Gelleroumkoung

Ja, das verstehen nur die Eingeweihten, die aus Nünnberch und drumherum, Frrrrrangen halt. Ich finde diesen Dialekt so putzig und stelle mir immer Herrn Marquard vor, wie er so vor sich hin schwadroniert. Oder den Alexander  Herrmann  oder Karin (huhu Karrrrrin!).

Deshalb musste ich auch beim Lesen des Kochbuches sooo lachen, es war unwahrscheinlich. Ausdrücke wie „Budderzeich“, „Budding“, „Zibberlassooß“ oder „Schellee“ riefen bei mir Lachsalven hervor, vielleicht hat es deshalb so lange gedauert, bis ich endlich mal was ausprobiert habe aus dem Buch.

Das bekam ich von meinem Mann Anno Domini 2007 als Mitbringsel von einem Aufenthalt in Nürnberg überreicht und es trägt den Titel

Sadd & Dsufriedn – Das Neue Nürnberger Backbuch

Als Autoren werden M. Allmächd & A. Brenzlich angeführt. Spätestens nach dem Lesen dieser Namen kann man erahnen, was einen auf den nächsten 171 Seiten erwartet.

Es wird nicht nur gebacken, auch süße Speisen wie „Budding“ sind im Angebot. Insgesamt sind 160 Rezepte enthalten, von Aufläufen über Marmeladen, Breien, Gebackenem und Trinkbarem. Wie ich finde, eine gelungene Mischung.

Auch die Geschichte der Nürnberger Zuckerbäckerzunft wird zum besten gegeben, das Buch enthält neben den Rezepten viele Fotos und ist gespickt mit Anekdoten voller Lokalkolorit. Ein liebevoll gemachtes Buch, das mir erst beim neuerlichen Lesen so richtig ans Herz gewachsen ist.

Ich musste dann auch gleich mal ein Rezept ausprobieren, was mit Gelleroum – die habe ich derzeit im Überfluss zur Verfügung. Bei diesem mysteriösen Zeug handelt es sich um Möhren – Gelbe Rüben, die mit Nüssen und Ei zu einem wunderbar flaumigen, saftigen Kuchen vermählt werden. Der ist bei mir allerdings sehr stark in der Mitte eingesunken.

Tat dem Geschmack aber keinen Abbruch, sah nur doof aus. Beim nächsten Mal werde ich den Kuchenteig zu einer Kuppel formen und hoffen, dass er nicht so absinkt. Kann auch daran liegen, dass ich sieben statt fünf Eiweiß verwendet habe. Bei sieben Eiern erschien mir das irgendwie vernünftig.

Das Schlimmste, ja, die reinste Tortur, ist… Man muss den Kuchen zwei bis drei Tage undekoriert durchziehen lassen. Das ist toll, wenn man wenig Zeit hat und ein Fest ansteht. Mittwochs backen, samstags essen. Spitze!

Und blöd, wenn man Lust auf Kuchen hat, die Eigelbe schon in der Rührschüssel tanzen und man dann das Rezept bis zum Ende liest. Ok, wir waren mutig und haben den Kuchen einfach schon mal angeschnitten, überlebten diesen Frevel und fanden das Gebäck gut.

Eben, nach zwei Tagen, habe ich neuerlich ein wönzigös Stückchen probiert und ich sage euch – kein Vergleich. Der Koung hat wirklich durch das Ruhen sehr gewonnen, das sollte man also unbedingt einkalkulieren beim Planen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gelleroumkoung (Gelberübenkuchen)
Kategorien: Möhren, Kuchen, Backen, Nüsse
Menge: 1 Springform mit 26cm Durchmesser


Zutaten

200 Gramm Möhren
7 Eier
200 Gramm Zucker
1 Prise Salz
1/2 Teel. Zimt
1 Messersp. Nelken, gemahlen
2 Essl. Kirschwasser
100 Gramm Walnüsse (Mandeln waren aus)
200 Gramm Haselnüsse
50 Gramm Semmelbrösel
50 Gramm Mehl
5 Gramm Backpulver
100 Gramm Zucker
H DEKO
200 Gramm Puderzucker
4 Essl. Zitronensaft

Quelle

Rezept modifiziert. Original:
„Sadd & Dsufriedn – Das Neue Nürnberger Backbuch“ von M.
Allmächd & A. Brenzlich 🙂
Erfasst *RK* 18.09.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

ACHTUNG! Kuchen muss 2-3 Tage durchziehen!

Nüsse in der Jupiter-Küchenmaschine „mahlen“, feine Trommelreibe. Möhren putzen und ebenfalls mit der feinen Trommelreibe zerkleinern.

Manzfred auf 170° C vorheizen. Backform fetten. Eier trennen.

Eigelb mit 200 g Zucker, Salz, Gewürzen und Kirschwasser ordentlich in der Küchenmaschine aufschlagen.

Möhren mit Semmelbröseln, den geriebenen Nüssen, Mehl und Backpulver mischen und unter die Eigelbmasse ziehen.

Eiweiß mit dem restlichen Zucker steif schlagen, vorsichtig unter den Teig heben.

In die Springform füllen, in der Mitte eine Kuppel formen und 50 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen.

Kuchen abkühlen lassen, aus der Form nehmen und gut verpackt 2-3 Tage ruhen lassen (das ist der schwerste Teil der Übung!). Mit Glasur überziehen und dann einen herrlich saftigen Kuchen genießen.

Anmerkungen, Jutta: sehr gut! Kuchen ist stark in der Mitte eingesunken, deshalb habe ich im Rezept vorgeschlagen, eine Kuppel zu bilden. Vielleicht wird es dann nicht so schlimm. Kann auch daran liegen, dass ich das komplette Eiweiß zu Schnee geschlagen habe. Im Rezept werden nur 5 Eiweiß verwendet. Mache ich aber weiterhin so, das nicht optimale Aussehen des Kuchens tut dem Geschmack keinen Abbruch. Wunderbar saftig.

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Mein lieber Mann hat mir übrigens auch das Kochbuch gekauft. Werde ich demnächst mal aus der Versenkung holen und vielleicht sogar etwas daraus zubereiten. Das lasse ich euch dann wissen.

Vielleicht weiß ich bis dahin auch, wie man „Moongdredzerler“ ausspricht. Was ein „Magentratzerl“ ist, weiß ich ja 😉

 

 

Birnen-Kürbis-Streuselkuchen (M-TM)

 

20180217_132916

Immer noch zehren wir von den Früchten des Saisongartens. 1,5 Kürbisse namens Hokkaido sind noch vorhanden und den halben wollte ich am Wochenende gerne verarbeiten. Ich dachte an Suppe, an Stampf und an Deftischkeit, Kuchen hatte ich nicht auf dem Schirm. Bis ich zufällig gestern eine Nachricht von essen & trinken bekam mit dem Neuigkeitenbrief "Backen". Der enthielt ein Rezept über Birnen-Streuselkuchen (Von einem Anklicken rate ich aufgrund der absolut nervtötenden Popups auf der Seite ab – falls ihr doch klickt, ganz schnell die Seite neu laden, dann verschwindet dieser animierte Wahnsinn im unteren Bereich.). Das musste ein Wink des Schicksals sein, denn ich hatte gerade zwei Stunden zuvor drei Kilo Birnen gekauft und mich heimlich gefragt, was ich mit dem ganzen Zeug eigentlich anstellen soll. Tja… Als ich dann auch noch sah, dass Kürbis (???) eine Zutat darstellte, gab es kein Halten mehr, obwohl ich mehr als skeptisch war. Streusel, Birne Kürbis – naja, Versuch macht kluch. 

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Die Herstellung war schnell und einfach vollzogen und nach dem Backen konnten wir den Kuchen sofort anschneiden, um ihn schnellstmöglich zu kosten. Zu dem Zeitpunkt schmeckte man tatsächlich noch den Kürbis heraus, das legte sich aber nach dem Abkühlen, was mir besser zusagte. 

So sieht er aus, der feine saftige Kuchen mit knusprigen Streuseln. Leider hatten wir keine Sahne. Ein Fehler!  

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Birnen-Kürbis-Streuselkuchen
Kategorien: Blechkuchen, Nüsse, Kürbis, Birnen, Streusel
Menge: 24 Stücke

Zutaten

H STREUSEL
125 Gramm   Haselnüsse
125 Gramm   Butter, weich
125 Gramm   Mehl
100 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
H TEIG
1,2 kg   Birnen
2 Essl.   Zitronensaft
150 Gramm   Hokkaido, vorbereitet gewogen
250 Gramm   Margarine oder Butter
250 Gramm   Zucker
      Salz
1 Pack.   Vanillezucker
5     Eier
4 Essl.   Milch
400 Gramm   Mehl
1 Pack.   Backpulver
1 Essl.   Puderzucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: essen & trinken online; "Birnen-Streuselkuchen"
  Erfasst *RK* 17.02.2018 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Für die Streusel im TM Nüsse mahlen und umfüllen. Butter 3 Minuten / 50° C zerlassen, restliche Streuselzutaten zufügen und auf Teigstufe 1 Minute vermengen. Umfüllen und kalt stellen.

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Birnen schälen, vierteln, entkernen und längs in breite Spalten schneiden, mit Zitronensaft mischen. Kürbis schälen, 10 Sekunden / Stufe 6 zerkleinern. Margarine, Zucker, 1 Prise Salz und Vanillezucker sehr cremig rühren. Die Eier einzeln jeweils 1/2 Min. gut unterrühren. Milch zufügen, Mehl und Backpulver mit dem Lochlöffel unterziehen. Kürbisraspel untermischen. Teig in eine gefettete Fettpfanne streichen. Mit den Birnenspalten belegen. Streusel darauf verteilen. 40 Min. backen.

Mit Puderzucker bestreut servieren.

Anmerkungen, Jutta: fein! Beim nächsten Mal aber bitte mit Sahne.

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Kirsch-Sandkuchen (M)

Heute fiel mir beim Zurückstellen der Bücher mit Weihnachtsbäckerei Christa Schmedes' Buch "Lieblingskuchen – einfach gut" von GU in die Hände. Ich backe immer mal wieder daraus und einige Rezepte dürfen sich mit dem Prädikat "Knaller" schmücken. So gehört der Schichtkuchen, eine unverzichtbare Komponente bei diversen mehrstöckigen Tortenbackaktionen, zu den all time favorites und wenn die Aprikosen reif sind, wird der Aprikosen-Marzipankuchen ständig gebacken. Aber auch andere Kuchen habe ich schon aus diesem Buch gezaubert. Die Liste findet ihr am Ende des Beitrages. Es gibt da aber leider ein klitzekleines Problem: ich habe sie noch nicht gebloggt. Zorri Freunde, aber was nicht ist, kann ja noch werden, gell. 

Kirsch-Sandkuchen

Diesmal blieb mein nach Kuchen schmachtender Blick an einem Kirschkuchen hängen. Da ich derzeit im Strickfieber bin, sollte es möglichst schnell gehen und genau so war das dann auch. Der Teig ist so flott gerührt, dass der Ofen gerade vorgeheizt war, als die Vorbereitungen abgeschlossen waren. 

Nach 30 Minuten kam ein köstlich duftender Blechkuchen zum Vorschein, der mit Zuckerguss (oder Puderzucker) verziert sehr fein schmeckte. Wer sich bei Margarine im Kuchen schüttelt, kann sie durch Butter ersetzen. 200 g werden im Originalrezept verwendet. Ich nehme bei Rührteig immer Margarine, gefällt mir einfach besser, weil der Teig lockerer wird. 

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kirsch-Sandkuchen (M)
Kategorien: Blechkuchen, Sauerkirschen, Schnell
Menge: 1 Fettpfanne

Zutaten

H TEIG
250 Gramm   Margarine (Original: 200 g Butter)
250 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
5     Eier
250 Gramm   Mehl
100 Gramm   Speisestärke
1 Teel.   Backpulver, gehäuft
H BELAG
2 Gläser   Sauerkirschen
150 Gramm   Puderzucker
2 Essl.   Zitronensaft (ungefähr)
      Fett fürs Blech
      Alternative: statt Zuckerguss mit Puderzucker
      — bestäuben

Quelle

  "Lieblingskuchen – einfach gut" GU
  ISBN: 3-7742-6073-7
  Erfasst *RK* 28.01.2017 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kirschen zum Abtropfen auf ein Sieb schütten. Manzfred auf 160° C vorheizen. Fettpfanne fetten.

Margarine, Salz und Zucker geschmeidig rühren. Eier nach und nach unterziehen. Mehl, Stärke und Backpulver mischen, flott unterziehen.

Teig in die Fettpfanne geben und glatt streichen. Kirschen auflegen, leicht andrücken.

30 Minuten backen, abkühlen lassen und entweder mit Zuckerguss verzieren oder mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkungen, Jutta: schnell, saftig, gut!

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 Weitere köstliche, leider jedoch unverbloggte Kuchen aus dem Buch: 

  • Versunkener Apfelkuchen (Anmerkung: super!)
  • Blitznusskuchen
  • Apfel-Karamell-Kuchen (Anmerkung: Gut! Sommerkuchen)
  • Hefekuchen mit Apfelrahmguss
  • Trautels Eierschecke
  • Russischer Apfelkuchen (Anmerkung: Sehr gut!)
  • New York Chocolate Cheesecake (Anmerkung: Igitt!)

Schneller Mirabellenkuchen (M)

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Ein Blick in die tiefsten Tiefen des Gefrierschrankes verriet: Die Schnuppschnüss hatte im letzten Jahr gut vorgesorgt. Vor allem das Angebot an gefrorenem Obst war und ist reichhaltig und sollte dezimiert werden, denn merke: Der nächste Sommer kommt bestimmt.

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Für die wilden, entsteinten Mirabellen vom Baum ganz unten im verwilderten Teil des Gartens war die Eiszeit vorbei, sie durften endlich mal wieder ins Warme. Unterstützt wurden sie dabei von einem Rezept aus Dr. Oetkers Klassiker „Backen macht Freude“*. Mich reizte vor allem das erste Wort des Titels „Schneller Pflaumenkuchen“, denn ich war mitten in einer Nähaktion, die mich so ausmergelte, dass dringender Bedarf nach Süßem bestand.

In Windeseile war der Kuchen in der Form, sogar der sehr flüssige Versuch einer Konfitürenkochaktion konnte eingeschmuggelt werden, aber der krönende Abschluss ließ dann doch auf sich warten. Bei 160° C im Manzfred ist ein Kuchen mit gefrorenen Früchten nach 50 Minuten bei weitem nicht durchgebacken. Das war erst knappe 30 Minuten später und nach zwischenzeitlicher Erhöhung der Backtemperatur um 20 Grad der Fall.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und schmeckt auch noch gut. Aber bitte mit Sahne!

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schneller Mirabellenkuchen (M)
Kategorien: Rührteig, Streusel, Obst
Menge: 1 Kuchen von 26 cm Durchmesser

Zutaten

H FÜR DEN BELAG
700 Gramm   Mirabellen, entsteint (Jutta: wilde, TK); ca.
      Erdbeerkonfitüre, flüssig
H FÜR DEN ALL-IN-TEIG
125 Gramm   Weizenmehl
1 gestr. TL   Backpulver
125 Gramm   Zucker
15 Gramm   Vanillezucker
1/2     Zitrone, die Schale
125 Gramm   Butter, weich oder Margarine
2     Eier (Größe M)
1 Prise   Salz
H FÜR DIE STREUSEL
150 Gramm   Weizenmehl
100 Gramm   Zucker
  Etwas   Zimt, gemahlen
100 Gramm   Butter, weich
1 Prise   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  Dr. Oetker "Backen macht Freude"
  ISBN 978-3-7670-0664-5
  Erfasst *RK* 11.02.2014 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 160° C vorheizen*. Die Springform fetten.

Für die Streusel alle Zutaten in eine Schüssel geben und schnell mit den Händen zu Streuseln verarbeiten. Kühl stellen.

Alle Zutaten für den Teig schnell in der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verarbeiten. In die Form füllen und glatt streichen.

Den Teig mit Erdbeerkonfitüre bestreichen (meine war das Produkt einer misslungenen Fuhre Konfitüre, die nicht fest geworden war). Die entsteinten, gefrorenen Mirabellen auflegen.

Die Streusel auf den Mirabellen verteilen und den Kuchen etwa 50 Minuten backen (s. Anmerkungen).

Eventuell kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen und auf jeden Fall Sahne dazu reichen.

Anmerkungen, Jutta: Ich habe gefrorene, entsteinte, wilde Mirabellen verwendet. Um sehr flüssige Erdbeerkonfitüre loszuwerden, den rohen Teig vor dem Aufbringen der Mirabellen mit ihr bestrichen.

Schöner, saftiger Kuchen, der trotz der gefrorenen Früchte nicht matschig wird. Die Backzeit musste allerdings angepasst werden.

Nach 60 Minuten war der Kuchen noch nicht durchgebacken und recht hell auf der Oberfläche. Temperatur auf 180° C erhöht und weitere 15 Minuten gebacken, bis die Oberfläche leicht gebräunt war. Zwischendurch immer wieder die Ofentür geöffnet, weil sich reichlich Dampf bildete.

Das Rezept eignet sich bestimmt auch gut für die Schnittenbackform.

*Beim nächsten Backen mit gefrorenen Früchten am besten sofort die Temperatur auf 180° einstellen. Dann aber Kuchen gut beobachten, damit er nicht zu dunkel wird.

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*Affiliate Link 




 

 

 

Quarkstreusel-Pflaumenkuchen (M)

 

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Ich lese: Eva Deichrunner, Marlene Marla, Meister Süpke und neue Backform. Ich sehe: bei Eva die köstlichsten Fotos und das Rezept. Ich fühle: Kauf- und Backzwang.

Widerstand war zwecklos und ich habe es auch nicht wirklich versucht. Also wurde diese putzige Schnittenbackform bestellt (was es nicht alles gibt!) und ich habe mich gefreut, dass die Lieferzeit nicht Wochen, wie angedroht, sondern nur Tage betrug. 

Ach, was für eine gute Entscheidung, nicht allzu konsequent zu sein, denn nicht nur der Kuchen ist wunderbar. Und auch diese Schnittenform überzeugt mich. Norbert fragte, wieso man so eine Form braucht und meine Erklärversuche hörten sich nicht überzeugend an. Aber nach dem ersten und zweiten Backen finde ich schon, dass die Form eine Bereicherung im gut gefüllten Backformenuniversum (Keller) darstellt. Weder eine Kastenform noch ein Backrahmen können damit konkurrieren, das Ding ist einfach praktisch. Die Menge ist praktisch, die Handhabung ist praktisch, das Material ist praktisch – praktisch ist alles praktisch an dem Teil. 

Gestern habe ich den ersten Backversuch gestartet. Der Kuchen war gerade aus dem Rohr gesprungen, da bekamen wir von einer Nachbarin eine ganze Batterie an Gewürzen geschenkt.

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Wir hatten vormittags über diese Gewürze gesprochen, die ich nicht kannte und irgendwann stand eine Tüte mit den Schätzen vor der Tür. Unfassbar! Ich also den halben Kuchen gepackt, im Garten ein paar Gemüse gepflückt und schnell rüber, um mich ordentlich entzückt und irgendwie sprachlos zu bedanken. Das mit der Sprachlosigkeit währte nicht lange, das Entzücken hält jedoch an. 

Unser halber Kuchen war so toll, dass wir gespachtelt haben, ohne an die lieben Leser dieses Blogs zu denken. Kein Foto vom Kuchen.

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Großer Fehler! Geht gar nicht! Muss geändert werden! Deshalb habe ich heute nochmals gebacken, natürlich nur aus dem einen Grunde, euch, liebe Leser, nicht ohne den Genuss dieses Kuchens sterben zu lassen *fingerüberkreuz*. Was natürlich noch in weiter Ferne liegt. Das mit dem Sterben. Das mit dem Genuss habt ihr in der Hand.  

Hier also das Ergebnis der neuerlichen Backaktion.

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Das Rezept habe ich ein wenig angepasst. Beim zweiten Backen kam ein bissi mehr Zucker in den Teig und die Backzeit wurde um 10 Minuten verlängert. Jetzt ist der Kuchen für uns perfekt. 

Danke den beiden Damen, dem Meister und der Nachbarin (auch eine Dame). 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Quarkstreuselkuchen mit Pflaumen
Kategorien: Rührteig, Quark, Pflaumen, Streusel
Menge: 1 Schnittenbackform

Zutaten

H STREUSEL
60 Gramm   Butter, weich
60 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
120 Gramm   Mehl
  Etwas   Zimt
H TEIG
85 Gramm   Butter, weich
100 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
1     Ei
20 Gramm   Speiseöl
20 Gramm   Milch
85 Gramm   Quark
110 Gramm   Mehl
20 Gramm   Weizenstärke/Speisestärke
5 Gramm   Backpulver
500 Gramm   Pflaumen
      Puderzucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: von Marlene, die es von Bäcker Süpke
  modifiziert hat
  http://baeckersuepke.wordpress.com/2012/10/30/ddr-
  quarkstreuselkuchen/
  Erfasst *RK* 31.08.2013 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Für den Teig Butter, Zucker und Salz in der Küchenmaschine zu einer hellen Massen rühren. Das dauert eine Weile.

In der Zwischenzeit Schnittenbackform fetten, Pflaumen entsteinen und halbieren und die Streusel herstellen. Dazu die Zutaten in eine Schüssel geben und flott mit den Händen zu Streuseln krümeln.

Das Ei zum Kuchenteig geben, wieder sehr gut unterziehen. Öl, Milch und Quark zufügen, zu einer glatten Masse rühren. Mehl, Stärke und Backpulver mischen, auf einmal in die Rührschüssel geben und zügig unterziehen. Keinesfalls zu lange rühren.

Teig in die Form geben und glattstreichen, dicht mit halbierten Pflaumen belegen und die Streusel gleichmäßig auf dem Obst verteilen.

Backen: 60 Minuten, nach 30 und 50 Minuten Ofentür kurz öffnen, um Schwaden abzulassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

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Gestürzter Zwetschgenkuchen (M)

Wer viel Unsinn macht, muss auch viel essen – Pflaumenkuchen zum Beispiel. 

Die essen & trinken vom September hielt ein Rezept bereit, das kam, sah und siegte. Ich musste es sofort nachbacken und wie so oft in letzter Zeit, wurden wir auch diesmal nicht enttäuscht.

Umgedrehter Pflaumenkuchen
Bei dem Kuchen handelt es sich um eine Art Tarte Tatin, mit orangensaftparfümiertem Karamell und geriebener Schale im Boden, was wunderbar zu den Pflaumen passt. Die Nüsse im Teig runden den Geschmack köstlich ab.

Warum man allerdings nach dem Backen 1/3 des Karamells auf den Kuchen träufeln soll, erschließt sich mir nicht. Der Karamell wird hart und knackig, was beim Hineinschaufeln der Kuchenstücke hinderlich ist. Bis zum nächsten Tag hat sich der Karamell durch die Feuchtigkeit der Früchte aufgelöst. Kann man dann doch gleich vor dem Backen komplett in die Form geben, oder? Ich probiere das beim nächsten Mal aus. 

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gestürzter Zwetschgenkuchen
Kategorien: Rührteig, Zwetschgen, Obst, Nüsse
Menge: 1 Backform, 26 Zentimeter Durchmesser

Zutaten

H KARAMELL UND FRÜCHTE
150 Gramm   Puderzucker
40 Gramm   Butter
50 Gramm   Quittengelee
50 Gramm   Orangensaft
1 kg   Zwetschgen
H TEIG
100 Gramm   Pecannüsse
125 Gramm   Butter, weich
40 Gramm   Zucker
40 Gramm   Silver Spoon Dark Brown Sugar (oder Muscovado
      — bzw. brauner Zucker)
1/2     Orange, die Schale, gerieben
      Salz
3     Eier
200 Gramm   Mehl
3 Teel.   Backpulver
175 ml   Buttermilch

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: e&t September 2013
  Erfasst *RK* 24.08.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Nüsse rösten und nach dem Abkühlen in der Moulinette zerkleinern.

Springform mit Backpapier auslegen. Äußeren Rand unten mit Alufolie bedecken, damit kein Karamell auslaufen kann. Puderzucker in einem großen Topf karamellisieren. Butter, Gelee und Orangensaft zufügen und per Schneebesen unterziehen. So lange rühren, bis sich der Zucker gelöst hat und die Masse schön goldgelb ist. 2/3 in die Springform geben und abkühlen lassen. Restlichen Karamell in ein ofenfestes Förmchen geben und zur Seite stellen.

Manzfred auf 160° C vorheizen.

Zwetschgen vierteln und dicht in die Form geben.

Für den Teig Butter, Zucker, Orangenschale und Salz sehr cremig rühren. Eier einzeln unterziehen. Mehl, Backpulver und Nüsse mit Buttermilch unter die Masse ziehen.

Teig auf den Früchten verteilen. 50 Minuten backen.

Aus dem Ofen nehmen, auf einem Gitterrost 10 Minuten abkühlen lassen. Rand der Form entfernen, den Kuchen auf eine Platte stürzen und das Papier abziehen. Lauwarm abkühlen lassen, restlichen Karamell erwärmen und auf den Kuchen träufeln. Mit Sahne servieren.

Anmerkungen, Jutta:

Gebacken: 23.08.2013

Schmeckt prima, das Karamell ist klasse. Vielleicht die komplette Menge sofort verwenden? Mal ausprobieren.

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Nachgemacht: Kirsch(li)-Kuchen (M)

  Kirschlikuchen (M)_0012
Früher konnte man mich ja mit Sauerkirschkuchen jagen. Und mit der Kombination aus Obst und Schokolade sowieso. Woher die erste Aversion rührt, weiß ich nicht. Die Zweite kann ich erklären:

Meine Omma passte mal, vor langer, langer, sehr langer Zeit, als die Schnuppschnüss noch ein Schnüsschen war, auf mich und meine drei jüngeren Schwestern auf (eine Tüte Mitleid, bitte – heute geht's aber…). Uns Vieren ist seitdem eine Erinnerung ins Gedächtnis gebrannt: Omma servierte eines Tages Schokoladenpudding  mit Erdbeeren als Dessert und wir sollten diese unsägliche Plörre essen. Danach gab es einen derartigen Zwergenaufstand, dass meine Eltern sofort ihre Reise abbrachen. Verschärfend kam hinzu, dass Peggy, der Hund des Hauses, acht Welpen während Ommas Aufenthalt gebar, ein Umstand, der nicht wirklich zur Entspannung der häuslichen Situation beitrug. Wie dem auch sei, fortan war mir Obst mit Schokolade ein Gräuel, der Verzehr undenkbar.

Mit steigendem Alter wird frau, wie ihr Alle wisst, wagemutig, abenteuerlustig und unerschrocken (oder vergesslich? Schwamm drüber!). Deshalb fand immer häufiger, zunächst in Form von Donauwellen, der verpönte Mischmasch mein Gefallen. Mittlerweile überfällt mich nur noch selten Zurückhaltung (Erdbeeren, in Schokolade gestippt – schüttel), manchmal kann ich mich im Gegenteil ü-ber-haupt nicht bändigen, wenn ich bestimmte Bilder auf meine Netzhaut projiziert bekomme.

Ulrike von Küchenlatein machte sowas mal wieder mit mir – sie ließ meine Stäbchen und Zapfen summen, als ich ihr  Rezept mit Foto vom Kirsch(li)-Kuchen sah. Der musste es sein und zwar schnellstens. Innerhalb von neun Tagen stand er bereits zwei Mal bei uns auf dem Tisch, vor allem, weil der Herr Schnuppschnüss ihn so genial findet. Ich aber auch. Beide 🙂

Beim ersten Mal habe ich ihn mit Butter gebacken, beim zweiten Mal mit Margarine. Ich wollte ja nie, nie, nie mehr Margarine essen, weil ich jetzt weiß, wie sie hergestellt wird. Aber da waren noch so viele Päckchen im Kühlschrank und die alle wegwerfen? Ich habe sie dann für den Kuchen verwendet und ich muss gestehen, der mit Margarine hat mir besser geschmeckt.

Kirsch(li)-Kuchen Nr.2 (M)_0037_bearbeitet-1
 Der Teig wird halt lockerer mit dem Zeug, ich kämpfe wirklich mit mir, ob ich nicht doch wieder, zumindest bei Rührkuchen, auf Margarine umschwenken soll. Ungehärtete natürlich.

Ach, diese Diskussion führen wir später. Jetzt erst mal das Rezept, so wie ich es gemacht habe. Das Original findet ihr bei Frau Küchelatein, falls es der Ostwestwind nicht weggeweht hat und falls ihr, so ihr es noch nicht oben gemacht habt, auf diesen Link klickt. 

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kirsch(li)-Kuchen (M) – Rührkuchen aus Kirschen und Schokoladenflocken
Kategorien: Backen, Rührteig, Kirschen, Schokolade, Knaller
Menge: 1 Springform 26 cm Ø

Zutaten

175 Gramm   Margarine
100 Gramm   Zucker
10 Gramm   Vanillezucker
1/2 Teel.   Salz
10 Gramm   Amaretto-Sirup
3     Eier, Größe M
200 Gramm   Weizenmehl, Type 550
8 Gramm   Backpulver
100 Gramm   Schokoladenblättchen
1 Glas   Sauerkirschen, 340 g Abtropfgewicht
H ZUM SERVIEREN
      Puderzucker
      Schlagsahne

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original stammt von Küchenlatein, nach einer Idee
  vom Doktor aus Bielefeld
  http://ostwestwind.twoday.net/stories/11886283/
  Erfasst *RK* 29.01.2011 von
  Ulrike Westphal

Zubereitung

Margarine und Eier auf Zimmertemperatur bringen. Manzfred auf 160° C vorheizen. Springform von 26 cm Ø fetten.

Margarine, Zucker, Vanillezucker, Salz, Sirup und Eier in der Küchenmaschine innerhalb von ungefähr fünf Minuten zu einer homogenen Masse verarbeiten. Mehl, Backpulver und Schokoblättchen zufügen und sehr zügig unterarbeiten.

Teig in die Form geben und glatt streichen. Die Sauerkirschen darauf verteilen und dabei einen Rand von 1 cm frei lassen. Die Kirschen etwas in den Teig drücken.

50 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.

Springformrand und Kuchen vom Boden lösen und den Kuchen auf dem Springformboden auf einem Gitterrost erkalten lassen. Vor dem Servieren nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkungen, Jutta:

Sehr gut! Sehr locker, sehr lecker, prima. Lässt sich gut aufbewahren. Mit Sahne unschlagbar.

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So, jetzt kann die liebe Mama, der ich vom Kuchen vorgeschwärmt habe, auch endlich mit dem Nachbacken beginnen. Viel Spaß!

 

Süßkirsch-Schnitten (M)

 Süßkirschschnitten (Annik Wecker)

Ich habe in der letzten Woche 30 Pfund Kirschen verarbeitet und im nächsten Jahr werde ich mindestens die doppelte Menge ordern. Die Kirschen aus unserem Nachbardorf Ockstadt sind der Hit. Ein ausufernder Beitrag zu Ockstadt, den Süßkirschen und dem Rest folgt demnächst und dann gibt es auch einen Beitrag zum Kirschenevent.

Der Kuchen, den ich heute vorstelle, hat es nur knapp nicht geschafft, als Beitrag zum Event des Gärtnerblogs zu taugen. Kaum zu glauben, aber es gibt tatsächlich noch eine Speise, die diesen Kuchen toppen kann.

Die Kirschschnitten von Annik Wecker, die in ihrem Backbuch als Blaubeerschnitten daher kommen, sind wunderbar. Locker, saftig, recht süß und fruchtig.

Leider sind die Kirschen bis auf den Boden der Form gesunken. Das waren aber auch deratige Kavenzmänner, dass ich eigentlich daran hätte denken müssen, als ich die Früchte in den Teig drückte. Das würde ich beim nächsten Mal lassen.

Ansonsten ist der Kuchen sehr schnell fabriziert – wenig Aufwand, große Wirkung, toll!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Süßkirsch-Schnitten (M)
Kategorien: Süßkirschen, Hedelfinger, Backpulver, Rührteig
Menge: 1 Blech

Zutaten

H BELAG
140 Gramm   Butter
140 Gramm   Sahne
100 Gramm   Zucker
240 Gramm   Mandelblättchen
1 Prise   Salz
H TEIG
200 Gramm   Margarine (Original: Butter)
200 Gramm   Zucker
4     Eier
200 Gramm   Mehl
120 Gramm   Speisestärke
1 Prise   Salz
2 Teel.   Backpulver, gestrichen voll
1 Teel.   Natron
1 Teel.   Vanillezucker (Orginal: 1 Msp. gemahlene Vanille)
50 Gramm   Mandeln, gemahlen
150 ml   Buttermilch
H OBSTBELAG
500 Gramm   Süßkirschen (Original: Blaubeeren), entsteint

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "Blaubeerschnitten – Anniks göttliche Kuchen"
  Annik Wecker
  Erfasst *RK* 16.07.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Alle Zutaten auf Zimmertemperatur bringen.

Manzfred auf 160° C vorheizen.

Butter, Sahne, Salz und Zucker in einem Topf aufkochen, die Mandelblättchen zugeben, einmal aufwallen lassen. Vom Herd nehmen.

Margarine in der Küchenmaschine mit Zucker und Vanillezucker aufschlagen, Eier nach und nach zufügen. Alles zu einer schönen fluffigen Masse aufschlagen.

Mehl, Speisestärke, Salz, Backpulver, Mandeln und Natron mischen, in die aufgeschlagene Eimasse schütten, Buttermilch zugeben und mit einem Schneebesen flott unterziehen.

In eine gefettete, eckige Form geben, glatt streichen und Kirschen dicht auflegen. Nicht eindrücken, sie sinken sonst zu tief in den Teig ein. Mandelmasse auf die Kirschen geben.

45 Minuten backen, alle 15 Minuten Tür kurz öffnen, damit Dampf abzieht.

Anmerkungen, Jutta: Kirschen hatte ich in den Teig gedrückt, sie haben sich nach dem Backen am Boden gesammelt. Ich hoffe, dass es sich erledigt, wenn man die Kirschen nur auflegt.

Ansonsten hervorragend, ganz locker und saftig. Super Rezept. Ich hatte zunächst Bedenken, dass die Flüssigkeit des Mandelbelages den Teig aufweicht. Das ist aber nicht der Fall.

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Nachgemacht: Qimiq-Marmorkuchen (M)

Marmorkuchen1

Aus Österreich schwappt die Qimiq-Welle in unser Land. Es handelt sich hierbei um eine Art Sahnezubereitung, die mit Gelatine versetzt ist. Schaut man in den 250 ml Tetrapack, in dem sich das Produkt befindet, sieht man eine wabbelige, halbfeste Masse, die nach der Entnahme verrührt wird und so in einen geschmeidigen Zustand versetzt wird.

Qimiq enthält 1% Gelatine und 99% Sahne. Sonst nichts. Sagt der Hersteller. Die diversen Vorteile, die das Produkt haben soll, kann man auf der Qimiq-Website nachlesen. 

Für uns Deutsche ist es noch etwas schwierig, das Sahnezeugs zu kaufen. Ich habe es schon beim Hobbybäckerversand gesehen und bei bosfood.

Bestellt habe ich im  Qimiq-Onlineshop. Hier wird mit versandkostenfreier Lieferung geworben. Das stimmt auch. Wenn man mindestens 12 Päckchen bestellt, was ich zähneknirschend auch gemacht habe. Und weil mich die Vanilleversion auch interessierte, habe ich gleich noch 12 Päckchen dieses Produkts mitbestellt. Wenn man schon mal dabei ist…

Ich habe noch nicht viel mit dieser Sahnebasis gekocht und gebacken. Wahrscheinlich auch deshalb, weil mich das Produkt nicht komplett überzeugt. Irgendwie schmeckt die Gelatine vor, ich kann mir nicht helfen. Aber vielleicht handelt es sich auch nur um Anfangsschwierigkeiten oder um eine falsche Rezeptwahl.

Die Standfestigkeit von Sahne, mit Qimiq zusammen aufgeschlagen, ist wirklich phänomenal. Wenn dieser Gelatinegeschmack nicht wäre… 

Kürzlich bekam Qimiq wieder eine Chance. Heidi hatte einen Marmorkuchen gebacken, der ihr sehr gut gelungen war. Den habe ich nachgemacht.Und wieder bin ich nicht komplett zufrieden. Der helle Teig ist wunderbar geworden. Sehr locker und saftig. Der dunkle Teig tendiert zur Klitschigkeit mit zäher Konsistenz.

Marmorkuchen, Anschnitt_bearbeitet-1

Ob's an der neuen Backform lag? Heidis Kuchen sah einfach besser aus. 

Nun ja, ich werde weitere Rezepte ausprobieren und über die Fortschritte, Erfolge und Misserfolge an dieser Stelle natürlich berichten. Hier noch das Rezept:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Qimiq Marmorkuchen
Kategorien: Mehlspeisen
Menge: 1 Rezept

Zutaten

100 Gramm   Butter
200 Gramm   Zucker
1 Pack.   Vanillezucker
3 groß.   Dotter
250 Gramm   Qimiq
20 Gramm   Kakao
3     Eiklar
1/2     Backpulver
210 Gramm   Mehl glatt

Quelle

  Kronenzeitung
  Erfasst *RK* 16.03.2009 von
  Heidi Fleischer

Zubereitung

Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Dotter und das glatt gerührte Qimiq einrühren. Mehl mit Backpulver versieben und unter die Dottermasse heben. Die Hälfte des Teiges in eine befettete und ausgebröselte Kastenform füllen. Den restlichen Teig mit Kakao einfärben und unter den hellen Tig ziehen. Im vorgeheizten Rohr ca. 50 Minuten bei 160° backen.

Anmerkungen, Jutta: Heller Teig in Ordnung, dunkler Teig klitschig und zäh. 1 Prise Salz zugefügt.

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Süßkirsch-Maiskuchen mit Pimentsauce (M/TM)

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In der Augustausgabe von essen & trinken sind viele schöne Rezepte versammelt, die Lust aufs Ausprobieren machen. Ein Zwetschgen-Maiskuchen mit Vanillesauce sollte den Anfang machen. Allerdings wollte ich die gefrorenen Süßkirschen verwenden, die in der Truhe liegen.

Der Rührteig ist schnell hergestellt und auch schnell gebacken. Das Ergebnis ist sehr schmackhaft, durch die Zugabe des Maismehls ungewöhnlich und mit einem schönen gelben Aussehen. 

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Mir war er ein wenig zu süß. Wenn man sich an das Rezept hält und Zwetschgen statt Süßkirschen verwendet, passt es aber bestimmt. Beim nächsten Backen würde ich eine etwas kleinere Form befüllen, damit der Teiganteil ein wenig größer wird. Aber sonst haben wir es hier mit einem prima gelungenen, feinen Kuchen zu tun.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Süßkirsch-Maiskuchen mit Pimentsauce (M/TM)
Kategorien: E&t, Zwetschgen, Mais, Blechkuchen
Menge: 1 Fettpfanne

Zutaten

H PIMENTSAUCE
1/4     Vanilleschote
3     Pimentkörner
150 ml   Schlagsahne
100 ml   Milch
35 Gramm   Zucker
2     Eibelb (M)
H MAIS-RÜHRTEIG
220 Gramm   Margarine
150 Gramm   Zucker
      Salz
4     Eier (M)
120 Gramm   Mehl
150 Gramm   Maismehl
4 Gramm   Backpulver
750 Gramm   Süßkirschen, entsteint
15 Gramm   Zucker, braun

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: essen&trinken
  August 2009
  Erfasst *RK* 19.07.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Für die Sauce die Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen. Vanillemark, -schote, Piment, Sahne, Milch und Zucker in einen Topf geben, kurz aufkochen und 1 Stunde ziehen lassen. Rühraufsatz in den Thermomix setzen. Eigelb und die durch ein Sieb geschüttete Pimentmilch zufügen. 8 Min./70° C/Stufe 3 aufschlagen. Sauce abkühlen lassen.

Manzfred auf 160° C vorheizen.

Für den Teig Margarine, Zucker und 1 Prise Salz in der Küchenmaschine in 6-8 Minuten cremig-weiß rühren. Eier nacheinander unterrühren. Mehl, Maismehl und Backpulver mischen und unterrühren.

Teig in eine gefettete Fettpfanne geben (beim nächsten mal kleinere Form verwenden) und glatt streichen. Die Kirschen (auch gefroren) auf dem Teig verteilen, dabei leicht andrücken. Braunen Zucker darüberstreuen und 40 Minuten backen.

Mit der Sauce servieren.

Anmerkungen, Jutta: Kuchen recht süß. Wenn Kirschen verbacken werden, eventuell weniger Zucker im Teig verwenden oder weniger Zucker aufstreuen. Sauce interessant. Kuchen saugt sich mit der Piment- Vanille-Sauce voll und wird so sehr saftig und schmackhaft. Schmeckt aber auch ohne Sauce gut.

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Die Sauce, die dazu gereicht wird, ist speziell und bestimmt nicht jedermanns Geschmack. Uns hat sie gut gefallen. Der Kuchen saugt sich auf dem Teller mit der Sauce voll und ist dann sehr saftig . Die Gewürze schmecken nicht hervor und runden den Kuchengeschmack ab, ohne ihn zu erschlagen. 500 ml Sauce erschienen mir zu viel. Die Hälfte hat uns gereicht.

Originalrezept siehe unten: 

„Süßkirsch-Maiskuchen mit Pimentsauce (M/TM)“ weiterlesen