Just married 2 – Nougat-Quark-Nuss-Kuchen (M-TM)

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So, ungefähr im November letzten Jahres war also klar: "Das Kind heiratet!"

Dajana hatte ich mittlerweile auch kennengelernt und ich war sehr, sehr einverstanden. Was ja eigentlich auch egal ist, aber so ist schöner.

Weihnachten wurde bei meinen Eltern gefeiert und da beratschlagten wir, wie die Torte denn aussehen soll.

Den beiden Turteltauben schwebten Torten vor, die auf Säulen ruhen. Mir schwebten mindestens vier Etagen vor. Gestapelt. Warum? Weil man Torten, die gestapelt sind, nicht so aufwändig dekorieren muss. Man hat halt kaum Oberfläche und nur den Rand, auf dem man sich austoben kann.

Den Kindern schwebte eine Blütenkaskade vor, die sich elegant von oben nach unten entlang des Kuchens ergießt, malerisch hinab fließend in mäandernden Bögen. Mir schwebten grauenvoll missratene Gebilde vor, die einer großen Gästeschar zum Amusement dienten und die als Protagonisten eines spontan ins Leben gerufenen Ratespieles fungierten mit dem lustigen Titel: "Interpretation des Grauens oder Was will die Künstlerin uns damit sagen?" Nach deren Veröffentlichung in einem meiner Lieblingsforen "Cake Wrecks" wurde diese Website wegen Gefährdung der mentalen Gesundheit für immer geschlossen.

Tortenbücher wurden gewälzt, Tortenfotos wurden hin und her geschickt, Anleitungen wurden gelesen, mir wurde immer mulmiger. Wie sollte ich die Blüten machen, wie sollten die Blüten über die "Leerstellen" geleitet werden, würden die Säulen die einzelnen Kuchen tragen? Mir wurde noch mulmiger.

Mittlerweile war Februar oder März, ich kam nicht in die Pötte.

Hinzufügen muss ich, dass wir seit Januar auch noch intensiv auf Haussuche waren bzw. sind. Jaaa, ich weiß, manch einer von euch wird sagen "Wie? Ich denke die ziehen nach Bayern…!!??!!". Wir ziehen nicht nach Bayern. Diese Geschichte wird auch noch zu erzählen sein. Aber nur kurz und nicht jetzt.

Also, wir waren auf Haussuche und ich hatte irgendwie für alles keine Zeit. Keine Zeit zum Üben, keine Zeit zum Ausprobieren, keine Zeit mal alles so richtig akribisch zu planen. Deshalb schwamm in meinem Kopf der Hochzeitstrubel wie wild hin und her, ich war zu keinem klaren Gedanken fähig. Bis auf dieses diffuse Gefühl der Panik.

Klar war zu diesem Zeitpunkt nur, dass ich keinen Kuchen mache mit Säulen. Und dass der Kuchen fünfstöckig werden soll. Er soll mit Fondant überzogen werden und er soll weiß sein. Und Blumen haben. Selbst gemachte Blumen.

Ich hatte auch eine entfernte Ahnung, welche Torten ich backen wollte. Nur die untere Etage, die große, auf der quasi der ganze Aufbau ruhen sollte, dazu fiel mir nicht so viel ein. Es sollte ein saftiger Kuchen sein, ein Kuchen, den man gut vorbereiten und aufbewahren kann. Zudem musste er eine gewisse Stabilität haben, weil ja noch vier Kuchen… Oh je..

Hilfe kam mal wieder aus dem Forum torten-talk in Form eines Nougat-Quark-Nuss-Kuchens, den ich der Userin Winterkirsche stibitzte. Netterweise war sie auch sofort damit einverstanden, dass ich das Rezept hier veröffentliche. Viel später habe ich herausgefunden, dass eine euch wohlbekannte Bloggerin ebenfalls diesen leckeren, saftigen Kuchen gebacken hatte. Petra von Chili und Ciabatta hat ihn zumindest in der Rezeptgruppe RezKonv gepostet. Aber einen Blogeintrag dazu habe ich nicht gefunden.

Ich startete also ein Probebacken und diese Torte war soooo gut, ihr müsst sie einfach mal versuchen.

Nougat-Quark-Nuss-Kuchen
Ohne vorgreifen zu wollen, mein Lieblingsneffe Tim hat sich sogar ein zweites Stück am Tag der Hochzeit geholt, was ich als großes Kompliment empfand. Das war also auch geklärt. Wir halten fest:

  • Oben: Zebratorte – 15 cm Durchmesser
  • Zweite von oben: Schichttorte – 20 cm Durchmesser
  • Mitte: Oma-Buchholtz-Torte – 25 cm Durchmesser
  • Zweite von unten: irgendwasgehtimmerschiefmitdiesermiesenPunschtorte – 30 cm Durchmesser
  • Unten: Nougat-Nuss-Quark-Torte – 35 cm Durchmesser

Jetzt gibt es erst mal das Rezept für die Nusstorte, damit wir uns dann ab morgen oder so irgendwie schön der Reihe nach den Geschehnissen der letzten Tage widmen können.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Nougat-Quark-Nuss-Kuchen (M/TM)
Kategorien: Motivtorte, Hochzeitstorte
Menge: 1 Aluform von 24 cm Durchmesser

Zutaten

150 Gramm   Margarine
250 Gramm   Zucker
1/4 Teel.   Salz
5     Eier
250 Gramm   Magerquark
200 Gramm   Nougatmasse
300 Gramm   Haselnüsse
200 Gramm   Mehl
1 Pack.   Weinstein-Backpulver
      Haselnuss-Glasur

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  www.torten-talk.de, Userin Winterkirsche
  Erfasst *RK* 15.04.2012 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Aluform fetten und bemehlen. Manzfred auf 160° C vorheizen. Nougat im Wasserbad schmelzen.

Haselnüsse in einer Pfanne fettfrei rösten, in ein Sieb schütten und soviel wie möglich von den Schalen entfernen. Abkühlen lassen und im TM fein zerkleinern.

Die Margarine mit Zucker und Salz cremig schlagen, die Eier nacheinander zufügen. Quark, Nougat und die Haselnüsse zur Eicreme geben und verrühren. Mehl mit Backpulver unterrühren.

Kuchen eine Stunde backen, 15 Minuten vor Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken.

Gut auskühlen lassen (am besten über Nacht) und mit Haselnuss-Glasur überziehen.

Anmerkungen, Jutta:

Gebacken: 15.04.2012 / einen Tag später probiert – köstlich! Fester Kuchen, der aber saftig schmeckt. Das Nougat unterstreicht den Geschmack der Haselnüsse. Sehr gut.

BEIM NÄCHSTEN MAL: Kuchen bei 150° C backen. Damit umgeht man eventuell das Abdecken.

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Zwischendurch übte ich immer wieder Orchideen oder Blumen, deren Namen ich vergessen habe und die auch genau so aussahen. Ich habe trotz der Befürchtungen, dass meine Kamera das nicht überlebt, ein Foto gemacht. Aber das gibt es erst später. Wenn ich von frischen Blumen, Sandra und Cami berichte. Aber das dauert noch.. laaaange…

 

Von Anfang an:

Just married 1 – Prolog

 

Wer eine interessante Abhandlung über die "Hochzeit auf dem Lande" lesen möchte, wende sich bitte vertrauensvoll an Petra Foede, die den Leser in ihrem Blog auf kulinarische Zeitreisen entführt.

 

 

 

 

Schon wieder lecker – Marmorpuffer mit doppelt Kokos (M)

 

FRAGEN: 

Ich frage mich: "Wieso heißt ein Rodonkuchen "Puffer"?" 

Gabi fragt sich: "Kann ein Dulce de Leche Cheesecake auch Double Toffee Cheesecake heißen?"

Barbara (derzeit im Backwahn) fragt sich: "Um welchen Kokoskuchen handelt es sich eigentlich?"

ANTWORTEN: 

Meine Frage kann ich nicht beantworten.

Gabis Frage kann ich auch nicht beantworten, frage mich aber das gleiche. Falls ein Backwütiger das Heft nur kaufen möchte, weil er unbedingt den Double Toffee Cheesecake backen will, rate ich ihm, bei USA kulinarisch reinzuschauen, weil er sich das Geld für das Heft danach sparen kann.

Barbaras Frage hingegen kann ich beantworten. Frau Kampi kennt die Antwort übrigens auch. 

Büdddeschöööön: 

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Schon wieder ein Lecker-Rezept – ich kann mich nicht dagegen wehren. Diesmal aus der Special-Edition "Bakery", das einige nette Rezepte enthält, von denen mir zumindest eines extrem bekannt vorkommt. 

Den Marmor-Kokoskuchen habe ich bisher zweimal gebacken, in zwei kleinen Formen statt in einer großen. Der erste Versuch wollte so gar nicht nach Kokos schmecken. Beim zweiten Mal habe ich die Kokosraspeln geröstet und Kokossirup zugefügt. Schon besser, für mich könnte es aber ruhig noch ein wenig mehr Coconut-Feeling Tasting sein. 

Die Textur des Kuchens gefällt mir.

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Die Krume ist schon weich und saftig, was bestimmt an der fettigen Kokosmilch liegt. Ich habe schon überlegt, demnächst bei einem stinknormalen Rührkuchen die Milch durch Kokosmilch zu ersetzen und bin gespannt, ob das funktioniert. 

Alles in allem ist dieser "Puffer" ein empfehlenswerter Kuchen, der hübsch aussieht, schön schokoladig ist und sogar einen Versand in das Land der Gardofflbuffr und des Groidr-Gwoargs ohne Unfall übersteht. 

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Marmorpuffer mit doppelt Kokos (M)
Kategorien: Rodonkuchen, Marmorkuchen, Kokos, Kokosmilch
Menge: 2 Formen, 18-20 cm Durchmesser oder 1 Form, 26 cm Durchme

Zutaten

300 Gramm   Butter, weich
400 Gramm   Mehl
200 Gramm   Zartbitter-Kuvertüre
300 Gramm   Zucker
1/4 Teel.   Salz
5     Eier, Gr. L
1 Pack.   Weinstein-Backpulver
100 Gramm   Kokosmilch, ungesüßt
25 Gramm   Kokossirup
50 Gramm   Kokosraspeln
15 Gramm   Kakao
25 Gramm   Kokosfett 

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Lecker Spezial 01/12
  Erfasst *RK* 20.03.2012 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 160° C vorheizen.

2 kleine Springformen mit Rohrbodeneinsatz fetten und mit Mehl ausstäuben.

Kuvertüre hacken. Kokosraspeln in einer trockenen Pfanne anrösten.

Butter schmelzen, mit Zucker, Kokossirup und Salz in der Küchenmaschine hellcremig aufschlagen. Eier einzeln unterrühren. Kokosmilch unterziehen, Mehl und Backpulver mischen und schnell unterziehen.

Teig halbieren. Unter eine Hälfte Kokosraspeln, unter die andere Hälfte Kakao und 50 g gehackte Kuvertüre rühren. Erst den hellen, dann den dunklen Teig je zur Hälfte in die Formen füllen. Beide Teige mit einer Gabel sprialförmig durchziehen und glatt streichen.

35-45 Minuten backen, Stäbchenprobe machen. 10 Minuten auskühlen lassen. Dann aus der Form stürzen und vollständig auskühlen lassen.

Für die Glasur 150 g Kuvertüre und Kokosfett schmelzen, etwas abkühlen lassen. Kuchen mit der Glasur überziehen, mit Kokosraspeln bestreuen und den Guss fest werden lassen.

Anmerkungen, Jutta:

2012 03 06 Nach Originalrezept hergestellt. Hat überhaupt nicht nach Kokos geschmeckt.

2012 03 11 Kokosrapseln geröstet, Kokossirup zugefügt. Jetzt schmeckt man den Kokos etwas, aber nicht sehr intensiv. Kuchen fluffig, schöne Konsistenz, wohl wegen der fettigen Kokosmilch.

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Ameisenkuchen (M)

 

Ameisenkuchen (M)

Eines könnt ihr sofort vergessen, wenn ihr den Kuchen backen wollt. Die Ameisen. Ich habe überall gesucht, die Biester sind im Winter unauffindbar. Den halben Garten habe ich sorgfältig ausgehoben, um an die Krabbelviecher ranzukommen. Nix.

Ameisensuche

Der Kuchen ist flott gemacht (wenn man auf die Ameisen verzichtet), er schmeckt fein und sieht gut aus. Sahne dazu kann nicht schaden.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Ameisenkuchen (M)
Kategorien: Rührteig
Menge: 1 Rodonform

Zutaten

250 Gramm   Butter
180 Gramm   Zucker
2 Teel.   Vanillezucker
1 Prise   Salz
4     Eier
250 Gramm   Mehl
1 Pack.   Backpulver
250 Gramm   Eierlikör
160 Gramm   Schokoblättchen, zartbitter
      Puderzucker zum Bestäuben

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  Anneliese Hillebrand, "Erprobte Backrezepte"
  ISBN978-3-87716-730-4
  Erfasst *RK* 17.01.2012 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen. Rodonform fetten und mit Mehl bestäuben.

Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig rühren. Eier einzeln unterühren. Mehl mit Backpulver mischen, unterrühren. Eierlikör zufügen und unterziehen. Schokostreusel unterheben.

Den Teig in die Form füllen und 55-60 Minuten backen. Stäbchenprobe!

Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestreuen.

Anmerkungen, Jutta: schnell und gut. Kuchen war nach 45 Minuten noch nicht gar. Weitere 10 Minuten gebacken.

Gebacken: 16.01.2012

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Die Schnuppschnüss hat Geburtstag, fallerallalaah… und futtert Ovo Cream-Orangen-Gugelhupf (M)

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Seit vier Jahren, man glaubt es kaum, bin ich nun schon Teil eines Dreamteams, den lieben Lesern bekannt als dem Manzfred seine Schnuppschnüss. Seit vier Jahren steht der gute Manzfred brav in unserer Küche und heizt ein, dass es eine wahre Freude ist. Ohne den Ofen wäre mein Backwahn nur halb so schön und ich kann mir nicht vorstellen, ohne ihn zu sein – den Ofen… na ja, auch den Backwahn. Der Kauf war wirklich eine gute Entscheidung, die ich nicht bereut habe. Außer ganz am Anfang, als wir uns noch aneinander gewöhnen mussten und ich mir eine Brandblase nach der anderen eingefangen habe. Aber das war ja schnell vorüber, ich habe mich ganz dem Charme des Ofens ergeben und seitdem arbeiten wir geschmeidig zusammen, der Manzfred und ich.

Neben dem Kauf des Backofens hat sich natürlich auch auf Nebenschauplätzen viel entwickelt. Ich habe tolle Rezepte gefunden, Unmengen an Kochbüchern und -zeitschriften gekauft, viele neue Gerichte ausprobiert (und noch viele viele viele mehr auf die unendlich lange Nachmachliste gesetzt), aber vor allem habe ich eine Menge interessanter Menschen kennen gelernt. Virtuell zunächst, immer öfter aber auch real. Mag sein, dass ich zur Friede-Freude-Eierkuchen-Fraktion gehöre, aber ich freue mich, dass die Foodblogger so herzerfrischend sympathische, umgängliche Zeitgenossen sind, mit denen man sich auf Anhieb versteht. Wenn ich die Gespräche der Treffen Revue passieren lasse, fällt mir auf, dass wir uns gar nicht so sehr über das Essen und Trinken ausgetauscht haben, sondern facettenreich und breit gestreut über die Dinge des Lebens sinnierten.

Durch das Bloggen bzw. den Austausch mit Kommentatoren oder das Lesen in anderen Blogs haben wir es bis nach Frankreich geschafft, um dort einen tollen Urlaub zu verbringen. Da ist Norbert dann in die Bresche gesprungen und mitgefahren, weil Manzfred partout Daheim bleiben wollte. Komischer Vogel!

Wir sind Teilnehmer an Bloggertreffen gewesen, haben ein wunderbares Hobby, das Geocaching, durch eine Foodbloggerin lieben gelernt und das ein oder andere Küchengerät wollte auch unbedingt in unser Heim einziehen. Ich kann in der Beziehung ziemlich schlecht nein sagen, zum Glück haben wir einen großen Keller.

Inspiration, Motivation (durch Andere) und Transpiration (durch mich) waren und sind meine ständigen Begleiter – aber auch Grenzen werden mir immer wieder aufgezeigt. Manche Koryphäen des Koch-, Back- und Schreibhandwerks sind schlicht unerreichbar und lassen mich, auf einer bodennahen Stufe des Treppchens zum Bloggerhimmel stehend, mit offenem Mund staunend hochschauen.

Manche Blogger und Leser sind gute Bekannte, ab und an sogar Freunde und Vertraute geworden, mit denen ich nicht nur die goldenen Seiten des Lebens teile.

Summasummarum: Ich danke euch! Kuchen?

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Das tolle Rezept eines super-lockeren Rührkuchens mit Ovomaltine-Creme und Orangenabrieb stammt von Petra, der Bloggerin, deren Rezepte ich am häufigsten mopse. Die klappen immer, sind immer lecker und man fühlt sich immer so, als würde man bei Holzapfels am Tisch sitzen. Wenn das mal keine Gründe sind, mit dem Nachmachen zu beginnen…

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Ovo Cream-Orangen-Gugelhupf (M)
Kategorien: Rührkuchen, Rodonform, Ovomaltine, Orangenschale
Menge: 1 Bundform, groß

Zutaten

375 Gramm   Weizenmehl, Type 405
13 1/2 Gramm   Weinsteinbackpulver
5     Eiweiß
1 Prise   Salz
400 ml   Schlagsahne
30 Gramm   Vanillezucker; selbst gemacht
250 Gramm   Zucker
5     Eigelb
200 Gramm   Ovomaltine Crunchy Cream
2     Bio-Orangen: abgeriebene Schale
35 Gramm   Milch

Quelle

  Modifikation des von Petra modifizierten Originals von
  Anke Gröner bzw. esskultur.at
  Erfasst *RK* 16.12.2010 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Eine große Bundform buttern und mit Mehl ausstreuen.

Manzfred auf 160° C vorheizen.

Das Mehl mit dem Weinsteinbackpulver vermischen.

Die Eiweiße mit dem Salz steif schlagen.

Die Schlagsahne halbsteif schlagen, dann nach und nach den Zucker und Vanillezucker einrieseln lassen. Nun mit einem Schneebesen erst die Eigelbe, dann die Ovomaltinecreme und die Orangenschale unterrühren.

Jetzt mit dem Schneebesen im Wechsel behutsam Mehl, Eischnee und Milch unterheben.

Den Teig in die vorbereitete Form füllen und 1 Stunde backen (Stäbchenprobe). Herausnehmen und etwa 5 Minuten abkühlen lassen, dann den Kuchen auf einen Rost stürzen und komplett auskühlen lassen.

Mit Puderzucker bestäuben.

Dazu passt prima eine mit Cointreau parfümierte, nur leicht gesüßte Schlagsahne (200 ml Schlagsahne, 1 Tl Puderzucker, 2 El Cointreau).

Anmerkungen, Jutta:

Gebacken 08.08.2011 / sehr gut – leichter Orangengeschmack, sehr locker.

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Übrigens habe ich das Rezept gleich nach Veröffentlichung gelesen und dann wieder partiell vergessen. Als ich in einem Laden Ovomaltine sah (die ich noch nie zuvor gekostet hatte), habe ich gleich zugegriffen. Zuhause habe ich dann bemerkt, dass ich kein Pulver, sondern Creme für das Rezept benötigte. Diese wiederum war nicht so leicht zu ergattern, aber mittlerweile habe ich eine Bezugsquelle entdeckt. Zum Glück, der Kuchen ist wirklich klasse. Sahne im Teig statt Butter oder Margarine macht wirklich was her.

Aprikosen-Mandelkuchen (M)

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Im letzten Jahr ist eine Sonderausgabe der Living at Home mit uns nach Frankreich in Urlaub gefahren. In die heimische Küche hat sie es bis vor ein paar Tagen allerdings nicht geschafft.

Nun habe ich wegen diverser Wanderprojekte in nächster Zeit mal einen Kuchen ausprobiert, der saisonalen Obstanteil mit rucksacktauglicher Gestalt vereint. Papierstapel aufräumen lohnt! – ohne diesen Anfall hätte ich das Rezept nie gefunden.

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Das Wandervorhaben mit Selbstgebackenem aus eben diesem Presseerzeugnis zu unterfüttern war nicht die schlechteste Idee und die schönen Bildchen im Heft versprechen weitere Genüsse.

Der Kuchen ist saftig und locker, er lässt sich prima einfrieren und wenn er jetzt auch noch die Form behält, dann bin ich rundum zufrieden. Apropos rund… ein weiterer Vorteil dieses Kuchens ist, dass er weder Butter noch Margarine enthält. Der ist so leicht, der schwimmt sogar in Milch – na ja, fast…wenn ich die beiden Becher Sahne weg gelassen hätte.

Gelacht hab ich auch ziemlich – sauer macht halt lustig. Puderzucker draufgestäubt  und schon zogen Schwaden heiligen Ernstes durch die Wohnstatt. Da müsst ihr jetzt selber entscheiden, was euch lieber ist. Ich jedenfalls habe den Zucker beim nächsten Stück wieder weg gelassen. 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Aprikosen-Mandelkuchen (M)
Kategorien: Obst, Amaretto, Aprikosen, Blechkuchen
Menge: 1 Fettpfanne

Zutaten

H FÜR DEN BODEN
400 ml   Sahne
200 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
10 Gramm   Vanillezucker
1     Zitrone, die Schale
4     Eier, Gr. M
375 Gramm   Mehl
1 Pack.   Backpulver
H MANDELGUSS
4     Eier
100 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
45 Gramm   Amaretto
200 Gramm   Mandeln, abgezogen, gemahlen
75 Gramm   Amarettini, grob zerbröckelt
H BELAG
3/4-1 kg   Aprikosen

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Living at Home Spezial, 3/2010
  Erfasst *RK* 22.07.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Aprikosen entsteinen und halbieren.

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Sahne mit Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Salz halb steif schlagen. Eier einzeln unterziehen. Mehl und Backpulver sieben und unter die Sahnemasse ziehen. Auf eine gefettete Fettpfanne streichen.

Für den Mandelguss die Eier trennen. Eigelb mit Zucker und Likör schaumig aufschlagen. Eiweiß mit Salz steif schlagen. Mandeln unter die Eigelbmasse ziehen, Eischnee unterheben. Amarettini unterrühren.

Den Guss auf dem Rührteig verteilen, Aprikosen gleichmäßig auflegen.

15 Minuten backen, dann Temperatur auf 160° C reduzieren. Weitere 15 Minuten backen. Falls der Kuchen zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken. Stäbchenprobe machen.

Anmerkungen, Jutta:

Sehr lockerer Kuchen. Am besten noch mit Puderzucker bestäuben, ist sonst ein wenig sauer. Der Mandelguss passt prima zu den Aprikosen. Bestimmt auch gut mit Kirschen.

Aprikosen können auch auf den Teig gelegt, danach den Guss aufbringen. 

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23.07.2011:

Heute musste der Kuchen seine Wandertauglichkeit unter Beweis stellen. In eine lock 'n' lock-Dose fest gepackt, konnte er einwandfrei transportiert werden. Aber der Kuchen ist so locker und durch den Belag so saftig, dass er nur bedingt geeignet ist, mit den Fingern verzehrt zu werden. Für die heimische Kaffeetafel ist er sehr zu empfehlen, als Wegzehrung eher nicht.

Feine Schokoladenküchlein (M)

Schokoladenküchlein

Den Teig für die Küchlein habe ich in der letzten Woche schon einmal gebacken. Als Torte, die mit Johannisbeergelee gefüllt und bestrichen wurde. Umhüllt war die Torte, die als Geschenk diente, mit einer Glasur aus Schokolade und Sahne. Ist ganz gut angekommen bei dem Beschenkten.

Diesmal wollte ich kleine Törtchen backen, ganz pur, ohne Schnickschnack. Hab ich auch gemacht.

Schokoladenküchlein

Die Teigmenge reichte exakt für ein Backblech mit sechs Mulden für Miniguglhüpfer, die uns bestens geschmeckt haben. Dazu noch einen Hauch Sahne und der Genuss ist perfekt.

Schokoladenküchlein

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Feine Schokoladenküchlein (M)
Kategorien: Torte, Kuchen, Schokolade
Menge: 6 Kleine Guglhüpfer

Zutaten

150 Gramm   Margarine
75 Gramm   Zucker
1 Pack.   Vanillin-Zucker
1 Prise   Salz
150 Gramm   Zartbitterschokolade, geschmolzen
2     Eier (Größe M)
4     Eigelb (Größe M)
150 Gramm   Weizenmehl
15-25 Gramm   Kakaopulver
1 gestr. TL   Backpulver
4     Eiweiß (Größe M)
75 Gramm   Zucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Dr. Oetker "Backen in flexiblen Formen"
  ISBN 9783767008007
  Erfasst *RK* 23.06.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Schokolade in einem feuerfesten Messbecher im Miele bei 35° C ca. 30 Minuten schmelzen. Die Guglhupfmulden fetten. Manzfred auf 160° C vorheizen.

Margarine mit Zucker, Salz und Vanillezucker in der Küchenmaschine weiß-cremig aufschlagen. Eier und Eigelb nach und nach unter die Fett-Zucker-Masse rühren. Schokolade während langsamen Rührens einfließen lassen und gut verrühren. Mehl und Backpulver auf die Masse sieben, zügig unterziehen. Eiweiß steif schlagen. Nach und nach Zucker unterschlagen. Eischnee vorsichtig unter den Teig heben.

Masse gerecht auf die sechs Mulden verteilen. 25 Minuten backen, Guglhüpfchen aus der Form lösen und gut auskühlen lassen. Nach Belieben mit Puderzucker bestreuen.

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Marzipan-Marmorkuchen (M-TM)

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In der neuesten Ausgabe der Lecker-Zeitschrift wurde ein Marmorkuchen präsentiert, der nicht nur Marzipan als Zutat enthielt, sondern auch Kakao und geschmolzene Schokolade im dunklen Teig. Zudem war das Rezept noch mit dem Zusatz "de luxe" versehen, der Schritt zum Ausprobieren war deshalb nur klein.

Am Wochenende gab es diesen Kuchen, mit dem wir sehr zufrieden waren. "De luxe" war er wahrscheinlich nicht mehr, weil ich die vorgeschriebene Art der Dekoration mit zwei Sorten Schokolade unter den Küchentisch fallen ließ. Aber die geschmolzene Schokolade und das Marzipan im Innern verströmten schon soviel Exklusivität, dass es für uns reichte. Mehr Luxus musste nicht sein, deshalb wurde der Kuchen profan mit Puderzucker bestreut.

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Der Amaretto schmeckte stark durch, das habe ich so nicht erwartet und der Geschmack war mir ein wenig zu intensiv. Norbert hingegen gefiel diese Komponente in genau der Dosierung bestens.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Marzipan-Marmorkuchen (M-TM)
Kategorien: Rührkuchen, Marzipan, Schokolade
Menge: 1 Guglhupfform von 1,6 Litern

Zutaten

200 Gramm   Margarine (oder Butter)
200 Gramm   Marzipanrohmasse
6     Eier, Gr. M
150 Gramm   Zucker
2 Pack.   Vanillezucker
      Salz
150 Gramm   Mehl
80 Gramm   Weizenvollkornmehl
6 Gramm   Backpulver
100 Gramm   Mandeln, gehäutet, gemahlen
100 Gramm   Zartbitterschokolade
20 Gramm   Kakao, dunkel
20 Gramm   Amarettolikör
      Puderzucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Zeitschrift "Lecker"
  Ausgabe 04/11
  Erfasst *RK* 21.03.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Eine Guglhupfform fetten. Marzipan im Thermomix zu kleinen Bröckchen zerkleinern. Umfüllen. Eier trennen. Manzfred auf 150 °C vorheizen (entspricht der Temperatur für Heißluft im konventionellen Ofen).

Backen konventionell: O + U-Hitze 175° C / Gas Stufe 2

Schokolade in Stücke brechen, im TM auf Stufe 8 zerkleinern. 15 Minuten bei 37° C schmelzen. Eventuell noch ein paar Minuten bei 50° verflüssigen.

In der Zwischenzeit Margarine in der Küchenmaschine glatt rühren. Eigelbe einzeln unterziehen, 100 g Zucker, Marzipan und Vanillezucker so lange unterrühren, bis der Teig sämig ist und sich der Zucker gelöst hat.

Eiweiß und 1 Prise Salz mit den Schneebesen des Rührgeräts nicht zu steif schlagen, dabei 50 g Zucker einrieseln lassen.

Mehl, Vollkornmehl, Backpulver und Mandeln mischen. Eischnee und Mehlmischung locker mit einem Kochlöffel zügig unter die Fett-Ei- Masse rühren.

Ca. 1/3 des Teiges mit Kakao, flüssiger Schokolade und Amaretto mit Hilfe eines Kochlöffels verrühren.

Die Hälfte des hellen Teiges in die Form füllen. Dunklen Teig darauf verteilen. Restlichen hellen Teig einfüllen und mit einer Gabel spiralförmig durcharbeiten.

60 Minuten backen. Nach ca. 45 Minuten Stäbchenprobe machen. Auf ein Kuchengitter setzen und ca. 10 Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann stürzen und auskühlen lassen.

Mit Puderzucker bestäubt servieren.

Anmerkungen, Jutta:

Schmeckt prima. Ich würde beim nächsten mal 5 g weniger vom Amaretto verwenden.

Im Original wird der Kuchen nach dem Abkühlen zunächst mit dunkler Kuvertüre und nach deren Trocknen nochmals mit heller Kuvertüre überzogen.

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Nachgemacht: Kirsch(li)-Kuchen (M)

  Kirschlikuchen (M)_0012
Früher konnte man mich ja mit Sauerkirschkuchen jagen. Und mit der Kombination aus Obst und Schokolade sowieso. Woher die erste Aversion rührt, weiß ich nicht. Die Zweite kann ich erklären:

Meine Omma passte mal, vor langer, langer, sehr langer Zeit, als die Schnuppschnüss noch ein Schnüsschen war, auf mich und meine drei jüngeren Schwestern auf (eine Tüte Mitleid, bitte – heute geht's aber…). Uns Vieren ist seitdem eine Erinnerung ins Gedächtnis gebrannt: Omma servierte eines Tages Schokoladenpudding  mit Erdbeeren als Dessert und wir sollten diese unsägliche Plörre essen. Danach gab es einen derartigen Zwergenaufstand, dass meine Eltern sofort ihre Reise abbrachen. Verschärfend kam hinzu, dass Peggy, der Hund des Hauses, acht Welpen während Ommas Aufenthalt gebar, ein Umstand, der nicht wirklich zur Entspannung der häuslichen Situation beitrug. Wie dem auch sei, fortan war mir Obst mit Schokolade ein Gräuel, der Verzehr undenkbar.

Mit steigendem Alter wird frau, wie ihr Alle wisst, wagemutig, abenteuerlustig und unerschrocken (oder vergesslich? Schwamm drüber!). Deshalb fand immer häufiger, zunächst in Form von Donauwellen, der verpönte Mischmasch mein Gefallen. Mittlerweile überfällt mich nur noch selten Zurückhaltung (Erdbeeren, in Schokolade gestippt – schüttel), manchmal kann ich mich im Gegenteil ü-ber-haupt nicht bändigen, wenn ich bestimmte Bilder auf meine Netzhaut projiziert bekomme.

Ulrike von Küchenlatein machte sowas mal wieder mit mir – sie ließ meine Stäbchen und Zapfen summen, als ich ihr  Rezept mit Foto vom Kirsch(li)-Kuchen sah. Der musste es sein und zwar schnellstens. Innerhalb von neun Tagen stand er bereits zwei Mal bei uns auf dem Tisch, vor allem, weil der Herr Schnuppschnüss ihn so genial findet. Ich aber auch. Beide 🙂

Beim ersten Mal habe ich ihn mit Butter gebacken, beim zweiten Mal mit Margarine. Ich wollte ja nie, nie, nie mehr Margarine essen, weil ich jetzt weiß, wie sie hergestellt wird. Aber da waren noch so viele Päckchen im Kühlschrank und die alle wegwerfen? Ich habe sie dann für den Kuchen verwendet und ich muss gestehen, der mit Margarine hat mir besser geschmeckt.

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 Der Teig wird halt lockerer mit dem Zeug, ich kämpfe wirklich mit mir, ob ich nicht doch wieder, zumindest bei Rührkuchen, auf Margarine umschwenken soll. Ungehärtete natürlich.

Ach, diese Diskussion führen wir später. Jetzt erst mal das Rezept, so wie ich es gemacht habe. Das Original findet ihr bei Frau Küchelatein, falls es der Ostwestwind nicht weggeweht hat und falls ihr, so ihr es noch nicht oben gemacht habt, auf diesen Link klickt. 

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kirsch(li)-Kuchen (M) – Rührkuchen aus Kirschen und Schokoladenflocken
Kategorien: Backen, Rührteig, Kirschen, Schokolade, Knaller
Menge: 1 Springform 26 cm Ø

Zutaten

175 Gramm   Margarine
100 Gramm   Zucker
10 Gramm   Vanillezucker
1/2 Teel.   Salz
10 Gramm   Amaretto-Sirup
3     Eier, Größe M
200 Gramm   Weizenmehl, Type 550
8 Gramm   Backpulver
100 Gramm   Schokoladenblättchen
1 Glas   Sauerkirschen, 340 g Abtropfgewicht
H ZUM SERVIEREN
      Puderzucker
      Schlagsahne

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original stammt von Küchenlatein, nach einer Idee
  vom Doktor aus Bielefeld
  http://ostwestwind.twoday.net/stories/11886283/
  Erfasst *RK* 29.01.2011 von
  Ulrike Westphal

Zubereitung

Margarine und Eier auf Zimmertemperatur bringen. Manzfred auf 160° C vorheizen. Springform von 26 cm Ø fetten.

Margarine, Zucker, Vanillezucker, Salz, Sirup und Eier in der Küchenmaschine innerhalb von ungefähr fünf Minuten zu einer homogenen Masse verarbeiten. Mehl, Backpulver und Schokoblättchen zufügen und sehr zügig unterarbeiten.

Teig in die Form geben und glatt streichen. Die Sauerkirschen darauf verteilen und dabei einen Rand von 1 cm frei lassen. Die Kirschen etwas in den Teig drücken.

50 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.

Springformrand und Kuchen vom Boden lösen und den Kuchen auf dem Springformboden auf einem Gitterrost erkalten lassen. Vor dem Servieren nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkungen, Jutta:

Sehr gut! Sehr locker, sehr lecker, prima. Lässt sich gut aufbewahren. Mit Sahne unschlagbar.

=====

So, jetzt kann die liebe Mama, der ich vom Kuchen vorgeschwärmt habe, auch endlich mit dem Nachbacken beginnen. Viel Spaß!

 

Aprikosen-Butterstreusel (M-TM)

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Endlich ist das Wetter wieder so gut, dass wir an den Wochenenden unserem Hobby frönen können. Geocaching ist angesagt, was viel mehr Spaß macht, wenn es nicht klirrend kalt ist, Glatteis herrscht oder man sich durch meterhohe Schneewehen wühlen muss.

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Nicht, dass wir das gemacht hätten. Aber wenn wir unterwegs gewesen wären, ja dann…

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So blieben wir während des Dezembers fast ausschließlich im Häuschen, der Januar sah schon besser aus, den Februar konnte man beinahe mit "business as usual" bezeichnen.

Vor allem die letzten beiden Wochenenden haben uns nicht nur wunderbare Touren durch uns unbekannte Natur in nächster Nähe zum Wohnort beschert und uns bei der Bergung bestimmter "Behälter" zur Anwendung von Tricks und Finten gezwungen,

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nein, wir haben auch alles getan, damit wir während der Anstrengungen (vorgestern 8,5 km – eine Woche zuvor 19,3 km) nicht vom Fleisch fallen. Wobei ich erwähnen muss, dass die mickrigen 8,5 km nur deshalb zustande kamen, weil ich, am Zielort angekommen, feststellen durfte, dass ich das GPS-Gerät Daheim vergessen hatte. Ich Idiot! Also wieder zurück gefahren, das Gerät geholt, Zeit verloren, grrr!

Frisurtechnisch stand mir alles zu Berge, da musste Abhilfe geschaffen werden. Und Alle: "Du hast die Haare schön…"

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Fett! Kohlenhydrate! Eiweiß! Und zwar eine Menge davon, genau das hatten wir im Gepäck, als wir uns auf den Weg machten. Neben Kartoffelsalat und Frikadellchen (Vitamine! = Sprossen)

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auch einen knusprigen, wunderbaren Rührkuchen, der uns zu ungeahnten Höchstleistungen trieb. In einem Stück sind so viele Nährstoffe enthalten, dass nach Verzehr sogar Raver auf Ecstasy ihre Pillen in den Müll schmeissen könnten, ohne auch nur eine Sekunde zu schwächeln, während sie sich durch die Nacht zappeln.

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Wir jedenfalls wären vor gut einer Woche auch noch weiter gelaufen, wenn nicht die Nacht über uns hereingebrochen wäre. Das kann nur am Kuchen gelegen haben. Hier also das Rezept, diesen Energieschub will und kann ich euch nicht vorenthalten:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Aprikosen-Butterstreusel (M-TM)
Kategorien: Blechkuchen, Rührteig, Konfitüre, Streusel
Menge: 1 Fettpfanne (32×39 cm) / 24 Stücke

Zutaten

H FÜR DIE STREUSEL
350 Gramm   Butter
500 Gramm   Mehl
250 Gramm   Zucker
20 Gramm   Vanillezucker
1 Prise   Salz
H FÜR DEN TEIG
250 Gramm   Weiche Butter
200 Gramm   Zucker
10 Gramm   Vanillezucker
1 Prise   Salz
1     Bio-Zitrone, die abgeriebene Schale
4     Eier (Gr. M)
75 Gramm   Speisestärke
250 Gramm   Mehl
8 1/2 Gramm   Backpulver
H FÜR DIE FÜLLUNG UND DEKORATION
440 ml   Aprikosen-Amaretto-Konfitüre (eigene Herstellung)
      Puderzucker zum Bestäuben

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Zeitschrift "kochen & genießen"
  Ausgabe 3/2011
  Erfasst *RK* 18.02.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Die Fettpfanne fetten und mit Mehl bestäuben.

Für die Streusel die Butter bei schwacher Hitze schmelzen. Mehl, Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz mischen. Flüssige Butter zugießen, dabei mit den Knethaken des Handrührgerätes zu Streuseln verkneten. Kalt stellen.

Backofen vorheizen:

Manzfred: 180° C

E-Herd: 200°C / Umluft: 175°C / Gas: Stufe 3

Für den Teig Butter, Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und 1 Prise Salz in der Küchemaschine cremig rühren. Eier nacheinander im Wechsel mit der Stärke unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und sehr zügig unterrühren.

Rührteig auf die Fettpfanne streichen. Konfitüre glatt rühren und auf den Teig streichen. Streusel daraufstreuen. Sollte der weiche Streuselteig zu sehr aneinander kleben, mit den Fingern auseinander zupfen.

Backzeit, Manzfred: 40 Minuten

Backzeit, herkömmlicher Ofen: ca. 30 Minuten

Fertigen Kuchen gut auskühlen lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

ANMERKUNGEN, JUTTA:

Schmeckt sehr gut. Prima zum Mitnehmen geeignet.

Streusel im Thermomix hergestellt. Butter bei 37° C 10 Minuten geschmolzen, restliche Zutaten zugefügt und bei Sichtkontakt / Stufe 5 / zu Streuseln verarbeitet.

=====

Kleiner Tipp: Beim Verzehr Zuhause den kühlschrankkalten Kuchen kurz erwärmen. Die Buttermassen sind halt ziemlich hart, wenn der Kuchen aus der Kälte kommt. Nach dem Temperieren sind sie weicher und die Stückchen schmecken nochmal so gut.

PS: Und immer schön auf Muggel achten!

GC Berger-Bischofsheimer Hang_0020 - Schwarzspecht

Sandkuchen (M) – so ungefähr

Die Bezeichnung "Sandkuchen" ist ein wenig irreführend, denn beim Backen von Sandkuchen wird in Deutschland neben dem Mehl immer Speisestärke verwendet.  Das ist hier nicht der Fall. Ich kenne den Kuchen unter der Bezeichnung Eischwer-Kuchen oder Pfundkuchen.
 
Sandkuchen
"Pfund auf Pfund" – da kann sich Jeder vorstellen, was in so einen Kuchen hineinkommt. Von Allem ein Pfund halt. Ein Pfund Mehl, ein Pfund Zucker, ein Pfund Butter, ein Pfund Eier (mit Schale gewogen – ohne Schale verwendet), ein Pfund eine Prise Salz, 1 Päckchen Backpulver. Mehr ist nicht. Mir war dieser Kuchen immer suspekt. Ein Pfund Butter! Das sind zwei Päckchen!! Und dann die ganzen Eier. 500 Gramm Zucker! Oh nein – Fett- und Kohlenhydratealarm (!!!), dem musste ich entrinnen. In meinem ganzen Bäckerinnenleben habe ich diesen Kuchen noch nicht gebacken.

Dann trug es sich jedoch zu, dass ich mir ganz zufällig, wie es häufiger passiert, ein nettes Backbuch zulegte. Trish Deseines 'I love cake', dessen Veröffentlichung hier und da erwähnt wurde. Auf Valentinas Kochbuch konnte man davon lesen, bei den Buchgourmets ebenfalls. Ich musste einfach zuschlagen.

Zugeschlagen hätte ich das Buch tatsächlich beinahe, als ich das erste Rezept sah – Sandkuchen aka Pund-auf-Pfund, ich war fertig mit der Welt. Aber als ich dann nochmal genau hinschaute, da war mit gleich wohler. Soooo viele Fett- und Kohlenhydratalarme waren das ja gar nicht. Ich kann sogar ohne schlechtes Gewissen behaupten, dass quasi nur noch die Hälfte der Bösewichte vorhanden waren.

Na gut, es war auch nur die halbe Menge Teig, aber trotzdem, irgendwie las sich das alles nicht so grauenvoll. Ich machte mich also ran. Die Eier wogen 236 Gramm mit Schale – sagen wir 250 g, dann gibt es keinen Butterrest und dieses Gewicht diente dann als Grundlage für die anderen Zutaten.

Das Backwerk ist wirklich problemlos in der Herstellung. Es handelt sich um einen einfachen, gehaltvollen Rührkuchen, einen Alltagskuchen für Menschen, die nicht allzu sehr auf ihre Linie achten müssen. Nichts, was einen vor Staunen erstarren lässt, solides Handwerk eben.

Sandkuchen

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Sandkuchen (M)
Kategorien: Pfund-auf-Pfund, Einfach, Schnell, Trish Deseine
Menge: 1 Kastenform, mittelgroß

Zutaten

4     Eier (ca. 250 Gramm)
250 Gramm   Butter (das Gewicht der Eier)
250 Gramm   Zucker (das Gewicht der Eier)
1 Prise   Salz
250 Gramm   Mehl (das Gewicht der Eier)
1/2 Pack.   Backpulver

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "I love cake", Trish Deseine
  Erfasst *RK* 17.01.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Butter und Eier rechtzeitig aus dem Kühlschrank holen, damit sie bei Verwendung Zimmertemperatur haben. Manzfred auf 170° C vorheizen. Eine mittelgroße Kastenform fetten und bemehlen.

Die Butter mit Zucker und Salz so lange schlagen, bis ein helle Masse entstanden ist. Nach und nach die Eier zufügen und sorgfältig unterziehen. Das dauert etwa fünf Minuten.

Das Mehl mit dem Backpulver auf die Grundmasse sieben und schnell unterziehen. Keinesfalls zu lange rühren, das schadet der Lockerheit des Kuchens.

Den Teig in die Form füllen und 50 Minuten backen. Nach erfogreicher Stäbchenprobe aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten in der Form belassen und dann vorsichtig stürzen. Komplett erkalten lassen.

Anmerkungen, Jutta: schlicht, einfach, gehaltvoll, schmeckt. Kann man gut mitnehmen. Sandkuchen kenne ich aber nur mit einer Mischung aus Mehl und Speisestärke.

=====

Geschmeckt hat er, auch zum Mitnehmen ist er prima geeignet. Aber andauernd backen würde ich ihn nicht.

Tipp: Rührkuchen immer aus zimmerwarmen Zutaten herstellen, so verbinden sich die Komponenten optimal.