Nachgemacht: Eva und die Äpfel – Bienenstich-Apfelkuchen

Eva verführte Adam mit einem Apfel und was folgte, war die Vertreibung der Sünder aus dem Paradies. Das ist schon etwas länger her und Schnee von gestern.

Wenn Eva heute mit Äpfeln verführt, dann sieht man bei Deichrunners Küche einen Kuchen und bekommt ihn nicht mehr aus dem Kopf. Umgehend bewegt sich der Gläubige in die Küche, backt den Bienenstich-Apfelkuchen, probiert und wähnt sich gleich im Paradies auf Erden, ach was sage ich, im Himmelreich. Von Sünde keine Spur.

Backt diesen Kuchen! Er ist so gut! Hallelujah!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bienenstich-Apfelkuchen
Kategorien: Mürbeteig, Äpfel, Bienenstich, Backen, Knaller
Menge: 26 Cm Durchmesser


Zutaten

H MÜRBETEIG
250 Gramm Mehl
75 Gramm Zucker
1 Prise Salz
1 Ei (Größe M)
1 Essl. Wasser, kalt
125 Gramm Butter
H BIENENSTICHBELAG
75 Gramm Butter
75 Gramm Zucker
1 Prise Salz
30 Gramm Honig
150 Gramm Mandelblättchen
25 Gramm Milch
H FÜLLUNG
1 kg Äpfel (Rubinette, klein)
300 ml Apfelsaft
1 Pack. Puddingpulver ‚Vanille-Geschmack‘ (zum Kochen)
80 Gramm Zucker
1 Prise Salz
Zimt, gemahlen, nach Geschmack

Quelle

Rezept modifiziert. Original aus der Zeitschrift
‚Rezepte pur‘:
https://deichrunnerskueche.de/2018/08/bienenstich-
apfelkuchen.html
Erfasst *RK* 04.09.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 160° C vorheizen.

Für den Teig aus den Zutaten im Thermomix, Teigstufe, eine dickkrümelige Masse herstellen. Auf das ungefettete Alublech schütten und mit den Händen festdrücken. Dabei einen Rand hochziehen. Teig 20 Minuten blind vorbacken.

Manzfred auf 150° C regulieren.

Für den Bienenstichbelag Zutaten außer Milch aufkochen und leicht bräunen. Vom Herd ziehen und Milch unterrühren. Abkühlen lassen.

Für die Füllung Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in dünne Spalten schneiden (die Äpfel waren klein, da ging das sehr gut, wenn die Äpfel größer sind, Scheibchen herstellen). Aus den restlichen Zutaten einen Pudding kochen. Äpfel unterheben.

Masse in die Form füllen, 30 Minuten backen. Bienenstichmasse aufbringen (ich habe das mit den Händen gemacht, mit einem Löffel war mir das zu filigran) und weitere 30 Minuten backen. Je nachdem, wie saftig die Äpfel sind, Backofentür angelehnt lassen, damit Feuchtigkeit abziehen kann.

Anmerkung, Jutta: göttlich!

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Als Schmankerl noch ein paar Fotos vom „making of…“

Boden, blind vorgebacken

Apfelfüllung vorher

Mandelmasse

Apfelfüllung nachher

Mandeldecke vor dem Backen

Mandeldecke nach dem Backen

Wir haben heute, am Sonntag, das letzte Stück des Kuchens verzehrt, der am Donnerstag gebacken wurde. Er schmeckte immer noch hervorragend. Schön fett Sahne drauf muss aber sein. Auch schon donnerstags.

Sauerkirsch-Mandel-Torte (M-TM)


Der liebe Mann durfte sich aus einem bislang noch nicht verwendeten Backbuch mit dem schönen Namen "Tortenglück" (Achtung – Link verweist auf ein ebook!) einen Kuchen aussuchen. Er entschied sich für die Sauerkirsch-Pistazien-Torte.

Aber Moooment! Schokolade im Boden, ungeschälte Mandeln im Boden und dann sollen 50 g Pistazien gehackt als erste in die Backform? Nö, das habe ich nicht eingesehen. Erstens würden die Pistazien verschwinden und nicht zu sehen sein, zweitens würde man vermutlich nichts von ihnen schmecken und drittens ließ ich sie weg. Da sind mir die schönen, iranischen Pistazien doch zu schade und zu teuer. 

Zunächst die kulinarische Einschätzung: der Kuchen war köstlich.

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Der Boden saftig (aber ein wenig hoch, weil ich eine 26er Form verwendet habe), die Mascarpone-Quark-Schicht wunderbar. Nicht zu süß, nicht zu fest, nicht zu fettig (aber ein wenig hoch, weil ich eine 26er Form verwendet habe). Die Kirschen und der Guss waren zu wenig (obwohl ich eine 26er Form verwendet habe). 

Das bedeutet, und hier sind wir beim praktischen Teil angelangt: beim nächsten Mal eine 28er Form verwenden und doppelt Guss und doppelt Käs.. ähm… Kirschen nehmen. Dann sollte das hinhauen. 

Ein sehr schöner Kuchen ist war das, der sogar glutenfrei ist, wenn man glutenfreies Backpulver verwendet und die Form nach dem Einfetten nicht bemehlt.  

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Sauerkirsch-Mandel-Torte (M-TM)
Kategorien: Kirschen, Torte, Mandeln, Schokolade
Menge: 1 Torte, Durchmesser 28 cm

Zutaten

H FÜR DEN TEIG
100 Gramm   Zartbitterschokolade, 70%
5     Eier, Größe M
80 Gramm   Margarine oder Butter
80 Gramm   Zucker
      Salz
200 Gramm   Mandeln, mit Haut
2 Teel.   Backpulver
H FÜR DEN BELAG
200 Gramm   Sahne
150 Gramm   Magerquark
250 Gramm   Mascarpone
30 Gramm   Vanillezucker
1 Prise   Salz
1 Glas   Sauerkirschen (2 Gläser)
1 Pack.   Tortenguss, klar (2 Päckchen)
1 Essl.   Zucker (2 EL)
1/4 Ltr.   Kirschsaft (1/2 liter)

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Christina Richon, "Tortenglück", Sauerkirsch-
  Pistazien-Torte
  ISBN 978-3-8338-2012-0
  Erfasst *RK* 19.02.2014 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Sauerkirschen auf ein Sieb schütten, dabei den Saft auffangen.

Für den Teig die Mandeln im TM fein zerkleinern. Umfüllen. Schokolade ebenfalls fein zerkleinern. Umfüllen. Den Boden der Form einfetten, dann mit Mehl dünn bestäuben. Wenn man das weglässt und glutenfreies Backpulver verwendet, ist der Kuchen glutenfrei. Manzfred auf 160° C vorheizen.

Die Eier trennen. Eiweiße steif schlagen. Margarine, Zucker, Eigelbe und 1 Prise Salz in der Küchenmaschine hellcremig rühren, bis sich der Zucker ganz aufgelöst hat. Schokolade, Mandeln und Backulver mischen und zügig unter die Masse rühren. Dann den Eischnee portionsweise unterheben. Teig in die Form füllen und 30 Minuten backen. Herausnehmen, 5 Min. abkühlen lassen, vorsichtig auf ein Gitter stürzen.

Für den Belag die Sahne steif schlagen. Den Quark mit Mascarpone, Salz und Vanillezucker glatt rühren, dann die Sahne unterheben. Den Obstboden auf eine Tortenplatte legen, mit einem Tortenring bestücken, die Creme einfüllen. Die Torte ca. 30 Min. kalt stellen.

Die abgetropften Sauerkirschen auf der Quarkcreme verteilen. Aus dem Tortenguss nach Packungsangabe mit Zucker und Kirschsaft einen Guss zubereiten und diesen auf den Kirschen verteilen. Die Torte vor dem Servieren mindestens 2 Std. kalt stellen.

Anmerkungen, Jutta: Im Original werden 50 g Pistazien gehackt und in die Backform gestreut, bevor der Teig eingefüllt wird. Das Vorgehen ist für mich nicht nachvollziehbar. Der dunkle Boden schmeckt wegen der Schokolade und der Mandeln sehr kräftig, die Pistazien würden völlig untergehen. Ich habe sie weggelassen.

Die Kirschen waren zu dünn gesät, obwohl ich eine 26er Form statt der 28er verwendet habe. Beim nächsten Mal wird die 28er genommen, die Teigmenge und die Mascarpone-Sahne-Quark-Menge beibehalten, dafür Kirschmenge und Guss verdoppelt.

Das Wichtigste zum Schluss: Sehr gut! Gästegeeignet. Gehaltvoll.

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 PS: Petra hat den Kuchen unter dem Namen Kirsch-Torte mit Mascarpone-Creme mit fast identischen Zutaten schon 2005 gebacken. Aber dass GU den Amaretto unterschlagen hat, finde ich nicht nett! 

 

Saftig und locker – Mandelkuchen (M-TM)

 

 

Gestern, am Abend, habe ich endlich geschafft, die Maiausgabe der essen & trinken durchzublättern. Sofort sprang mich der Mandelkuchen an, der dort mit Rhabarberkompott, Erdbeeren und Basilikum serviert wurde. 

Mandelkuchen - ein Viertel für den Gärtner

Da hier die ersten beiden Komponenten der Beilage noch nicht in ordentlicher Qualität zu bekommen sind, buk ich also für einen Soloauftritt am Vormittag den Mandelkuchen, der in der Zeitschrift so angepriesen wurde: 

"Er ist schnell gemacht, sieht ein wenig unscheinbar aus und übertrifft doch alle Erwartungen."

Ja, ja, und nochmals ja kann ich dazu nur sagen, es stimmt genau so, wie die Redaktion es beschreibt. Schnell gemacht, sieht nach nix aus, aber wenn man die erste Gabel im Mund hat, ist man baff. Locker, saftig, zitronig-mandelig und morgen bestimmt noch besser, wenn er eine Nacht zum Ausruhen hatte. 

Mandelkuchen - ein Viertel für den Gärtner
Da ich ein Viertel dem guten, fleissigen Gärtner mitgab, der uns heute drei Lastwagenladungen Mutterboden in den Vorgarten schippte, werde ich wohl nicht darüber berichten können, wie der Kuchen einen Tag später schmeckt. Es ist nur noch ein Viertel da und der Tag ist noch lang. Vielleicht schafft ihr es ja, drüber zu berichten? An mir soll es nicht liegen, hier ist das Rezept: 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mandelkuchen (M-TM)
Kategorien: Mandeln, Zitronen, Rührkuchen, Knaller
Menge: 1 Form, 26 Zentimeter Durchmesser

Zutaten

1     Zitrone
200 Gramm   Butter
170 Gramm   Zucker
      Salz
4     Eier
200 Gramm   Mandeln, geschält und gemahlen
60 Gramm   Mehl
2 Teel.   Backpulver
      Puderzucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Zeitschrift essen & trinken, Mai 2013
  Erfasst *RK* 20.04.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Mandeln häuten und trocknen. Im TM zerkleinern.

Manzfred auf 160° C vorheizen. 50 g Zucker für das Eiweiß von der Gesamtmenge abzweigen.

Form fetten und mit 2 EL der gemahlenen Mandeln auskleiden.

Zitronenschale in die Rührschüssel reiben. Butter (geschmolzen), 120 g Zucker und 1 Prise Salz zufügen, mit der Küchenmaschine weißschaumig aufschlagen.

Zitrone auspressen. Die Eier trennen, Eigelbe nach und nach zur Buttermischung geben. Eiweiß mit einer Prise Salz aufschlagen, dabei den aufgehobenen Zucker einrieseln lassen.

Mehl, Backpulver und Mandeln mischen. Mit dem Zitronensaft zur Eimasse geben und zügig unterziehen.

Eiweiß unterziehen, in die Form geben und 35-40 Minuten backen. Aus dem Backofen holen, 10 Minuten in der Form auskühlen lassen, auf ein Kuchengitter stürzen und komplett auskühlen lassen. Mit Puderzucker bestäubt servieren.

Anmerkungen, Jutta: In der Zeitschrift wird dazu ein Rhabarber- Kompott mit Erdbeeren und Basilikum serviert. Kann ich mir gut vorstellen. Kuchen sehr saftig und sehr locker. Auch als Dessert eine gute Wahl. Schmeckt morgen bestimmt noch besser.

Gebacken: 20.04.2013

Gebloggt: 20.04.2013

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White Chocolate Chunk Almond Cookies (M-TM)

Maßeinheiten in der Küche

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich dieses Ami-Gedöns mit den Tassen hasse? Nein? Ich hasse dieses Ami-Gedöns mit den Tassen.

Natürlich besitze ich diese Tassendingsmetalldinger (und noch viele, viele Maßdinger mehr). 1 cup, 1/2 cup, 1/3 cup, 1/4 cup, teaspoon, tablespoon, smidgen, pinch…. aber dieses Gefummel. Nee. 

Maßeinheiten in der Küche
Ich will genaue Angaben. Ich will grammgenaue Angaben. Ich will hier ordentlich arbeiten können. Und das kann ich zum Beispiel mit dem Buch "great cookies" von Carol Walter nicht. "Lightly packed", "spooned in and leveled", "packed", "firmly packed" – oh nee.

Ich weiß ja, dass ich so ab"wiegen" muss, wenn ich amerikanische Bücher kaufe. Aber ich kann es nicht lassen und dann muss ich leiden. So schwer, so schrecklich leiden.

Und diese Schweinerei mit den Cupmaßen. Dann musste se zwischendurch spülen, dann fällt die Hälfte beim "leveln" daneben, dann ist es zuviel in der cup und irgendwie muss das Zeug dann wieder in die Packung zurück. Hach nee. Wie umständlich.

Haben die keine Waagen da unten in Obama Country? Und wenn doch, wieso benutzen sie die nicht? Die Pilgerväter sind doch längst gestorben, da muss man doch nicht in ewiger Erinnerung deren Methoden über die Jahrhunderte konservieren. Nee, nee, nee. Echt jetzt. Ich werd' noch jeck.

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Einziger Lichtblick: ich mache den Quark für jedes Rezept nur einmal. Dabei wiege ich die Zutaten halt ab, die per cup abgemessen wurden und übertrage die "richtigen" Werte in meine Rezeptverwaltung.

Am Ende kommen dann Cookies raus. Diese hier liefen auf dem Blech so sehr auseinander, dass man da die Zeitung durch lesen konnte. Das lag bestimmt an den cups. Ganz, ganz, ganz bestimmt. Also holte ich meine Silikon-Muffinformen aus dem Keller hoch und buk die Plätzkes einfach darin. Das klappte erstaunlich gut, werde ich jetzt öfter machen. So schön ordentlich! Und immer schön 15 g abwiegen. Exakt 15 g.

Leider habe ich nur ein Foto (das da oben) von den Cookies. Ich habe auch nur eins probiert, gleich nach dem Backen. Da waren sie noch nicht sooo toll.

Am nächsten Tag aber, gestern nämlich, da habe ich die Cookies mit nach Köln genommen und da haben wir, mein Cookiemonster und ich, die Plätzchen an die Familie verteilt (ich sollte öfter Mütze tragen)

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und da waren alle, besonders aber meine liebe Nichte Vanessa (auf dem Foto nicht vorhanden – shoppt gerade in der Innenstadt mit Nichte Nina und Großneffe Julian), so begeistert, dass ich gleich die ganze Kiste in ihre Hände gegeben habe. Und heute folgt das Rezept, damit sie nicht weinen muss, weil die Sucht sie heulen und mit den Zähnen klappern lässt. 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: White Chocolate Chunk Almond Cookies
Kategorien: Cookies, Plätzchen, Mandeln, Kokos
Menge: 40 Stück

Zutaten

90 Gramm   Dark brown sugar
25 Gramm   Schmelzflocken
70 Gramm   Rohrzucker
210 Gramm   Mehl
1/2 Teel.   Baking soda
1/2 Teel.   Salz
250 Gramm   Butter
40 Gramm   Light corn syrup
1     Ei
2 Teel.   Vanilleextrakt, flüssig
200 Gramm   Kokosschokolade, Lindt
100 Gramm   Mandeln, gehackt

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  "White Chocolate Chunk Macadamia Cookies" aus dem Buch
  "great cookies", Carol Walter
  ISBN 9780609609696
  Erfasst *RK* 01.02.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Braunen Zucker, Schmelzflocken und Rohrzucker im TM 4 Sek / Stufe 6 schreddern.

Mehl, baking soda und Salz in einer Schüssel mischen.

Butter und corn syrup in der Küchenmaschine mit dem Flachrührer ca. 1 Minute verrühren, bis die Masse weich und cremig ist. Die Schmelzflocken-Zucker-Mischung zufügen und weitere 2 Minuten vermischen. Ei und Vanille zufügen, nochmals 1 Minute rühren. Die trockenen Zutaten in zwei Portionen zufügen und so kurz wie möglich verkneten.

Die in Stückchen geschnittene Schokolade und die Mandeln zufügen, mit einem Spatel unterziehen.

Jeweils 15 Gramm Teig mit einem Teelöffel abstechen, in Silikon- Muffinformen geben und etwas flach drücken. Im Origina werden die Teighäufchen mit viel Abstand auf ein Backblech gesetzt. Dann zerlaufen die Cookies aber zu sehr dünnen Plätzchen, das hat mir nicht gefallen.

13 Minuten backen, 5 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann die Cookies entnehmen und auf einem Rost komplett auskühlen lassen.

Aufbewahrung: bis zu fünf Tagen in luftdichten Behältern, mit Lagen von Backpapier dazwischen. Die Cookies können auch eingefroren werden.

Anmerkungen, Jutta:

Mitgenommen zur Dombesteigung in Köln am 02.02.2013 mit der Familie.

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Gabi hat auf ihrer Seite Alternativen zu den US-Produkten aufgelistet:

US-Produkte ersetzen

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Und wenn am Ende des Gedönses so ein schöner Erfolg steht, dann nimmt man das doch gerne in Kauf. *fingerüberkreuz*

PS: Ich musste mir heute erst mal einen Marzipanhefekranz backen, damit ich, vor lauter Cupgedöns völlig ausgezehrt, wieder zu Kräften komme. Eine Tüte Mitleid bitte!

Originalrezept gibt es auch:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: White Chocolate Chunk Macadamia Cookies (O)
Kategorien: Cookies, Plätzchen, Macadamia
Menge: 40 Stück

Zutaten

3/4 Tasse   Lightly packed very fresh dark brown sugar
1/2 Tasse   Quick (1 minute) oatmeal
1/3 Tasse   Granulated sugar
1 3/4 Tassen   All-purpose flour, spooned in and leveled
1/2 Teel.   Baking soda
1/2 Teel.   Salt
1 Tasse   (2 sticks) unsalted butter, slightly firm
2 Essl.   Light corn syrup
1     Egg, large
2 Teel.   Pure vanilla extract
8 ounces   Fine-quality white chocolate, cut into 1/4 to
      — 1/2-inch pieces
1 1/2 Tassen   Coarsely chopped macadamia nuts

Quelle

  "great cookies", Carol Walter
  ISBN 9780609609696
  Erfasst *RK* 01.02.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Heat the oven to 375° F (190° C).

Place the brown sugar, oatmeal, and granulated sugar in the work bowl of a food processor fitted with the steel blade and process 2,5
– 3 minutes, stopping occasionally to pulse. The oatmeal must be very finely ground.

In a medium bowl, strain together the flour, baking soda, add salt. Set aside.

In the large bowl of an electric mixer fitted with a paddle attachment, mix the butter and corn syrup together on medium-low speed, mixing until smooth and creamy, about 1 minute. Add the oatmeal-sugar mixture in three additions and beat for 2 minutes. Add the egg and vanilla and beat for 1 minute longer. Scrape down the bowl as needed. Reduce the mixer speed to low, add the dry ingredients one-half at a time, and mix just until blended. Using a large rubber spatula, fold in the cocolate pieces and the macadamia nuts.

Drop 1,5-inch mounds of dough, about the size of a large walnut, from the tip of a tablespoon onto cookie sheets, abour 3 inches apart. Bake the cookies for 10 to 12 minutes, until the edges begin to turn a golden brown. Do not overbake.

Remove the cookies from the oven and let stand for 2 minutes. When firm enough to handle, transfer to a cooling rack.

STORAGE: Store in an airtight container, layered between strips of wax paper, for up to 5 days. These cookies may be frozen.

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Rotweinkuchen (M)

Nachdem ich kürzlich einen äußerst langweilig schmeckenden Käseblechkuchen gebacken habe, der zudem noch unter extrem fester Konsistenz litt, was eventuell daran gelegen haben könnte, dass ich am Tag nach dem Backen den für den Teig benötigten Eischnee aus vier Eiern im Kühlschrank fand, habe ich gestern einen überaus köstlichen Rotweinkuchen aus dem selben Anleitungsbuch gebacken, der leider deutlich zu flach war, was ganz bestimmt daran gelegen hat, dass ich eine Backform verwendete, die zu groß war (30 cm lang statt der im Rezept angegebenen 25 cm), ein Umstand, der sich jedoch nicht negativ auf den Geschmack des Backwerks auswirkte; schade, ich hoffte, wie Thomas Mann bei den Buddenbrooks einen Bandwurmsatz schreiben zu können, was mir jedoch, trotz aller Bemühungen, nicht zu gelingen scheint, wobei ich mir sicher bin, dass ihr mir nicht gram seid deswegen und ich nunmehr zur Veröffentlichung des Rezeptes sowie des Fotos komme – soll noch einer sagen, ich könne mich nicht auf wenige Sätze bei meinen Einträgen beschränken.

 

Rotweinkuchen

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rotweinkuchen (M)
Kategorien: Rührkuchen, Wein, Schokolade, Mandeln, Kastenform
Menge: 1 Form von 25 cm Länge

Zutaten

200 Gramm   Butter
100 Gramm   Zucker
2 Teel.   Vanillezucker
1 Prise   Salz
3     Eier
200 Gramm   Weizenmehl
2 Teel.   Kakaopulver
1 Teel.   Zimt
5 Gramm   Backpulver
100 Gramm   Schokolade (J: 50 g Schokolade, 50 g Nougat)
50 Gramm   Mandeln, gehackt
100 ml   Rotwein
1 Schuss   Rum

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  Dr. Oetker, "Backen macht Freude"
  ISBN 9783767006645
  Erfasst *RK* 22.01.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 160° C vorheizen. Kastenform fetten und bemehlen.

Butter im Manzfred während der Vorheizphase so lange in der Rührschüssel (KitchenAid) erwärmen, bis sie weich ist. Geschmeidig rühren, dann Zucker, Salz, Vanillezucker zufügen und so lange schlagen, bis eine homogene Masse entstanden ist. Die zimmerwarmen Eier einzeln zufügen und sehr gut unterarbeiten.

Mehl, Kakao, Backpulver und Zimt vermischen. Mit Schokolade, Mandeln, Rotwein und Rum zur Ei-Butter-Masse geben und kurz zu einem glatten Teig verarbeiten. In die Backform geben und 15 Minuten backen. Mit einem Messer einen Längsschnitt ausführen. Weitere 30-40 Minuten backen.

Stäbchenprobe machen. Kuchen 10 Minuten in der Backform belassen, dann aus der Form lösen und auf einem Rost erkalten lassen.

Mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkungen, Jutta: schmeckt am nächsten Tag noch besser.

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Yarnall Family’s Fyrstekake (Norwegian Cardamom-Almond Tart) = Mandel-Kardamom-Tarte (M)

Yarnall Family's Fyrstekakke - komplett
Kardamom ist eines meiner Lieblingsgewürze. Vor allem, wenn die Samen ganz frisch im Mörser gerieben werden. Dieser frische Geruch ist wunderbar und verspricht köstliche Freuden, wenn das zubereitete Gericht verzehrbereit ist.

In der Dezemberausgabe des letzten Jahres der bon appétit stellen Mitarbeiter des Heftes ihre weihnachtlichen Familienrezepte vor – Rezepte, die auf dem Tisch sein MÜSSEN, weil sonst für sie kein richtiges Weihnachten ist.  Das Dessert, eine Mandeltarte mit knusprigem Mürbeboden, hat mich sofort zum Nachbacken gereizt. Es ist saisonunabhängig, es enthält Kardamom, es ist kein Dessert im herkömmlichen Sinne, also gut für die Kaffeetafel geeignet und die Zutaten habe ich immer im Haus.

Da ich heute mal wieder Türen und Rahmen gestrichen habe, musste ich dringend meinen Süßhunger befriedigen, der mich danach immer überfällt. Also wurde die Tarte ausprobiert. Köstlich!

Yarnall Family's Fyrstekakke - komplett

Morgen schmeckt sie bestimmt noch besser, wenn alles schön durchgezogen ist. Aber auch heute ist sie bereits sehr zu empfehlen.

Da ich ständig die Thermomix-Version der Backrezepte veröffentliche und nicht jeder Leser so ein Teil besitzt, will ich mich bemühen, in Zukunft auch eine "Normalausgabe" des jeweiligen Rezeptes auf den Weg zu bringen.

Bei diesem Rezept gibt es sogar drei Möglichkeiten, sich zu informieren. Einmal meine Version für Manzfred und TM,

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Yarnall Family's Fyrstekake (Norwegian Cardamom-Almond Tart)
Kategorien: BA, Mürbeteig, Mandeln, Tarte
Menge: 1 Tarte, 26 cm Ø

Zutaten

H TEIG
170 Gramm   Weizenmehl
3 Gramm   Backpulver
1/2 Teel.   Kardamom, frisch gemörsert
1/4 Teel.   Salz
113 Gramm   Butter, zimmerwarm
100 Gramm   Zucker
1     Eigelb, Größe L
10 Gramm   Vollmilch oder Sahne
H FÜLLUNG
200 Gramm   Mandelblättchen
130 Gramm   Puderzucker
3/4 Teel.   Kardamom, frisch gemörsert
1/4 Teel.   Muskat, frisch gerieben
3     Eiweiß, Größe L
2 Teel.   Vanilleextrakt
1/2 Teel.   Salz
1     Eigelb, Größe L
      Butter für die Form

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: bon appétit, Dezember 2012
  Onlineversion: http://www.bonappetit.com/recipes/2012/12/
  yarnall-familys-fyrstekake
  Erfasst *RK* 10.01.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Tarteform mit flexiblem Boden fetten. 10-15 Kardamomkapseln öffnen und die Samen im Mörser zerkleinern.

Mandeln mit Puderzucker, Salz, Kardamom und Muskat im TM 5 Sek/Stufe 10 fein zerkleinern und umfüllen.

Für den Teig alle Zutaten in den Thermomix geben und auf Teigstufe ungefähr 1,5 Minuten verkneten. 100 g des Teiges abnehmen. Dünn ausrollen und zu Dekorationszwecken Teigstücke ausstechen. Auf Backpapier beiseite stellen.

Die Reste mit den anderen Teigkrümeln in die Form geben und den Teig an den Rand sowie auf den Boden drücken. Mit einem bemehlten Cupmaß den Boden glätten. Die ausgestochenen Teigstückchen und den Boden abgedeckt eine Stunde kühlen.

Nach 30 Minuten Manzfred auf 170° C vorheizen.

Eiweiß und Vanille so lange aufschlagen, bis die Masse weiche Spitzen formt. Die trockenen Zutaten unterziehen.

Die Masse auf den gekühlten Teig geben, Oberfläche glätten. Die ausgestochenen Teigstückchen auf der Oberfläche arrangieren und mit Eiwasch (Eigelb, etwas Wasser, 1 Prise Salz, 1 Prise Zucker) bestreichen.

30 Minuten backen, bis die Oberfläche schön gebräunt ist und die Füllung fest geworden ist.

Die Tarte kann zwei Tage im voraus hergestellt werden. In einem luftdichten Behälter aufbewahren.

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dann das "Beinahe-Original"

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Yarnall Family's Fyrstekake – Norwegian Cardamom-Almond Tart (O)
Kategorien: BA, Mürbeteig, Mandeln, Tarte
Menge: 1 Tarte, 26 cm Ø

Zutaten

H TEIG
1 1/4 Tassen   Weizenmehl
1 Teel.   Backpulver
1/2 Teel.   Kardamom, gemahlen (am besten frisch)
1/4 Teel.   Salz
1/2 Tasse   (1 Stick) Butter
1/2 Tasse   Zucker
1     Eigelb, Größe L
2 Teel.   Vollmilch oder Sahne
H FÜLLUNG
2 Tassen   Mandelblättchen
1 Tasse   Puderzucker
3/4 Teel.   Kardamom, gemahlen
1/4 Teel.   Muskat, gemahlen
3     Eiweiß, Größe L
1/2 Teel.   Vanilleextrakt
1/2 Teel.   Salz
1     Eigelb, Größe L
      Butter für die Form

Quelle

  Zeitschrift "bon appétit", Dezember 2012
  Rezept auch online abrufbar:
  http://www.bonappetit.com/recipes/2012/12/yarnall-
  familys-fyrstekake
  Erfasst *RK* 10.01.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Für den Teig Mehl, Backpulver, Kardamom und Salz vermischen und beiseite stellen. Weiche Butter und Zucker in der Küchenmaschine in ca. 3 Minuten. hellschaumig aufschlagen. Eigelb und Milch unterziehen und dann die trockenen Zutaten schnell einarbeiten. 1/4 des Teiges abnehmen. Beide Teige zu Kugeln formen, zu Scheiben pressen und in Klarsichtfolie verpackt 2 Stunden oder über Nacht kühlen.

Die Backform fetten. Die kleinere Teigscheibe dünn ausrollen und zu Dekorationszwecken Teigstücke ausstechen. Auf Backpapier beiseite stellen. Die Reste mit der zerzupften größeren Teigscheibe in die Form geben und den Teig an den Rand sowie auf den Boden drücken. Mit einem Cupmaß (eventuell bemehlen) oder einem kleinen Ausroller den Boden glätten. Die ausgestochenen Formen und den Boden abgedeckt eine Stunde kühlen.

Nach 30 Minuten Ofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Mandeln mit Puderzucker, Salz, Kardamom und Muskat im Foodprozessor fein zerkleinern und umfüllen. Eiweiß und Vanille so lange aufschlagen, bis die Masse weiche Spitzen formt. Die trockenen Zutaten unterziehen.

Die Masse in die gekühlte Form geben, Oberfläche glätten. Die ausgestochenen Teigstückchen auf der Oberfläche arrangieren und mit Eiwasch (Eigelb, etwas Wasser) bestreichen.

Ungefähr 30-35 Minuten backen, bis die Oberfläche schön gebräunt ist und die Füllung fest geworden ist.

Die Tarte kann zwei Tage im voraus hergestellt werden. In einem luftdichten Behälter aufbewahren.

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und schließlich das Original auf der Website von bon appétit, nämlich

Yarnall Family's Fyrstekake (Norwegian Cardamom-Almond Tart).

Yarnall Family's Fyrstekakke - komplett

Büddeschööön.

Mandel-Krokant-Gebäck (M-TM)

Mandel-Krokant-Gebäck
Jedes Jahr vor Weihnachten frage ich mich, wann der beste Zeitpunkt ist, Plätzchen zu backen. Zu früh will ich nicht anfangen, weil ich dann häufig nochmals anfangen muss darf, da Jahr für Jahr ein mysteriöser Verdampfungsprozess zu einem nicht unerheblichen Schwund des vermeintlich umfangreichen Keksvorrats führt. Wobei ich das Wort "umfangreich" derzeit eher ungern verwende.

Backe ich zu spät, kann ich keine Plätzchen verschenken, was früher oder später (eher früher) bei der Backenden und deren Anhang zu mehr Umfangreichtum führt, also auch nicht förderlich ist. Zudem müssten wir auf gemütliche Plätzchenknabbernachmittage verzichten, ein Szenario, das zwar der Verhinderung des Ansatzes von zuviel Umfang zuträglich ist, bei näherer Betrachtung aber keine Option darstellt. 

So fange ich jedes Jahr zu früh an mit dem Backen und nach einer kurzen Ruhephase, in der nicht produziert wird, die aber gezeichnet ist vom Aufschmausen und Verschenken des bereits Hergestellten, sorge ich im Prinzip bis Heiligabend ständig für Nachschub.

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In diesem Jahr habe ich dreimal  Schoko-Nuss-Streifen und Stollenkonfekt gebacken, zweimal SpritzgebäckRotweinsterne und Schoko-Quitten-Taler sowie jeweils einmal Espresso-Shortbread, Matcha-Tannenbäume, Kardamom-Pantöffelchen, Ahornsirup-Walnuss-Plätzchen, Zimtwaffeln, Quark-Stollenkonfekt mit Cranberries, Gewürz-Kuchen (Rezept hab ich ja noch gar nicht gebloggt – sowas!) und Marzipan-Kokos-Stollen.

Die Neuentdeckung des Jahres war, neben dem Stollenkonfekt, das Mandel-Krokant-Gebäck aus der Fuldaer Zeitung. Hier in Fulda gibt es eine Art Bürger-TV, in dem eine Dame, Frau Ursula Hoff, eine Kochsendung betreibt. Und jeden Freitag erscheint in der Lokalzeitung ein Rezept aus ihrem Fundus. Ich habe weder das Programm je gesehen noch kenne ich Frau Hoff persönlich, aber ihre etwas augenzwinkernde Art, die Rezepte in der Zeitung zu präsentieren, macht sie mir sehr sympathisch.

Da das Mandel-Krokant-Gebäck wirklich sehr schnell herzustellen ist, habe ich es ausprobiert und es gleich in die Standard-Weihnachtsgebäck-Rubrik eingetragen. Mir schmecken die kleinen knusprigen Häppchen ausnehmend gut. Norbert findet sie zu trocken, beim nächsten Backen werde ich einen Esslöffel Wasser mehr verwenden, vielleicht ist der Verdampfungsbeschleuniger dann auch restlos begeistert.

Schön ist, dass die Stückchen recht lange knusprig bleiben. Ich hätte vermutet, dass sie schnell zäh werden, ist aber nicht so.Also, wer noch Nachschub benötigt, aber wenig Zeit hat, sollte sich an diese kleinen Leckerchen wagen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mandel-Krokant-Gebäck
Kategorien: Blechkuchen, Plätzchen, Schnell
Menge: 40 Stückchen

Zutaten

H BODEN
300 Gramm   Dinkelmehl
160 Gramm   Butter, weich
1 Prise   Meersalz
2 Essl.   Wasser (Jutta: 3 Esslöffel); bis 3-fache Menge
H BELAG
160 Gramm   Honig
4 Teel.   Butter
1 Teel.   Vanille, gemahlen (Jutta: 2 TL flüssiges
      Vanillearoma, eigene Herstellung)
1 Prise   Meersalz
200 Gramm   Mandelblättchen

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  Fuldaer Zeitung
  Ursula Hoff
  Erfasst *RK* 15.12.2012 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 200° C vorheizen.

Aus den Zutaten für den Boden einen geschmeidigen Teig zubereiten (ich hab den TM genommen). 15 Minuten kühlen. Auf einem gefetteten Backblech ausrollen. Mehrfach mit einer Gabel einstechen und 10 Minuten backen.

In der Zwischenzeit Honig, Butter, Vanille und Salz so lange leicht erwärmen, bis die Masse flüssig ist. Die Mandelblättchen zufügen und erwärmen. Darauf achten, dass sie keine Farbe annehmen.

Bienenstichmasse auf dem Mürbeboden verteilen, glattstreichen und etwas andrücken. Nochmals 8-10 Minuten backen, bis die Mandeln schön braun geworden sind.

Gebäckplatte noch warm vierteln, später in Stückchen schneiden.

Anmerkungen, Jutta: Geht ratzfatz. Gebäck knusprig und gut. Hält sich erstaunlich lange in einer Blechdose, bleibt tatsächlich knusprig. Norbert fand die Plätzchen zu trocken, vielleicht 1 EL Wasser mehr nehmen beim nächsten Mal. Mir haben sie prima geschmeckt.

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Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein harmonisches, freudvolles und köstliches Weihnachtsfest.

Blogevent LXXXII – Alte Schätzchen

 

Blog-Event LXXXII - Alte Schätzchen (Einsendeschluss 15. November 2012)

 

Meine liebe Bushi Bushcook hat es doch tatsächlich geschafft, dass ich nach Monaten endlich mal was anderes blogge als Hochzeitstorte. Bravo! Torte gibt es aber trotzdem.Und 'ne Zuckerschnegge. Aber das Beste verwahren wir uns natürlich bis ganz zum Schluss, des leggere Schneggsche, gelle.

Meine alten Schätzchen

Meine alten Kochbuch-Schätzchen präsentieren sich in einem kleinen Segment meines Kochbuchregals. Es gibt hier gekaufte Bücher, geschenkte Bücher, Klassiker

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und welche, die mit der Hand geschrieben wurden; das sind meine Lieblinge.

 

Heute stelle ich ein Buch vor, aus dem ich noch nie etwas gekocht oder gebacken habe, das mir aber wegen seines Aufbaus und der faszinierenden Fotos sehr gut gefällt. Es heißt "Die Küche und ihre Jahreszeiten", stammt aus dem Ullstein-Verlag, erschien 1936, wurde von Dr. E. Urban und B. v. Treskow geschrieben und hat einen Umfang von 571 Seiten. Der Einband besteht aus blauem grobem Leinen. Ein schönes Buch ist das.

Altes Schätzchen

Die Rezepte orientieren sich am Jahreslauf. Quartalsweise nach Monaten geordnet werden die Anleitungen präsentiert. Auch am farbigen Buchschnitt kann man die Einteilung erkennen. Grün = 1. Quartal, Weiß = 2. Quartal, Rosa = 3. Quartal, Blau = 4. Quartal. Jeder Monat beginnt mit einer Übersicht des saisonalen Angebotes an Lebensmitteln, seien es Gemüse, Fleisch, Fisch oder Obst.

Im Anschluss an den eigentlichen Rezeptteil erfahren wir noch etwas über Diätküche, Kranken- und Säuglingskost. Sehr lehrreich auch ein Abschnitt mit dem Titel: "Das merke dir, Hausfrau!", gefolgt von einem Sach- und Namensverzeichnis, das den Abschluss bildet.

Zum Thema Kochbücher soll sich die Hausfrau beispielsweise folgendes merken:

"Die überlieferten alten Kochbücher bieten meist eine Fülle guter Zubereitungs-Vorschriften, berücksichtigen aber, soweit es sich nicht um völlig umgearbeitete Neuausgaben handelt, nicht die außerordentlichen Fortschritte, die die Ernährungswissenschaft in den letzten Jahrzehnten gemacht hat. Neben dem guten Kochbuch ist es für die Hausfrau wichtig, ein Rezeptbuch anzulegen, in das sie die Rezepte einträgt, die sie von guten Freundinnen bekommt oder sonstwie sammelt. […]."

12 farbige und 28 schwarze Tafeln lockern das Buch ein wenig auf, es gibt Tafeln zu Fischen, Pilzen, Geflügel, Haushaltsgeräten, Gartengemüsen… meine liebste Tafel ist diese hier:

Süßspeisen
Die faszinierendste Abbildung jene:

Hasenabzug

Und die lustigsten Tafeln sind diese:

Der Gast und die Fleischbrühe 
Der Gast und die Schüsseln

Diese Klamotten! Herrlich.

Da im November Apfelzeit ist, habe ich mich für eine Apfeltorte entschieden, die ich euch aus dem Buch vorstellen möchte.

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Das Original liest sich so:

"Ein rundes Kuchenblech legt man mit Mürbeteig aus, belegt den Teig
dicht mit Apfelschnitten, gießt etwas zerlassene Butter darüber,
streut 1/2 Tasse Zucker, 1/2 Tasse Sultaninen und 3 Esslöffel
gehackte Mandeln darauf und schiebt den Kuchen in den heißen Ofen.
Backen, bis die Äpfel weich sind.

Dann schlägt man 3 Eiweiß zu steifem Schnee, zieht 3 Esslöffel
Zucker darunter, dann die 3 Eigelb und 1 Esslöffel Maispuder, gibt
diese Masse gleichmäßig über den Kuchen und stellt ihn nochmals 15
Minuten in den heißen Ofen. Den Guss braun backen lassen."

Apfeltorte, Anschnitt

Ja, das war gar nicht so schlecht. Allerdings habe ich beim Zubereiten die Zuckermenge drastisch reduziert, 100 Gramm Zucker auf die Äpfel zu streuen, denn soviel befand sich in 1/2 Tasse, das war mir dann doch zu wild.

Was ich nicht bedacht habe war, dass im Manzfred ein sehr feuchtes Klima herrscht. Nachdem der Guss auf den Kuchen kam, hätte ich die Ofentür etwas offen lassen sollen. Hab ich nicht gemacht, deshalb ist diese bräunliche Haube zäh und nicht besonders schmackhaft. Wenn der Eischnee knusprig gewesen wäre, dann hätte der Kuchen noch mal so gut geschmeckt.

Apfeltorte, Anschnitt auf Blech
Toll geschmeckt hat er nämlich. Und deshalb bekommt ihr auch ein "ordentliches" Rezept hinterher.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Apfelkuchen (M-TM)
Kategorien: Altes Kochbuch, Äpfel, Mürbeteig
Menge: 1 Runde Form

Zutaten

H MÜRBETEIG
150 Gramm   Mehl
100 Gramm   Butter, kalt
50 Gramm   Zucker
1 Pack.   Vanillezucker
1 Prise   Salz
H FÜLLUNG
      Äpfel
      Butter
40 Gramm   Zucker
70 Gramm   Sultaninen
30 Gramm   Mandeln, gehackt
H GUSS
3     Eier
30 Gramm   Zucker
7 Gramm   Maisstärke
1 Prise   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Dr. E. Urban, B. V. Treskow "Die Küche und ihre
  Jahreszeiten"
  Altes Kochbuch von 1936
  Erfasst *RK* 14.11.2012 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 170 ° C vorheizen. Einen Stich Butter in der unteren Etage schmelzen.

Zutaten für den Mürbeteig sind von mir zugefügt worden. Sie werden im Thermomix auf Stufe 5 zu Krümeln verarbeitet und auf ein rundes Kuchenblech mit 26 cm Durchmesser geschüttet. Festdrücken, dabei einen kleinen Rand hochdrücken.

Möglichst kleine Äpfel schälen, entkernen und vierteln. Dicht in Runden auf den Mürbeteig legen, mit der geschmolzenen Butter bestreichen. Mit Zucker, Sultaninen und Mandeln bestreuen. Backen, bis die Äpfel weich sind. Das dauert ungefähr 25 Minuten. Gegen Ende der Backzeit kontrollieren, ob die Sultaninen eventuell zu dunkel werden. Dann abdecken.

Während der letzten 10 Minuten den Guss zubereiten. Eiweiß mit etwas Salz zu festem Schnee schlagen, dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Eigelb mit Maisstärke verrühren und den Eischnee vorsichtig unterziehen. Die Masse auf dem Kuchen verteilen, nochmals 15 Minuten backen, bis der Guss schön braun ist. Dabei die Ofentür nicht ganz schließen, sonst wird der Guss zäh.

Anmerkungen, Jutta: Gebacken für Bushis Event LXXXII "Alte Schätzchen". War gut, kann wiederholt werden. Vielleicht auf den heißen Kuchen noch Zuckerguss streichen und Sahne dazu servieren.

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Zum Schluss, wie versprochen, präsentiere ich euch mein allerlieblingstes altes Schätzchen, das vorgestern wieder ein Jahr älter wurde und das mein Zuckerschneggsche ist.

Happy Birthday, altes Schätzchen 🙂

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Marzipan-Marmorkuchen (M-TM)

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In der neuesten Ausgabe der Lecker-Zeitschrift wurde ein Marmorkuchen präsentiert, der nicht nur Marzipan als Zutat enthielt, sondern auch Kakao und geschmolzene Schokolade im dunklen Teig. Zudem war das Rezept noch mit dem Zusatz "de luxe" versehen, der Schritt zum Ausprobieren war deshalb nur klein.

Am Wochenende gab es diesen Kuchen, mit dem wir sehr zufrieden waren. "De luxe" war er wahrscheinlich nicht mehr, weil ich die vorgeschriebene Art der Dekoration mit zwei Sorten Schokolade unter den Küchentisch fallen ließ. Aber die geschmolzene Schokolade und das Marzipan im Innern verströmten schon soviel Exklusivität, dass es für uns reichte. Mehr Luxus musste nicht sein, deshalb wurde der Kuchen profan mit Puderzucker bestreut.

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Der Amaretto schmeckte stark durch, das habe ich so nicht erwartet und der Geschmack war mir ein wenig zu intensiv. Norbert hingegen gefiel diese Komponente in genau der Dosierung bestens.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Marzipan-Marmorkuchen (M-TM)
Kategorien: Rührkuchen, Marzipan, Schokolade
Menge: 1 Guglhupfform von 1,6 Litern

Zutaten

200 Gramm   Margarine (oder Butter)
200 Gramm   Marzipanrohmasse
6     Eier, Gr. M
150 Gramm   Zucker
2 Pack.   Vanillezucker
      Salz
150 Gramm   Mehl
80 Gramm   Weizenvollkornmehl
6 Gramm   Backpulver
100 Gramm   Mandeln, gehäutet, gemahlen
100 Gramm   Zartbitterschokolade
20 Gramm   Kakao, dunkel
20 Gramm   Amarettolikör
      Puderzucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Zeitschrift "Lecker"
  Ausgabe 04/11
  Erfasst *RK* 21.03.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Eine Guglhupfform fetten. Marzipan im Thermomix zu kleinen Bröckchen zerkleinern. Umfüllen. Eier trennen. Manzfred auf 150 °C vorheizen (entspricht der Temperatur für Heißluft im konventionellen Ofen).

Backen konventionell: O + U-Hitze 175° C / Gas Stufe 2

Schokolade in Stücke brechen, im TM auf Stufe 8 zerkleinern. 15 Minuten bei 37° C schmelzen. Eventuell noch ein paar Minuten bei 50° verflüssigen.

In der Zwischenzeit Margarine in der Küchenmaschine glatt rühren. Eigelbe einzeln unterziehen, 100 g Zucker, Marzipan und Vanillezucker so lange unterrühren, bis der Teig sämig ist und sich der Zucker gelöst hat.

Eiweiß und 1 Prise Salz mit den Schneebesen des Rührgeräts nicht zu steif schlagen, dabei 50 g Zucker einrieseln lassen.

Mehl, Vollkornmehl, Backpulver und Mandeln mischen. Eischnee und Mehlmischung locker mit einem Kochlöffel zügig unter die Fett-Ei- Masse rühren.

Ca. 1/3 des Teiges mit Kakao, flüssiger Schokolade und Amaretto mit Hilfe eines Kochlöffels verrühren.

Die Hälfte des hellen Teiges in die Form füllen. Dunklen Teig darauf verteilen. Restlichen hellen Teig einfüllen und mit einer Gabel spiralförmig durcharbeiten.

60 Minuten backen. Nach ca. 45 Minuten Stäbchenprobe machen. Auf ein Kuchengitter setzen und ca. 10 Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann stürzen und auskühlen lassen.

Mit Puderzucker bestäubt servieren.

Anmerkungen, Jutta:

Schmeckt prima. Ich würde beim nächsten mal 5 g weniger vom Amaretto verwenden.

Im Original wird der Kuchen nach dem Abkühlen zunächst mit dunkler Kuvertüre und nach deren Trocknen nochmals mit heller Kuvertüre überzogen.

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Anniks göttliche Amaretto-Kirsch-Schnitten (M)

Die experimentelle Rotkohlkuchen-Phase ist vorüber und schon hat uns Annik Wecker   mit dem  zweiten ausprobierten Rezept aus ihrem Buch "Anniks göttliche Kuchen" zum Schwärmen gebracht. Amaretto-Kirsch-Schnitten, so saftig und fein, dass sie wirklich ein Genuss waren.

Amaretto-Kirsch-Schnitten

 Den Guss habe ich nicht zubereitet, da der Kuchen transportiert werden musste. Aber ich bin schon ziemlich neugierig darauf, wie er mit Topping schmeckt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Amaretto-Kirsch-Schnitten (M)
Kategorien: Annik Wecker, Blechkuchen, Obst
Menge: 1 Blech

Zutaten

H FÜR DEN TEIG
2 Gläser   Sauerkirschen (à 350 g Abtropfgewicht)
400 Gramm   Mehl
1 Prise   Salz
1 Pack.   Backpulver
250 Gramm   Margarine
200 Gramm   Zucker (eventuell weniger)
6     Eier
1 Pack.   Vanillinzucker
75 Gramm   Mandelblättchen
6 Essl.   Amaretto
150 Gramm   Amarettini
H FÜR DIE CREME
6 Blätter   Gelatine
120 Gramm   Puderzucker
4     Eigelb
300 Gramm   Mascarpone
80 ml   Amaretto
200 Gramm   Sahne

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Annik Wecker "Anniks göttliche Kuchen"
  Erfasst *RK* 25.03.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Die Kirschen in ein Sieb schütten und gut abtropfen lassen. Manzfred auf 100° C vorheizen. Mehl, Salz und Backpulver mischen und sieben.

Margarine mit Zucker und Vanillinzucker in der KitchenAid schaumig schlagen. Die zimmerwarmen Eier nacheinander gut untermischen. Jedes Ei sollte mindestens 30 Sekunden eingeschlagen werden.

Mandelblättchen und Amaretto zufügen und kurz unterrühren. Die Mehlmischung mit einem Schneebesen zügig einarbeiten. Dann die unzerkleinerten Amarettini und anschließend die Kirschen mit einem Teigschaber unterheben.

Den Teig auf einem gefetteten, tiefen Backblech verteilen. In den Ofen schieben, Temperatur auf 150° C erhöhen und 40 Minuten backen.

Anmerkungen, Jutta: ich habe die Creme nicht zubereitet, weil wir den Kuchen mitnehmen wollten. Die Schnitten selbst sind eine Wucht, sehr gut!

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Für die Creme die Gelatine in etwas kaltem Wasser einweichen. Puderzucker und Eigelbe mit den Rührbesen des Handrührgerätes auf höchster Stufe schaumig schlagen. Den Mascarpone zugeben, die Rührgeschwindigkeit herunterschalten und die Creme glatt rühren.

In einem kleinen Topf den Amaretto erhitzen (nicht kochen), vom Herd nehmen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. 2 EL der Mascarponecreme dazugeben und alles verrühren. Die Gelatinemischung zur Creme geben und gut untermischen.

Die Sahne steif schlagen und unter die Amarettocreme heben, sobald diese beginnt zu gelieren. Die Creme auf dem erkalteten Kuchen glatt streichen und das Backblech für 30 Minuten kalt stellen.

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Im Originalrezept wird statt Margarine Butter verwendet. Aber ich bin da ja ein wenig eigen, in meinen Rührkuchen kommt so gut wie nie Butter. Statt der vorgeschlagenen geriebenen Mandeln habe ich Mandelblättchen genutzt, die sich am Ende ihrer Mindesthaltbarkeit befanden und 1 Messerspitze gemahlene Vanille wurde durch Vanillinzucker ersetzt.

Backen konventionell: 150° C, Heißluft, mittlere Schiene, 40 Minuten.