Milchreis und Küchengerätealarm: Kochen mit dem Instant Pot (hier: First Austria Multikocher)

Zunächst mal die gute Nachricht: Schnuppschnüss ist jetzt sicher, hat hoffentlich alle Datenschutzverordnungen, die nötig sind, damit ich nicht im Bloggerknast lande

und ich freue mich wie verrückt, dass doch wieder gebloggt werden kann. Als ich noch bloggen konnte, hatte ich keine Lust und als es nicht mehr ging, wollte ich unbedingt wieder. Wie im Kindergarten, oder? Na ja, so hatte ich wenigstens Zeit, mir ein paar Sachen zu kaufen, zum Beispiel den…

Instant Pot!

 

Instant Pot? Watt is datt dann?

So jedenfalls sah die Sprechblase über meinem Kopf aus, als ich das erste Mal dieses Ding sah. Ich schaute mir die Kochshow „Das große Familienkochen“ auf Netflix an (falls ihr es anschauen wollt, unbedingt im Original – synchronisiert ist es schrecklich!) und dort wurde aus Gründen der Zeitersparnis ein Gerät verwendet, das die Funktion eines Schnellkochtopfes hatte, aber völlig anders aussah. Mit Stecker, komischem Deckel und ohne Zischen. Mein Jagdinstinkt war geweckt und irgendwann fand ich heraus, dass es sich beim  Instant Pot um einen elektrischen Schnellkochtopf handelt. In Großbritannien, den USA und Kanada ist er wohl bestens bekannt und so gesucht, dass man ihn hier gar nicht mehr kaufen kann. Aber es gibt ja Ersatz und mein Zwilling heißt halt „Elektrischer Multikocher“ und wird von der Firma First Austria vertrieben.

Ansonsten kann er viele Dinge auch, die das Original kann. Nur keinen Joghurt machen und Slowcooken, aber das kann ich verschmerzen – Joghurt macht mein Dampfgarer und im Keller stehen drei Slowcooker 😉 .

Eigentlich habe ich lange überlegt, ob ich so ein Ding überhaupt brauche. Aber nachdem ich bei den unermüdlichen Damen Gabi und Susanne von  „Langsam kocht besser“ und „Magentratzerl“ so interessante Abhandlungen über das Pöttchen gelesen hatte, musste ich ihn einfach haben. Am liebsten das Original, aber das ging ja nicht. Deshalb also die Kopie, die mir aber auch schon recht viel Freude gemacht hat.

Die Handhabung erschloss sich mir sofort, ich habe gar nicht groß nachschauen müssen, wie was funktioniert. Gestern habe ich mal nachgeschlagen, wie lange Kartoffeln brauchen, aber wenn man beispielsweise Eintopf kocht, gibt es ein Programm, das stellt man ein und wartet, bis es piepst. Dann dampft man ab (nein – nicht ihr!) oder auch nicht (bei Porridge zum Beispiel oder Milchreis) und dann ist das Essen fertig.

Vier Sachen stören mich:

  • Der Geruch des Topfs. Ich fand den Neugeruch extrem und sehr störend und habe versucht, ihn durch Auskochen mit Essigwasser zu minimieren, später mit Haushaltsnatronlösung, was eine leichte Besserung brachte.
  • Auch der Silikondichtungsring stinkt und nimmt den Geruch des Essens an. Aber die Speisen schmecken nicht danach, sonst hätte ich das Gerät zurück geschickt.
  • Das dritte Manko ist der beschichtete Topf, in dem man die Speisen zubereitet. Da muss man sehr vorsichtig sein, um die Schicht nicht zu zerstören und so eine Beschichtung widerstrebt mir. Ich mag das gar nicht und hatte auch ein anderes Gerät bestellt. Da gab es aber Probleme mit Lieferung und Kundendienst, deshalb musste ich umschwenken. Ich habe deshalb dieses günstige Gerät von Austria gekauft, um ohne großen Verlust zuschlagen zu können, falls der Instant Pot mal wieder in Deutschland auf dem Markt sein sollte.
  • Die Bedienungsanleitung ist ein Witz, alles, was man wissen möchte, sollte man sich im Internet suchen. Da gibt es vor allem auf der Instant Pot Seite, bei YouTube und Pinterest einen unerschöpflichen Fundus an Rezepten, Ideen und Tipps. Auch Unsägliches wie die polnischen Filmchen, ich komme über diese fettigen Fleischberge  immer noch nicht drüber.

Was ich alles gekocht habe, poste ich peu à peu. Heute fangen wir mal ganz klassisch mit Milchreis an, das zweite Gericht, das ich im Pott ausprobiert habe. Und er schmeckte wirklich nicht nach der Suppe, die ich zuvor darin kochte.

Ich liebe Milchreis und der hier war wirklich toll. Genau richtig von der Konsistenz, das war schon mal sehr gelungen.   

Kein Rühren, kein Gucken, kein Probieren. Milch rein, Reis rein, Gewürze rein, Deckel drauf, einstellen, warten, fertig. Gut, es geht jetzt nicht wirklich schneller als im normalen Topf. Bis der Pott aufgeheizt ist und der Reis gar, dauert es schon seine Zeit. Aber man muss sich nicht darum kümmern, das gefällt mir.

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Milchreis / Rice Pudding
Kategorien: Instant Pot, Dessert, Reis, Milch
Menge: 6 Portionen


Zutaten

200 Gramm Milchreis
500 Gramm Milch
300 Gramm Wasser
70 Gramm Ahornsirup
1/8 Teel. Salz
120 Gramm Sahne oder Kokosnusscreme (J: Kokosmilch)
1 Vanilleschote, ausgekratzt oder 1 TL
— Vanilleextrakt

Quelle

Rezept modifiziert. Original:
https://traditionalcookingschool.com/food-preparation/
instant-pot-rice-pudding/
Erfasst *RK* 18.08.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Reis in ein Sieb geben und gründlich waschen.

In den Instant Pot geben, Wasser, Milch, Ahornsirup und Salz zufügen. Gründlich umrühren und mit Deckel verschließen. Den „Porridge“- Knopf drücken. Die Garzeit beträgt 20 Minuten. Falls man einen herkömmlichen Schnellkochtopf besitzt: die Kochzeit beträgt 20 Minuten mit hohem Druck. Wenn der Timer piept, den Druck 10 Minuten langsam entweichen lassen. Danach komplett Dampf ablassen (ich verwende einen Kochlöffel, um Verbrühungen zu vermeiden) und Topf öffnen.

Kokosmilch oder Sahne und Vanille zufügen, so lange rühren, bis alles gut vermischt ist. Je nach gewünschter Konsistenz noch 10 Minuten im Warmhaltemodus ruhen lassen. Mit Beilagen nach Wunsch servieren.

Anmerkungen, Jutta: das zweite Gericht im Instant Pot – sehr gut geworden. Am Ende noch 10 Minuten auf warm ruhen lassen. Sehr cremig. Kokosmilch von 3/4 Tasse auf 1/2 Tasse reduziert (ist im Rezept schon geändert).

Es geht nicht wirklich schneller als im herkömmlichen Topf, aber man muss sich nicht mehr darum kümmern. Deshalb werde ich Milchreis in Zukunft nur noch so machen.

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