vorgenommen, alle Torten 8 cm hoch zu machen. Mit der Ganache drunter und dem Fondant drauf sollten  mindestens 9 cm Höhe erreicht werden, damit die Torten nicht so mickrig aussehen. Dann noch Deko und gut. Im Fall der Schichttorte ist mir dieses Vorhaben ganz gut geglückt. Allerdings habe ich soeben beim Betrachten des Fotos der fertigen Torte festgestellt, dass ich anscheinend den Kuchen nicht mit Ganache eingeschmiert habe. Sieht jedenfalls verdammt danach aus. Was es so alles gibt… schlicht und einfach vergessen. Was irgendwie nicht verwundert. Blöde Punschtorte.

Soweit die Pflicht, die Kür kommt später.

 

 

Allmähliche Annäherung: Schokoladenmuffins (Heinemann)

Schokoladenmuffinküchlein

Gestern habe ich ein Backbuch erstanden (Bericht hier), das vom Konditor Heinemann aus meiner Heimatstadt stammt. Ein erstes Durchblättern ließ mir ab und an den Atem stocken. Diese Schokoladenkreationen sind einfach, ich muss es jetzt mal so schreiben, geil.

LeserInnen meines Blogs sind neugierig auf das Rezept, welches das Cover des Buches ziert. Schokoladenrührkuchen muss aber warten, wir fangen jetzt mal langsam an und steigern uns allmählich. Also:

Muffins

Seltsamerweise habe ich vor ein paar Tagen mit Ursula vom Blog Kochfun über Muffins geplaudert und ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ich kurze Zeit später welche backen würde. Cupcakes, Muffins, Icing, das ultimative Rezept und mein Spruch, dass mich Muffins nicht vom Hocker hauen, was daran liegen könnte, dass ich das ultimative Rezept noch nicht gefunden habe.

Das hat sich jetzt erledigt, ich habe es gefunden.

Schokoladenmuffinkuchenteller

Dabei habe ich dem Rezept nicht getraut. Stand doch in der Anleitung, dass man den fertigen Backpulverteig 2 Stunden kühl stellen soll. Das fand ich überaus komisch und wäre nicht erstaunt gewesen, wenn die Muffins wie Flundern aus dem Ofen gekommen wären.

Sind sie aber nicht. Sie sind schokoladig, obwohl sie nicht dunkel-schokoartig aussehen. Sie sind fluffig, nicht zu groß, nicht zu fett, aber recht süß. Hat uns nicht gestört, es machte sich beim Verzehr Begeisterung breit.

Schokoladenmuffin, Anbiss

Zum Buch möchte ich anmerken, dass nicht jedes Rezept mit einem Foto versehen ist. Das stört mich nicht, aber es gibt vielleicht Leser, die darauf Wert legen. Zudem stimmen manche Fotos nicht mit dem überein, was in der Anleitung steht. Runde Kuchen sind zu sehen, eine Kastenform wird zum Backen empfohlen. Auch das finde ich gar nicht so schlecht, zeigt es doch, wie kreativ man sein kann bei unserem schönen Hobby. Aber auch da ist es vielleicht nicht für Jeden angenehm, ein Rezept verändern zu müssen.

Ich habe einige Arbeitsschritte dem Thermomix überlassen. Rezepte ändern habe ich also schon hinter mir. Wer als Nicht-Thermomixer nicht zurecht kommt, darf mich gerne anmailen, damit ich Hilfestellung leisten kann.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schokoladenmuffins (Heinemann)
Kategorien: Muffins, TM, Heinemann, Schokolade
Menge: 12 Stück und 1 kleine Margaritenform

Zutaten

125 Gramm   Dunkle Kuvertüre oder Edelbitter-
      Schokolade (70-78 %)
75 Gramm   Butter
2     Eier
125 ml   Milch
200 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
220 Gramm   Mehl
40 Gramm   Speisestärke
20 Gramm   Backpulver
1     Zitrone, abgeriebene Schale (nur 1/2 genommen)
40 Gramm   Haselnüsse, gehackt

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Heinz-Richard Heinemann
  "Schokoladenträume"
  ISBN: 978-3-517-08463-3
  Erfasst *RK* 02.06.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Haselnüsse in den TM geben und bei Sichtkontakt, Stufe 6, ca. 5 Sekunden hacken. Umfüllen.

Schokolade in den TM geben, 10 Sekunden, Stufe 8 zerkleinern. Zu den Haselnüssen geben.

180 g Zucker 10 Sek/Stufe 10 zu Puderzucker verarbeiten.

Butter zufügen, 5 Min./50° C/Stufe 2 schmelzen.

Eier, Salz und Milch durch die Deckelöffnung zufügen und kurz auf Stufe 4 verrühren. Masse in eine Schüssel umfüllen.

Mehl, Stärke und Backpulver darauf sieben, Zitronenschale zufügen, alles vorsichtig mit einem Holzlöffel mischen. Der Teig muss nicht ganz glatt sein.

Kuvertüre, Nüsse und restlichen Zucker (20 Gramm) hinzugeben und kurz mit einem Holzlöffel unterrühren.

2 Stunden kühl stellen.

Nach 90 Minuten Manzfred auf 160° C vorheizen.

Das Muffinblech mit Papierförmchen bestücken. Diese jeweils zu zwei Drittel mit der Masse füllen (mittelgroßer Eisportionierer) und die Muffins 25 Minuten backen.

Tipp:

Man kann zusätzlich noch 40 g Schokostückchen unterziehen.

Anmerkungen, Jutta:

Übrig gebliebenen Teig kann man auch in einem gefetteten und bemehlten Sturzglas mitbacken. Danach sofort verschließen.

Erstaunlich, dass die Muffins so fluffig geworden sind. Das hätte ich nach der Ruhezeit nicht erwartet. Sehr schön, schmecken vorzüglich.

BACKEN KONVENTIONELL: 180° C, mittlere Schiene, 20-25 Minuten

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Wie man ganz oben sieht, kann man aus dem Teig auch nette Minikuchen backen.

Jecke Kall*: „Rezeptangebot im Internet führt zum Niedergang der Kochbuchkultur“

Pah! Jecke Kall*!! Hab' ich doch schon immer gesagt. Und warum? Das war nämlich so:

Gestern las ich bei Petra von Chili und Ciabatta einen wunderbaren Blogeintrag über die Herstellung einer "Zitronen-Biskuit-Roulade". Mein Blick fiel auf den Urheber des Rezeptes, Chocolatier Heinz-Richard Heinemann und dies ließ mich umgehend einen kleinen Kommentar verfassen:

"Ah, Heimatklänge! Mit Heinemann-Kuchen bin ich aufgewachsen.

Aber die waren (und sind?) so teuer und edel, dass Kuchen von Heinemann immer etwas ganz besonderes war. In Rheydt, meiner Heimatstadt, in Mönchengladbach, Düsseldorf, Krefeld, Neuss, Duisburg und München (sic!) gibt es Cafés und wenn man zu "Kaffee Heinemann" ging, konnte man sich darauf schon etwas einbilden.

In unserer Familie gibt es bei Mama und Papa traditionsgemäß zu Weihnachten für jeden Gast ein kleines süßes Geschenk auf dem Teller: "Rhe'er Knööp" eine gehaltvolle Spezialität, von der man wirklich nur einen Knoop auf einmal essen kann. Und wenn man das Päckchen aufgefuttert hat, reicht es für ein Jahr. Auf der Heinemann-Website heißen sie Gladbacher Knööp, aber als Rheydterin isst man sowas natürlich nicht 🙂 Die Kuchenkreationen bei Heinemann sind wirklich außergewöhlich, auch viele kleine Törtchen, Babas usw. gibt es dort, die allesamt ein Traum sind.

[…]

Ich glaube, jetzt sind alle Dämme gebrochen und ich bestelle mir umgehend das Buch.

[…]

Bisher habe ich mich immer noch zurückhalten können, aber nu is Schicht:-) "

So geschah es, ich bestellte umgehend ein Exemplar eines Backbuches, das Herr Heinemann verfasst hat, nicht ohne zu bemerken, dass es inzwischen schon zwei Bücher des Autors gibt (Freudentanz! Narhallamarsch! Rakete! – ich habe dann das mit Schokolade bestellt – und soeben noch das mit Gebäck, hihihi). Was war ich gerade geplättet, als es an der Haustür klingelte und das Buch "Schokoladenträume" schon geliefert wurde!

Heinemann - Schokoladenträume_bearbeitet-1

Und die Moral von der Geschicht': Wir Foodblogger und Rezeptjunkies  kurbeln das Kochbuchgeschäft an. Und alles andere ist – genau!!!! Jecke Kall!*

Leute schreibt Kochbücher, ich kaufe sie, ganz bestimmt!

Ach so: Kurzkritik nach dem ersten Duchblättern: 144 Seiten Schoko-Wahnsinn! Ich breche zum wiederholten Male in dieser Woche meine Diät ab.

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* Der Kölsche ansisch würde wahrscheinlisch "Jecke Verzäll" sagen, der Niederrheiner ansisch sacht "Jecke Kall"  was soviel bedeutet wie "Blödsinn".

Nachgemacht: Qimiq-Marmorkuchen (M)

Marmorkuchen1

Aus Österreich schwappt die Qimiq-Welle in unser Land. Es handelt sich hierbei um eine Art Sahnezubereitung, die mit Gelatine versetzt ist. Schaut man in den 250 ml Tetrapack, in dem sich das Produkt befindet, sieht man eine wabbelige, halbfeste Masse, die nach der Entnahme verrührt wird und so in einen geschmeidigen Zustand versetzt wird.

Qimiq enthält 1% Gelatine und 99% Sahne. Sonst nichts. Sagt der Hersteller. Die diversen Vorteile, die das Produkt haben soll, kann man auf der Qimiq-Website nachlesen. 

Für uns Deutsche ist es noch etwas schwierig, das Sahnezeugs zu kaufen. Ich habe es schon beim Hobbybäckerversand gesehen und bei bosfood.

Bestellt habe ich im  Qimiq-Onlineshop. Hier wird mit versandkostenfreier Lieferung geworben. Das stimmt auch. Wenn man mindestens 12 Päckchen bestellt, was ich zähneknirschend auch gemacht habe. Und weil mich die Vanilleversion auch interessierte, habe ich gleich noch 12 Päckchen dieses Produkts mitbestellt. Wenn man schon mal dabei ist…

Ich habe noch nicht viel mit dieser Sahnebasis gekocht und gebacken. Wahrscheinlich auch deshalb, weil mich das Produkt nicht komplett überzeugt. Irgendwie schmeckt die Gelatine vor, ich kann mir nicht helfen. Aber vielleicht handelt es sich auch nur um Anfangsschwierigkeiten oder um eine falsche Rezeptwahl.

Die Standfestigkeit von Sahne, mit Qimiq zusammen aufgeschlagen, ist wirklich phänomenal. Wenn dieser Gelatinegeschmack nicht wäre… 

Kürzlich bekam Qimiq wieder eine Chance. Heidi hatte einen Marmorkuchen gebacken, der ihr sehr gut gelungen war. Den habe ich nachgemacht.Und wieder bin ich nicht komplett zufrieden. Der helle Teig ist wunderbar geworden. Sehr locker und saftig. Der dunkle Teig tendiert zur Klitschigkeit mit zäher Konsistenz.

Marmorkuchen, Anschnitt_bearbeitet-1

Ob's an der neuen Backform lag? Heidis Kuchen sah einfach besser aus. 

Nun ja, ich werde weitere Rezepte ausprobieren und über die Fortschritte, Erfolge und Misserfolge an dieser Stelle natürlich berichten. Hier noch das Rezept:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Qimiq Marmorkuchen
Kategorien: Mehlspeisen
Menge: 1 Rezept

Zutaten

100 Gramm   Butter
200 Gramm   Zucker
1 Pack.   Vanillezucker
3 groß.   Dotter
250 Gramm   Qimiq
20 Gramm   Kakao
3     Eiklar
1/2     Backpulver
210 Gramm   Mehl glatt

Quelle

  Kronenzeitung
  Erfasst *RK* 16.03.2009 von
  Heidi Fleischer

Zubereitung

Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Dotter und das glatt gerührte Qimiq einrühren. Mehl mit Backpulver versieben und unter die Dottermasse heben. Die Hälfte des Teiges in eine befettete und ausgebröselte Kastenform füllen. Den restlichen Teig mit Kakao einfärben und unter den hellen Tig ziehen. Im vorgeheizten Rohr ca. 50 Minuten bei 160° backen.

Anmerkungen, Jutta: Heller Teig in Ordnung, dunkler Teig klitschig und zäh. 1 Prise Salz zugefügt.

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Pflaumensandkuchen (M)

Manchmal überkommt mich so ein komisches Gefühl. Dann schließe ich mich in der Küche ein, fange an zu backen und bin erst zufrieden, wenn es nach ein paar Stunden so auf dem Esstisch aussieht:

Backwahn

Beginnen wir also mit dem Pflaumensandkuchen

Pflaumensandkuchen(M)1

Petra war zum Cachen und zu Besuch in Nürnberg, unter anderem war sie zu Gast in einer kleinen Konditorei. Da saßen leider nicht wir Zwei, aber auf Kuchen aus dem Laden muss ich trotzdem nicht verzichten.

Pflaumensandkuchen (M), Stück

Netterweise hat Petra nämlich nicht nur einen wunderschönen Ausflugsbericht gestaltet, sondern auch kundgetan, dass man von Konditor Neef ein Backbuch kaufen kann. Gestern geordert, heute schon da und Kuchen ist auch schon gebacken. Mein lieber Schwan, der ist nicht schlecht.

Pflaumensandkuchen (M), ungebacken

Die Teigzutaten sind schnell zusammengerührt, natürlich immer mit der notwendigen Hingabe und Liebe. Die Pflaumen noch schnell auf den Teig gelegt, ab ins Rohr und nach 30 Minuten ist das Kind geschaukelt. 

 Pflaumensandkuchen (M)

Das Problem, wie ich einen Kuchen aus einer Form mit stationärem Boden bekomme, ist dank Konditormeister Bernd auch gelöst. Er empfahl, den Kuchen nach dem Abkühlen auf ein Auskühlgitter zu stürzen, eine Kuchenplatte aufzulegen, wieder um 180° zu drehen und fertig. Nun handelt es sich bei diesem Kuchen um ein Exemplar mit feuchtem Belag. Mir war reichlich mulmig, als ich das Experiment wagte. Und es glückte – unglaublich! Jahrelang habe ich irgendwie den Kuchen aus der Form operiert. So wie heute vorzugehen, hätte ich mich nie getraut. Danke, Bernd! 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pflaumensandkuchen (M)
Kategorien: Neef, Rührteig, Obstkuchen
Menge: 1 Rundblech, Durchmesser 30cm

Zutaten

H SANDMASSE
280 Gramm   Margarine (Original: Butter)
140 Gramm   Zucker
140 Gramm   Honig
1 Prise   Salz
1/2     Vanilleschote, das Mark
1/2     Zitrone, der Abrieb
230 Gramm   Mehl
75 Gramm   Speisestärke
1 Teel.   Backpulver, gestr
5     Eier
H BELAG
800 Gramm   Pflaumen

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "Sonntagskuchen & Festtagstorten"
  Karl Neef
  Erfasst *RK* 24.07.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 170° C vorheizen.

Margarine, Salz, Zucker und Bienenhonig schaumig rühren. Vanillemark und Zitronenschalenabrieb zugeben. Mehl, Speisestärke und Backpulver vermengen. Eier und Mehlmischung abwechselnd in die Fett-Zucker- Masse rühren, in eine ausgebutterte Form geben und glattstreichen.

Große fleischige Pflaumen halbieren, den Stein entfernen und mit der Haut nach unten auf die Sandmasse legen.

Den Kuchen 30 Minuten backen. Wenn er bei leichtem Druck etwas federt, ist er fertig.

Als Belag eignen sich auch Sauerkirschen und Johannisbeeren.

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Donauwellen aka Schneewittchenkuchen (M)

Donauwelle1

Lang, lang ist's her, da habe ich für meine Donauwellen eine Urkunde bekommen.

Meine Freundin S. Hilgartner, eine Koryphäe in Kuchendingen, ihres Zeichens durch den Donauwellerat vereidigte Donauwellentesterin und überhaupt eine sichere Bank, wenn es darum geht, Süßes zu vernichten, eben diese Frau S. H. hatte mir die Ehre zuteil werden lassen. Wir beide haben 2004 unser Abitur gemacht und da wir Mathematik als mündliches Abifach wählten, wird das Blech Donauwellen Nervennahrung gewesen sein. Ich glaube, wir hatten uns kurz zuvor zu diesem Schritt durchgerungen und brauchten Trost (neeiin, das schreibe ich nur, weil es so schön passt – ich liebe Mathe, ehrlich! Hab' schließlich einen Ex-Mathelehrer geheiratet).

Donauwellen, Urkunde

Wer den ersten Platz bei der Herstellung der weltbesten Donauwelle belegt, habe ich verdrängt. Es war, glaube ich, eine andere Freundin von Frau Hilgartner. Oder die Mutter. Silber ist auch schön!

Das Rezept stammt aus der GU basic Reihe, hier "basic baking" von Cornelia Schinharl und Sebastian Dickhaut. Dieses Buch verschenke ich häufig und ich selber backe immer mal wieder etwas nach. Mir gefällt der Stil, die Rezepte sind leicht nachzubauen und die Tipps helfen nicht nur Anfängern über manche Klippe hinweg.

Übirgens waren Silvia und ich auch einem extra fetten Nusskuchen aus diesem Buch verfallen. Den könnte ich auch noch mal backen, und so ein Hauch Butter, Schokolade, Haselnüsse, Zucker, Ei und Schokoglasur (wir haben noch Dooley's reingeschüttet) ist gerade richtig, wenn es mal wieder etwas Leichtes sein soll, ääähm, zurück zu den Donauwellen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Donauwellen aka Schneewittchenkuchen
Kategorien: Kirschen, Rührteig, Blechkuchen, Buttercreme
Menge: 1 Fettpfanne

Zutaten

H FÜR DEN TEIG
2 Gläser   Sauerkirschen
250 Gramm   Margarine
180 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
6     Eier
400 Gramm   Mehl
8 Gramm   Backpulver
4 Essl.   Eierlikör
2 Essl.   Milch
2 Essl.   Kakaopulver
2 Essl.   Rum oder Milch
H FÜR DEN BELAG
1 Pack.   Vanille-Puddingpulver
1/2 Ltr.   Milch
1 Essl.   Zucker
1 Prise   Salz
200 Gramm   Butter, weich
50 Gramm   Puderzucker
200 Gramm   Halbbitterkuvertüre
25 Gramm   Kokosfett

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: GU "basic baking"
  Schneewittchenkuchen
  Erfasst *RK* 22.07.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Auf Vortag oder mehrere Stunden vor Backbeginn für den Belag aus Puddingpulver, Milch, Zucker und Salz einen Pudding kochen (TM). Abkühlen lassen. Butter für die Belagzubereitung zusammen mit dem Pudding aufbewahren, damit sie die gleiche Temperatur haben (im gleichen Raum, nicht in der gleichen Schüssel :-)).

Fettpfanne fetten.

Manzfred auf 180° C vorheizen (konventionellen Backofen ebenso).

Kirschen abtropfen lassen, Margarine mit Zucker und Salz cremig rühren. Eier einzeln aufschlagen udn immer nur so lange unterrühren, bis keine Spuren mehr davon zu entdecken sind.

Mehl und Backpulver gut verrühren und unter die Fett-Ei-Masse rühren. Die Milch und den Likör untermischen. Die Hälfte vom Teig aufs Blech streichen. Den übrigen Teig mit Kakao und Rum vermischen, auf den hellen Teig streichen. Kirschen auflegen, leicht in den Teig drücken.

Kuchen ca. 30 Minuten backen (konvenionell: 30 Minuten, mittlere Schiene) und auf dem Blech erkalten lassen.

In der Zwischenzeit Kuvertüre in Stücke brechen und mit dem Kokosfett in einer Tasse im Wasserbad schmelzen.

Die Butter für den Belag mit dem Puderzucker schön cremig rühren, Pudding löffelweise gut untermischen, auf dem kühlen Teig verstreichen.

Die leicht abgekühlte Kuvertüre dünn und vorsichtig auf die Buttercreme laufen lassen, mit einem Löffel verstreichen. Fest werden lassen. Kühl schmeckt der Kuchen am besten ( mir nicht).

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Donauwellen macht man nicht mal eben so ruck-zuck. Aber dafür kann man sie wunderbar aufbewahren und stellt sie sowieso mindestens einen Tag vor dem Servieren her. Das ist entspannend, wenn man Besuch bekommt oder am Tag der Präsentation keine Zeit hat. Ich mag solche Kuchen.

Und wenn sie dann auch noch fein schmecken, umso besser. Nachmachen lohnt.

Süßkirsch-Maiskuchen mit Pimentsauce (M/TM)

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In der Augustausgabe von essen & trinken sind viele schöne Rezepte versammelt, die Lust aufs Ausprobieren machen. Ein Zwetschgen-Maiskuchen mit Vanillesauce sollte den Anfang machen. Allerdings wollte ich die gefrorenen Süßkirschen verwenden, die in der Truhe liegen.

Der Rührteig ist schnell hergestellt und auch schnell gebacken. Das Ergebnis ist sehr schmackhaft, durch die Zugabe des Maismehls ungewöhnlich und mit einem schönen gelben Aussehen. 

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Mir war er ein wenig zu süß. Wenn man sich an das Rezept hält und Zwetschgen statt Süßkirschen verwendet, passt es aber bestimmt. Beim nächsten Backen würde ich eine etwas kleinere Form befüllen, damit der Teiganteil ein wenig größer wird. Aber sonst haben wir es hier mit einem prima gelungenen, feinen Kuchen zu tun.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Süßkirsch-Maiskuchen mit Pimentsauce (M/TM)
Kategorien: E&t, Zwetschgen, Mais, Blechkuchen
Menge: 1 Fettpfanne

Zutaten

H PIMENTSAUCE
1/4     Vanilleschote
3     Pimentkörner
150 ml   Schlagsahne
100 ml   Milch
35 Gramm   Zucker
2     Eibelb (M)
H MAIS-RÜHRTEIG
220 Gramm   Margarine
150 Gramm   Zucker
      Salz
4     Eier (M)
120 Gramm   Mehl
150 Gramm   Maismehl
4 Gramm   Backpulver
750 Gramm   Süßkirschen, entsteint
15 Gramm   Zucker, braun

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: essen&trinken
  August 2009
  Erfasst *RK* 19.07.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Für die Sauce die Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen. Vanillemark, -schote, Piment, Sahne, Milch und Zucker in einen Topf geben, kurz aufkochen und 1 Stunde ziehen lassen. Rühraufsatz in den Thermomix setzen. Eigelb und die durch ein Sieb geschüttete Pimentmilch zufügen. 8 Min./70° C/Stufe 3 aufschlagen. Sauce abkühlen lassen.

Manzfred auf 160° C vorheizen.

Für den Teig Margarine, Zucker und 1 Prise Salz in der Küchenmaschine in 6-8 Minuten cremig-weiß rühren. Eier nacheinander unterrühren. Mehl, Maismehl und Backpulver mischen und unterrühren.

Teig in eine gefettete Fettpfanne geben (beim nächsten mal kleinere Form verwenden) und glatt streichen. Die Kirschen (auch gefroren) auf dem Teig verteilen, dabei leicht andrücken. Braunen Zucker darüberstreuen und 40 Minuten backen.

Mit der Sauce servieren.

Anmerkungen, Jutta: Kuchen recht süß. Wenn Kirschen verbacken werden, eventuell weniger Zucker im Teig verwenden oder weniger Zucker aufstreuen. Sauce interessant. Kuchen saugt sich mit der Piment- Vanille-Sauce voll und wird so sehr saftig und schmackhaft. Schmeckt aber auch ohne Sauce gut.

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Die Sauce, die dazu gereicht wird, ist speziell und bestimmt nicht jedermanns Geschmack. Uns hat sie gut gefallen. Der Kuchen saugt sich auf dem Teller mit der Sauce voll und ist dann sehr saftig . Die Gewürze schmecken nicht hervor und runden den Kuchengeschmack ab, ohne ihn zu erschlagen. 500 ml Sauce erschienen mir zu viel. Die Hälfte hat uns gereicht.

Originalrezept siehe unten: 

„Süßkirsch-Maiskuchen mit Pimentsauce (M/TM)“ weiterlesen

Bauern-Käsekuchen mit Kirschen (M)

 Bauern-Käsekuchen mit Kirschen (M), Stück1

Immer, wenn ich Titel von Gerichten lese wie dem obigen (oder "Jägerschnitzel", "Bauernpfanne", "Berliner", "Lustiger Bosniak", "Hamburger", "Bauernbrot", "Zigeunerschnitzel", "Amerikaner" usw.), dann muss ich an eine Szene aus dem Film  Addams Family denken.

Dort werden "Pfadfinder-Kekse" verkauft und es wird den Käufern versichert, dass die Pfandfinder ganz frisch waren. Ich hingegen versichere, dass sich in diesem Kuchen keine Bauern befinden. Und eigentlich auch kein Käse. Aber Kirschen. Immerhin.

Bauern-Käsekuchen mit Kirschen (M), komplett1

Schmecken tut er übrigens auch. Und nach meiner Methode, zugegeben einer etwas aufwändigen und gelernt im Manz-Komplettseminar, fällt der Kuchen in der Mitte nicht zusammen.

Bauern-Käsekuchen mit Messer (M)

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bauern-Käsekuchen mit Kirschen (M)
Kategorien: Kuchen, Sauerkirschen, Quark
Menge: 1 Kuchen, 28 cm Durchmesser

Zutaten

H BELAG
1 Glas   Kirschen, 720 ml
H RÜHRTEIG
250 Gramm   Margarine
250 Gramm   Zucker
1 Pack.   Vanillinzucker
1 Prise   Salz
4     Eier
250 Gramm   Mehl
1 Teel.   Backpulver, gehäuft
150 Gramm   Eierlikör
H QUARKMASSE
100 Gramm   Margarine
125 Gramm   Zucker
2 Pack.   Vanillinzucker
4     Eier
750 Gramm   Magerquark
100 Gramm   Weichweizen-Grieß
1 Prise   Salz
H DEKO
3 Essl.   Mandelblättchen
      Puderzucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "kochen & genießen"
  Sonderheft "Torten-Hits No. 9"
  Erfasst *RK* 29.03.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kirschen abtropfen lassen. Springform fetten.

Manzfred auf 180 °C vorheizen.

Für die Quarkmasse Fett, Zucker, Vanillinzucker und Salz cremig rühren. Eier einzeln unterrühren. Quark und Grieß unterziehen.

Für den Rührteig Fett, Zucker, Vanillinzucker und Salz cremig rühren. Eier einzeln unterrühren. Mehl und Backpulver mischen, sieben und mit dem Eierlikör unterziehen. In die Form streichen. Kirschen darauf verteilen und ein wenig eindrücken.

Quarkmasse auf die Kirschen streichen. Mit Mandeln bestreuen.

Form in den Ofen schieben. Nach 25 Minuten Form aus dem Ofen holen und mit einem Messer zwischen Formrand und Teig einmal rundherum schneiden. Quarkmasse ca. 5 Minuten außerhalb des Ofens ruhen lassen, Kuchen wieder in den Ofen schieben. Vorgang noch zweimal wiederholen = Gesamtbackzeit 75 Minuten.

Manzfred auf 200 °C hochschalten, Form auf ein Gitterrost in den Ofen stellen und nochmals 15 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und nochmals mit dem Messer eine Runde drehen. Durch das Lösen des Teigs vom Formrand sinkt der Kuchen nach dem Backen nicht mehr ein.

Kuchen 90 Minuten auskühlen lassen. Formrand entfernen, weitere 5 Stunden abkühlen lassen.

Den Kuchen vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.

Backen konventionell: im vorgeheizten Ofen (E-Herd: 175 °C/Umluft: 150 °C/Gas: Stufe 2)

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