Quarkstreusel-Pflaumenkuchen (M)

 

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Ich lese: Eva Deichrunner, Marlene Marla, Meister Süpke und neue Backform. Ich sehe: bei Eva die köstlichsten Fotos und das Rezept. Ich fühle: Kauf- und Backzwang.

Widerstand war zwecklos und ich habe es auch nicht wirklich versucht. Also wurde diese putzige Schnittenbackform bestellt (was es nicht alles gibt!) und ich habe mich gefreut, dass die Lieferzeit nicht Wochen, wie angedroht, sondern nur Tage betrug. 

Ach, was für eine gute Entscheidung, nicht allzu konsequent zu sein, denn nicht nur der Kuchen ist wunderbar. Und auch diese Schnittenform überzeugt mich. Norbert fragte, wieso man so eine Form braucht und meine Erklärversuche hörten sich nicht überzeugend an. Aber nach dem ersten und zweiten Backen finde ich schon, dass die Form eine Bereicherung im gut gefüllten Backformenuniversum (Keller) darstellt. Weder eine Kastenform noch ein Backrahmen können damit konkurrieren, das Ding ist einfach praktisch. Die Menge ist praktisch, die Handhabung ist praktisch, das Material ist praktisch – praktisch ist alles praktisch an dem Teil. 

Gestern habe ich den ersten Backversuch gestartet. Der Kuchen war gerade aus dem Rohr gesprungen, da bekamen wir von einer Nachbarin eine ganze Batterie an Gewürzen geschenkt.

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Wir hatten vormittags über diese Gewürze gesprochen, die ich nicht kannte und irgendwann stand eine Tüte mit den Schätzen vor der Tür. Unfassbar! Ich also den halben Kuchen gepackt, im Garten ein paar Gemüse gepflückt und schnell rüber, um mich ordentlich entzückt und irgendwie sprachlos zu bedanken. Das mit der Sprachlosigkeit währte nicht lange, das Entzücken hält jedoch an. 

Unser halber Kuchen war so toll, dass wir gespachtelt haben, ohne an die lieben Leser dieses Blogs zu denken. Kein Foto vom Kuchen.

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Großer Fehler! Geht gar nicht! Muss geändert werden! Deshalb habe ich heute nochmals gebacken, natürlich nur aus dem einen Grunde, euch, liebe Leser, nicht ohne den Genuss dieses Kuchens sterben zu lassen *fingerüberkreuz*. Was natürlich noch in weiter Ferne liegt. Das mit dem Sterben. Das mit dem Genuss habt ihr in der Hand.  

Hier also das Ergebnis der neuerlichen Backaktion.

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Das Rezept habe ich ein wenig angepasst. Beim zweiten Backen kam ein bissi mehr Zucker in den Teig und die Backzeit wurde um 10 Minuten verlängert. Jetzt ist der Kuchen für uns perfekt. 

Danke den beiden Damen, dem Meister und der Nachbarin (auch eine Dame). 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Quarkstreuselkuchen mit Pflaumen
Kategorien: Rührteig, Quark, Pflaumen, Streusel
Menge: 1 Schnittenbackform

Zutaten

H STREUSEL
60 Gramm   Butter, weich
60 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
120 Gramm   Mehl
  Etwas   Zimt
H TEIG
85 Gramm   Butter, weich
100 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
1     Ei
20 Gramm   Speiseöl
20 Gramm   Milch
85 Gramm   Quark
110 Gramm   Mehl
20 Gramm   Weizenstärke/Speisestärke
5 Gramm   Backpulver
500 Gramm   Pflaumen
      Puderzucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: von Marlene, die es von Bäcker Süpke
  modifiziert hat
  http://baeckersuepke.wordpress.com/2012/10/30/ddr-
  quarkstreuselkuchen/
  Erfasst *RK* 31.08.2013 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Für den Teig Butter, Zucker und Salz in der Küchenmaschine zu einer hellen Massen rühren. Das dauert eine Weile.

In der Zwischenzeit Schnittenbackform fetten, Pflaumen entsteinen und halbieren und die Streusel herstellen. Dazu die Zutaten in eine Schüssel geben und flott mit den Händen zu Streuseln krümeln.

Das Ei zum Kuchenteig geben, wieder sehr gut unterziehen. Öl, Milch und Quark zufügen, zu einer glatten Masse rühren. Mehl, Stärke und Backpulver mischen, auf einmal in die Rührschüssel geben und zügig unterziehen. Keinesfalls zu lange rühren.

Teig in die Form geben und glattstreichen, dicht mit halbierten Pflaumen belegen und die Streusel gleichmäßig auf dem Obst verteilen.

Backen: 60 Minuten, nach 30 und 50 Minuten Ofentür kurz öffnen, um Schwaden abzulassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

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Nachgemacht: Puddinghörnchen (M-TM)

Puddinghörnchen, ungepudert

Seit Anfang des Monats, als in Manus Küchengeflüster diese Hörnchen gepostet wurden, stoße ich immer wieder auf die Abbildungen köstlichst aussehender Puddinghörnchen, die von vielen Bloggern und Facebook-Usern nachgebacken wurden. Ich konnte nicht mehr widerstehen, ich musste sie heute einfach nachbacken.

Puddinghörnchen, ungepudert

Wobei einfach wirklich zutrifft. Die Hörnchen sind schnell gemacht, sehen prima aus und schmecken wunderbar.

Puddinghörnchen, ungepudert

Der Teig ist tatsächlich so weich und samtig, wie Slava ihn beschreibt. Dass gleichzeitig Hefe und Backpulver bei der Zubereitung verwendet werden, hatte ich bisher auch noch nicht in meiner Backkarriere, ich war angenehm überrascht, wie gut sich der Teig händeln ließ.

Das Rezept ist rundum gelungen, allerdings habe ich dem fertigen Pudding zuviel Eierlikör zugefügt. Deshalb war er recht weich und schlecht in die Hörnchen zu packen. Beim nächsten Mal werde ich weniger Milch für die Herstellung des Puddings verwenden, denn Norbert und ich waren beide der Meinung, dass mehr Füllung auf keinen Fall schaden würde. Ich habe dann einfach noch eine Ladung Eierlikör in die Hohlräume gekippt.

Puddinghörnchen, ungepudert

Super Idee!

Puddinghörnchen, ungepudert

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Puddinghörnchen (M-TM)
Kategorien: Teilchen, Pudding, Hefeteig
Menge: 12 Stück

Zutaten

H FÜR DEN PUDDING
250 ml   Milch
2     Eigelb
1 Prise   Salz
50 Gramm   Vanillezucker
35 Gramm   Kochcremepulver
H FÜR DEN TEIG
250 ml   Milch
1/2 Würfel   Hefe
50 Gramm   Zucker
500 Gramm   Mehl, Type 550
1 Prise   Salz
1 Pack.   Weinstein-Backpulver
1     Eigelb
100 ml   Öl
H OPTIONAL
50 ml   Eierlikör für die Puddingmasse

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original:Slava http://slava.com.de/?p=976
  Vorgestellt von Manus Küchengeflüster
  http://manus-kuechengefluester.blogspot.de/2013/06/
  ausprobiert-puddinghornchen.html
  Erfasst *RK* 10.06.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

FÜR DEN PUDDING Schmetterling aufsetzen, die Zutaten in den Mixtopf geben, kurz auf Stufe 2 verrühren und 5 Minuten/100 Grad/Stufe 2 zu einem dicken Pudding kochen. Umfüllen und mit Frischhaltefolie bedeckt abkühlen lassen.

Mixtopf spülen und Manzfred auf 180° C vorheizen.

FÜR DEN TEIG Milch, Hefe und Zucker 3 Minuten/ 37 Grad/ Stufe 1 erwärmen. Restliche Zutaten in den Topf wiegen und 3 Minuten/ Teigstufe verkneten.

Den Teig entnehmen, zu einer Rolle formen und in 12 gleichgroße Stücke teilen. Jedes Stück länglich ausrollen, wie auf dem Foto (bei Slava oder Manu) einschneiden, mit Pudding füllen, von der Puddingseite her aufrollen. Dabei die Enden etwas zusammen drücken, damit die Füllung nicht heraus läuft. Hörnchen auf ein Lochblech mit Silpain-Matte legen, mit Eiwasch bestreichen und mit gehackten Mandeln oder Hagelzucker bestreuen.

In 15 – 18 Minuten nicht zu dunkel backen.

Anmerkungen, Jutta: im Originalrezept war mehr Milch für den Pudding angegeben. Er war mir so zu flüssig (habe ja auch noch Eierlikör zugefügt), was dazu führte, dass ich zu wenig Pudding in die Hörnchen packen konnte.

Der Teig ist spitze und der Geschmack auch. Aber mehr Puddingfülle wäre natürlich besser.

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Nachgemacht: Buttermilchkruste (M)

Ne alte Omma ist kein D-Zug und das zunehmende Alter äußert sich bei mir in einer mit dem Verfall einher gehenden, kontinuierlich abnehmenden Bloggeschwindigkeit. Aber nicht heute. Nicht bei diesem Brot:

Buttermilchkruste - komplett
Da musste ich doch glatt den Turbo reinknallen und 'ne doppelte Portion Voltax einpfeifen, um die Nation, ach, was sage ich, die Welt, an dieser Köstlichkeit teilhaben zu lassen.

Buttermilchkruste - komplett

Es waren einmal mehr Lutz und Petra, denen wir dieses Rezept und dessen Verbreitung zu verdanken haben. 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Buttermilchkruste (M-TM)
Kategorien: Brot, Vorteig, Dinkel, Weizen, Hefe
Menge: 1 Brot

Zutaten

H QUELLSTÜCK
50 Gramm   Weizen
50 Gramm   Haferflocken
150 Gramm   Buttermilch
H AUTOLYSETEIG
      Quellstück
250 Gramm   Weizenmehl 1050
250 Gramm   Dinkelmehl 630
350 Gramm   Buttermilch
H HAUPTTEIG
      Autolyseteig
4 Gramm   Frischhefe
12 Gramm   Salz
10 Gramm   Zucker
5 Gramm   Butter

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Originalrezept: Plötzblog
  http://www.ploetzblog.de/2013/04/10/aus-alt-mach-neu-
  buttermilchkruste/
  Nachgebacken und aufgeschrieben: Chili und Ciabatta
  http://peho.typepad.com/chili_und_ciabatta/2013/05/
  nachgebacken-buttermilchkruste-reloadet.html
  Erfasst *RK* 07.05.2013 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

TAG 1: abends Weizen im Thermomix 10 Sek / Stufe 10 schreddern. Die Quellstückzutaten verrühren und 8 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

TAG 2: am nächsten Morgen den Autolyseteig mit der Küchenmaschine auf Stufe 1 kurz vermengen und 20 Minuten abgedeckt stehen lassen.

Die übrigen Zutaten zugeben und 5 Minuten auf niedrigster Stufe sowie 1 Minute auf zweiter Stufe zu einem festen Teig verarbeiten.

2 Stunden Gare bei Raumtemperatur, dabei nach 30 und 60 Minuten den Teig mit der Teigkarte nach innen falten.

Einen länglichen Laib formen und mit Schluss nach oben in einen bemehlten Gärkorb setzen. Den Gärkorb in eine Plastiktüte stecken und für 20-24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

TAG 3: Manzfred auf 270° C vorheizen, Brot sofort aus dem Kühlschrank heraus einschießen. Temperatur sofort auf 190° C einstellen und 50 Minuten backen. Nach 30 und 40 Minuten die Ofentür kurz öffnen, um Schwaden abzulassen.

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 1 Stunde

Zubereitungszeit gesamt: ca. 36 Stunden

Anmerkung Petra: völlig unkompliziertes Brot. Sehr schöne Kruste, prima.

Anmerkungen, Jutta: wirklich ein tolles, knspriges, wohlschmeckendes Brot. Ich habe die Buttermilch eines Bechers komplett verwendet. Das Brot wurde so ein wenig großporiger als das Original. Toller Ofentrieb. Länglichen, orangefarbenen Plastikgärkorb verwendet.

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Und weil mich die Überwältigung ob des Ergebnisses schier und anhaltend erschöpfte, ist dieser Eintrag auch schon beendet. Tja, da guckste, gell?

Äh, soviel aber doch noch: es ist ein geniales Brot. Knusprig, knackig, wohlschmeckend, gereift irgendwie. Ein Brot für jeden Belag und ein Brot, das ich noch sehr oft backen werde. Auch wenn morgens mal Gäste anstehen oder ein Brunch, ist es DAS Brot. Raus aus dem Kühlschrank, rein in den Ofen, fertig. Genial! Sag ich doch.

 

 

Osthessische Kapriolen: Traumwetter von Geiersthaler Sonne überstrahlt

Endlich ist hier mal tolles Wetter. Sonne, Wärme, Licht, Vögelgezwitscher und was mache ich?

Ich backe Petras Geiersthaler Sonne und alles ist nur noch Schatten. Bis auf das Brot. Denn da geht einfach nix drüber, über diesen Stern aus dem Bayerischen Wald, dessen Strahlen uns heute beglücken. 

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Wie immer habe ich beim Rezept Änderungen vorgenommen, ein bissi weniger Flüssigkeit verwendet, Trockenbackhefe statt der Frischhefe zugefügt und in Ermangelung des Roggenvollkornmehls die Weizenvollkornmehldosis erhöht. Es hat anscheinend nicht geschadet, denn schon im Ofen machte das Backwerk eine gute Figur. 

Nach dem Backen, als das Brot auf dem Rost auskühlte und die Kruste zu knistern anfing, gab es kein Halten mehr. Ich bin zum Metzger gelaufen, um einen würdigen Belag zu kaufen. Das Abendessen habe ich ausfallen lassen und mir lieber eine schöne Scheibe Lüdertaler Bauernschinken an Geiersthaler Sonne gegönnt. Köstlich! 

Geiersthaler Sonne-1

Knaller! 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Geiersthaler Sonne (M)
Kategorien: Brot, Sauerteig, Hefe, Weizen, Roggen
Menge: 1 Brot a 1 kg

Zutaten

H ROGGENSAUERTEIG
100 Gramm   Roggenmehl Type 1150
100 Gramm   Wasser
10 Gramm   Anstellgut (Roggensauerteig)
H HAUPTTEIG
      Sauerteig
100 Gramm   Weizenvollkornmehl
325 Gramm   Weizenmehl Type 550
100 Gramm   Roggenmehl Type 1150
450 Gramm   Buttermilch
4 Gramm   Trockenbackhefe
15 Gramm   Schweineschmalz
14 Gramm   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Petra Holzapfel
  http://peho.typepad.com/chili_und_ciabatta/2013/03/bbd-
  57-geiersthaler-sonne.html
  Erfasst *RK* 12.03.2013 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Am Vortag die Zutaten für den Sauerteig verrühren und 16-20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Für den Hauptteig alle Zutaten außer Salz und Schmalz 5 Minuten auf Stufe 1 (Kenwood) verkneten. Dann auf Stufe 2-3 schalten, das Schmalz in Flöckchen zugeben und das Salz einrieseln lassen. Weitere 10-12 Minuten kneten. Den weichen, leicht klebrigen Teig in eine leicht geölte Schüssel geben und 1 Stunde gehen lassen.

Einen ausreichend großen Gärkorb mit einem Tuch auslegen und gut mit Roggenmehl ausstreuen.

Den Teig auf eine mit Roggenmehl bestreute Arbeitsfläche geben und rund wirken. Den Teig mit der Naht nach unten in den Gärkorb legen, nochmal 45 Minuten gehen lassen.

Manzfred auf 240°C vorheizen.

Den Teigling auf einen mit Maisgrieß bestreuten Brotschieber stürzen und einschießen.

Temperatur auf 180° C reduzieren. Nach 30 Minuten Tür kurz öffnen, um Schwade abzulassen. Weitere 20 Minuten backen.

Anmerkung Petra: Schön aufgerissenes, eher flacheres Brot mit nicht zu dicker knuspriger Kruste und mittelporiger, saftiger Krume, leicht säuerlicher Geschmack. Prima!

Anmerkungen, Jutta: tolles Brot – schön knusprig.

50 g Roggenvollkornmehl waren nicht vorhanden, deshalb 100 g Weizenvollkornmehl verwendet. Buttermilchmenge um 50 g auf 450 g reduziert. Trockenbackhefe statt Frischhefe.

Gebacken: 16.04.2013

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Nachgemacht: Blätterteig (M-TM)

Blätterteigstangen, eigene Herstellung

Es gibt Blogger, die wollen unbedingt einmal ein Sauerteigbrot backen und ich bin sicher, dass das bald gelingen wird.

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Es gibt Blogger, die wollen unbedingt einmal chinesische Nudeln herstellen und ich bete, dass das nie gelingen wird. Wer weiß, was danach geschehen mag? Ich will es mir nicht ausdenken. 

Und es gibt Blogger wie mich, die wollen unbedingt einmal Blätterteig fabrizieren.

Ich traue mich an viele Dinge, die mit Backen zu tun haben. Ich backe alles, wenn ich ein Rezept habe, ich stelle Rosen aus Zuckermodelliermasse her, ich beziehe Torten mit Fondant, ich bin nicht kreativ, aber mutig, solange ich eine Anleitung habe.

Der Mut verließ mich jedoch immer, wenn das Wörtchen "Blätterteig" im Raume stand, Anleitung hin oder her. Davor hatte ich Respekt, da traute ich mich nicht ran, so einen Teig wollte ich unbedingt einmal herstellen, aber immer verließ mich der Mut.

Heiligabend sollte es zur Suppe eine Blätterteigstange geben. Einen Tag zuvor kam mir dann die Idee, selber den Blätterteig herzustellen. Gedacht, getan und frisch ans Werk. Wer hatte nochmal ein Rezept für Blätterteig eingestellt? Robert! Und Johannes! Und Peppinella! Von wem war das Rezept ursprünglich? Vincent Klink!. Was sollte da noch schief gehen?

Ich nehme vorweg: Blätterteig herzustellen ist einfach. Aber aufwändig durch die häufigen Kühlzeiten. Ich musste immer in den Keller flitzen, wer also zwei bis drei Gramm Körpergewicht verlieren möchte, dem sei unbedingt zur Fabrikation geraten.

Es ging los:

Butterziegel herstellen – kühlen

Blätterteigstangen, eigene Herstellung

Grundteig herstellen, kühlen:

Blätterteigstangen, eigene Herstellung

Butterziegel in Teig einpacken, kühlen: 

Blätterteigstangen, eigene Herstellung

Blätterteigstangen, eigene Herstellung

Blätterteigstangen, eigene Herstellung

Ohhhkaaay…. als ich das unglaublich grauenvolle Päckchen sah, war mir klar, datt gibt nix. Aber ich habe mich nicht entmutigen lassen. Also weiter…

Immer schön abwechselnd ausrollen,

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einfache Tour, kühlen:

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Ausrollen, doppelte Tour, kühlen:

Blätterteigstangen, eigene Herstellung

Insgesamt wird einfach, doppelt, einfach, doppelt, einfach touriert. Das dauert. Aber der Geschmack ist unvergleichlich, danach isst man keinen gekauften Blätterteig mehr. Der Aufwand lohnt auf jeden Fall.

 Fertig! Da war ich aber stolz wie Oskar.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Blätterteig nach lamiacucina, Vincent Klink et al. (TM)
Kategorien: Grundrezept
Menge: 1 Kilo

Zutaten

H FÜR DIE EINZIEHBUTTER (BEURRAGE)
400 Gramm   Butter
100 Gramm   Mehl, Type 550
H FÜR DEN GRUNDTEIG (DÉTROMPE)
160 Gramm   Wasser
10 Gramm   Salz
10 Gramm   Reisessig
100 Gramm   Butter
400 Gramm   Mehl, Type 550

Quelle

  Rezezpt modifiziert.
  Original: Roberts Blog "lamiacucina"
  http://lamiacucina.wordpress.com/2010/06/22/blatterteig/
  Erfasst *RK* 23.12.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Für die Einziehbutter die Zutaten im Thermomix zunächst 10 Sekunden/ Stufe 6 vermischen. Dann 30 Sekunden/Teigstufe zu einem glatten Teig verkneten. Zu einer quadratischen Platte von 10 cm Seitenlänge plattieren und, eingewickelt in Folie, eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Für den Grundteig alle Zutaten außer Mehl zusammen aufkochen, vollständig abkühlen lassen. Die Masse mit den anderen Zutaten im Thermomix 2 Minuten/Teigstufe verkneten. In Folie einwickeln und 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Grundteig auf einer gut bemehlten Unterlage in allen 4 Richtungen zu einer Art Viereck mit Ausbuchtungen an den Ecken auswallen. Ideal wäre Auswallen auf einer kalten Marmorplatte. Das Stück Einziehbutter 45° verdreht drauflegen und die Ecken des Teigrechtecks über die Einziehbutter schlagen, diese muss vollständig vom Grundteig umschlossen sein, soll aber nicht zuweit überlappen. Danach kommt das Teigpaket (paton) für eine Stunde in den Kühlschrank.

Das Teigpaket herausnehmen und zu einem gleichmässigen langen Rechteck (Länge etwa 40 cm) auswallen. Die Seiten mit Hilfe eines Lineals begradigen. Die lange Seite des Teiges befindet sich vor uns. Im Geiste teilen wir den Streifen in 3 gleichgrosse Teile. Schlagen erst den linken Teil über den Mittelstreifen. Pinseln anhaftendes Mehl weg und schlagen den rechten Streifen über den Mittelteil. Wir haben eine dreifache Schicht. Das ist die einfache Tour. Mit dem Wallholz anwallen, einwickeln in Folie und ab für eine Stunde in den Kühlschrank.

Das Teigpaket wieder herausnehmen, darauf achten, dass der Rücken des Pakets immer nach rechts schaut und zu einem gleichmässigen langen Rechteck (Länge etwa 60 cm) Richtung Buchrücken auswallen. Nun merken wir uns die Mittellinie der Teigbahn, schlagen erst das linke Ende bis zur Mittellinie, dann das rechte bis zur Mitte. Nun haben wir eine doppelte Schicht. Pinseln anhaftendes Mehl weg und schlagen den rechten Streifen über den linken. Dabei befindet sich der Rücken des Pakets wieder rechts. Wir haben eine vierfache Bahn. Das ist die doppelte Tour. Mit dem Wallholz anwallen, einwickeln in Folie und ab für eine Stunde in den Kühlschrank. Damit haben wir bereits eine einfache und eine doppelte Tour. Das Ganze wird wiederholt bis wir die Reihenfolge Einfach, doppelt, einfach, doppelt, einfach, abgearbeitet haben (3x4x3x4x3=432 Touren.

In 3 Pakete zu ca. 300 g teilen, vakuumieren und einfrieren.

Anmerkungen, Robert:

"Blätterteig herzustellen, hat nichts Mystisches an sich. Dieser Teig war weich, willig und sehr gut auszurollen. Die Herstellung ist nicht einmal besonders aufwendig. Der reine Zeitaufwand ist relativ gering, lediglich die Warte- und Kühlzeiten ziehen das ganze Prozedere in die Länge. Gerade die Zwischenkühlungen sind jedoch für den Erfolg wichtig. Wird der Blätterteig zu rasch und noch warm touriert, so können sich die Schichten vermischen und der Teig geht nicht mehr linear auf.

Das Geheimnis dieses Teiges besteht einerseits im Essig, der dem Grundteig zugesetzt wird. Das macht den Teig mürbe. Zähe Blätterteigböden in Feingebäck werden damit vermieden. Andererseits erlaubt die Butter-Mehlmischung, die anstelle der Einziehbutter verwendet wird, auch mit unserer (meist zu weichen) Butter zu arbeiten. Der Grundteig soll fest, aber nicht allzu fest sein.

Den Originalartikel von Vinzenz Klink mit einem Butter/ Mehlverhältnis von ca. 25% findet man hier. Johannes hat das Butter- Mehl-verhältnis aufgrund seiner beruflichen Erfahrung in seiner Rezeptadaption auf 50% geändert. Daran habe ich mich gehalten.

Geschmacklich ist der Teig sehr buttrig, zart, zergeht auf der Zunge. Zweifellos ein toller Teig. Für meinen Geschmack, der ich mich an trockene Teige mit 25% Ziehmargarine gewohnt bin, ist der Teig jedoch etwas zu buttrig. Bei den nächsten Versuchen werde ich den Mehlgehalt im Grundteig etwas erhöhen. Ggf. unter Anpassung der Wassermenge."

Anmerkungen, Jutta:

Hergestellt 23./24.12.2011

Ein Gedicht! Ich kann es, juhu!!! 3 x 300 g eingefroren.

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Für die Sesamstangen habe ich Blätterteigstreifen mit Eiwasch eingepinselt, mit Sesam bestreut und dann verzwirbelt auf ein Blech mit Backpapier gelegt. Das kam in den Manzfred, 200° C, ich glaube, für 15 Minuten, Tür die letzten fünf Minuten nur noch angelehnt. Aber bitte die Bräunung kontrollieren, ich weiß nicht mehr genau, wie lange ich die Stängchen gebacken habe. Und keine Panik, die Dinger gehen auf, auch wenn es zunächst ganz anders aussieht.

Was ich auch nicht kann: Macarons! Die Dinger bringen mich um. Fast. Ich berichte darüber. Bald.

Nachgemacht: Knoblauchgrundstock (TM) / Neugemacht: Asiagrundstock (TM)

 Grundstock mal zwei

Für Genießer und Thermomix-Besitzer* ist die koch und back oase ein permanenter Quell der Inspiration. Neulich wieder stellte Christel ein Rezept für den Vorrat her, nach dem ich schon immer verlangt hatte, ohne es zu wissen.

Knoblauchgrundstock, Zutaten1

Als ich "Knoblauchgrundstock" las, fielen mir fast die Augen aus dem Kopf. So einfach, so schnell nachzumachen und so toll. Endlich keine gekeimten Knoblauchzehen mehr im Zwiebeltopf, keinen muffigen Geschmack nach Undefinierbarem, kein Schälen einer einzelnen Zehe und Petersilie sowie Salz sind auch gleich drin.

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Ich habe den Grundstock nachgemacht, schon verschenkt, eine Bestellung aufgenommen für Mama, die ebenfalls vor Begeisterung vom Hocker fiel und sich schon sehr auf das Gläschen freut. Probiert habe ich natürlich auch. Mit Spaghetti, auf warmem Brot, im Frischkäse…. köstlich!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Grundstock: Knoblauch-Petersilie (TM)
Kategorien: TM, Vorrat, Eichhörnchen
Menge: 5 Gläschen mit 50g Inhalt

Zutaten

200 Gramm   Knoblauch, geschält
50 Gramm   Petersilie, glatt
50 Gramm   Salz

Quelle

  http://kochundbackoase.wordpress.com/2009/05/04/
  knoblauchgrundstock-tm/
  Erfasst *RK* 24.06.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Alle Zutaten in den TM geben und zu einer Paste verarbeiten, 1 Min./ Stufe 6.

Der Grundstock wird wie frischer Knoblauch verwendet, auch von der Menge her.

Christel schreibt: Ich habe es noch nicht getestet, es soll aber bis 1,5 Jahre im Kühlschrank haltbar sein.

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Asiagrundstock, Zutaten

Die Zubereitung im Thermomix (ich liebe ihn immer noch!) geht so schnell, dass man tatsächlich noch ein kreatives Sekündchen nutzen kann, einen Knoblauchrest mit Ingwer und Chili schreddert (wieso habe ich keinen Koriander reingemacht???? Der stand doch daneben…) um so für das nächste Asienkochen ebenfalls einen Grundstock anzulegen.

Asiagrundstock, geschreddert

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Grundstock: Asia (TM)
Kategorien: Vorrat, Asien, Eichhörnchen
Menge: 1 Rezept

Zutaten

      Knoblauchzehen
      Chili
      Ingwer
      Salz

Quelle

  Eigenes Rezept nach einer Idee von
  http://kochundbackoase.wordpress.com
  Erfasst *RK* 24.06.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Knoblauch, Ingwer und Chili nach eigenem Geschmack zusammenstellen und wiegen. 1/5 des Gewichts an Salz zufügen (5 Teile Grundmasse / 1 Teil Salz).

Alle Zutaten in den TM geben und zu einer Paste verarbeiten, 1 Min./ Stufe 6.

In kleine Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

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Mir tun sich Welten auf, je länger ich darüber nachdenke:

– mediterraner Grundstock mit Knofi, Rosmarin, Thymian, Majoran
– Grundstock "Grie Soß" mit den Kräutern für die Frankfurter Grüne Sauce
– Petersiliengrundstock
– Basilikum-Knofi-Grundstock
– Gartenkräutergrundstock…

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Ob das geht? Im Prinzip ist das Rezept ja so angelegt, dass man Grundmasse mit Salz im Verhältnis 5:1 mischt. Wenn man davon ausgeht, dass das Salz für die Konservierung sorgt, dürfte es doch möglich sein, nach diesem Grundrezept alles mögliche für den Vorrat herzustellen, oder?

Ist das aufregend! Bin im Garten…

*ANMERKUNG:

Die Rezepte lassen sich auch ohne Thermomix nachbasteln. Einfach die Moulinette oder ein anderes Helferlein zum Schreddern verwenden.

 

Nachgemacht: Decadence (?) in cubes (M/TM)

Es gibt Tage, an denen ich ich wirklich und wahrhaftig besser im Bett geblieben wäre. Ein solcher Tag war gestern… 

Als das Mädchen ins Boudoir schlich, die Vorhänge zurückzog, mir die leider nur lauwarme Schokolade ans Bett stellte und mich von Schlafbrille und Ohrstöpseln befreit hatte, musste ich entsetzt feststellen, dass es regnete. Dabei hatte ich abends doch Sonne bestellt.

Nach dem mühsamen Aufstehen (ich ahnte bereits, dass der Tag kein guter werden würde), präsentierte der Butler zum Frühstück lauwarmen Toast, der den letzten Hauch Knusprigkeit vermissen ließ. Da ich meine Zeit nicht andauernd damit verplempern kann, neues Personal zu suchen, ließ ich Gnade vor Recht ergehen und der Kretin kam mit einer deutlichen, nun ja, Ermahnung davon.

Das neue Mädchen hatte die falsche Kleidung herausgelegt. Eigentlich wollte ich mit dem Jaguar eine kleine Spritztour machen und ein dünnes Seidenkleid war gänzlich ungeeignet. Allerdings erwies sich der Fauxpas als hilfreich, da ich erfuhr, dass Jaguar und Maybach zur Inspektion in der Werkstatt weilten und ich deshalb den Rolls nehmen musste, um mich zu meinem Fitnesskurs fahren zu lassen. Wieso passieren solche grauenhaften Dinge eigentlich immer nur mir?

Auf dem Weg zum Wagen streifte mein Blick die Rabatten des Parks. Einen Aufschrei des Entsetzens auf meinen Lippen, traute ich kaum meinen Augen. Der grenzdebile Gärtner, der die Buchsbaumhecken schnitt, hatte drei Millimeter zuviel entfernt. Welche Torturen sollte ich noch ertragen? Und es war kaum Mittag.

Seltsamerweise verlief das Fitnesstraining ohne Zwischenfälle. Na gut… mein gutgebauter Vorturner hatte sich entschuldigt (wohl irgendeine Nervensache), aber der Ersatzmann war frisch, jung, willig recht sportlich und enthusiastisch bestrebt, mir alle Übungen so einfühlsam wie möglich nahe zu bringen. Bravo!

Beim Umziehen nach dem Ende des Kurses brach mir der Fingernagel des Ringfingers der rechten Hand ab. Oh mein Gott – wo sollte denn jetzt der Zweikaräter hin? Ein Anruf bei der Nagelstylistin ergab, dass sie sich ein Bein gebrochen hatte. Und das gerade heute, so eine unverschämte Person (ist so gut wie gefeuert!)!!

Der Trottel von einem Kürschner ließ mitteilen, dass der hamsterfellgefütterte Babyrobbenmantel leider erst gegen Abend geliefert werden könne. Dabei hatten wir Spätnachmittag vereinbart.

Nach der Rückkehr in unser bescheidenes Landschloss fand ich eine Notiz meines Mannes, dass es ihm leider nicht gelungen sei, den dreimonatigen Urlaub auf der kleinen Karibikinsel, nur wir beide, nur das notwendigste Personal, zu buchen. KANN MIR MAL JEMAND ERZÄHLEN, WIESO ICH DIESEN STÜMPER GEHEIRATET HABE??? Ach so, jetzt fällt es mir wieder ein, es war wegen des Geldes.

Ein erster Anflug von Migräne machte sich breit. Mittlerweile war es Abend geworden. Die Dinnerparty bei Freunden, die ich zu meinen persönlichen Feinden zähle, fand leider statt. Nach dem Genuss von muffigem Schaumwein, lappigen Brötchen, einem absolut undelikaten Mahl von grauenhaft minderwertiger Beschaffenheit, nach Smalltalk mit Leuten, die ich nicht ausstehen kann, die mich aber seeeehr gerne mögen kam ein herausragend anstrengender, schrecklicher Tag zu seinem krönenden Abschluss. Die von  mir verachtete Mrs. Bääh trug – ich wage es kaum zu beschreiben – das gleiche Designerkleid wie ich. Natürlich zwei Nummern größer, aber… es war so erniedrigend.

Ich ergriff meinen Pelz, schwebte auf meinen Manolo Blahniks zum wartenden Rolls und musste mit Grauen feststellen, dass die Innentemperatur zwei Grad zu hoch eingestellt war.

Das gab mir endgültig den Rest und ich bekam einen nicht enden wollenden Schreikrampf.

Wieder Daheim konnte mich nur eines trösten, ein Kleinod, eine Perle, etwas, das mich wohl nie enttäuschen wird (und wenn doch, dann hat es der Patissier verbrochen):

 
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Die Würfel schmecken himmlisch. Nur eines ist mir bis heute nicht klar: Was bedeutet eigentlich "Decadence"?

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Das Rezept stammt von Nicole Stich, zu finden auf "delicious:days" und wurde ursprünglich von ihrer Freundin Hande vorgestellt. 

Die Nüsse habe ich geröstet, aber einen Moment zu lange im TM geschreddert. Deshalb sind sie nicht mehr als solche zu erkennen. Egal – das Zeug hat Suchtcharakter. Nicole empfiehlt die Würfel kühlschrankkalt zu essen. Das habe ich ausprobiert und hat mich nicht überzeugt. Zimmerwarm schmecken mir die Würfel am besten, dann klebt das Karamell so schön an den Zähnen. Und nach dem Rezept bin ich auch schon gefragt worden. Ireeensche…..!

Nachmachen lohnt! Das hat Chaosqueen auch schon längst herausgefunden.

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Decadence in cubes1

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Decadence in cubes (M/TM)
Kategorien: Kleingebäck, Sünde, Nüsse, Schoko, Karamell
Menge: 1 Rezept

Zutaten

H FÜR DEN BODEN
160 Gramm   Weizenmehl
100 Gramm   Zucker, braun
100 Gramm   Butter
1 Prise   Salz, kräfig
H FÜR DIE FÜLLUNG
250 Gramm   Crème double
75 Gramm   Zucker, braun
75 Gramm   Zucker, weiß
2 Essl.   Akazienhonig
25 Gramm   Butter
3 Essl.   Walnusslikör
1/2 Teel.   Meersalz
1     Bio-Orange
100 Gramm   Walnüsse
100 Gramm   Pecan-Nüsse
H FÜR DAS TOPPING
75 Gramm   Schokolade, dunkel
75 Gramm   Schokolade, hell

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: http://www.deliciousdays.com/archives/2009/02/
  04/decadence-in-cubes/
  Erfasst *RK* 21.06.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Eine rechteckigen Form (20x25cm) so mit Backpapier auslegen, dass es über den Rand ragt. So kann man später die Teigplatte einfach aus der Form heben. Manzfred auf 180°C vorheizen.

Schokolade grob zerbröckelt in den Thermomix (TM) geben und in 5 Sekunden, Stufe 5 zerkleinern. Umfüllen.

Nüsse in einer fettfreien Pfanne anrösten.

Alle Zutaten für den Teig in den TM geben und mit Sichtkontakt in wenigen Sekunden, Stufe 6, zu einer feinkrümeligen Masse verarbeiten. Diese Krümelmasse in die Form schütten und mit den Händen festdrücken. Ca. 15 Minuten vorbacken.

Inzwischen die Zutaten für die Füllung mit Ausnahme der Nüsse und der Orangenschale in einem Topf zum Kochen bringen. Orangenschale nach Geschmack abreiben und zufügen. Eher zu wenig als zuviel, während des Reibens öfter abschmecken. Die Masse soll 5 bis 10 Minuten köcheln. Umrühren nicht vergessen.

Nüsse grob hacken – ab besten per Hand, im TM werden sie schnell zu fein. Die Nüsse auf dem vorgebackenen Boden verteilen und die Karamellmasse daraufgießen. Form in den Ofen stellen und 25 Minuten backen, bis eine schöne goldbraune Farbe entstanden ist.

Form aus dem Ofen nehmen und sofort die zerkleinerte Schokolade gleichmäßig aufstreuen. Sie schmilzt durch die Hitze und bildet den krönenden Abschluss.

Den erkalteten Kuchen mit Hilfe des Backpapiers aus der Form heben und in kleine Würfel schneiden.

Anmerkungen, Jutta: Nicole empfiehlt den Genuss der kalten Würfel. Ich finde sie besser, wenn sie Zimmertemperatur haben. Schmecken herrlich und taugen zum Knallerrezept.

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Nachgemacht: Weinheimer Zwirbelbrot (M)

Zwirbelbrot2

Eva hat kürzlich in ihrer Deichrunner-Küche ein von Marla21 modifiziertes Rezept für Zwirbelbrot der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Weinheim vorgestellt, das mein Nachbackgen sofort zum Glühen brachte.

Der erste Backversuch war schon recht gelungen. Erstens ist es wirklich praktisch, den Teig abends in den Kühlschrank zu werfen, um ihn morgens zu backen. Zweitens schmeckte das Brot wunderbar. Drittens war es schön knusprig. Viertens sah es doof aus. Mein Brot, versteht sich.

Zwirbelbrot1

Der nächste Versuch wurde vorgestern gestartet. Freitag wurde der Teig bereitet und sollte Samstag gebacken werden. Das habe ich aber nicht geschafft, was sich als Glücksfall entpuppte. Denn Eva war zwischenzeitlich so freundlich, mir zu erklären, wie genau man das Brot zwirbelt. Ihren Rat habe ich befolgt und endlich, mit 24 Stunden Verspätung,  sieht mein Brot auch richtig gezwirbelt aus. Es schmeckt kräftiger als die erste Version, und hat eine feinere Krume, was uns besser gefällt. Die Kruste ist dick und krachig, ein wirklich schönes Brot, das wir bestimmt noch öfter essen werden.

Zwirbelbrot No. 2, Anschnitt

Damit der Teig gleich richtig liegt und möglichst wenig bewegt wird, entferne ich ihn wie folgt aus der Form:
– Teig kräftig mit Roggenmehl bestreuen
– Teig mit Spatel vom Rand lösen
– Dauerbackfolie auf die Form legen, in der sich der Teig befindet
– Brotschieber auflegen und alles um die eigene Achse um 180°drehen
– Teig eventuell mit dem Spatel lösen

Klappt prima und man kann die Brote nach dem Zwirbeln sofort in den Ofen schieben, ohne sie "umbetten" zu müssen.