Sauerkirsch-Mandel-Torte (M-TM)


Der liebe Mann durfte sich aus einem bislang noch nicht verwendeten Backbuch mit dem schönen Namen "Tortenglück" (Achtung – Link verweist auf ein ebook!) einen Kuchen aussuchen. Er entschied sich für die Sauerkirsch-Pistazien-Torte.

Aber Moooment! Schokolade im Boden, ungeschälte Mandeln im Boden und dann sollen 50 g Pistazien gehackt als erste in die Backform? Nö, das habe ich nicht eingesehen. Erstens würden die Pistazien verschwinden und nicht zu sehen sein, zweitens würde man vermutlich nichts von ihnen schmecken und drittens ließ ich sie weg. Da sind mir die schönen, iranischen Pistazien doch zu schade und zu teuer. 

Zunächst die kulinarische Einschätzung: der Kuchen war köstlich.

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Der Boden saftig (aber ein wenig hoch, weil ich eine 26er Form verwendet habe), die Mascarpone-Quark-Schicht wunderbar. Nicht zu süß, nicht zu fest, nicht zu fettig (aber ein wenig hoch, weil ich eine 26er Form verwendet habe). Die Kirschen und der Guss waren zu wenig (obwohl ich eine 26er Form verwendet habe). 

Das bedeutet, und hier sind wir beim praktischen Teil angelangt: beim nächsten Mal eine 28er Form verwenden und doppelt Guss und doppelt Käs.. ähm… Kirschen nehmen. Dann sollte das hinhauen. 

Ein sehr schöner Kuchen ist war das, der sogar glutenfrei ist, wenn man glutenfreies Backpulver verwendet und die Form nach dem Einfetten nicht bemehlt.  

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Sauerkirsch-Mandel-Torte (M-TM)
Kategorien: Kirschen, Torte, Mandeln, Schokolade
Menge: 1 Torte, Durchmesser 28 cm

Zutaten

H FÜR DEN TEIG
100 Gramm   Zartbitterschokolade, 70%
5     Eier, Größe M
80 Gramm   Margarine oder Butter
80 Gramm   Zucker
      Salz
200 Gramm   Mandeln, mit Haut
2 Teel.   Backpulver
H FÜR DEN BELAG
200 Gramm   Sahne
150 Gramm   Magerquark
250 Gramm   Mascarpone
30 Gramm   Vanillezucker
1 Prise   Salz
1 Glas   Sauerkirschen (2 Gläser)
1 Pack.   Tortenguss, klar (2 Päckchen)
1 Essl.   Zucker (2 EL)
1/4 Ltr.   Kirschsaft (1/2 liter)

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Christina Richon, "Tortenglück", Sauerkirsch-
  Pistazien-Torte
  ISBN 978-3-8338-2012-0
  Erfasst *RK* 19.02.2014 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Sauerkirschen auf ein Sieb schütten, dabei den Saft auffangen.

Für den Teig die Mandeln im TM fein zerkleinern. Umfüllen. Schokolade ebenfalls fein zerkleinern. Umfüllen. Den Boden der Form einfetten, dann mit Mehl dünn bestäuben. Wenn man das weglässt und glutenfreies Backpulver verwendet, ist der Kuchen glutenfrei. Manzfred auf 160° C vorheizen.

Die Eier trennen. Eiweiße steif schlagen. Margarine, Zucker, Eigelbe und 1 Prise Salz in der Küchenmaschine hellcremig rühren, bis sich der Zucker ganz aufgelöst hat. Schokolade, Mandeln und Backulver mischen und zügig unter die Masse rühren. Dann den Eischnee portionsweise unterheben. Teig in die Form füllen und 30 Minuten backen. Herausnehmen, 5 Min. abkühlen lassen, vorsichtig auf ein Gitter stürzen.

Für den Belag die Sahne steif schlagen. Den Quark mit Mascarpone, Salz und Vanillezucker glatt rühren, dann die Sahne unterheben. Den Obstboden auf eine Tortenplatte legen, mit einem Tortenring bestücken, die Creme einfüllen. Die Torte ca. 30 Min. kalt stellen.

Die abgetropften Sauerkirschen auf der Quarkcreme verteilen. Aus dem Tortenguss nach Packungsangabe mit Zucker und Kirschsaft einen Guss zubereiten und diesen auf den Kirschen verteilen. Die Torte vor dem Servieren mindestens 2 Std. kalt stellen.

Anmerkungen, Jutta: Im Original werden 50 g Pistazien gehackt und in die Backform gestreut, bevor der Teig eingefüllt wird. Das Vorgehen ist für mich nicht nachvollziehbar. Der dunkle Boden schmeckt wegen der Schokolade und der Mandeln sehr kräftig, die Pistazien würden völlig untergehen. Ich habe sie weggelassen.

Die Kirschen waren zu dünn gesät, obwohl ich eine 26er Form statt der 28er verwendet habe. Beim nächsten Mal wird die 28er genommen, die Teigmenge und die Mascarpone-Sahne-Quark-Menge beibehalten, dafür Kirschmenge und Guss verdoppelt.

Das Wichtigste zum Schluss: Sehr gut! Gästegeeignet. Gehaltvoll.

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 PS: Petra hat den Kuchen unter dem Namen Kirsch-Torte mit Mascarpone-Creme mit fast identischen Zutaten schon 2005 gebacken. Aber dass GU den Amaretto unterschlagen hat, finde ich nicht nett! 

 

Bratapfelkuchen (M-TM)

 

  Bratapfelkuchenstilleben

Zunächst mal die Kritik:

Ich dachte, ich hätte mich verlesen, als ich im Rezept der Novemberausgabe der essen & trinken sah, was als Backform für den sehr nett anzusehenden Bratapfelkuchen benötigt wurde. Hatte ich nicht. Eine Tarteform mit 38 cm Durchmesser – hallo??? Ich bin ja gut ausgestattet, was Backformen angeht (ansonsten natürlich auch), aber bei 36 cm Durchmesser war Schicht. Alleine durch den Blick auf das Tortenfoto konnte man nicht erahnen, was für ein Oschi da gebacken werden sollte. Ich frage mich, wie viele Menschen, die keine Bäckerei betreiben, so eine riesige Tarteform besitzen. Im Anleitungstext empfahl man als Alternative ein tiefes Blech mit 30×40 cm Kantenlänge. Ich schließe mich dieser Empfehlung an. Hätte man ja gleich so machen können. Kapier ich nicht.

Genug gemosert, ich nehme eigentlich schon jetzt wieder alles zurück, weil, ich sage euch, der Kuchen ist der Hit in Tüten. Oder auf Blechen – wunderbar, köstlich, jeder Mühe wert. Der beste Kuchen, den ich in diesem Jahr gebacken habe.

Der Boden knusprig, die Äpfel wunderschön anzusehen, die Füllung köstlich, die Creme schmackhaft. Klasse, wirklich klasse.

Bratapfelkuchenstilleben

Das Originalrezept habe ich stark verändert, weil ich den Thermomix einen Gutteil der Arbeit habe tun lassen.

Bratapfelkuchenstilleben

Zudem hatte ich nicht die im Rezept vermerkten Milchprodukte im Haus, was dazu führte, dass ich alles, was ich an Resten in die Finger bekam, für die Creme verwendet habe. Ich habe sehr kleine Rubinette-Äpfel verarbeitet, die morgens auf dem Fuldaer Markt angepriesen wurden. Sie wogen um die 100 g und waren für den Zweck optimal geeignet.

Bratapfelkuchenstilleben

Die Äpfel sollten so geschält werden, dass die Schale spiralförmig erhalten bleibt. Ich hatte keine Ahnung, wie ich als Grobmotorikerin das anstellen sollte. Da fiel mir der Zestenreisser ein, ich könnte mir selbst einen Gruß bestellen ob dieser wundervollen Idee, das klappte nämlich hervorragend.

Bratapfelkuchenstilleben

Das Aprikotieren am Ende habe ich mir gespart, ich hatte Angst, dass die heißen, fragilen Äpfel Schaden leiden. Die gehackten Mandeln habe ich nicht angeröstet, der Aufwand war mir zu groß. Ob es was ausgemacht hat? Könnte sein, aber der Kuchen war…. s. o.!

Bratapfelkuchenstilleben

Am besten bereitet man den Kuchen am Vortag zu, er sollte vor dem Anschneiden komplett ausgekühlt sein, damit die Creme schön fest ist. Er macht Arbeit, aber es lohnt sich, versprochen.

Konventionell soll auf 190° C gebacken werden mit Ober- und Unterhitze auf der unteren Schiene. 1 Stunde, nach 40 Minuten abdecken.

Die Stücke sind, wenn man ein runde Form nutzt, recht groß – ich habe nur ein Stück geschafft. Auch in dieser Hinsicht ist die Verwendung eines rechteckigen Bleches angeraten.

Beim nächsten Mal würde ich Backpapierstreifen kreuzweise in die Form legen (falls ich doch eine runde Form nutze), damit man den Kuchen aus der Form heben kann nach dem Backen. 

Oft ist ein Kuchen köstlich, aber nicht so nett anzusehen. Manchmal ist ein Kuchen nett anzusehen, aber nicht so köstlich. Hier stimmt einfach alles. Er ist ein Hingucker, er schmeckt herrlich und die Herstellung ist keine Hexerei, auch wenn er nicht mal eben aus dem Handgelenk geschüttelt wird. Klasse. Highlight. Nachmachen!

Bratapfelkuchenstilleben

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bratapfelkuchen (M-TM)
Kategorien: Äpfel, Mürbeteig, Marzipan
Menge: 1 Alu-Form, Ø 36 cm

Zutaten

H TEIG
175 Gramm   Butter, kalt
140 Gramm   Zucker
10 Gramm   Vanillezucker
      Salz
3     Eigelb (Gr. M)
375 Gramm   Mehl
3 Gramm   Backpulver
      Mehl zum Bearbeiten
H CREME
500 ml   Milch
1 Pack.   Puddingpulver, Vanille
1 Pack.   Puddingpulver, Mandel
150 Gramm   Zucker
400 Gramm   Magerquark
200 Gramm   Mascarpone
200 Gramm   Sahne
200 Gramm   Saure Sahne
      Salz
1 Teel.   Zitronenschale, abgerieben
3 Essl.   Mandellikör
H ÄPFEL
50 Gramm   Mandeln, gehackt
100 Gramm   Soft-Aprikosen, getrocknet
200 Gramm   Marzipan-Rohmasse
11     Äpfel, klein; hier Rubinette à ca. 100 g
1     Zitrone, der Saft
      Puderzucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original:
  essen & trinken, November 2012
  Erfasst *RK* 17.11.2012 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Anmerkung, Jutta: Im Original werden für die Creme 250 g Magerquark und 750 g Schmand verwendet. Ich habe den Kühlschrank durchforstet und genommen, was zu finden war.

Im Rezept wird tatsächlich eine Tarte-Form mit 38 cm Ø verlangt, als Alternative ein tiefes Blech von 30×40 cm vorgeschlagen. Welcher normal ausgestattete Haushalt besitzt so eine riesige Tarte-Form? Meine größte Alu-Backform (leider ohne abnehmbaren Rand) hat einen Durchmesser von 36 cm, die habe ich auch verwendet. Beim nächsten Mal würde ich aber das Blech bevorzugen, weil der Kuchen dann besser zu portionieren ist.

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Manzfred auf 170° C vorheizen.

Für die Creme 50 g Zucker in einen kleinen Topf geben, 400 ml Milch zufügen und aufkochen. Puddingpulver mit 100 ml Milch glatt rühren und in die kochende Milch rühren. Die Mischung unter ständigem Rühren aufkochen, bis eine sehr feste Creme entsteht (Jutta: das geht sehr schnell). Die Creme in eine Schüssel füllen, auf der Oberfläche mit Klarsichtfolie abdecken. Bis zur weiteren Verwendung abkühlen lassen.

Für den Teig alle Zutaten in den Thermomix geben und 15 Sekunden, Stufe 5 zu einer sandigen Masse verarbeiten. In die Form schütten, festdrücken. Dabei einen kleinen Rand hochdrücken. Mit Backpapier belegen, mit Hülsenfrüchten beschweren und 15 Minuten blindbacken. Backpapier entfernen, Boden auskühlen lassen.

Im gespülten Mixtopf Aprikosen 5 Sek. / Stufe 3 hacken. Marzipan und Mandeln zufügen, 1 Minute / Teigstufe verkneten. Umfüllen und Mixtopf ausspülen.

Eine große Schüssel mit soviel Wasser füllen, dass die Äpfel darin schwimmen können. Den Saft einer Zitrone zufügen. Äpfel schälen, einige Streifen Schale stehen lassen (Jutta: ich habe einen Zestenreisser verwendet). Das Kerngehäuse großzügig ausstechen. Äpfel waagerecht halbieren, Marzipanmasse in die Mitte drücken.

Alle Zutaten für die Creme inclusive des lauwarmen Puddings in den Thermomix geben und sich langsam steigernd bis Stufe 6 zu einer homogenen Masse vermengen.

Creme auf den vorgebackenen Boden streichen. Apfelhälften hineinsetzen. 1 Stunde backen, nach 20 Minuten Tür kurz öffnen, um Dampf abzulassen. Nach insgesamt 40 Minuten Tür öffnen und angelehnt lassen. Bräunung kontrollieren, eventuell gegen Ende der Backzeit abdecken (war hier nicht notwenig).

Kuchen auf einem Gitter mindestens 3 Stunden abkühlen lassen.

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Wer Fragen zum Rezept hat, kann mich gerne anmailen.

Dreimal (viermal) Madeleines für Whisky-Tiramisù

Der kleine Kuriositätenladen hatte kürzlich ein Whisky-Tiramisù im Angebot, das ich einfach nachmachen musste. Erstens habe ich mal in Schottland gelebt, zweitens war ich mal in Irland, drittens liebe ich Whisk(e)y pur und viertens ist Tiramisù eines meiner Lieblingsdesserts.

Interessant war auch, dass Steph statt der ewigen Löffelbiskuits Madeleines verwendete, was mich sehr neugierig machte. Also stiefelte ich los um Madeleines zu kaufen. Die Dinger waren nirgends zu bekommen. Ich habe alle möglichen Läden abgeklappert, von Madeleines keine Spur. Also blieb mir nichts anderes übrig, als sie selbst zu backen.

Für das schöne Dessert sollten es natürlich optimale Gebäckstücke sein und so machte ich mich ans Werk. Drei Sorten habe ich gebacken und von Rezept zu Rezept wurden sie besser.

Madeleines - Dreierbande

Rezept Nummero Eins: Madeleines, klassisch = vergiss' es! (Mitte).

Flach wie Flundern, fettig, fies.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Flopp: Madeleines, klassisch
Kategorien: Kleingebäck, Frankreich, Klassiker
Menge: 12 Mini-Madeleines + 12 Bärentatzen

Zutaten

100 Gramm   Butter
1     Zitrone
1 Prise   Salz
125 Gramm   Zucker
3     Eier
1     Eigelb
125 Gramm   Mehl, gesiebt

Quelle

  "Der große Larousse Gastronomique"
  Erfasst *RK* 25.11.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Butter zerlassen ohne dass sie heiß wird. Zitrone auspressen, mit Salz, Zucker, Eiern und Eigelb in einer Schüssel mit einem Holzlöffel gut verrühren. Mehl untermischen und glattrühren. Zuletzt rasch die zerlassene Butter unterziehen. Den Teig zwei Drittel hoch in die gut gefetteten Mulden eines Madeleine-Backblechs füllen.

Im 180° C heißen Ofen Madeleines 25 Minuten, backen. Aus der Form lösen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

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Rezept Nummero Zwei: Madeleines aus Commercy = schon besser!! (Oben)

Aussehen prima. Geschmack etwas flach. Zweiter Sieger.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Madeleines aus Commercy
Kategorien: Kleingebäck, Klassiker, Frankreich
Menge: 1 Rezept

Zutaten

150 Gramm   Butter
200 Gramm   Zucker
6     Eier
200 Gramm   Mehl, gesiebt
1 Teel.   Backpulver
1 1/2 Teel.   Orangenblütenwasser
1 Prise   Salz

Quelle

  "Der große Larousse Gastronomique"
  Erfasst *RK* 25.11.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Butter mit einem Holzlöffel geschmeidig rühren. Zucker und Salz dazugeben und gut vermischen. Eier, eines nach dem anderen und schließlich Mehl, Backpulver und Orangenblütenwasser einarbeiten. Ein Madeleine – Backblech fetten und mit etwas Mehl bestäuben. Den Teig in die Mulden füllen und 10 Minuten im 220° C heißen Ofen backen.

Aus der Form lösen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

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Rezept Nummero Drei: Madeleines = perfekt! (Unten).

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Madeleines
Kategorien: Kleingebäck, Frankreich, Klassiker
Menge: 1 Rezept

Zutaten

100 Gramm   Butter
1/2     Orange, die Schale
1/4     Zitrone, die Schale
4     Eier
100 Gramm   Puderzucker
1 Essl.   Rum oder Cognac
      Rumaroma, ein paar Tropfen
1/2 Teel.   Vanille, gemahlen
1 Prise   Salz, kräftig
200 Gramm   Mehl
1 Teel.   Backpulver

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "French Basics"
  C. Schinharl / S. Dickhaut
  ISBN: 978-3-8338-1440-2
  Erfasst *RK* 25.11.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Butter schmelzen und abkühlen lassen. Orangen- und Zitronenschalenabrieb herstellen.

Eier und Puderzucker schaumig schlagen. Rum oder Cognac, Rumaroma, Salz, Zitrusschalen und gemahlene Vanille unterrühren.

Mehl mit Backpulver mischen, unter die Eimasse ziehen. Butter zufügen und untermengen.

Gefettete Madeleine-Form mit Teig bestücken. Im 200° C heißen Ofen (mittlere Schiene, Umluft 180° C, Manzfred 180° C) etwa 13 Minuten backen. Aus der Form lösen und auf einem Gitter abkühlen lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

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Der Gewinner ist also das Madeleines-Rezept aus dem GU-Buch "French Basics" von C. Schinharl und S. Dickhaut. Taraaaahhhh! Die Madeleines sehen zwar nicht so perfekt aus wie die aus Commercy, sind aber geschmacklich nicht zu toppen. Ausgewogen, nicht übertrieben aromatisch, feine Krume.

Nun ging es also an die Zubereitung des Tiramisùs. Statt Madeleines in Förmchen zu backen, habe ich eine Platte hergestellt. Aus ihr wurden Kreise in Größe des späteren Servierglases ausgestochen.

Madeleines - Kreise ausstechen

Danach nett geschichtet und für eine Nacht in den Kühlschrank gestellt. Ergebnis: für meinen Geschmack darf es noch ein wenig mehr Alkohol sein und der Espresso war nicht stark genug. Aber ansonsten köstlich.

Whisky-Tiramisù

Diese Idee mit den Madeleines ist wirklich klasse. Der Teig ist fest und nicht so schwammig, das gefällt uns ungemein und kommt Weihnachten auf den Tisch!

Ach so, während das Tiramisù über Nacht im Kühlschrank darauf wartete, verzehrt zu werden, schrieb ich einen Einkaufszettel und fuhr am nächsten Morgen los. In einen recht neuen Laden, den ich bisher nur selten besuchte. Und was finde ich?

Madeleines - gekauft

Und noch zwei weitere Sorten. Gekauft habe ich glücklicherweise nur eine Variante zu Vergleichszwecken und die schmeckte scheusslich. Vollkommen überwürzt, mit künstlichem Aroma durchzogen, ungeniessbar. Das ist mir in diesem Jahr übrigens auch absolut unangenehm bei Dominosteinen und Spekulatius aufgefallen. Die konnte ich nicht essen, so sehr schmeckten sie nach künstlichen Zusatzstoffen. Grauenhaft!

Aber das Tiramisù….

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Whisky-Tiramisù
Kategorien: Dessert, Whisky, Mascarpone, Madeleines
Menge: 6 Sturzgläser à 230 ml

Zutaten

3     Eier
75 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
250 Gramm   Mascarpone
5 Essl.   Whisky
1 Tasse   Espresso, stark
12     Kreise Madeleines-Teig
      Kakao zum Bestäuben
      Gehackte Kakaobohnen

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Stephs Blog "Kleiner Kuriositätenladen"
  http://kuriositaetenladen.blogspot.com/2009/11/whisky-
  tiramisu.html
  Erfasst *RK* 27.11.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Am Vortag ein halbes Alublech Madeleines-Teig als Platte backen (nach dem Rezept aus "French Basics").

Am nächsten Tag eine Tasse kräftigen Espresso kochen und vollständig abkühlen lassen – 3 EL Whisky dazugeben. Mascarpone glattrühren, 3 Eigelb und 45 g Zucker zufügen und schön cremig rühren. Am Schluss zwei EL Whisky unterziehen.

Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen, 30 g Zucker unter ständigem Weitermixen einrieseln lassen und weiterschlagen, bis der Schnee komplett fest ist. Den festen Eischnee unter die Mascarponecreme heben.

Aus der Teigplatte 12 Kreise in der Größe des Serviergeschirrs ausstechen, nebeneinander auf einen Teller legen und mit der Kaffee- Whisky-Mischung beträufeln. Je einen EL Mascarpone-Creme in sechs 230 ml-Sturzgläser verteilen und mit einer dünnen Kakaoschicht bedecken. Getränkte Madeleinescheibe darüberlegen und mit einer weiteren Schicht Creme bedecken. Vorgang wiederholen.

Mindestens 2 Stunden kühl stellen und vor dem Servieren mit Kakao und gehackten Kakaobohnen bestreuen.

Anmerkungen, Jutta: kann man gut am Vortag zubereiten. Madeleines- Platte hält sich gut verpackt ein paar Tage, eventuell einfrieren.

Kreise etwas feuchter machen. Wirklich starken Espresso verwenden und mehr Whisky. Zuckermenge ist optimal.

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