Pandemiekuchen: Saftiger Schneckenkuchen

Eine Freundin fragte, ob ich der Pandemie durch das Backen von Kuchen die Stirn biete und gleichzeitig die geneigte Leserschaft mit Süßem verführe und vom Gedanken an Viren und Krankheit ablenke. Joh, also, warum eigentlich nicht? Wenn man Limonade aus Zitronen macht, die einem das Leben schenkt, dann könnte ich doch auch Backwerk herstellen, wenn die Zeiten düster werden.

Trost bietet so ein Stück Kohlenhydratmingmang in Form saftiger Hefeteigkringel auf jeden Fall und die Zutaten könnte man sogar hamstern, um wochenlang Schnecke um Schnecke zu sich nehmen zu können. Allerdings werde ich schon morgen alles daran setzen, für Abwechslung zu sorgen. Da backe ich was mit Walnüssen.

Heute also dieser wirklich saftige Blechkuchen, den wir tagelang gegessen haben und der auch nach dem Backtag sehr gut schmeckt, wenn man ihn mal kurz in die Mikrowelle steckt. Ein paar Sekunden, dann ist er wie frisch.

Der Hefeteig wird ausgerollt, mit einer Puddingmasse bestrichen, in Scheiben geschnitten und dann flott gebacken.

Uns hat der Blechkuchen auch ohne Guss bestens gemundet, auf die Aprikosenkonfitüre noch Zuckerguss zu träufeln, wäre mir zu viel des Süßen gewesen.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Saftiger Schneckenkuchen
Kategorien: Blechkuchen, Pudding, Hefeteig
Menge: 1 Fettpfanne

Zutaten

TEIG
500Gramm Weizenmehl
20Gramm Hefe, frisch
50Gramm Zucker
1Pack. Vanillinzucker
1Prise Salz
2  Eier
125ml Milch
100Gramm Butter
FÜLLUNG
2Pack. Puddingpulver, Vanille (zum Kochen)
750ml Milch
80Gramm Zucker
1Prise Salz
150Gramm Sultaninen
APRIKOTIEREN
2Essl. Aprikosenkonfitüre
GUSS
100Gramm Puderzucker
1-2Essl. Wasser

Quelle

 Rezept modifiziert.
 Original: „Allerbeste Blechkuchen“ ISBN 978-3-7843-5587-0
 Erfasst *RK* 12.03.2020 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Fettpfanne fetten.

Aus den Teigzutaten einen Hefeteig bereiten. Gut aufgehen lassen.

Derweil die Füllung zubereiten. Aus den Zutaten bis auf die Sultaninen einen dicken Pudding kochen, Sultaninen unterziehen, abkühlen lassen. Immer mal wieder umrühren.

Teig durchkneten, auf 40×60 cm ausrollen. Mit Pudding bestreichen, von der Längsseite her aufrollen. In ca. 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und mit der Schnittseite nach oben in der Fettpfanne verteilen. So lange gehen lassen, bis sich die Teigstücke sichtlich vergrößert haben.

Rechtzeitig Manzfred auf 180° C vorheizen. Die Schnecken ca. 20 Minuten backen, bis sie appetitlich gefärbt sind.

Aprikosenkonfitüre im heißen Backofen flüssig werden lassen, Schnecken noch heiß damit einpinseln und abkühlen lassen. Wer mag, kann noch Zuckerguss aufsprenkeln, darauf habe ich verzichtet.

Anmerkungen, Jutta: Die Schnecken schmecken frisch am besten, aber auch später kann man sie kurz in der Mikrowelle erhitzen (5-10 Sekunden reichen völlig) und dann schmecken sie immer noch prima. Vielleicht kann man noch Marzipan in den Pudding rühren, schmeckt bestimmt auch nicht schlecht.

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Die schnelle Nummer: Rührkuchen mit Kirschen und Streuseln

Während im Instantpot der Linseneintopf garte, ließ ich meiner Phantasie freien Lauf und vor meinem inneren Auge materialisierte sich das Bild eines Streuselkuchens mit Obst, aber ohne Hefeteigboden, damit er schön lange frisch schmeckt.

Chefkochkochbuch aufgeklappt, „Rührkuchen Streusel“ eingetippt und schwupps, hatte ich den ersten Happen quasi schon auf der Gabel, denn die Herstellung ging wirklich schnell. Während Manzfred auf Backtemperatur hochheizte, wurden die Zutaten zu Teig und Streuseln verarbeitet und die Form war schneller voll als der Ofen heiß.

Der Kuchen schmeckt prima, wir mussten beide, obwohl nach der Hauptmahlzeit schon gut gesättigt, doch noch zwei Stücke vom Kuchen absäbeln.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rührkuchen mit Streuseln und Kirschen
Kategorien: Chefkoch, Rührteig, Kirschen, Streusel, Schnell
Menge: 30 Cm Durchmesser

Zutaten

H BODEN
120Gramm Butter
120Gramm Zucker
1Prise Salz
2  Eier
1Spritzer Bittermandelaroma
1 1/2Teel. Backpulver
200Gramm Mehl
25Gramm Speisestärke
H BELAG
1Glas Sauerkirschen
H STREUSEL
75Gramm Butter
75Gramm Zucker
1  Vanillezucker
 Etwas Zimt
2Essl. Mandeln, gehackt
150Gramm Mehl
1Prise Salz

Quelle

 Rezept modifiziert.
 Original gefunden bei Chefkoch von senficonny
 https://www.chefkoch.de/rezepte/1285821233934887/
 Apfelkuchen-mit-Ruehrteig-und-Streuseln.html
 Erfasst *RK* 03.03.2020 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 160° C vorheizen. Eier in heißes Wasser legen. Mehl, Stärke und Backpulver mischen. Kirschen auf einem Sieb abtropfen lassen. Backform fetten.

Butter, Zucker und Salz in der Küchenmaschine hellschaumig aufschlagen. Währenddessen die Zutaten für die Streusel flott mit den Händen verkneten und Streusel herstellen. Eier und Aroma einzeln sehr sorgfältig unter die Masse für den Teig ziehen. Mehlmischung zufügen und mit dem Kochlöffel schnell unterziehen.

Teig in die Backform füllen, glatt streichen. Kirschen aufbringen, etwas in den Teig drücken. Streusel aufstreuen.

45-60 Minuten backen. Wer möchte,kann nach dem Abkühlen noch Puderzucker aufstreuen.

Anmerkungen, Jutta: locker, saftig, lecker. Gerne wieder 🙂

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Danke an senficonny für das Rezept.

DSGVO-Gedöns: Auch mit diesem Blogeintrag wird vielleicht Werbung betrieben, aber ich bekomme nix dafür. Nett, gell?

Landbrot(e) aus dem Holzbackrahmen ohne Holzbackrahmen …

…aber aus Backformen und diese Brote wurden auch super.

Und das kam so:

Facebook, ketex‘ Brotbackforum, Foto von Brot, Klick auf Blog Cookie und Co von Bäckerin Sonja, verlieben, nachbacken. Himmel.

Danke, Sonja! ❤

Na gut, ich schreibe noch ein wenig mehr.

Das erste Brot habe ich zur Probe gebacken, in einer großen Eisenform, weil ich keinen Holzbackrahmen habe.

Im Anschluss, weil uns das Ergebnis so toll geschmeckt hat, dann gleich die doppelte Menge, die ein großes und zwei kleine Brote ergab. Beim zweiten Durchgang habe ich etwas weniger Salz verwendet und nun ist die Anleitung für uns perfekt.

Die Zubereitung dauert, das Landbrot ist nicht mal eben so gemacht, am Abend vor dem Backen sollte man schon anfangen. Auch am Backtag braucht man Zeit, damit der Teig gut aufgehen kann. Die reine Arbeitszeit ist minimal, die Gehzeit ist hier der entscheidende Faktor.

Wir haben uns sofort in das Brot verliebt, Norbert nimmt jeden Tag Brote mit auf die Arbeit und so ein paar saftige Schnitten eines Brotes, das lange frisch bleibt, sind auch nachmittags noch köstlich beim Verzehr.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Landbrot aus dem Holzbackrahmen ohne Holzbackrahmen
Kategorien: Landbrot, Sauerteig, Roggen, Weizen
Menge: 1 Großes und 2 kleine Brote

Zutaten

SAUTERTEIG, STUFE 1
100Gramm Roggenmehl, Type 1150
100Gramm Weizenmehl, Type 1050
200Gramm Wasser, handwarm
20Gramm Anstellgut
SAUERTEIG, STUFE 2
400Gramm Sauerteig (Stufe 1)
400Gramm Wasser, handwarm
200Gramm Roggenmehl, Type 1150
200Gramm Weizenmehl, Type 1050
FERMENTOLYSETEIG
1,2kg Sauerteig (Stufe 2)
420Gramm Weizenmehl, Type 1050
430Gramm Wasser, handwarm
HAUPTTEIG
2,05kg Fermentolyseteig
420Gramm Roggenmehl, Type 1150
40Gramm Zuckerrübensirup (optional)
30Gramm Salz

Quelle

 Rezept modifiziert.
 Original: Blog "Cookie und Co"
 https://cookieundco.de/landbrot-aus-dem-holzbackrahmen/
 Erfasst *RK* 27.02.2020 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Achtung! Das Rezept oben ist die doppelte Menge des Originals = 2,5 Kilo Teig, den die Küchenmaschine verarbeiten muss.

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Am Vorabend – hier 21.00 Uhr – die Zutaten für den Sauerteig Stufe 1 in einer Schüssel vermengen. 8-12 Stunden reifen lassen.

Am Backtag – hier 7.45 Uhr – alle Zutaten für den Sauerteig Stufe 2 vermengen. 2-4 Stunden reifen lassen.

Danach – hier 12.45 Uhr – den Fermentolyseteig zubereiten. Dafür alle Zutaten in die Küchenmaschine geben, flott und gründlich verkneten. 15 Minuten abgedeckt gehen lassen.

Die restlichen Zutaten für den Hauptteig zufügen und 4-5 Minuten bei langsamer Geschwindigkeit mischen. 30 Minuten ruhen lassen.

Eine große und zwei kleinere Kastenformen fetten, Teig auf gut bemehlter Arbeitsfläche zu Laiben formen, in die Formen geben und mit Roggenmehl bestäuben. Je nach Zimmertemperatur 2,5 bis 5 Stunden zunächst abgedeckt gehen lassen. Nach ungefähr der Hälfte der Gehzeit die Formen unbedeckt lassen, damit die Oberfläche schön aufreisst.

Manzfred oder Backofen (Heißluft) auf 230° C vorheizen. Wenn die Brote gut aufgegangen sind, die Brote für fünf Minuten bei dieser Temperatur backen. Temperatur auf 190° C reduzieren, Tür kurz öffnen, um Schwaden abzulassen. Nach 30 Minuten Backzeit nochmals kurz Schwaden abziehen lassen. Die kleinen Formen 45 Minuten backen, die große Form 55 Minuten. Wer möchte, kann die Brote im ausgeschalteten Ofen noch eine Weile ohne Form nachbacken.

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Ich freue mich immer, wenn mal wieder so ein Rezept in die Knallerrubrik Einzug hält, von dem man weiß, dass man in Zukunft immer wieder darauf zurück greifen wird. Nebenbei ist das Blog von ‚Cookie und Co‘ ohnehin ein Ort, an dem man auf der Suche nach schönen Rezepten mal stöbern sollte. Tolle Sachen gibt es da zu sehen.

Übrigens sieht so ein Rezept aus, wenn ich mit ihm fertig bin 🙂

Nudelgratin mit cremiger Kürbissauce (nach einer Idee von WW)

Tag sechs ohne Fleisch* und soll ich euch mal was sagen? Es ist mir egal. Auch deshalb, weil es so schöne Rezepte gibt wie das Nudelgratin von gestern, das wir heute wieder essen, weil es so viel war. Und so lecker.

Schön sämig (ok, den Frischkäse hatten die Abnehmgurus nicht erwähnt), knusprig wegen des erstaunlich schmackhaften Paniermehls ( auch Semmelbrösel genannt) und der Mandelblättchen, deren Röstaroma ein toller Kick sind und die ich mir in Kombination mit den Brotkrumen auf Nudelauflauf nicht wirklich hatte vorstellen können.

Der Parmesan zum Drüberstreuen, später, wenn die Chose auf dem Teller dampft, ist im Originalrezept ebenfalls nicht vorgesehen, passt aber natürlich bestens. Sehr schön auch, dass die eingefrorenen Mangoldpäckchen aus der Sommerernte verbraucht werden konnten und sogar den letzten Butternutkürbis haben wir mit diesem Gericht verzehrt.

Den Auflauf kann man schon tagsüber zubereiten und abends nur noch backen, was ich immer praktisch finde, weil dann die Küche schon blitzt, wenn man das Essen genießt.

*Hier wird es auch weiterhin Fleisch zu essen geben. Aber Norbert und ich wollen versuchen, den Konsum stark einzuschränken. Wir haben ohnehin immer weniger Tiere gegessen, aber völlig darauf verzichten werden wir nicht. Mehr als eine Fleischmahlzeit in der Woche möchten wir jedoch nicht verzehren, eher noch weniger. Mal sehen, wie das klappt mit den Vorsätzen. Wir machen keine Religion daraus, essen auch weiterhin alles, wenn wir eingeladen sind oder im Restaurant, auf Reisen oder an der Wurstbude. Die Tiefkühltruhe wird auch noch geleert und dann möchte ich nur noch kaufen, wenn wir es umgehen essen. Dörrfleisch und Leberwurst, lebt wohl!

Ach so, das Rezept, hätte ich fast vergessen.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Nudelgratin mit cremiger Kürbissauce
Kategorien: WW, Garten, Kürbis, Auflauf, Backen
Menge: 4 Portionen

Zutaten

1  Butternutkürbis, klein
   Chilischoten, geschreddert
3  Zwiebeln, mittelgroß
300Gramm Mangold, gegart, grob gehackt
500Gramm Vollkornnudeln, trocken
   Olivenöl
400ml Wasser, kochend
2Teel. Instantgemüsepulver
2Zehen Knoblauch
1Teel. Thymian, getrocknet, gestrichen voll
2Essl. Rosinen
2Essl. Kräuterfrischkäse
30Gramm Paniermehl
2Essl. Mandelblättchen
   Parmesan

Quelle

 Rezept modifiziert.
 Original: Weight Watchers Online
 Erfasst *RK* 10.01.2020 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Tiefgekühlten Mangold auftauen. Frischen Mangold waschen, in Streifen schneiden und auf ein Dampfgarerlochblech geben. Kürbis schälen, Kerne entfernen, in nicht zu große Stücke schneiden und auf ein Dampfgarerlochblech legen. Im Dampfgarer, Automatikprogramm, garen. Falls Mangold gegart werden muss, ebenfalls in den Dampfgarer schieben (Schiene unter dem Kürbis).

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Nudeln in Salzwasser knapp gar kochen und abschütten. Zwiebeln und Knoblauch schälen. Zwiebeln würfeln, in Öl bräunen, Mangold zufügen und eine Weile mitbraten, mit Salz und Chiliflocken würzen.

Aus Instantpulver und kochendem Wasser eine Brühe herstellen. Kürbiswürfel, Knoblauch, Chili, Frischkäse und Brühe im Thermomix pürieren. Abschmecken.

Nudeln mit Mangoldmischung, Rosinen, Thymian und Kürbissauce mischen, in eine Auflaufform füllen, mit Paniermehl und Mandelblättchen bestreuen. Ungefähr 25 Minuten backen, dabei darauf achten, dass die Oberfläche nicht zu dunkel wird.

Nach Geschmack mit Parmesan bestreut servieren.

Jutta: Schmeckt sehr gut, knusprig wegen des Paniermehls und der Mandelblättchen. Reicht für zwei Tage.

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Shepherd’s Pie (nach einer Idee von WW)

Hier mal wieder das Werbungsgedöns. Kann sein, dass es Werbung ist, ich krisch nix dafür. Jetzt heult und bedauert mich. Danke.

Juten Tach. Ich hab‘ watt Neues. Guckt nach oben, da steht

„(nach einer Idee von WW)“.

Manchmal, also eigentlich immer, wenn ich so ein leckeres Weight Watchers Rezept erblicke, kann ich mir schon genau vorstellen, wie das am Ende schmecken wird. Nämlich hervorragend. Und dann gucke ich in den Kühlschrank, da steht noch ein Rest Schmand, der Käse von der vorletzten Schlemmerattacke sieht auch nicht mehr so aus, als würde er zu Ostern noch an der Auferstehung teilnehmen können und auch beim Überschlagen des Inhaltes der Tiefkühltruhe fallen mir Dinger ein, Kinners, ich sach euch… DATT ZEUCH MUSS WEG.

Und so wird aus einem wunderbar mageren, aber dennoch schmackhaften WW-Gericht namens ‚Cottage Pie‘, bestehend aus einer Lage magerem Gehacktes

gekrönt von einer leichten Kartoffelhaube

eine Modifikation, von der man zwar nicht schlank wird, aber auch nicht wirklich unglücklich.

Falls man es schafft, das schlechte Gewissen zu beruhigen. Ich mache das meistens mit einem Schnaps danach. Oder ich nehme einfach noch ein wönziges Stöck.

So sieht er also aus, der Shepherd’s Pie. Ursprünglich ein montägliches Resteessen (dieses Wort sieht toll aus) mit dem übrig gebliebenen (Lamm-)Braten vom Vortag und vermutlich auch mit den Kartoffeln, ist es jetzt ein schönes Herbst- und Wintergericht, das beim Essen ein warmes Herz macht. Nicht ganz stilecht sind vermutlich die Süßkartoffeln, die in Irland eher nicht so gut wachsen. Aber what shalls, Hauptsache lecker.

Das Originalrezept findet man in der WW-App unter dem Namen „Cottage Pie mit Süßkartoffeln“. Und meine Version findet ihr hier:

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Shepherd’s Pie (nach einer Idee von WW)
Kategorien: Süßkartoffel, Kartoffel, Tatar, Käse, Überbacken
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H KARTOFFELDECKE
200Gramm Gruyèrekäse oder anderen kräftigen Käse
800Gramm Süßkartoffeln
800Gramm Kartoffeln, mehlig kochend
   Salz
   Kräutersalz
   Milch / saure Sahne / Frischkäse… nach
   — Geschmack
   Petersilie, getrocknet (oder frisch)
H FLEISCHSAUCE
1Teel. Rapsöl
1Teel. Olivenöl
450Gramm Tatar
2  Zwiebeln, mittelgroß
1/4Knolle Sellerie, klein (Ersatz für Karotten)
2  Karotten (nicht vorhanden)
500Gramm Champignons (ich hatte 340 g aus dem Glas)
500Gramm Tomaten, gehäutet, TK aus dem Garten
2  Knoblauchzehen
1Teel. Thymian, getrocknet
1Essl. Worcestersauce
2Teel. Brühe, gekörnt
   Tomatenmark
   Chiliflocken
   Salz

Quelle

 Modifiziertes Rezept nach einer Idee von Weight Watchers
 "Cottage Pie mit Süßkartoffeln"
 Erfasst *RK* 11.12.2019 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Käse fein reiben. Alle Kartoffeln schälen, grob würfeln, in Salzwasser garen. Abschütten, mit Kräutersalz und Milchprodukten nach Geschmack stampfen. Petersilie unterziehen. Ich durchforste den Kühlschrank und alles, was so an Joghurt oder Schmand oder was auch immer weg muss, kommt ins Püree. Die Hälfte des geriebenen Käses unterziehen.

Während die Kartoffeln kochen, die Fleischsauce zubereiten. Tatar in Öl anbraten. Karotten, Sellerie, Zwiebeln würfeln, mit den Champignons zusammen eine Weile mitbraten. Tomaten zufügen, Knoblauchzehen in Stifte scheiden, mit den Gewürzen und geschlossenem Deckel eine Weile köcheln lassen, damit die Wurzeln gar werden. Danach Deckel abnehmen, schön sämig einkochen lassen und nochmals abschmecken.

Eine geeignete Auflaufform mit der Fleischsauce füllen. Wer viel Zeit hat, kann mit dem Spritzbeutel die Kartoffelmasse auf der Sauce drapieren. Ansonsten einfach nur aufstreichen. Mit restlichem Käse bestreuen und 25 – 30 Minuten backen. Unbedingt ab und an nachschauen, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird.

Anmerkungen, Jutta: ein sehr schmackhaftes Herbst- und Winteressen. Feldsalat dazu wäre auch nicht zu verachten.

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Quarkauflauf mit Zwetschgen

Wie immer könnte dieser Beitrag Werbung enthalten, für die ich aber keinen roten Heller bekomme. Niemals würde ich für Kohle meinen Körper – ähm – meine Schnuppschnuess verkaufen. Obwohl…

Ach nee, der Kühlschrank steht voller Quark, Mascarpone, Buttermilch, Sahne, Joghurt, Schmand, Milch und das Zeuch muss weg. Und nu?

Nu guckt Frau Schnuppschnüss durch den kleinen Bildschirm in die große weite Welt, landet im Kochuniversum ziemlich weit oben bei den Küchengöttern und findet dort Ambrosia und Manna in Form eines Quarkauflaufs mit Zwetschgen.

Wobei „Quark“ hier eine nicht genau zu differenzierende Mischung aus Magerquark, Sahne und Mascarpone bedeutet.

Die Götter hatten vorgeschlagen, die Quarkmasse vor dem Backen mit Semmelbröseln zu bestreuen. Aber nicht mit mir! „Brauner Zucker“ hießen die Zauberworte und auch ohne großartige Beschwörungen lag am Ende eine schöne karamellisierte Kruste auf dem gebackenen Milchprodukte-Pflaumen-Fluff.

Und als mir dann noch das Salzkaramell einfiel, nach Gabi Frankemölle erschaffen, da war mein Ausflug in den Auflaufhimmel aber so was von perfekt. Besser geht nicht.

Eine Frage bleibt jedoch: wie fotografiert man so was?

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

 Titel: Quarkauflauf mit Zwetschgen

Kategorien: Hauptspeise, Dessert, Pflaumen, Milchprodukte
Menge: 4 Portionen als Hauptgericht

500     Gramm  Zwetschgen
  4            Eier
 80     Gramm  Weiche Butter
100     Gramm  Zucker
  1      Pack. Vanillezucker
  1     Prise  Salz
750     Gramm  Quark (oder gemischt mit anderen Milchprodukten)
 80     Gramm  Hartweizengrieß

============================= BELAG =============================
Zucker, braun
Butterflöckchen

============================ QUELLE ============================
Rezept modifiziert. Original:
https://www.kuechengoetter.de/rezepte/quarkauflauf-mit-
zwetschgen-227
— Erfasst RK 29.10.2019 von
— Jutta Hanke

Die Zwetschgen waschen, entsteinen und vierteln. Manzfred auf 160° C
vorheizen. Die Eier trennen. 80 g Butter mit dem Zucker und Salz
schaumig schlagen, die Eigelbe untermischen. Quark (ich habe Reste
von Sahne, Mascarpone und Magerquark verwendet) und Grieß sorgfältig
unterrühren. Eiweiße steif schlagen, mit den Zwetschgen unterheben.

Eine Auflaufform fetten und die Masse einfüllen. Mit einer dünnen
Schicht braunem Zucker bestreuen und mit Butterflöckchen belegen.
Den Auflauf etwa 45 Min. backen.

Mit Puderzucker bestreuen. Ich hatte Salzkaramell dazu – oh mein
Gott!

=====

Jutta ohne Butta oder Not macht erfinderisch und führt zum Backen einer wunderbaren Apfeltorte namens Scharlotka

Manchmal ist es ja komisch. Da nimmt man sich etwas vor und wenn dann der große Tag da ist, stellt man mit Schrecken fest, dass es mit der Umsetzung nicht so einfach ist. Zum Beispiel heute.

Mein goldischer Mann war drei Tage auf großer Fahrt und ich stellte mir schon die leuchtenden Äugelchen vor, wenn er nach Hause kommt und als erstes einen herrlichen Körper Kuchen sieht.

Grumpy Cake – aber lecker

Ich ging also frisch ans Werk, stellte die Zutaten für einen Rührkuchen bereit um dann feststellen zu müssen, dass meine Buttervorräte gegen Null gingen. Also genau Null. Nix. Nada. Alles fott. Und nun?

Nach Heulen und Zähneklappern wurde das weltweite Netz durchsucht und beim Thermomixrezeptportal gab es die Lösung. „Scharlotka“! Dieser Name klang wie Musik in meinen Ohren. Russische Musik, Balalaikas und Lederstiefel, die den Kasatschok tanzen.

Nicht wirklich wie Musik säuselte die Spülmaschine, in der sich das Thermomixequipment befand. Also, russischen Kuchen backen ohne Butter und ohne Thermomix. Pff, kein Problem, wozu habe ich denn eine Rührmaschine!?!

Die Vorgehensweise ist denkbar einfach, die Zutatenliste extrem überschaubar und das Ergebnis, ja, wie soll ich sagen… sensationell trifft es ganz gut. Biskuit mit gaaaanz viel Obst, also wirklich nicht übel, auch wenn das Aussehen des fertigen Objekts je nach Beleuchtung weniger Gutes erahnen lässt (hihi). Nein, es ist kein McFlurry.

Eine wirkliche Überraschung ist das Teil und ganz ohne Fett und bestimmt auch nicht schlecht als Dessert mit einem Bällchen Eis. Oder Eierlikör. Oder so.

==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

     Titel: Scharlotka (Russischer Apfelkuchen)
Kategorien: Biskuit, Torte, Äpfel
     Menge: 1 Springform mit 26cm Durchmesser

                   Butter zum Einfetten
    700     Gramm  Äpfel
     30     Gramm  Zitronensaft
      3            Eier
    150     Gramm  Zucker
      1      Pack. Vanillezucker
      1     Prise  Salz
    150     Gramm  Mehl
    1/2      Pack. Backpulver
                   Puderzucker zum Bestäuben

============================ QUELLE ============================
            Rezept modifiziert. Original:
            Thermomix Rezeptwelt cookidoo
            -- Erfasst *RK* 11.10.2019 von
            -- Jutta Hanke

Eier so rechtzeitig aus dem Kühlschrank holen, dass sie
Zimmertemperatur haben bei Backbeginn.

Boden der Form mit Backpapier belegen, Rand fetten. Manzfred auf
180° C vorheizen.

Eier, Salz, Vanillezucker und Zucker in der Küchenmaschine
dickschaumig aufschlagen. In der Zwischenzeit Äpfel schälen,
vierteln, entkernen und in hauchdünne Spalten schneiden. Mit dem
Zitronensaft vermengen. Mehl mit Backpulver mischen, unter die
Eimasse ziehen.

Die Hälfte des Teigs in die Springform geben, Äpfel aufbringen (ich
habe auch noch Sultaninen und Mandelstifte zugefügt), mit dem Rest
des Teigs bedecken.

15 Minuten backen, dann Temperatur auf 160° C reduzieren und weitere
35 Minuten backen. Gesamtbackzeit 50 Minuten.

Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestreuen. Falls noch Zitronensaft
übrig ist, kann man auch Zuckerguss verwenden.

Anmerkungen, Jutta: erstaunlich tolles Rezept

Mit dem Thermomix geht das so:

Rühraufsatz einsetzen. Eier, Zucker, Vanillezucker und Salz in den
Mixtopf geben und 4 Min./37°C/Stufe 3 aufschlagen. Rühraufsatz
entfernen. Mehl und Backpulver zugeben, 10 Sek./Stufe 4 vermischen.

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Chircorée mit Honig-Senf-Sauce und Käse-Orangen-Kruste

Dieser Beitrag enthält vielleicht Werbung. Ich habe dadurch keinen Vorteil, weder materiell noch immateriell. Außer vielleicht Ruhm und Ehre auf ewig. Aber dafür sind meine Leser zuständig und nicht Hein Mück, der Grottenolm oder was weiß ich wer.

Dieses Rezept stammt aus der Kategorie „kam, sah, siegte“. In der Fuldaer Zeitung gesehen, gleich dafür eingekauft, am nächsten Tag zubereitet und dann wurde geschlemmt, was das Zeug hielt. Diese Bitterkeit des Gemüses, gepaart mit dem fruchtigen Geschmack der Orangen war wirklich fein . Für den nächsten Tag reichte es auch noch, ich habe nur noch einmal Kartoffelstampf zubereitet. Den gab es nämlich dazu. Es war so lecker!

Das Rezept sah vor, den Chicorée anzubraten und im Ganzen fünf Minuten mit den Schalotten in Brühe zu garen, was mir bei den riesigen Brechern, die ich gekauft hatte, nicht sinnvoll erschien. So teilte ich die fetten Feger, garte sie im Dampfgarer vor und briet sie dann mit den Zwiebeln an. Die Brühe nutzte ich, um alles, was sich in der Pfanne an Röststoffen befand, in die Auflaufform zu transportieren.

Ein schönes Gericht, das man gut vorbereiten kann.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Chicorée mit Honig-Senf-Sauce und Käse-Orangen-Kruste
Kategorien: Vegetarisches, Knaller, Orange, Chicorée, Käse
Menge: 4 Portionen

Zutaten

4  Chicoréestauden; bis 1/2 mehr
2Essl. Butter
2  Schalotten
2Teel. Agavendicksaft (eher mehr)
150ml Gemüsebrühe (aus Alnatura Brühepulver)
1/2Becher Schlagsahne
3Essl. Orangensaft; bis 1/3 mehr
1/4  Orange, der Abrieb (wer es gerne orangig mag, auch mehr)
1Essl. Honig (Original: 1 TL)
1Essl. Dijon-Senf (Original: 1 TL)
150Gramm Käse, gerieben (hier: Edamer und Parmesan)
   Salz
   Pfeffer
   Muskatnuss

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 Fuldaer Zeitung vom 22.03.2019
 Anne Baun, Rubrik: "Natürlich koch‘ ich"
 Erfasst *RK* 25.03.2019 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Den Chicorée waschen, putzen, Strunk keilförmig heraus schneiden und die Stauden längs halbieren. Die Schalotten in Streifen schneiden. Den Orangensaft mit dem Käse vermischen.

Die Butter mit dem Agavendicksaft in der Pfanne schmelzen. Schalotten und Chicorée darin anbraten (Ich habe ihn im Dampfgarer vorgegart. Original: Zwiebeln und Chicorée anbraten, Brühe zufügen, 5 Minuten schmoren. Das Loskochen des Bratensatzes weiter unten entfällt.). In eine Auflaufform legen, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Brühe in die Pfanne gießen, eventuell vorhandenen Bratensatz loskochen, zum Chicorée geben.

Mit der Käse-Orangen-Mischung bestreuen. Die Sahne mit Honig, Senf, Orangenabrieb und etwas Gemüsebrühepulver (Alnatura) verrühren. Vorsichtig in die Form gießen, ohne den Käse zu benetzen. Etwa 25 Minuten backen, bis der Käse goldbraun verlaufen ist. Am Ende der Backzeit Tür des Manzfreds eventuell nur anlehnen, damit etwas Flüssigkeit aus der Auflaufform verdampfen kann.

Dazu Kartoffelstampf mit dem Rest Sahne, Butter, Milch und Muskat. Köstlich!

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Bakewell Tarte

Dieser Beitrag enthält vielleicht Werbung. Ich habe dadurch keinen Vorteil, weder materiell noch immateriell. Außer vielleicht Ruhm und Ehre auf ewig. Aber dafür sind meine Leser zuständig und nicht Hein Mück, der Grottenolm oder was weiß ich wer.

Ich bin immer noch im Aufräumwahn, ihr wisst ja, datt Mariechen hat mich verhext.

Diesmal stehe ich also im Vorratskeller und sortiere Marmeladengläser (ja, ich weiß, das heißt Konfitüre, aber nicht! bei! mir!). Nach Jahren. Angefangen bei Apfelgelee 2018 über E 2018 (ErdbeerMARMELADE von 2018) bis Quittengelee 2018 und dann jahresweise chronologisch runter. Klar, dass innerhalb der Jahre auch nach dem Alphabet sortiert wird, aber das habt ihr ja schon geschnallt, gell?

Als ich bei Quitte 2008 ankomme, schwant mir, dass etwas geschehen muss. Auch im Hinblick auf die Tiefkühltruhe. Hier schlummern noch Johannisbeeren, Erdbeeren und Kirschen, die ich im Winter (2018) zu Marmelade und Gelee verarbeiten wollte. Wollte! Sollte! Müsste! Nur… da ist ja noch so viel. Und nu?

Backen wir doch einfach Kuchen mit Marmelade. Super Idee. Gleich fiel mir so eine Torte ein, die ich auf Netflix in der Serie „Das große Familienkochen“ gesehen hatte. Ein Prachtstück namens „Bakewell Tarte“ und die musste es sein.

Ein Rezept fand ich online beim Guardian, mit einer interessanten Abhandlung über die verschiedenen Möglichkeiten, so eine Torte zu backen. Ich nahm natürlich die Marmeladenvariante und auch wenn mir der Teig sehr sehr sehr suspekt war – nur Mehl, Butter, Salz und Wasser (kein Zucker – das ist richtig so), so fabrizierte ich doch einen sehr toll schmeckenden Kuchen mit einem kompletten 220-ml-Glas „Wilde Mirabelle“. Juhuuu!

Das Backen des gefüllten Bodens dauerte aber deutlich länger als im Rezept, ich habe noch 15 Minuten dran gehängt, bis die Füllung nicht mehr wabbelte. Am meisten überrascht hat mich der Boden, der war zwar kompakt, aber sehr knusprig und sogar etwas blättrig. Sehr fein.

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bakewell Tarte (1)
Kategorien: Marmeladenkille, Frangipani-Füll, Tarte
Menge: 1 Tarte, Durchmesser 24 cm

Zutaten

H TEIG
140Gramm Weizenmehl
85Gramm Butter, kalt
1Prise Salz
   Wasser, eiskalt
H FRANGIPANE-FÜLLUNG
110Gramm Butter
110Gramm Zucker
2  Eier
110Gramm Mandeln, gemahlen
25Gramm Mehl
1/2Teel. Backpulver
1/2  Zitrone, abgerieben
1Prise Salz
H BELAG BODEN
220ml Marmelade (Wilde Mirabelle oder so)
H DEKO
45Gramm Mandelblättchen (oder Mandelstifte oder was
   — sonst so da ist)

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 https://www.theguardian.com/lifeandstyle/wordofmouth/
 2013/apr/17/how-make-perfect-bakewell-tart
 Erfasst *RK* 08.03.2019 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 170° C vorheizen. Eine Backform mit einem Durchmesser von 23 cm (hier 24 cm) fetten. Wenn der Boden nicht flexibel ist, zwei Backpapierstreifen einlegen, damit man nach dem Backen die Torte unfallfrei herausbugsieren kann.

Butter in Stückchen mit Mehl und Salz im TM schreddern. Dann auf Teigstufe laufen lassen und allmählich eiskaltes Wasser esslöffelweise zufügen. Das waren bei mir ungefähr 5 Esslöffel. Wenn die Masse beginnt, sich zu verbinden, ist der Teig fertig. Er sollte nicht klebrig sein. Teig rund auf wenig Mehl ausrollen und in die Form geben. Es sollte ein Rand von ca. 3 cm vorhanden sein. 15 Minuten blind backen.

In der Zwischenzeit die Frangipane-Füllung zubereiten. Butter und Zucker so lange verrühren, bis ein homogene Masse entstanden ist (TM, ohne Schmetterling), dann die Eier zufügen und rühren, bis alles gut verbunden ist. Die trockenen Zutaten und den Zitronenabrieb zufügen, kurz unterziehen.

Nach dem Vorbacken den leeren Boden nochmals kurz in den Ofen schieben, damit der Teig eine goldene Farbe annimmt. Marmelade auftragen und die Frangipane-Füllung aufbringen. 25 Minuten backen, dann die Deko aufstreuen und nochmals einige Minuten backen. Im Rezept steht 5 Minuten, das reicht aber nicht, weil die Füllung beim Rütteln noch heftig wackelt. Wenn dem nicht mehr so ist, ist der Kuchen fertig.

Anmerkungen, Jutta: Köstlich und erstaunlich knusprig. Sehr schön, um endlich der Marmeladenschwemme Herrin zu werden.

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Übrigens schmeckt diese Frangipane-Füllung so ähnlich wie Marzipan, aber viel milder. Vielleicht eine Alternative für Menschen, die kein Marzipan mögen.

Ottolenghi: Frikadellen aus Räucherfisch und Pastinake


Dieser Beitrag enthält vielleicht Werbung. Ich habe dadurch keinen Vorteil, weder materiell noch immateriell. Außer vielleicht Ruhm und Ehre auf ewig. Aber dafür sind meine Leser zuständig und nicht Otto oder ein Verlag oder was weiß ich wer. 

Wenn ich abends koche, esse und 30 Minuten später am Laptop sitze, um die Welt an meinen Genüssen teilhaben zu lassen, dann muss es extrem köstlich gewesen sein. Und ja, liebe Leser, das war es in der Tat. Ottolenghi mal wieder und wir waren hin und weg. Ebenfalls mal wieder.

Räucherfisch mit Frikadelle las sich sehr fein. Der Händler auf dem Wochenmarkt konnte zwar weder mit geräuchertem Kabeljau noch Schellfisch dienen, meinte aber, dass Heilbutt auch in Ordnung sei. Ich glaubte ihm und offenbar hatte er nicht unrecht.

Während der Zubereitung verflog jedoch meine anfängliche Euphorie. Ich konnte mir immer weniger vorstellen, dass diese Pampe, die ich da zusammenrührte, appetitlich schmecken würde. Trotzdem machte ich weiter, versuchte Frikadellen zu formen, was kaum gelang und nur unter Zuhilfenahme eines Eisportionierers einigermaßen glückte.

Fragile Frikadellen wurden sanft gewendet, schön gebräunt und mit Kartoffelstampf serviert. Dazu Zitronenspalten. Auf keinen Fall die Zitrone verschmähen! Diese Säure, gepaart mit dem Geschmack von Geräuchertem und der Süße der Pastinaken – umwerfend köstlich ist das, ein wahrer Gaumenschmaus.

Wir sind jedenfalls hin und weg. Mal wieder! Dringend nachmachen!

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Frikadellen aus Räucherfisch und Pastinake
Kategorien: Ottolenghi, Heilbutt, Pastinake, Knaller, Zitrone
Menge: 12 Frikadellen

Zutaten

600Gramm Pastinaken
8Essl. Olivenöl
600Gramm Kabeljau- oder Schellfischfilet, geräuchert (J:
   — Heilbutt)
20Gramm Dill
20Gramm Schnittlauch
2  Knoblauchzehen
   Worcestersauce
2  Bio-Zitronen (2 TL Schale abreiben)
2  Eier, Größe L
40Gramm Butter
   Salz
   Pfeffer, schwarz

Quelle

 Rezept modifiziert. Original:
 Yotam Ottolenghi, "Simple"
 ISBN 978-3-8310-3583-0
 Erfasst *RK* 21.02.2019 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 190° C vorheizen. Halbes Blech mit Backfolie bestücken.

Pastinaken schälen, in 4 cm große Scheiben schneiden. Auf dem Blech mit 3 EL Olivenöl und 1/4 TL Salz vermischen, 30 Minuten rösten, bis sie weich sind.

Währenddessen den Fisch mit der Gabel zerkleinern und alle Gräten entfernen.

Eier, gepressten Knoblauch, in Röllchen geschnittenes Schnittlauch, 1 TL Salz, Pfeffer, ein paar Spritzer Worcester Sauce, Zitronenschale und Pfeffer in eine Schüssel geben und verrühren.

Pastinaken etwas abkühlen lassen, mit Dill im TM zu einer pastösen Masse zerkleinern. Zu der Eiermasse in die Schüssel geben und sehr gut verrühren. Fisch ebenfalls unterziehen.

Aus der Masse 12 Frikadellen formen (J: mittlerer Eisportionierer ergab exakt 12 Frikadellen).

Die Hälfte der Butter und 2,5 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Frikadellen von jeder Seite ungefähr vier Minuten braten, bis sie schön gebräunt sind. Vorsichtig wenden, sonst fallen sie auseinander. Warm stellen, bis alle Frikadellen zubereitet sind.

Zitronen in Spalten schneiden, un-be-dingt zu den Frikadellen servieren. Es schmeckt einfach, schlicht und ergreifend göttlich, wenn sich der Räuchergeschmack, die Süße der Pastinaken und die Säure der Zitrone vereinen. Aber nur, wenn auch noch Kartoffelstampf dazu gereicht wird.

Anmerkungen, Jutta: s. o. – ich muss an dieser Stelle leider "geil" schreiben.

Die Frikadellenmasse ist recht feucht und kaum zu formen. Auch gebraten noch sehr fragil, vorsichtig bearbeiten.

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PS: die Fitzelei mit dem Fisch und das Entgräten ist allerdings eine Arbeit für einen, der Vater und Mutter getötet hat. Höchststrafe und das dauert ewig!