Nobbi, Schnuppschnüss und unser lieber Scholli

Dieses Jahr ist das erste richtige Gartenjahr in unserem Kleingarten „Am Waidesgrund“ und unserer Parzelle 10 aka „Lieber Scholli“. Die Anlage wurde 2019 komplett neu erstellt, als Ersatz für eine Schrebergartenkolonie, die leider einem Bauprojekt weichen musste. Bedingt durch die Pandemie waren alle Grundstücke innerhalb kürzester Zeit vergeben und 23 Parzellen wurden im Mai 2020 an die glücklichen Besitzer übergeben. Damals mussten noch Erdarbeiten vorgenommen werden, Wege wurden angelegt und so haben wir nicht viel pflanzen können. Allerdings haben wir fast den ganzen Garten zum Zwecke der Bodenverbesserung mit Kartoffeln bepflanzt, was auch wirklich gut funktioniert hat. Irgendwann, aber eigentlich zu spät, kamen noch Bohnen, Tomaten und Blumen in die Erde, aber das war alles eher aus der Not geboren.

Im November letzten Jahres kamen schon Knoblauch und Zwiebeln für die diesjährige Ernte in den Boden, ab Februar wurden Chilis und Paprika aus Samen gezogen, später kamen noch Tomaten, verschiedene Kohlsorten, Sellerie, Fenchel, Blumen usw. hinzu. Je weiter das Frühjahr voran schritt, desto hibbeliger wurde ich, endlich wieder die Finger schmutzig zu machen, darauf habe ich mich so gefreut. Im März wurden zwei Sorten Spinat gesät und auch die dicken Bohnen durften schon in die Erde. Beete wurden abgesteckt, Reihen gezogen und alles piccobello umgesetzt, was den ganzen Winter über geplant wurde.

Wir wollen das Mischkulturenkonzept von Gertrud Franck ausprobieren. Hier wird in Reihen gesät, wobei immer abwechselnd Spinat auf Gemüse folgt. Unsere fünf Beete verfügen jeweils über 20 Reihen à 3 Metern, jedes Beet verfügt also über 10 Gemüsereihen und 10 Spinatreihen. Der Spinat kann gegessen werden, dient aber eigentlich als Mulch, zur besseren Begehbarkeit und zu Anfang des Wachsens der Gemüsekulturen auch als Schutz für die kleinen Pflänzchen rechts und links. Wenn er anfängt zu schießen, wird er abgehackt und bleibt in den Reihen liegen. Norbert hat in den letzten Tagen alles an Spinat abgeschnitten und als Mulch ausgelegt. Eine Reihe haben wir stehen lassen, um Samen für die nächste Saison zu gewinnen.

Die Reihenfolge der Kulturen bleibt immer gleich, allerdings wandert jede Kultur in jeder Saison um eine Reihe weiter. Wo in diesem Jahr Spinat stand, steht im nächsten Jahr Gemüse usw. Es handelt sich also um ein rollierendes System, bei dem auch auf Verträglichkeit untereinander geachtet wird und auf die Kulturzeiten. Der Boden sollte möglichst immer durch Mulchmaterial bedeckt sein. Wenn man sich von der Ordentlichkeit mal verabschiedet hat, lernt man die Vorteile zu schätzen. Der Untergrund hält die Feuchtigkeit viel länger, die Pflanzen nebenan werden geschützt und man kann viel besser in den Beeten arbeiten und herumlaufen. Wir jedenfalls sind hellauf begeistert, auch wenn es zunächst seltsam ist, Dinge, die man essen kann, zum Zwecke des Mulchens anzubauen. Wer sich für diese Art des Gärtnerns interessiert, dem empfehle ich das Buch von Gertrud Franck und Brunhilde Bross-Burkhardt „Gesunder Garten durch Mischkultur“ aus dem oekom Verlag*.

Startdatum für das Pflanzen ist ja das Ende der Eisheiligen, die in diesem Jahr aber etwas länger blieben; bis Ende Mai war sehr schlechtes Wetter, mit Regen und Kälte, an das Pflanzen war nicht zu denken. Mittlerweile sind aber alle Kulturen gepflanzt und gesät, Radieschen wurden schon geerntet, Spinat natürlich auch und fast alles wächst und gedeiht prächtig. Bis auf den Porree, dessen Anzucht mir nicht gelungen ist und der gekauft wurde, habe ich alles entweder gleich in die Reihen gesät oder die Pflanzen vorgezogen. Wenn man sie dann später wohlgewachsen im Beet stehen sieht, ist man schon stolz und freut sich auf den Verzehr in der Zukunft. Ein paar Samen sind überhaupt nicht aufgegangen, manche besser geraten als erwartet.

Wir haben noch viel zu tun, die Erde ist voller Quecken, die permanent ausgestochen werden müssen, einige Beete legen wir noch an, Blumen und Stauden sollen noch Plätze erhalten, vielleicht noch ein oder zwei Obstbäumchen dürfen einziehen. Der Topinambur guckt auch überall aus dem Boden, die Kartoffelkäfer sitzen sogar auf den Tomaten und wie im letzten Jahr bin ich stark mit dem Sammeln von Käfern und Gelegen beschäftigt. Es nervt!

Alles ist sehr bunt und unkonventionell, die Bienen lieben es und die Gartenfreunde fragen ständig, wann wir unser Gartenhaus bestellen. Ungläubiges Staunen, wenn wir andeuten, dass wir vermutlich gar keins bauen.

Jetzt könnte ihr euch mal anschauen, wie es dort so aussieht – bitte hier entlang zur Galerie:

*(Werbung ohne Auftrag und Salär)

Milchreisauflauf mit Äpfeln und dreierlei Kompott

Wenn ich in der Küche wusele oder langweilige Arbeiten erledige wie Bügeln oder wenn ich stricke, ohne mich auf Muster konzentrieren zu müssen, dann höre ich entweder Hörbücher oder ich werfe mein Tablet beziehungsweise den Fernseher an und schaue Serien. Entweder auf Netflix, Amazon Prime oder aus den Mediatheken der Fernsehsender. Manchmal höre ich auch nur zu und schaue erst hin, wenn es wieder besonders spannend wird.

Vorgestern und gestern war nix mit Zuhören, denn ich war völlig gebannt von „Wer zuletzt kocht…“ auf Netflix. Im Original heißt es „The Final Table“ (Spoileralarm!) und das geht so:

24 tolle Chefs kochen zunächst in Zweierteams 60 Minuten lang ein Gericht aus einem Land und kochen sich so peu à peu um die halbe Welt, nämlich Mexiko, Spanien, Großbritannien, Brasilien, Indien, USA, Italien, Japan, Frankreich. Am Ende fliegt immer ein Team aus dem Wettbewerb, ganz zum Schluss sind noch zwei Teams übrig, die dann als Einzelpersonen im Finale gegeneinander antreten, um den Sieger zu ermitteln. Dieser darf sich als neues Mitglied einer extrem illustren Schar an einen Tisch setzen, an dem die absoluten Spitzenköche dieser Welt vereint sind. Manche haben drei Sterne und die eingespielten Portraits sind zum Teil wie aus einer anderen Welt. Die neun Köche repräsentieren jeweils ein Land und fungieren im Team als Juroren für die Teller, welche die letzten vier Kandidaten präsentieren. Soviel darf ich verraten: mein Favorit hat gewonnen. Verdient, aber doch überraschend.

Was da während der einzelnen Wettbewerbe abgeliefert wird, ist der helle Wahnsinn und die hauen da Kompositionen raus, da überfordert mich schon die Blütendeko. Jedenfalls hat mich das Ganze derart inspiriert, dass ich beschlossen habe, auch mal auf Sterneniveau kochen zu wollen. Genug Kochbücher habe ich ja und spontan wurde mit dem Üben angefangen.

Challenge number one (Trommelwirbel!):

Gebackener Milchreis mit dreierlei und an zweierlei Kompott

Okayyyy, das war jetzt kein Seeigel mit Goldflitter, aber die Richtung stimmt schon mal, schließlich waren die Kompotts Eigenkreationen.

Ja, jetzt guckt ihr, gell? Ach, was bin ich motiviert, ich brenne geradezu, weiter zu machen auf meinem Weg zur Grandmère de Cuisine! Auf zu neuen Ufern – ich werde berichten. Bis dahin könnt ihr schon mal üben:

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Milchreisauflauf mit Äpfeln und dreierlei Kompott (M)
Kategorien: Knaller, Reis, Obst, Ofengericht, TM
Menge: 1 Lila Auflaufform 😉

Zutaten

MANGOKOMPOTT
1  Mango
   Gelierzucker 1:1
1Prise Salz
1/4  Limette, Abrieb
1/2  Limette, Saft
ERDBEERKOMPOTT
500Gramm Erdbeeren (hier TK)
250Gramm Gelierzucker 1:1
1Prise Salz
   Minzestreifchen (vergessen)
MILCHREIS
500Gramm Milch
2Pack. Vanillezucker
15Gramm Butter
1Prise Salz
130Gramm Milchreis
AUFLAUF
4  Eier
1Prise Salz
30Gramm Zucker
150Gramm Quark
50Gramm Joghurt
3  Äpfel
DRUNTER UND DRÜBER
4Essl. Apfelkompott (hier eingeweckt aus Fallobst)
40Gramm Mandelblättchen
3Teel. Zucker
1/2Teel. Zimt

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 MixGenuss, "Ab in den Ofen"
 ISBN 978-3-96181-001-7
 Erfasst *RK* 20.05.2021 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Mango schälen, Fruchtfleisch vom Stein schneiden und würfeln. Die Hälfte des Gewichts der Würfel an Gelierzucker zufügen. Hier wog das Fruchtfleisch 250 Gramm, also habe ich 125 g Gelierzucker verwendet. In den Thermomix geben, Salz nicht vergessen, wer mag kann noch den Limettenabrieb und Saft zufügen und per Sanftrührstufe bei 100° C so lange erhitzen, bis die Masse kocht. Dann noch vier Minuten weiter köcheln bei 90° C. Genau so mit den Erdbeeren (siehe Anmerkungen) verfahren. Eigentlich wollte ich in das fertige Erdbeerkompott noch in feine Streifen geschnittene Orangenminze geben. Habe ich vergessen. Umfüllen, beiseite stellen und abkühlen lassen. Mixtopf spülen.

Die Zutaten für den Milchreis der Reihe nach in den Mixtopf geben und 30 Min./90° C/Sanftrührstufe garen. Nach Garzeitende den Milchreis im Mixtopf noch 20 Minuten ziehen lassen. Er ist dann noch etwas körnig, das ändert sich aber nach dem Backen. In eine große Schüssel umfüllen.

Manzfred auf 160° C vorheizen.

Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz per Handrührgerät steif schlagen und in den Kühlschrank stellen.

Eigelbe, Zucker, Quark und Joghurt 20 Sek./Stufe 4 verrühren. Äpfel schälen, entkernen und in Würfelchen schneiden. Ich habe dafür den Nicer Dicer benutzt und kleine Stifte geschnitten. Quarkmasse und Äpfel unter den Milchreis ziehen. Eischnee unterheben.

Den Rand einer Auflaufform leicht fetten, Apfelmus auf dem Boden verteilen. Milchreismischung einfüllen und mit Mandelblättchen bestreuen. Zucker mit Zimt mischen und über den Auflauf streuen.

Ca. 40 Minuten backen. Gegen Ende unbedingt die Bräunung kontrollieren. Ich habe 15 Minuten vor Schluss Alufolie aufgelegt, weil mir der Auflauf zu dunkel wurde. Manzfred kann man dann ausschalten und ohne Strom zuende backen lassen.

Anmerkungen, Jutta: Sehr gut und der Deckel ist richtig schön knusprig. Wird unbedingt bald wiederholt. Wir haben den Auflauf warm verspeist. Kalt geht bestimmt auch.

Bei der Zubereitung des Erdbeerkompotts ist zu beachten, dass die Erdbeeren saftiger sind als die Mango. Deshalb war das Kompott am Ende flüssiger. Uns hat das gefallen, aber wer es kompottiger möchte, sollte entweder etwas mehr Gelierzucker nehmen oder die Erdbeeren auftauen und abtropfen lassen. Mir wäre das Kompott dann aber vermutlich zu süß. Bei der Auswahl des Obstes für das Kompott sind keine Grenzen gesetzt. Mit Birne, Kirsche, Pflaume, Ananas kann ich mir den Auflauf auch gut vorstellen.

Im Originalrezept packt man vier Äpfel in die Milchreismasse. Das erschien mir zu viel, mit drei Äpfeln fanden wir den Auflauf perfekt. Ein paar Rosinen könnte man auch noch reinschmuggeln.

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Ich war einmal ein Einkornbrot – jetzt bin ich ein Emmerbrot

Da guckt ihr, gell? Zauberei? Magie? Ach geh…

Ich wollte mal wieder ein Backbuch nutzen, das ich länger nicht in der Hand hatte. Beim Manz-Brotbackbuch „Meisterhaft Brot backen“ blieb ich hängen und hatte gleich wieder schöne Erinnerungen an den Brotbackkurs „Kirmeier Royal“ mit dem Urgestein des Sauerteigs, naaaa? Herrn Kirmeier!!! Genau! Wärt ihr jetzt nicht drauf gekommen, oder? 2007 habe ich das Buch gekauft. Vermutlich im Anschluss an den Kurs. Ach, 14 Jahre ist das her. Wo ist die Zeit geblieben?

Äh, das Brot. Einkorn hatte ich nicht, Emmervollkornmehl war da, also wurde aus dem Einkorn- ein Emmerbrot, das war wun-der-bar.

Sauerteig aus Roggenmehl hatte ich schon am Start und der Rest war schnell erledigt. Hefemenge von einem Würfel auf 20 Gramm reduzieren, alles in die Rührschüssel, 10 Minuten kneten, noch etwas Wasser zufügen, wenn der Teig zu trocken aussieht, gehen lassen, kneten, gehen lassen, formen, gehen lassen, backen. Nach dem Backen und Abkühlen (am besten über Nacht, aber das ist schwer) darf man sich dann auch mal gehen lassen und futtern, futtern, futtern.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Emmervollkornbrot
Kategorien: Manz, Emmer, Hefe, Sauerteig
Menge: 1 Großes Brot

Zutaten

900Gramm Emmer-Vollkornmehl
200Gramm Roggensauerteig
20Gramm Hefe
500ml Wasser (ca. 50 ml mehr, je nach Teigkonsistenz)
20Gramm Salz

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 "Meisterhaft Brot backen von und mit Manz", hier als
 Einkornbrot.
 Erfasst *RK* 25.03.2021 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Rechtzeitig Roggensauerteig auffrischen.

Alle Zutaten in ungefähr 10 Minuten zu einem leicht klebrigen Teig kneten. Hier waren 500 ml Wasser etwas zu wenig. Noch einen Schuss zugefügt.

Teig 45 Minuten gehen lassen, einmal kneten, nochmals gehen lassen, bis er gut aufgegangen ist. Zu einem Laib formen, mit dem Schluss nach unten in ein mit Emmervollkornmehl bestäubtes Gärkörbchen legen.

Manzfred auf 250° C vorheizen.

Teig gut aufgehen lassen (ich hatte ihn vergessen und befürchtete schon heftige Übergare, war aber nicht der Fall). 10-15 Minuten bis zur gewünschten Bräune backen, Ofen ausschalten und bis zur Gesamtbackdauer von 60 Minuten weiterbacken.

Anmerkungen, Jutta: Brot schmeckt richtig gut, kräftig, schöne Krume, für herzhaften Belag perfekt.

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Bei der Ansicht nach Fertigstellung des Rezepts wurde mir das Emmerbrotrezept zum World Bread Day angezeigt. Als ich es sah, hatte ich kurz die Befürchtung, dass ich gerade ein Brot blogge, das ich schon mal verbloggt hatte. Das wär’s noch.

Ottolenghis Weiße-Bohnen-Püree mit Muhammara

Da mir kürzlich der geröstete Blumenkohl so gut gefallen hatte, wollte ich ihn diesmal in der unverbrannten Version noch mal ausprobieren. Dazu fiel mir Ottolenghis Kochbuch „Simple“ ein Rezept mit Bohnenpüree und einer Paprikasauce ins Auge. Die Zusammenstellung fand ich nachmachenswert und es stellte sich heraus, dass ich damit nicht unrecht hatte.

Wie so oft bei Rezepten des Meisterkochs schmecken die einzelnen Komponenten meist schon sensationell. Im Miteinander ergänzen sich die Aromen jedoch so vortrefflich, dass es immer wieder mit Aaahs und Ooohs verbunden ist, die ersten Happen zu kosten. Diesmal kam auch noch der Crunch vom Blumenkohl hinzu, neben dem weichen Püree und der Paprikasauce mit den Walnüssen gab das noch mal einen schönen Kick.

Dazu hatten wir einen Weizentortilla, allerdings gekauft und der roch und schmeckte so chemisch, dass ich heute das Paket entsorgt habe. 10 verschiedene E-Nummern… ohne Worte! Heute habe ich die Reste mit selbstgebackenem Pfannenbrot kredenzt. Um Längen besser, aber mit Luft nach oben.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: WEISSE-BOHNEN-PÜREE MIT MUHAMMARA
Kategorien: Ottolenghi, Knaller, Vorspeise, Gästetauglich
Menge: 3 bis 4 Portionen

Zutaten

H MUHAMMARA
60Gramm Walnüsse
6  Paprikaschoten, rot
1Essl. Olivenöl
8  Knoblauchzehen
1Essl. Thymianblätter (1 TL getrocknet)
1/4Teel. Paprikapulver, geräuchert, mild
2Teel. Balsamicocreme
1/2Teel. Salz
H PÜREE
6Essl. Olivenöl
1  Knoblauchzehe
3Zweige Thymian
500Gramm Bohnen, weiß, getrocknet
1/2Teel. Salz
1Essl. Wasser

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 Yotam Ottolenghi, "Simple", S. 119
 Erfasst *RK* 21.03.2021 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Bohnen mindestens 8 Stunden einweichen. Dann ungewürzt mit genügend Wasser im InstantPot, Bean/Grain, Pressure High, 40 Minuten garen. Von alleine abdampfen lassen. Walnüsse rösten.

Manzfred auf 220° C vorheizen. Paprikaschoten putzen, vierteln, mit Öl mischen und aufs Backblech legen. 15 Minuten backen. Geschälte Knoblauchzehen zufügen, weitere 15 Minuten rösten, bis die Haut beginnt, schwarz zu werden. Blech aus dem Ofen nehmen, Haut von den Paprikaschoten abziehen. Zusammen mit den anderen Zutaten im Thermomix grob pürieren.

Für das Bohnenpüree Öl mit Thymian und geschälten Knoblauchzehen erhitzen und so lange brutzeln, bis der Knoblauch zu karamellisieren beginnt. Knoblauch entsorgen, Thymian und zwei Teelöffel des Öls beiseite stellen. 470 g von den gegarten Bohnen mit dem restlichen Öl, Salz und Wasser pürieren.

Püree mit Muhammara, Öl, gehackten Walnüssen und Thymian garniert servieren. Fladenbrot dazu ist eine gute Idee.

Anmerkungen, Jutta: Mal wieder sensationell.

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Taler, Taler, du musst wandern…

Slavas Apfeltaler

Die liebe Slava ist eine tolle Köchin und Bäckerin, die alltagstaugliche Gerichte herstellt und sie in schöner Regelmäßigkeit auf ihrem Blog oder im Netz bei Facebook & Co. teilt. Diesmal hatten es mir ihre köstlichen Apfeltaler angetan. Als ich sie sah, waren sie im Prinzip schon nachgebacken und das ist kein Witz, denn das Rezept ist in Windeseile umgesetzt. Ich habe noch etwas Salz und Rosinen zugefügt.

Auf Facebook waren die Dinger der Renner, überall frohes Schmausen. Deshalb auch hier jetzt das Rezept – probiert es aus, ihr werdet nicht enttäuscht sein.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Slavas APFELTALER
Kategorien: Quark-Öl-Teig, Schnell, Knaller
Menge: 10 Stück

Zutaten

2  Äpfel
1Handvoll Sultaninen
200Gramm Quark
100ml Sonnenblumenöl
100Gramm Zucker
1Pack. Vanillezucker
300Gramm Mehl
1Pack. Backpulver
1Prise Salz
   Zucker, fein, zum Stippen

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 Slava kocht und backt
 https://slava.com.de/?p=3059&fbclid=IwAR08WxS–
 mRBBmTFU_vaOEdPi_v4TrpeWmOSSqz6pD96Yqmh6PaqB5IdKhw
 Erfasst *RK* 22.02.2021 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen. Äpfel schälen und mit dem Nicer Dicer in kleine Stückchen schneiden. Beiseite stellen.

Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit dem Knethaken des Handrührgeräts sehr schnell zu einem gerade bindenden Teig verarbeiten. Apfelstückchen zufügen, schnell per Hand unterkneten. 10 Teigkugeln von je ca. 100 g abwiegen, auf Backfolie legen, leicht flach drücken und ca. 20 Minuten schön braun backen.

Danach sofort mit der Oberseite in feinen Zucker stippen und auf einem Rost abkühlen lassen.

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Süße Tahin-Schnecken – kubez el tahineh

Das nächste Rezept aus Sami Tamimis und Tara Wigleys Buch „Palästina“, das ein richtiger Klopper war.

Tahin ist eine unverzichtbare Zutat in der orientalischen Küche und ich mag den Geschmack sehr gern, er erinnert mich an die Urlaube, die wir in Ländern verbrachten, wo dieses Sesammus verwendet wird. Unter anderem waren wir auch in Palästina und dort haben wir richtig gut gegessen. Was lag also näher, die Hefeteigschnecken mit Tahin-Zucker-Zimt-Füllung auszuprobieren? Nix. Eben.

Der Teig ist flott gemacht, braucht aber eine Weile zum Gehen, denn er enthält eine ordentliche Portion Butter sowie ein Ei und ist deshalb schwerer, als der normale Hefeteig für Brötchen oder helles Brot, den ich ohne Fett und Ei herstelle.

Die Verarbeitung ist problemlos, nach 20 Minuten im Ofen sind die Schnecken verzehrbereit, nur noch etwas abkühlen lassen und dann ab in den siebten Schneckenhimmel. Die Röllchen sind der Hit, wir konnten uns kaum bremsen. Mit einer Mischung aus Dattelsirup oder Traubensirup und Tahin oder, wie hier zu sehen, mit Rübenkraut, schmecken die Leckerchen ebenfalls köstlich.

Am nächsten Tag muss man sie aufbacken, ansonsten schmecken sie fad. 10 Minuten im Kombi-Dampfgarer bei 160° C und 90% Feuchte verwandelten die trockenen Kringel in Gebäck, das dem vom Vortag doch sehr ähnelte. Ein Versuch auf dem Toaster brachte hingegen nur mäßigen Erfolg. Also gar keinen eigentlich. Kann man sich sparen.

Im Rezept habe ich einiges verändert, das Original findet sich unter anderem hier:

https://thehappyfoodie.co.uk/recipes/sweet-tahini-rolls-kubez-el-tahineh

Ich habe es so gemacht:

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Süße Tahin-Schnecken (Tamimi)
Kategorien: Gebäck, Hefe, Knaller
Menge: 10 Portionen

Zutaten

H TEIG
6Gramm Hefe, frisch
1Teel. Zucker
110ml Milch
75Gramm Butter
1/2Teel. Salz
1  Ei
300Gramm Mehl
H FÜLLUNG
100Gramm Zucker
1Teel. Zimt
120Gramm Tahin
H TOPPING
1  Eigelb
1Teel. Zucker
1Prise Salz
1-2Essl. Milch
   Sesam, hell

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 Sami Tamimi / Tara Wigley "Palästina"
 Erfasst *RK* 11.06.2020 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Alle Zutaten für den Teig außer Ei und Mehl in den Mixtopf des Thermomix geben. 3 Minuten / 37° / Stufe 1. Ei und Mehl zufügen. Fünf Minuten / Teigstufe. Umfüllen und Teig bis zur doppelten Größe aufgehen lassen.

Zucker und Zimt sorgfältig mischen. Tahin umrühren, bis die Masse geschmeidig ist und das Öl untergezogen.

Aus Eigelb, Zucker, Salz und Milch eine nicht zu dickflüssige Streiche (Eiwasch) herstellen.

Manzfred auf 160° C vorheizen.

Teig auf leicht bemehlter Fläche zu einem Rechteck von 50×35 cm ausrollen. Tahin aufstreichen, an den kurzen Enden 1 cm frei lassen. Zimt-Zucker aufstreuen, etwas anziehen lassen und von der langen Seite her aufrollen. Die Enden ca. 2 cm abschneiden, restlichen Teig in 10 Teile schneiden. Auf eine Backmatte legen, vorsichtig platt drücken, bis ein Durchmesser von ungefär 8 cm erreicht ist. Mit einer zweiten Backmatte abdecken, beschweren (ich nehme einen Brotschieber) und ca. 30 Minuten gehen lassen. Schnecken mit Eiwasch bestreichen und mit Sesam bestreuen. Eventuell noch etwas gehen lassen.

20 Minuten backen. Mit einer Mischung aus Tahin und Dattelsirup oder Traubensirup bestrichen verzehren oder einfach so.

Anmerkungen, Jutta: schmeckt genial! Einfach klasse, wir mussten uns zurück halten, dass wir nicht alle Schnecken auf einmal essen.

Aufbacken am nächsten Tag unbedingt notwendig. 10 Minuten im Kombi- Dampfgarer bei 160° C und 90% Feuchte.

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Otto hat’s druff: Apfel-Olivenöl-Kuchen mit Ahornsirup-Topping

Zu meinem Geburtstag hat mir meine Familie, da nicht gefeiert werden konnte, ein ganz tolles Paket geschickt, unter anderem mit allen möglichen Gutscheinen. Einer davon war von den goldischsten Buchhändlern des Universums und ihrer hähnelschen buchhandlung in Hachenburg, wo diese Woche die Bücher geordert wurden und pfeilschnell den Weg nach Fulda fanden. Eines davon ist das „Sweet“ von Yotam Ottolenghi und Helen Goh.

Ein erster Blick ließ mich erzittern vor Entzücken. Eigentlich wollte ich kleine Zettelchen an die Stellen mit den favorisierten Rezepten legen. Ich habe mich dann umentschieden und Zettelchen an die Stellen gesteckt, wo mich die Rezepte nicht so ganz vom Hocker schmetterten. Deren Anzahl war extrem überschaubar und die Entscheidung für die erste Backaktion fiel nicht leicht. Schräg genug für mutiges Ausprobieren war der Apfelkuchen mit Olivenöl. Unvorstellbar für mich und deshalb bestens geeignet für ein erstes Experiment. Interessant, dass die Sultaninen in Wasser gekocht werden, bis die Flüssigkeit komplett aufgesogen ist. Das ist mir auch noch nicht untergekommen, führte aber dazu, dass der Kuchen sehr saftig ist und wohl auch bleibt und richtig fette Früchtchen den Teig bevölkern.

Ich mache es kurz: Das Teil ist der Hammer! Es ist süß, es ist fettig, es ist mächtig und es ist guuuut! Und ich bin sicher, morgen schmeckt es noch besser.

Das Krokant habe ich aufgestreut, obwohl es nicht im Rezept stand. Erstens habe ich ein gestörtes Verhältnis zu diesen unordentlichen Kuchen, die nicht komplett mit Creme eingestrichen sind – naked cakes … pfff… und zweitens habe ich auch nicht so gern, wenn die Oberfläche jungfräulich, nur von Streichmasse berührt, rumdümpelt. Also Krokant drauf und schon ging es mir besser.

Nussallergiker aufgepasst – der Kuchen schmeckt überhaupt nicht nach Olivenöl, sondern so, als wären Nüsse drin. Sind aber keine – wenn man das Krokant auf dem Topping weg lässt.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Apfel-Olivenöl-Kuchen mit Ahornsirup-Topping
Kategorien: Ottolenghi/Goh, Sweet, Rührkuchen, Knaller
Menge: 1 Springform mit 26cm Durchmesser

Zutaten

H KUCHEN
100Gramm Sultaninen
200Gramm Wasser
200Gramm Zucker
150ml Natives Olivenöl extra
2  Eier, Größe M
1Teel. Vanilleextrakt, flüssig (oder Mark 1/2
   — Vanilleschote)
1Teel. Zitronenschale, gerieben
800Gramm Äpfel (ca. 5 Stück)
350Gramm Mehl
1/2Teel. Zimt, gemahlen
1 1/2Teel. Baking Soda (Speisenatron)
1 1/2Teel. Backpulver
1/2Teel. Salz
2  Eiweiß, Größe M
75Gramm Wasser
H TOPPING
100Gramm Butter, weich
100Gramm Rohrzucker
85Gramm Ahornsirup
200Gramm Frischkäse, Sahne (30 Minuten vor der
   — Verarbeitung aus dem Kühlschrank holen)
   (Krokantstreusel)

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 Yotam Ottolenghi, Helen Goh "Sweet"
 Erfasst *RK* 07.06.2020 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Sultaninen mit 200 g Wasser aufkochen und leicht köcheln lassen, bis das ganze Wasser aufgenommen wurde.

Zucker, Olivenöl, Eier, Vanille und Zitronenschale in der Küchenmaschine mit dem Flachrührer auf mittlerer Stufe schlagen, bis die Mischung hell und dickflüssig ist und sich das Volumen verdoppelt hat. Luftbläschen in der Masse sind nicht erwünscht, also nicht zu flott aufschlagen.

Während die Masse Gestalt annimmt, Manzfred auf 160° C vorheizen, Formboden mit Backpapier auskleiden, Ring nicht fetten. Äpfel schälen, vierteln und in Stifte schneiden. Ich habe dafür das feine Gitter des Nicer Dicers benutzt. Mehl, Baking Soda, Backpulver, Salz und Zimt in eine Schüssel sieben. Eiweiß zu Schnee schlagen.

Die fertige Eiermasse mit Äpfeln, Sultaninen und 75 ml Wasser vermengen. Die trockenen Zutaten unterziehen. Eischnee vorsichtig unter die Kuchenmasse heben. In die Form füllen und 60 Minuten backen. Je nach Ofen schauen, dass die Oberseite nicht zu dunkel wird. Stäbchenprobe nicht vergessen.

Kuchen 10 Minuten abkühlen lassen, Ring entfernen und komplett auskühlen lassen. Eventuell einen Tag zuvor schon zubereiten. Ich habe nach einer Weile das Backpapier entfernt, war mir zu feucht am Boden.

Für das Topping Butter, Zucker und Ahornsirup mit dem Flachrührer in der Küchenmaschine hell und schaumig aufschlagen, dann den Frischkäse portionsweise unterziehen. Weiterschlagen, bis der Guss glatt und dickflüssig ist. Das dauert ca. 2 Minuten.

Wenn der Kuchen komplett kalt ist, einmal durchschneiden und mit der Hälfte des Toppings füllen. Mit der anderen Hälfte die Oberfläche des Kuchens überziehen. Hierbei einen Löffel benutzen und Wellen formen. Ich habe noch Krokant aufgestreut.

Anmerkungen, Jutta: toller Kuchen, sehr saftig, sehr locker, aber auch sehr süß und mächtig. Trotzdem ein Knaller.

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Quarkgugelhupf

Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame namens Helga habe ich mich ins Zeug gelegt und blogge diesen Gugelhupf, der erst um 15.30 Uhr am heutigen Tage den Backofen verließ.

Beim Krosen fiel mir die Tage „Backen ganz einfach“ von Hedwig Maria Stuber in die Hände. Genau gesagt war es nachts gegen 2 Uhr, als ich noch eine kleine Bettlektüre genoss und währeddessen am liebsten wieder aufgesprungen wäre, um den ein oder anderen Kuchen aus diesem Buch zu backen. Schöne, bodenständige Kuchen, feine Torten und auch herzhaftes Gebäck findet man hier und der Nusskuchen, den ich buk, war ebenfalls ein Genuss. Rezept kommt bald.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Quarkgugelhupf
Kategorien: Rodon, Gugel, Flott, Rosinen
Menge: 1 Rodonform

Zutaten

150Gramm Butter, weich (hier Margarine)
200Gramm Zucker
1Prise Salz
2Pack. Vanillezucker
2  Eier
   Zitronenabrieb (oder Orange)
250Gramm Magerquark (hier 20%)
40Gramm Haselnüsse, gemahlen
40Gramm Mandeln, gehackt
70Gramm Sultaninen
1-2Essl. Rum
300Gramm Mehl
1Pack. Backpulver

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 Hedwig Maria Stuber, "Backen ganz einfach"
 ISBN978-3-8354-1245-3
 Erfasst *RK* 25.05.2020 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Vorbereitungen:

Sultaninen in Rum einlegen. Ich habe immer ein Glas Rumrosinen im Vorrat, fiel also bei mir flach. Rodonform fetten. Manzfred auf 170° C vorheizen. O- und U-Hitze 190° C. Geröstete, gehackte Haselnüsse kaufe ich fertig und zerkleinere sie im Thermomix. Eier in heißes Wasser aus dem Hahn legen. Zitronenschale abreiben. Für Rührteige benutze ich immer Margarine statt Butter. Der Teig wird einfach fluffiger – finde ich. Ansonsten immer Butter. Los geht’s:

Margarine, Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig rühren. Eier nach und nach zufügen, sehr ordentlich unterziehen, bevor das zweite Ei zugefügt wird. Zitronenabrieb, Quark, Haselnüsse, Mandeln und Sultaninen unterziehen. Mehl mit Backpulver mischen, über die Masse sieben und mit einem Kochlöffel unterziehen. Ich habe dann noch zwei Esslöffel von dem Rum aus meinem Rumrosinenglas zugefügt.

In die Rodonform geben, 45 Minuten backen. Stäbchenprobe.

Kuchen schmeckt am nächsten Tag bestimmt noch besser, wenn er so richtig schön durchgezogen ist. Ruhig ordentlich Zitronenabrieb verwenden, sonst schmeckt der Kuchen zu flach.

Bissi Puderzucker als Topping schadet nicht.

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Crusty

Enthält unbezahlte Werbung

Meine dem Kochen und Backen nicht abgeneigte Nichte fragte meine ebenso interessierte Schwester nach einem schönen Brotrezept und da sperrte ich natürlich auch Augen und Ohren auf, um was Neues ausprobieren zu können.

„Crusty“ ist ein Weizenmischbrot, das 24 Stunden und ein paar Gequetschte auf seinen großen Auftritt warten muss. So richtig gut gefüttert wird es auch nicht, denn 1 g Hefe… da denkt man doch eigentlich, der arme Teig, datt gibt doch nix. Ha! Weit gefehlt! Im Laufe eines Tages entwickelt sich Crusty langsam aber sicher zu einem strammen Kerlchen und im Backofen dreht er komplett durch. In einer Jenaer Glasschüssel gefangen, bleibt ihm nur der Weg nach oben und genau den nimmt er, wird rund und dick und knusprig.

Nach einer Stunde Backzeit holt man ihn aus seinem gläsernen Sarg, lässt ihn noch ein paar Minuten Sonnenbankbräune annehmen und dann ist er verzehrfertig, sollte aber vorher abkühlen. Und das tut er mit einem wunderbaren Knister-Konzert.

Der Anschnitt offenbart eine großporige Krume, eine dünne Kruste und eine Konsistenz, die allen Menschen auf diesem Planeten gefällt, nur nicht meinem lieben Mann und mir. Wir mögen so gerne kompakte Brote ohne Löcher, wo die Butter und Marmelade durchsausen, deshalb würde ich beim nächsten Backen etwas weniger Wasser verwenden. Geschmacklich aber top.

Crusty, hiermit nehmen wir dich in den Kreis unserer Familie auf. Und deine Zwillingsbrüder in spe.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Crusty
Kategorien: Thermomix, Brot, Food with Love
Menge: 1 Brot

Zutaten

350Gramm Wasser
1Gramm Hefe
20Gramm Rübenkraut
300Gramm Weizenmehl 550
200Gramm Weizenmehl 1050
60Gramm Roggenmehl 1150
25Gramm Butter
11Gramm Salz
4Gramm Backmalz, Roggen

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 "Soulfood with Love" Joelle und Manuela Herzfeld;
 ISBN 978-3960582465
 Erfasst *RK* 21.03.2020 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Wasser und Hefe in den Mixtopf geben, 2 Minuten / 37° C / Stufe 2.

Restliche Zutaten zufügen, 7 Minuten Teigstufe.

Teig in eine bemehlte Schüssel geben, abdecken und 24 Stunden an einem kühlen Ort (hier das Treppenhaus im März) stehen lassen.

Am nächsten Tag Teig einmal stretch & fold, nochmals etwas aufgehen lassen. Teig rund wirken, zu einem Brotlaib formen, bemehlen und in eine gefettete Jenaer Glasform geben. Nach Belieben einschneiden.

Form mit Deckel in den kalten Ofen setzen, 210° C einstellen und 60 Minuten backen. Nach dieser Zeit Brot aus der Form holen und weitere 10 Minuten backen, bis der Laib schön braun ist.

Anmerkungen, Jutta: Brot ist mir etwas zu luftig, beim nächsten Mal weniger Wasser verwenden.

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Und solltet ihr das Buch der Herzfeld-Girls bestellen wollen, dann bitte beim lokalen Dealer und am allerallerliebsten bei „haehnelbuch.de„. Die kleinen Geschäfte haben es so schwer wie selten zuvor derzeit, die müssen wir doch ein wenig unterstützen, oder?

Walnusskuchen Hartha

Fragt mich nicht, wer Hartha ist. Fragt euch nicht, ob ihr diesen Kuchen nachbacken sollt. Macht es einfach und schlemmt, während Aaahs und Ooohs eure krümelverschmierten Lippen passieren. Denn dieser wunderbar lockere Blechkuchen ist ein Hit, wir siezen ihn und sprechen ihn mit „His Royal Fluffyness“ an, während wir ihn verzehren und können gar nicht genug von ihm kriegen.

Er ist schnell gemacht, ist unfassbar fluffig – vermutlich auch deshalb, weil ich Margarine statt Butter verwendet habe – und durch die Walnüsse trotzdem knackig. Laut Rezept sollte man die Walnüsse ungehackt verwenden, da würde ich beim nächsten Mal vielleicht doch kurz mal das Hackmesser ansetzen, denn wirklich gut schneiden lässt sich die Platte nicht, weil der Teig so weich ist.

Im Gegensatz zum letzten Kuchen muss hier aber unbedingt der Guss drauf.

Egal. Backt! diesen! Kuchen! Amen!!!

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Walnusskuchen Hartha
Kategorien: Blechkuchen, Walnüsse, Knaller, Schnell
Menge: 1 Fettpfanne

Zutaten

TEIG
6  Eier
275Gramm Margarine (oder Butter)
300Gramm Zucker
1Prise Salz
300Gramm Mehl
1/2Pack. Backpulver
1/2  Zitrone (Saft)
400Gramm Walnüsse
GUSS
50Gramm Butter
200Gramm Puderzucker
1/2  Zitrone (Saft)

Quelle

 Rezept modifiziert.
 Original: Allerbeste Blechkuchen
 ISBN 978-3-7843-5587-0
 Erfasst *RK* 13.03.2020 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

6 Eier in heißes Wasser legen. Manzfred auf 160° C vorheizen. Fettpfanne fetten.

Margarine (im Original wird Butter verwendet) mit Zucker und Salz in der Küchenmaschine zu einer luftigen Masse aufschlagen. Eier trennen, Eigelbe nach und nach zufügen und ausführlich unterziehen. Mehl und Backpulver mischen, zusammen mit Zitronensaft unterziehen. Das mache ich mit einem Kochlöffel mit Loch in der Mitte. Eischnee schlagen, unterziehen.

Teig in die Fettpfanne streichen, Walnüsse ordentlich oder mit Verve auf der Teigoberfläche drapieren. Etwas eindrücken.

Temperatur auf 150° C reduzieren. 25-30 Minuten backen.

Für den Guss Butter zerlassen, Puderzucker und Zitronensaft unterrühren, auf den heißen Kuchen streichen.

Anmerkungen, Jutta: ein toller Kuchen! Walnüsse eventuell etwas hacken, ist nicht so ganz leicht zu schneiden.

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