Schokoladen-Walnuss-Tarte (M)

Auch ich will nix haben,ich kann nix gebrauchen und Bärchenförmchen sollen ruhig weiter an der Waterkant bleiben. Aber was dem armen Martin Schönleben und seinem talentierten Sohn widerfuhr, dass schrie geradezu nach einem Blogevent der Extraklasse und Sabine von Hamburg kocht! hatte die wunderbare Idee, Schokoladenrezepte zu ordern. Aber sowas von gerne doch!

Walnuss-Tarte en detail
Beim Foodbloggertreffen in Würzburg bekamen wir, neben anderen Spezereien von lieben Menschen, ein Säckchen mit Walnüssen verehrt, die Nathalies Baum hinter dem Haus hervor gebracht hatte.

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Daheim warteten sie auf ihren Auftritt, denn so einfach mal abends knacken und gedankenlos verputzen wollte ich sie nicht; dafür waren sie mir zu wertvoll.

Beim Stöbern in der virtuellen Rezeptverwaltung fiel mir eine Backanleitung nebst Empfehlung auf: Schokolade – Walnüsse – Tarte – mag ich!

Mittlerweile entwickele ich mich, bestimmt infiziert von Micha, die die köstlichsten Quiches und Tartes zubereitet, zu einer großen Anhängerin dieser süßen Torten und ihrer herzhaften Verwandten. Auch diesmal wurden wir nicht enttäuscht, die Tarte schmeckte hervorragend und wurde von Tag zu Tag harmonischer. Wir haben beinahe eine Woche (es gab auch noch Plätzchen und Lebkuchen und, und, und…) daran gegessen – einen Qualitätsverlust konnten wir nicht feststellen. Eher das Gegenteil war der Fall.

Walnuss-Tarte en detail

Was mir nicht so richtig klar ist, ist die Vorgehensweise beim Eischnee-Topping. Weiß jemand, wie die Konsistenz des Belags am Ende sein soll? Und wird der Puderzucker tatsächlich mitgebacken? Ich fand es komisch, besonders nachdem ich die Landlust-Zeitschrift hervor geholt hatte und das, was dort als Kuchen präsentiert wurde, so gar keine Ähnlichkeit hatte mit dem Exemplar, das ich fabriziert hatte.

Da der Eischnee noch so weich war, habe ich die Torte kurz unter den Grill gestellt. Im Original ist die Auflage schneeweiß.

Walnuss-Tarte en detail

Aber getreu dem Motto: "Egal wie du aussiehst, ich ess' dich trotzdem!" haben wir die Tarte verzehrt und der Geschmack war wirklich wunderbar.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schoko-Walnuss-Tarte (M)
Kategorien: Backen, Kuchen, Tarte
Menge: 1 Tarteform (26 cm)

Zutaten

H FÜLLUNG
100 Gramm   Zartbitterschokolade
100 Gramm   Butter
2     Eier
100 Gramm   Zucker
50 Gramm   Walnüsse
15 Gramm   Mehl
1 Prise   Salz
H TEIG
200 Gramm   Mehl
100 Gramm   Butter
60 Gramm   Zucker
1     Eigelb
20 Gramm   Mascarpone (Original: Crème fraîche)
1 Prise   Salz
H NUSS-BAISER
1     Eiweiß
50 Gramm   Puderzucker
50 Gramm   Walnüsse
1 Prise   Salz
H AUSSERDEM
  Etwas   Mehl zum Ausrollen
  Etwas   Puderzucker zum Bestreuen

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Landlust Heft 11/12 2010
  Erfasst *RK* 09.11.2010 von
  J. K.

Zubereitung

Christa Gombel backt für Landlust eine schokoladige Walnuss-Tarte, die sich prima verschicken lässt.

Die Schokolade zusammen mit der Butter auf dem Wärmefeld des Ceranfeldes langsam im Wasserbad schmelzen. Die Eier trennen.

Walnüsse in einer trockenen Pfanne rösten. 50 Gramm im Thermomix 10 Sekunden, Stufe 6 zerkleinern. Umfüllen. Die restlichen Walnüsse nicht zu grob und nicht zu fein hacken und beiseite stellen.

Manzfred auf 190° C vorheizen.

Für den Teig alle Zutaten in den Thermomix geben und 15 Sekunden / Stufe 5 verarbeiten. Auf 30 cm Durchmesser ausrollen und in eine ungefettete Tarteform mit mobilem Boden geben, Rand gerade schneiden. Teigboden mehrfach einstechen und die Form in den Kühlschrank stellen. Wenn der Teig gut durchgekühlt ist (ca. 30 Minuten später), im Manzfred 7 Minuten blind backen. Kuchen aus dem Ofen nehmen.

In der Zwischenzeit für die Füllung das Eigelb mit dem Zucker aufschlagen und unter die Schokoladen- Butter-Masse geben. 50 g fein gemahlene Walnüsse und Mehl einstreuen. Die Eiweiße steif schlagen und unterheben. Auf dem Boden verteilen und glatt streichen. Kuchen etwa 20 Minuten weiterbacken, dann aus dem Backofen nehmen.

Für das Nuss-Baiser Eiweiß steif schlagen. Zucker einstreuen und die gehackten Walnüsse unterheben. Masse auf dem Kuchen verstreichen. Mit Puderzucker überstreuen und bei 120 Grad etwa 10 Minuten backen.

TIPP: Je trockener die selbst gesammelten Walnüsse sind, umso intensiver wird der Geschmack der Tarte.

Anmerkungen, Jutta:

Gebacken: 01.12.2011

Hat uns gut geschmeckt. Lässt sich lange aufbewahren und schmeckt auch noch eine Woche später prima.

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Sachertorte mit Johannisbeergelee (M/TM)

Demnächst möchten wir als Geschenk zum Einzug in ein neues Haus einen Kuchen oder so überreichen. Da muss man natürlich vorher im heroischen Sebstversuch diverse Rezepte ausprobieren; nicht dass der Umzug der letzte war, weil man die Neubewohner mit Gaben vergiftet, die wir als wohlmeinende aber unwissende Mitbringselmitbringer verhunzt haben – die Betonung liegt auf "wir". Deshalb steht Backen, Backen, Backen auf dem Programm, das nahtlos in Probieren, Probieren, Probieren übergeht.

Dabei fällt mir ein, dass ich immer hoffe, dass mein Haus- und Hofmedizinmann nicht mal zufällig auf mein Blog stößt. Schweinebauch gefolgt von Tarte (ganz zu schweigen von dem, was es zwischendurch gab und noch nicht verbloggt ist), er würde wahrscheinlich in Ohnmacht fallen. Hoffentlich hat er einen guten Arzt.

Die Tarte gefunden habe ich im Gemeinschaftsprojekt "Raffinierte Tartes – süß und pikant" vom Fonsi und Annik Wecker. Wobei mir gerade auch wieder etwas einfällt. Ich habe kürzlich im TV gesehen, wie der Fonsi vor einer Gruppe Ärzte über die ungeheure Wirkung der Lebensmittel auf die Gesundheit dozierte. Sein Tenor: Kräuter, Gewürze, Pflanzen können eine derartige Heilwirkung entwickeln, dass, wer sie richtig nutzt, keine Medikamente benötigt. Da konnte man wunderschön sehen, wie den Anwesenden Alles aus dem Gesicht fiel. Ich fand's  mutig, da kennt er ja nix, der Gute. An Ingwer, an Pettersil und an Arganöl – obwohl, davon hab ich schon länger nix mehr gehört, vom Arganöl. Ich habe mich mal mit Ouzo eingerieben bei einer Verspannung, das hat geholfen. Vor allem, als ich den Rest einer innerlichen Anwendung zuführte. Sehr ihr, der Fonsi, der weiß was!

Jetzt aber wirklich mal zurück zum Thema (wieso fällt mir gerade das Wort Schwadroneure ein?)

Ich habe also dieses Tarte-Rezept herausgesucht, ohne so richtig die Anleitung zu studieren. Die Zutaten waren im Haus, Johannisbeer-Gelee und Cassis hatte ich irgendwann mal selber gemacht. Sacher ist sowieso super, also ran an die Tarte.

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Und dann ging's los:

  • Mürbeteig machen, warten.
  • Teig ausrollen, Form füllen, warten.
  • Teig backen, warten.
  • Johannisbeergelee drauf, warten.
  • Biskuit drauf, backen, warten.
  • Johannisbeergelee drauf, warten.
  •  Schokoguss drauf, warten.
  • Und am besten noch eine Nacht warten, bevor man das Ding anschneidet.

Ich will sagen: fangt am besten zwei Tage vor dem Verzehr mit der Zubereitung an. Am ersten Tag backt ihr den Schokomürbeteigboden. Am zweiten Tag macht ihr den Rest. Am dritten Tag esst ihr die Tarte.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Sachertarte mit Johannisbeergelee (M-TM)
Kategorien: Tarte, Joha-Gelee, Schokolade, Cassis
Menge: 1 Tarte von 26 cm Durchmesser

Zutaten

H SCHOKOLADENMÜRBETEIG
30 Gramm   Haselnüsse
60 Gramm   Zucker
100 Gramm   Butter, sehr kalt
1 Prise   Zimt
1 Prise   Salz
1     Ei
180 Gramm   Mehl
10 Gramm   Kakao
H FÜLLUNG
220 Gramm   Johannisbeer-Gelee, schwarz
H SCHOKOLADENBISKUIT
75 Gramm   Schokolade, 70% Kakaoanteil
3     Eier, Größe L
50 Gramm   Marzipan
80 Gramm   Weiche Butter
75 Gramm   Mehl
12 Gramm   Kakaopulver
0,5 Teel.   Backpulver
40 Gramm   Mandeln, gemahlen
1 Prise   Salz
75 Gramm   Zucker
100 ml   Cassis (Likör aus schwarzen Johannisbeeren)
H GUSS
100 Gramm   Sahne
100 Gramm   Schokolade, 70% Kakaoanteil
      Puderzucker

Quelle

  Schuhbeck/Wecker: "Raffinierte Tartes – süß und pikant"
  Erfasst *RK* 21.08.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

!!! Bitte beachten, dass dieses Rezept diverse Kühl- und Trockenzeiten aufweist. Diese Tarte kann man nicht schnell zwischendurch herstellen. Eventuell den Boden einen Tag vorher zubereiten. Es schadet nicht, den gebackenen Kuchen eine Nacht durchziehen zu lassen.

Für den Mürbeteig Haselnüsse und Zucker in den Thermomix geben und auf Stufe 8 mahlen. Die restlichen Zutaten zufügen und bei Sichtkontakt auf Stufe 5 zu einer sandigen Masse verarbeiten. Zwischen Klarsichtfolie packen und 60 Minuten in den Kühlschrank legen.

Den gut gekühlten Teig auf einer bemehlten Silikonmatte 5 mm dick ausrollen (zwischen Backpapier ist auch nicht schlecht). Ungefetteten Formboden (ich benutze Formen mit heraushebbarem Boden) auflegen, mit einem Holzschieber oder Tortenheber unter die Matte fahren und umdrehen. Silikonmatte abziehen, Boden im ungefetteten Formrand plazieren. Aus dem restlichen Teig eine dünne Rolle formen, in die Form legen und als Rand hochdrücken. 30 Minuten einfrieren.

Manzfred auf 180° C vorheizen.

120 g Johannisbeergelee erhitzen (ich mache das auf der Warmhaltezone des Kochfelds).

Schokoladenmürbeteig mehrfach mit einer Gabel einstechen, 14 Minuten blindbacken, dann Backpapier und Hülsenfrüchte oder Keramikkugeln entfernen, nochmals zwei Minuten backen. Aus dem Ofen holen und abkühlen lassen.

Manzfred auf 160° C schalten.

Abgekühlten Boden mit dem Johannisbeergelee bestreichen, auskühlen und fest werden lassen.

In der Zwischenzeit für den Schokoladenbiskuit Schokolade im Wasserbad schmelzen und bei Seite stellen.

Die Mandeln im TM auf Stufe 8 mahlen. Umfüllen. Mehl, Backpulver und Kakao dazu sieben.

Eier trennen. Eiweiß mit Salz in den Kühlschrank stellen.

Das Marzipan im Thermomix auf Stufe 6 zerkleinern. Umfüllen. Butter und Eigelb zum Marzipan geben und in der Küchenmaschine in 5 Minuten schaumig rühren.

Das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen und den Zucker langsam einrieseln lassen. Ein Drittel des Eischnees und die Mehlmischung in die Schokoladenmasse rühren. Zum Schluss den restlichen Eischnee vorsichtig unterheben.

Die Biskuitmasse auf dem Johannisbeergelee verteilen und 30 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Tarte herausnehmen, mit einem Holzstäbchen mehrmals einstechen und gleichmäßig mit dem Cassis beträufeln. Abkühlen lassen.

Währenddessen das restliche Johannisbeergelee (100 g) erwärmen, auf dem abgekühlten Kuchen verteilen, wieder alles abkühlen lassen.

Für den Guss die Sahne aufkochen und über die zerbröckelte Schokolade gießen, 2 Minuten stehen lassen und dann rühren, bis die Schokolade geschmolzen ist. Den Schokoladenguss auf dem Gelee verteilen.

Tarte mindestens 30 Minuten kühl stellen, bis der Guss fest geworden ist. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkungen, Jutta: ein aufwändiges Rezept wegen der Wartezeiten, aber sehr lecker und locker. Der Mürbeteig ist etwas fest, die Butter war wohl nicht kalt genug. Ungewöhnlich, gästegeeignet, prima! Unbedingt eine Nacht durchziehen lassen.

=====

Falls ihr jetzt denkt: "Die spinnt!", dann möchte ich euch nicht widersprechen, allerdings gestatte ich mir die Anmerkung, dass diese Tarte extrem köstlich ist und unbedingt versucht werden sollte. Sie erinnert eher an Schwarzwälder Kirsch Torte, ein paar Sauerkirschen im Teig würden bestimmt eine gute Variante abgeben.

Nicht komplett zufrieden bin ich mit dem Mürbeteig, er ist mir ein wenig zu kompakt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Butter zu weich war. Bei den gestrigen Temperaturen wäre ein Anfrieren der Butterstückchen vor der Verarbeitung im TM wahrscheinlich ratsam gewesen. Beim nächsten Mal…

Ach so, ihr wollt vielleicht auch wissen, wie so ein Stückchen Sachertraum aussieht?

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Durch Sivies Kommentar ist mir aufgefallen, dass ich aus diesem Buch noch nichts gebloggt habe, also ein typischer Fall für Foodfreaks Dauerevent – jetzt aber flott:


Belvedere-Schnitten (M)

Bitte sprechen Sie mir nach: "Belvedere!"

Hört sich das nicht herrlich exklusiv an? Und  sehen die Teile da in der Mitte nicht ebenso exklusiv aus? 

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Nicht? Och. Schmecken aber so. Exklusiv. Phantastisch. So, als würde man, mit Korsett und Krinoline bekleidet, im  "Belvedere"  sitzen (Mädchenversion!), Tee trinkend aus papierdünnem Porzellan, Schokoladen-Schnittchen essend, das Personal scheuchend. 

In der Realität und im Zuge der Überlegungen, was ich wohl zur Feier bei Arthurs Tochter mitnehme, spielten folgende Aspekte eine Rolle: 

– es soll Kuchen sein (kann ich am besten)

– es soll nicht nur eine Sorte sein (kann ich mich austoben)

– er soll von der Hand in den Mund zu essen sein (spart Geschirr)

– er soll leicht zu transportieren sein (Bahnfahrt)

– er muss Hitze vertragen können (Sommer)

– er muss eine Weile ungekühlt überleben (Sommer)

– keine Creme, keine Schokolade, kein Guss (Sommer)

 

So kam ich zu dem Schluss, neben einem Bulgursalat als herzhaftes Pendant, drei verschiedene, flache Rührkuchen anzufertigen, die besonders gut schmecken, wenn sie mindestens Zimmertemperatur haben, weil das ein oder andere Gramm Butter resp. Fett darin enthalten ist. Zwei der Kandidaten hatte ich bereits gebacken; Toblerone Whities und Aprikosen-Butter-Streusel sollten uns auf jeden Fall auf der Reise begleiten. Beide kann man gut aufbewahren, beide schmecken am Backtag lange nicht so fein wie ein oder zwei Tage später und Wärme macht ihnen nichts aus. Da Chef Hansen schon einen Zitronenkuchen beisteuerte (der extrem gut schmeckte), machte ich mich also mit dem Gedanken vertraut, fingerfoodartige Kleinteile zu produzieren, die man sich einfach so in den Mund stecken kann.

Was jedoch sollte ich als dritte Alternative anbieten? Auf eine andere Sorte Brownies hatte ich keine Lust, da gab es schon die Whities, die gepimpte Brownies sind. Was mit Obst wollte ich nicht, wegen der sommerlichen Temperaturen. Irgendwas mit dunkler Schokolade schwebte mir vor, aber nicht als Guss. Oder Plätzchen? Na ja, ich kam dann auf die Idee, einfach mal in meiner überschaubaren (hust..) Backbuchsammlung zu wühlen und prompt blieb ich beim Konditormeister Heinemann und seinen Gebäckträumen hängen. Kann es wirklich sein, dass ich aus diesem Buch noch nie etwas gebacken habe? Obwohl es doch schon so lange im Regal steht. Fast genau so lang, wie Heinz-Richard Heinemanns Schokoladenträume, aus dem ich erst einmal ein Muffinrezept gemopst hatte? Schicksal, nimm deinen Lauf! 

Ein Griff, ein Treffer, "Belvedere!". Wenn das kein Zeichen war! Die Einladung an sich war ja schon ein Traum und jetzt noch einer in Kuchenform … das musste es sein! Und dann auch noch dieser elegante Name: "Belvedere-Schnitten". Ich legte sofort los und in Windeseile standen die Schnittchen auf dem Tisch. Allen, die viel Zeit zum Backen haben, aber vor allem Denjenigen, die wenig Zeit zum Backen haben, lege ich dieses Rezept ans Herz. 

2011 07 07_Belvedere-Schnitten auf Blech
Die Belvedere-Schnitten sind flache Kuchenvierecke, im besten Fall Quadrate mit einer Kantenlänge von 4 x 4 cm. Der Guss besteht aus Rum und Puderzucker, unter dem sich eine recht dünne, biskuitartige Schoko-Nuss-Teigschicht befindet. Dieser Kuchen ist wie ein Hauch – so schick, so köstlich, so zart. Man bemerkt kaum, dass man etwas davon gegessen hat. Hierbei handelt es sich eine Feststellung, die meine Hüften gerade vehement bestreiten. 

Einen Tag vor Verzehr backen, ab in die Plastikdose und in den Kühlschrank, vor dem Verzehr Zimmertemperatur annehmen lassen, dann genießen. So einfach ist es, sich ganz exklusiv zu fühlen. Ich finde, die Schnittchen passten zum ganzen Abend, an dessen Ende keines mehr gesichtet wurde - exklusiv verdampft wahrscheinlich.

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Belvedere-Schnitten (M)
Kategorien: Blechkuchen, Nüsse, Schokolade, Heinemann
Menge: 35 Schnitten, Blech 30×33 cm

Zutaten

H FÜR DEN TEIG
      Butter und Mehl für das Blech
100 Gramm   Butter, weich
50 Gramm   Puderzucker
3     Eier
100 Gramm   Kuvertüre, dunkel
50 Gramm   Zucker
1 Essl.   Vanillezucker
1 Prise   Salz
80 Gramm   Mehl
70 Gramm   Walnüsse, fein gehackt
H FÜR DIE RUMGLASUR
150 Gramm   Puderzucker
50 ml   Rum

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Heinz-Richard Heinemann "Gebäckträume"
  ISBN 9783517085722
  Erfasst *RK* 26.06.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen. Kuvertüre im Miele bei 40° C temperieren. Ein kleines Backblech (Miele Dampfgarer-Blech, ca. 30×33 cm, verwendet) mit Butter ausfetten und mit Mehl bestäuben.

Für den Teig die Butter mit dem Puderzucker schaumig rühren. Die Eier trennen. Die Eigelb nach und nach unterrühren. Kuvertüre unter langsamem Rühren einfließen lassen.

Die Eiweiß mit Zucker, Vanillezucker und Salz zu steifem Schnee schlagen.

Das gesiebte Mehl mit den Nüssen mischen. Den Eischnee unter den Butterteig heben, dann das Nuss-Mehl-Gemisch vorsichtig unterheben. Die Masse gleichmäßig auf das Backblech streichen und 15 Minuten backen. Ofen ausschalten und das Blech noch 5 Minuten dort belassen. Keinesfalls zu lange im Ofen lassen, dann wird das Gebäck zu trocken.

Für die Glasur den Puderzucker mit dem Rum glatt verrühren. Die Glasur auf das noch heiße Gebäck pinseln. Wenn sich die Glasur zu trüben beginnt, die Masse mit einem scharfen Messer in 4×4 Zentimeter große Stücke schneiden.

Anmerkungen, Jutta:

Die Menge für den Guss erscheint sehr reichlich bemessen. Man kann ihn aber komplett verwenden.

Walnüsse können durch Mandeln ersetzt werden. Dann statt des Rums Amaretto verwenden.

 

=====

 

Sollen wir noch mal? Einmal noch? Na gut. "Belvedere!"

 

Chocolate Chip Cookies (M)

Das sind Nicky Stichs wunderbare Chocolate Chip Cookies aus ihrem Buch "Geschenkideen aus der Küche", das sie gemeinsam mit Coco Lang veröffentlichte.

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Zum Buch gibt es demnächst einen Eintrag, deshalb nur soviel: Die Cookies sind sehr gut. Das Rezept habe ich schon weiter gegeben, verschenkt wurden sie auch und in der Keksdose war den Armen kein wirklich langes Leben vergönnt. Na ja, in der Keksdose schon. Sobald sie ans Licht kamen, lösten sie sich seltsamerweise in Luft auf. Nachschub geht so:

==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.3

     Titel: Chocolate Chip Cookies (M)
Kategorien: Plätzchen, Cookies, Kekse, Kleingebäck
     Menge: 35 Stück

    150     Gramm  Butter
    150     Gramm  Zartbitterschokolade (60%)
    150     Gramm  Roh-Rohrzucker
     50     Gramm  Zucker, weiß
      1            Ei, Größe L
      1            Eigelb, Größe L
    225     Gramm  Mehl, Type 550
  2 1/2     Gramm  Natron
    1/2      Teel. (knapp) Meersalz, fein
                   Flockiges Meersalz (Jutta: nicht verwendet)

============================ QUELLE ============================
            Rezept modifiziert.
            Original: Nicole Stich & Coco Lang
            "Geschenkideen aus der Küche"
            — Erfasst *RK* 17.05.2011 von
            — Jutta Hanke

Die Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen und
langsam bräunen. Mit einem Gummispatel immer wieder den Topfboden
abstreichen. Sobald die festen Bestandteile goldbraun sind, den Topf
vom Herd ziehen und die Butter umfüllen. Abkühlen lassen.

Schokolade grob hacken.

Zucker, Ei und Eigelb mit dem Flachrührer in der Kenwood so lange
schlagen, bis die Masse hell und cremig ist. Butter zufügen und 2
Minuten unterrühren. Mehl und Natron auf die Masse sieben, das feine
Meersalz zufügen und kurz unterrühren. Schokolade unterziehen.

Teig abdecken und eine Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Am nächsten Tag Manzfred auf 160° C vorheizen.

Vom Teig jeweils 20 g abstechen und Kugeln formen. Mit ordentlich
Abstand auf Backfolie setzen, etwas flachdrücken und 12-14 Minuten
backen.

Cookies aus dem Ofen nehmen, wenn sich die Mitte bei leichtem Druck
noch etwas weich anfühlt. 3 Minuten auf dem Rost abkühlen lassen,
dann auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

Anmerkungen, Jutta: im Original wird vor dem Backen noch Salz auf
die Cookies gestreut. Das habe ich beim ersten Backen gemacht, dann
aber weggelassen. Schmeckt uns ohne Salz besser. Ansonsten kommen
die Plätzchen nicht nur bei uns gut an. Das Rezept habe ich schon
weiter gegeben.

=====

 

Marzipan-Marmorkuchen (M-TM)

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In der neuesten Ausgabe der Lecker-Zeitschrift wurde ein Marmorkuchen präsentiert, der nicht nur Marzipan als Zutat enthielt, sondern auch Kakao und geschmolzene Schokolade im dunklen Teig. Zudem war das Rezept noch mit dem Zusatz "de luxe" versehen, der Schritt zum Ausprobieren war deshalb nur klein.

Am Wochenende gab es diesen Kuchen, mit dem wir sehr zufrieden waren. "De luxe" war er wahrscheinlich nicht mehr, weil ich die vorgeschriebene Art der Dekoration mit zwei Sorten Schokolade unter den Küchentisch fallen ließ. Aber die geschmolzene Schokolade und das Marzipan im Innern verströmten schon soviel Exklusivität, dass es für uns reichte. Mehr Luxus musste nicht sein, deshalb wurde der Kuchen profan mit Puderzucker bestreut.

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Der Amaretto schmeckte stark durch, das habe ich so nicht erwartet und der Geschmack war mir ein wenig zu intensiv. Norbert hingegen gefiel diese Komponente in genau der Dosierung bestens.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Marzipan-Marmorkuchen (M-TM)
Kategorien: Rührkuchen, Marzipan, Schokolade
Menge: 1 Guglhupfform von 1,6 Litern

Zutaten

200 Gramm   Margarine (oder Butter)
200 Gramm   Marzipanrohmasse
6     Eier, Gr. M
150 Gramm   Zucker
2 Pack.   Vanillezucker
      Salz
150 Gramm   Mehl
80 Gramm   Weizenvollkornmehl
6 Gramm   Backpulver
100 Gramm   Mandeln, gehäutet, gemahlen
100 Gramm   Zartbitterschokolade
20 Gramm   Kakao, dunkel
20 Gramm   Amarettolikör
      Puderzucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Zeitschrift "Lecker"
  Ausgabe 04/11
  Erfasst *RK* 21.03.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Eine Guglhupfform fetten. Marzipan im Thermomix zu kleinen Bröckchen zerkleinern. Umfüllen. Eier trennen. Manzfred auf 150 °C vorheizen (entspricht der Temperatur für Heißluft im konventionellen Ofen).

Backen konventionell: O + U-Hitze 175° C / Gas Stufe 2

Schokolade in Stücke brechen, im TM auf Stufe 8 zerkleinern. 15 Minuten bei 37° C schmelzen. Eventuell noch ein paar Minuten bei 50° verflüssigen.

In der Zwischenzeit Margarine in der Küchenmaschine glatt rühren. Eigelbe einzeln unterziehen, 100 g Zucker, Marzipan und Vanillezucker so lange unterrühren, bis der Teig sämig ist und sich der Zucker gelöst hat.

Eiweiß und 1 Prise Salz mit den Schneebesen des Rührgeräts nicht zu steif schlagen, dabei 50 g Zucker einrieseln lassen.

Mehl, Vollkornmehl, Backpulver und Mandeln mischen. Eischnee und Mehlmischung locker mit einem Kochlöffel zügig unter die Fett-Ei- Masse rühren.

Ca. 1/3 des Teiges mit Kakao, flüssiger Schokolade und Amaretto mit Hilfe eines Kochlöffels verrühren.

Die Hälfte des hellen Teiges in die Form füllen. Dunklen Teig darauf verteilen. Restlichen hellen Teig einfüllen und mit einer Gabel spiralförmig durcharbeiten.

60 Minuten backen. Nach ca. 45 Minuten Stäbchenprobe machen. Auf ein Kuchengitter setzen und ca. 10 Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann stürzen und auskühlen lassen.

Mit Puderzucker bestäubt servieren.

Anmerkungen, Jutta:

Schmeckt prima. Ich würde beim nächsten mal 5 g weniger vom Amaretto verwenden.

Im Original wird der Kuchen nach dem Abkühlen zunächst mit dunkler Kuvertüre und nach deren Trocknen nochmals mit heller Kuvertüre überzogen.

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Nachgemacht: Kirsch(li)-Kuchen (M)

  Kirschlikuchen (M)_0012
Früher konnte man mich ja mit Sauerkirschkuchen jagen. Und mit der Kombination aus Obst und Schokolade sowieso. Woher die erste Aversion rührt, weiß ich nicht. Die Zweite kann ich erklären:

Meine Omma passte mal, vor langer, langer, sehr langer Zeit, als die Schnuppschnüss noch ein Schnüsschen war, auf mich und meine drei jüngeren Schwestern auf (eine Tüte Mitleid, bitte – heute geht's aber…). Uns Vieren ist seitdem eine Erinnerung ins Gedächtnis gebrannt: Omma servierte eines Tages Schokoladenpudding  mit Erdbeeren als Dessert und wir sollten diese unsägliche Plörre essen. Danach gab es einen derartigen Zwergenaufstand, dass meine Eltern sofort ihre Reise abbrachen. Verschärfend kam hinzu, dass Peggy, der Hund des Hauses, acht Welpen während Ommas Aufenthalt gebar, ein Umstand, der nicht wirklich zur Entspannung der häuslichen Situation beitrug. Wie dem auch sei, fortan war mir Obst mit Schokolade ein Gräuel, der Verzehr undenkbar.

Mit steigendem Alter wird frau, wie ihr Alle wisst, wagemutig, abenteuerlustig und unerschrocken (oder vergesslich? Schwamm drüber!). Deshalb fand immer häufiger, zunächst in Form von Donauwellen, der verpönte Mischmasch mein Gefallen. Mittlerweile überfällt mich nur noch selten Zurückhaltung (Erdbeeren, in Schokolade gestippt – schüttel), manchmal kann ich mich im Gegenteil ü-ber-haupt nicht bändigen, wenn ich bestimmte Bilder auf meine Netzhaut projiziert bekomme.

Ulrike von Küchenlatein machte sowas mal wieder mit mir – sie ließ meine Stäbchen und Zapfen summen, als ich ihr  Rezept mit Foto vom Kirsch(li)-Kuchen sah. Der musste es sein und zwar schnellstens. Innerhalb von neun Tagen stand er bereits zwei Mal bei uns auf dem Tisch, vor allem, weil der Herr Schnuppschnüss ihn so genial findet. Ich aber auch. Beide 🙂

Beim ersten Mal habe ich ihn mit Butter gebacken, beim zweiten Mal mit Margarine. Ich wollte ja nie, nie, nie mehr Margarine essen, weil ich jetzt weiß, wie sie hergestellt wird. Aber da waren noch so viele Päckchen im Kühlschrank und die alle wegwerfen? Ich habe sie dann für den Kuchen verwendet und ich muss gestehen, der mit Margarine hat mir besser geschmeckt.

Kirsch(li)-Kuchen Nr.2 (M)_0037_bearbeitet-1
 Der Teig wird halt lockerer mit dem Zeug, ich kämpfe wirklich mit mir, ob ich nicht doch wieder, zumindest bei Rührkuchen, auf Margarine umschwenken soll. Ungehärtete natürlich.

Ach, diese Diskussion führen wir später. Jetzt erst mal das Rezept, so wie ich es gemacht habe. Das Original findet ihr bei Frau Küchelatein, falls es der Ostwestwind nicht weggeweht hat und falls ihr, so ihr es noch nicht oben gemacht habt, auf diesen Link klickt. 

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kirsch(li)-Kuchen (M) – Rührkuchen aus Kirschen und Schokoladenflocken
Kategorien: Backen, Rührteig, Kirschen, Schokolade, Knaller
Menge: 1 Springform 26 cm Ø

Zutaten

175 Gramm   Margarine
100 Gramm   Zucker
10 Gramm   Vanillezucker
1/2 Teel.   Salz
10 Gramm   Amaretto-Sirup
3     Eier, Größe M
200 Gramm   Weizenmehl, Type 550
8 Gramm   Backpulver
100 Gramm   Schokoladenblättchen
1 Glas   Sauerkirschen, 340 g Abtropfgewicht
H ZUM SERVIEREN
      Puderzucker
      Schlagsahne

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original stammt von Küchenlatein, nach einer Idee
  vom Doktor aus Bielefeld
  http://ostwestwind.twoday.net/stories/11886283/
  Erfasst *RK* 29.01.2011 von
  Ulrike Westphal

Zubereitung

Margarine und Eier auf Zimmertemperatur bringen. Manzfred auf 160° C vorheizen. Springform von 26 cm Ø fetten.

Margarine, Zucker, Vanillezucker, Salz, Sirup und Eier in der Küchenmaschine innerhalb von ungefähr fünf Minuten zu einer homogenen Masse verarbeiten. Mehl, Backpulver und Schokoblättchen zufügen und sehr zügig unterarbeiten.

Teig in die Form geben und glatt streichen. Die Sauerkirschen darauf verteilen und dabei einen Rand von 1 cm frei lassen. Die Kirschen etwas in den Teig drücken.

50 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.

Springformrand und Kuchen vom Boden lösen und den Kuchen auf dem Springformboden auf einem Gitterrost erkalten lassen. Vor dem Servieren nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkungen, Jutta:

Sehr gut! Sehr locker, sehr lecker, prima. Lässt sich gut aufbewahren. Mit Sahne unschlagbar.

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So, jetzt kann die liebe Mama, der ich vom Kuchen vorgeschwärmt habe, auch endlich mit dem Nachbacken beginnen. Viel Spaß!

 

Hochzeitstorte (6/2) – Die Rezepte: Ganache, hell

Keine Fotos. Nicht dran gedacht. Keine Zeit. Nun ja, ihr habt ja Phantasie. Und Monika mit ihren tollen Torten. Hier findet ihr auch eine hervorragende Anleitung für Ganache. Mit Bildern. Lohnt sich.

Eine Ganache besteht aus Schokolade, Milch (oder Sahne) und Aromen. Man kann sie für Füllungen oder Überzügen verwenden, Pralinenhohlkörper damit bestücken und unendlich viele Dinge mehr damit machen.

Wikipedia sagt:

"Die Ganache wird aus SchokoladenKuvertüre, Sahne und manchmal auch Butter hergestellt und für die Füllung von Pralinen sowie den Überzug von Torten benutzt. Die Konsistenz einer Ganache kann von „sehr cremig“ fließend bis zu „schnittfest“ eingestellt werden. Das Gewichtsverhältnis Sahne zu Kuvertüre ist vom Verwendungszweck abhängig; 1:1 für Tortenfüllungen, 1:2 für Pralinenfüllungen, 1:3 für Glasuren. Je mehr Sahne eine Ganache enthält, desto weicher und cremiger wird sie. Die Sahne wird kurz aufgekocht und sodann über die in Stücke gebrochene oder gehackte Schokolade gegossen, alternativ können die Schokoladenstücke auch in die vorher aufgekochte Sahne gegeben werden. Nun rührt man von der Mitte nach außen und stellt so eine stabile Emulsion her. Diese muss vollständig auskühlen (Kühlschrank) und kann dann wie Sahne aufgeschlagen werden. Hat die Ganache einen schönen Glanz, ist sie fertig und kann verarbeitet werden und anschließend bei Zimmertemperatur erstarren.

Die Ganache kann sowohl aus dunkler, weißer oder Milchschokolade gemischt werden. Um die Masse zu aromatisieren, können unterschiedliche Aromate wie Mokka, Vanille, Rum, Kirschwasser, Liköre, aber auch Fruchtpürees oder grüner Pulvertee (Matcha) zugegeben werden.

Verwendet wird Ganache zum Beispiel im Carac und Trüffel."

Lecker ist das Zeug ja und über etwaige Auswirkungen figurtechnischer Art denken wir einfach nicht nach. Die 80°C – Nummer im Rezept habe ich in einem Filmchen bei Callebaut gesehen. Die Seite ist wunderbar informativ, allerdings muss man sich anmelden, damit man TV gucken kann.

Mit der hellen Ganache habe ich die Punschtorte (böse, böse…) und vielleicht, möglicherweise oder vielleicht auch nicht den Schichtkuchen eingeschmiert. Rezept hier:

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Ganache, hell
Kategorien: Motivtorte, Sahne, Schokolade
Menge: 1 Rezept

Zutaten

200 Gramm   Sahne
400 Gramm   Schokolalde, weiß
1 Prise   Salz
      Aroma

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Monika vom Blog "Meine bunte Tortenwelt und
  mehr…"
  Erfasst *RK* 17.08.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Sahne aufkochen, Gewürze und Aroma zufügen. Masse so lange rühren, bis die Temperatur bei 80° C liegt. Gehackte Schokolade zufügen, 3 Minuten stehen lassen.

Mit einem Schneebesen allmählich die Schokolade mit der Sahne verbinden. Zum Schluss mit einem Gummispatel abziehen, in einem kühlen Keller über Nacht ruhen lassen.

Am nächsten Tag mit einem Handrührgerät aufschlagen und wie gewünscht verwenden.

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Allmähliche Annäherung: Schokoladenmuffins (Heinemann)

Schokoladenmuffinküchlein

Gestern habe ich ein Backbuch erstanden (Bericht hier), das vom Konditor Heinemann aus meiner Heimatstadt stammt. Ein erstes Durchblättern ließ mir ab und an den Atem stocken. Diese Schokoladenkreationen sind einfach, ich muss es jetzt mal so schreiben, geil.

LeserInnen meines Blogs sind neugierig auf das Rezept, welches das Cover des Buches ziert. Schokoladenrührkuchen muss aber warten, wir fangen jetzt mal langsam an und steigern uns allmählich. Also:

Muffins

Seltsamerweise habe ich vor ein paar Tagen mit Ursula vom Blog Kochfun über Muffins geplaudert und ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ich kurze Zeit später welche backen würde. Cupcakes, Muffins, Icing, das ultimative Rezept und mein Spruch, dass mich Muffins nicht vom Hocker hauen, was daran liegen könnte, dass ich das ultimative Rezept noch nicht gefunden habe.

Das hat sich jetzt erledigt, ich habe es gefunden.

Schokoladenmuffinkuchenteller

Dabei habe ich dem Rezept nicht getraut. Stand doch in der Anleitung, dass man den fertigen Backpulverteig 2 Stunden kühl stellen soll. Das fand ich überaus komisch und wäre nicht erstaunt gewesen, wenn die Muffins wie Flundern aus dem Ofen gekommen wären.

Sind sie aber nicht. Sie sind schokoladig, obwohl sie nicht dunkel-schokoartig aussehen. Sie sind fluffig, nicht zu groß, nicht zu fett, aber recht süß. Hat uns nicht gestört, es machte sich beim Verzehr Begeisterung breit.

Schokoladenmuffin, Anbiss

Zum Buch möchte ich anmerken, dass nicht jedes Rezept mit einem Foto versehen ist. Das stört mich nicht, aber es gibt vielleicht Leser, die darauf Wert legen. Zudem stimmen manche Fotos nicht mit dem überein, was in der Anleitung steht. Runde Kuchen sind zu sehen, eine Kastenform wird zum Backen empfohlen. Auch das finde ich gar nicht so schlecht, zeigt es doch, wie kreativ man sein kann bei unserem schönen Hobby. Aber auch da ist es vielleicht nicht für Jeden angenehm, ein Rezept verändern zu müssen.

Ich habe einige Arbeitsschritte dem Thermomix überlassen. Rezepte ändern habe ich also schon hinter mir. Wer als Nicht-Thermomixer nicht zurecht kommt, darf mich gerne anmailen, damit ich Hilfestellung leisten kann.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schokoladenmuffins (Heinemann)
Kategorien: Muffins, TM, Heinemann, Schokolade
Menge: 12 Stück und 1 kleine Margaritenform

Zutaten

125 Gramm   Dunkle Kuvertüre oder Edelbitter-
      Schokolade (70-78 %)
75 Gramm   Butter
2     Eier
125 ml   Milch
200 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
220 Gramm   Mehl
40 Gramm   Speisestärke
20 Gramm   Backpulver
1     Zitrone, abgeriebene Schale (nur 1/2 genommen)
40 Gramm   Haselnüsse, gehackt

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Heinz-Richard Heinemann
  "Schokoladenträume"
  ISBN: 978-3-517-08463-3
  Erfasst *RK* 02.06.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Haselnüsse in den TM geben und bei Sichtkontakt, Stufe 6, ca. 5 Sekunden hacken. Umfüllen.

Schokolade in den TM geben, 10 Sekunden, Stufe 8 zerkleinern. Zu den Haselnüssen geben.

180 g Zucker 10 Sek/Stufe 10 zu Puderzucker verarbeiten.

Butter zufügen, 5 Min./50° C/Stufe 2 schmelzen.

Eier, Salz und Milch durch die Deckelöffnung zufügen und kurz auf Stufe 4 verrühren. Masse in eine Schüssel umfüllen.

Mehl, Stärke und Backpulver darauf sieben, Zitronenschale zufügen, alles vorsichtig mit einem Holzlöffel mischen. Der Teig muss nicht ganz glatt sein.

Kuvertüre, Nüsse und restlichen Zucker (20 Gramm) hinzugeben und kurz mit einem Holzlöffel unterrühren.

2 Stunden kühl stellen.

Nach 90 Minuten Manzfred auf 160° C vorheizen.

Das Muffinblech mit Papierförmchen bestücken. Diese jeweils zu zwei Drittel mit der Masse füllen (mittelgroßer Eisportionierer) und die Muffins 25 Minuten backen.

Tipp:

Man kann zusätzlich noch 40 g Schokostückchen unterziehen.

Anmerkungen, Jutta:

Übrig gebliebenen Teig kann man auch in einem gefetteten und bemehlten Sturzglas mitbacken. Danach sofort verschließen.

Erstaunlich, dass die Muffins so fluffig geworden sind. Das hätte ich nach der Ruhezeit nicht erwartet. Sehr schön, schmecken vorzüglich.

BACKEN KONVENTIONELL: 180° C, mittlere Schiene, 20-25 Minuten

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Wie man ganz oben sieht, kann man aus dem Teig auch nette Minikuchen backen.

Jecke Kall*: „Rezeptangebot im Internet führt zum Niedergang der Kochbuchkultur“

Pah! Jecke Kall*!! Hab' ich doch schon immer gesagt. Und warum? Das war nämlich so:

Gestern las ich bei Petra von Chili und Ciabatta einen wunderbaren Blogeintrag über die Herstellung einer "Zitronen-Biskuit-Roulade". Mein Blick fiel auf den Urheber des Rezeptes, Chocolatier Heinz-Richard Heinemann und dies ließ mich umgehend einen kleinen Kommentar verfassen:

"Ah, Heimatklänge! Mit Heinemann-Kuchen bin ich aufgewachsen.

Aber die waren (und sind?) so teuer und edel, dass Kuchen von Heinemann immer etwas ganz besonderes war. In Rheydt, meiner Heimatstadt, in Mönchengladbach, Düsseldorf, Krefeld, Neuss, Duisburg und München (sic!) gibt es Cafés und wenn man zu "Kaffee Heinemann" ging, konnte man sich darauf schon etwas einbilden.

In unserer Familie gibt es bei Mama und Papa traditionsgemäß zu Weihnachten für jeden Gast ein kleines süßes Geschenk auf dem Teller: "Rhe'er Knööp" eine gehaltvolle Spezialität, von der man wirklich nur einen Knoop auf einmal essen kann. Und wenn man das Päckchen aufgefuttert hat, reicht es für ein Jahr. Auf der Heinemann-Website heißen sie Gladbacher Knööp, aber als Rheydterin isst man sowas natürlich nicht 🙂 Die Kuchenkreationen bei Heinemann sind wirklich außergewöhlich, auch viele kleine Törtchen, Babas usw. gibt es dort, die allesamt ein Traum sind.

[…]

Ich glaube, jetzt sind alle Dämme gebrochen und ich bestelle mir umgehend das Buch.

[…]

Bisher habe ich mich immer noch zurückhalten können, aber nu is Schicht:-) "

So geschah es, ich bestellte umgehend ein Exemplar eines Backbuches, das Herr Heinemann verfasst hat, nicht ohne zu bemerken, dass es inzwischen schon zwei Bücher des Autors gibt (Freudentanz! Narhallamarsch! Rakete! – ich habe dann das mit Schokolade bestellt – und soeben noch das mit Gebäck, hihihi). Was war ich gerade geplättet, als es an der Haustür klingelte und das Buch "Schokoladenträume" schon geliefert wurde!

Heinemann - Schokoladenträume_bearbeitet-1

Und die Moral von der Geschicht': Wir Foodblogger und Rezeptjunkies  kurbeln das Kochbuchgeschäft an. Und alles andere ist – genau!!!! Jecke Kall!*

Leute schreibt Kochbücher, ich kaufe sie, ganz bestimmt!

Ach so: Kurzkritik nach dem ersten Duchblättern: 144 Seiten Schoko-Wahnsinn! Ich breche zum wiederholten Male in dieser Woche meine Diät ab.

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* Der Kölsche ansisch würde wahrscheinlisch "Jecke Verzäll" sagen, der Niederrheiner ansisch sacht "Jecke Kall"  was soviel bedeutet wie "Blödsinn".

Schokoladen-Sahneeis (TM)

Eigentlich wollte ich in diesem Jahr keinen Blogeintrag mehr schreiben. Aber wir haben eben noch mal das Eis von Weihnachten gegessen und ich kann es einfach nicht verantworten, euch in einem Meer der Unwissenheit und des Verzichts treiben zu lassen:

Schokoladen-Sahneeis1

Das Eis ist sehr gut. Schokoladig, cremig, nicht so sehr süß – wir finden es ganz vorzüglich. Beim nächsten Mal würde ich nur die Hälfte des Rezepts zubereiten, die komplette Menge wollte ich der Eismaschine nicht zumuten.  

Ich offeriere das modifizierte Rezept. Wer das Original (ohne Thermomix, aber mit Baiser) möchte, darf sich melden, ich schicke es per Mail gerne zu.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schokoladensahneeis (TM)
Kategorien: Eis, Dessert, Schokolade
Menge: 1 Liter Eis

Zutaten

H GRUNDMASSE
350 ml   Vollmilch
4     Eier
100 Gramm   Zucker, extrafein
25 Gramm   Dextrose
1 Prise   Salz
H RESTLICHE ZUTATEN
250 Gramm   Schokolade, halbbitter, 54% Kakao
300 ml   Schlagsahne

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "Schokoladensahneeis mit Haselnussbaiser"
  Linda Tubby "Eis für Genießer"
  Erfasst *RK* 20.12.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Schokolade im TM in 10 Sekunden / Stufe 10 zerkleinern. Umfüllen.

Schmetterling einsetzen, Zutaten für die Grundmasse in den Mixtopf geben, 15 Minuten / 80° C / Stufe 2. Sobald die Temperatur erreicht ist, auf 70° C reduzieren.

Die Schokoladenstücke in die heiße Creme einrühren, bis sie geschmolzen sind, dann abkühlen lassen und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Sahne locker schlagen und unter die abgekühlte Schokoladencreme heben.

In der Eismaschine rühren, bis die Masse gefroren ist. Vor dem Servieren 2 Stunden einfrieren.

Wenn das Eis länger gefroren war und zu hart geworden ist, den Deckel abnehmen und etwa 20 Minuten vor dem Sevieren im Kühlschrank antauen lassen.

Anmerkungen, Jutta: ein tolles Eis. Die Menge am besten halbieren, die komplette Menge schafft die Eismaschine nicht. Halbe Menge füllt eine weiße Tiefkühlbox von 500 ml.

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