15ter mediterraner Kochevent – Israel: Challalallalah – ohohoh…..

 

Challah - Anschnitt_bearbeitet-1

Mit Schrecken musste ich am 1. Tag des laufenden Jahres feststellen, dass ich komplett vergessen hatte, eine Neujahrsbrezel zu backen. Shocking! Eine jahrtausendealte Tradition in unserer Familie wurde schmählich gebrochen, mea culpa – maxima, minnigens.

Um nicht noch mehr Unheil zu beschwören und um mich zumindest in Gefilden mit ebenfalls jahrtausendealter Tradition zu bewegen, habe ich mich dann entschlossen, endlich mal wieder an einem Event teilzunehmen. Wie gut, dass der rührige Tobias in Griechenland lebt, so war das mit den Jahrtausenden und der Tradition schon mal geklärt.

15ter mediterraner Kochevent - Israel - tobias kocht! - 10.12.2010-10.01.2011

Dass Israel zurzeit Thema mediterraner Kochköstlichkeiten ist, kam ebenfalls sehr gelegen. Denn in Israel wird zum Schabbat traditionell (schon wieder!) süßer Hefezopf gegessen. Also fast eine Brezel. Zudem erinnert mich die Challah auch daran, dass mein Mann jeden Freitagabend auf WDR 5 "Gedanken zum Schabbat" anhört und immer ganz begeistert ist von den tollen Stimmen. Irgendwie heimelig.

Welch' erhebendes Gefühl machte sich breit, gleich zwei bis drei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können. Kürzlich war das schon mal irgendwo in einem Blog der Fall und da ich diese Vorgehensweise sehr schlau fand, hab ich sie mir nicht nur notiert, sondern auch "zeitnah" in die Tat umgesetzt. Ein Hoch auf diese wunderbare Idee!

Das Challah-Rezept fand ich bei Rose Levy Beranbaum. Ihre Bread Bible hat mir schon viele schöne Backergebnisse beschert und ihren Rezepten konnte ich immer vertrauen. Natürlich wollte ich eine Challah mit möglichst vielen Strängen flechten.

Challah - Anschnitt_bearbeitet-1

Bei der Suche nach Anleitungen im wäwäwä. habe ich Interessantes entdeckt:

  • Die Salzmenge im Teig ist erstaunlich hoch, ich habe in anderen Rezepten nachgeschaut, da war es ähnlich. Gefallen fand ich nicht daran, deshalb habe ich ein wenig reduziert und 2% der Mehlmenge an Salz verwendet. Allerdings war ich erstaunt, wie interessant und gut das fertige Brot schmeckt. Mit Konfitüre kann man es prima essen, aber auch mit Käse oder Aufschnitt. Das war wirklich eine Entdeckung für mich. 
  • Brote mit sechs Strängen zu einem Zopf zu formen ist eigentlich einfach. Trotzdem sieht mein Zopf überhaupt nicht ordentlich aus, am Erscheinungsbild muss ich noch feilen. Ich glaube, ich habe mich unterwegs beim Flechten doch verfranst. Mal sehen, wie sich ein neuerlicher Versuch gestaltet.

Challah - Anschnitt_bearbeitet-1

  • Die dollste Entdeckung: ich hatte schon mal einen Zopf aus sechs Strängen geflochten. Ach?!?  Aber keine Challah, ätschibätschi. (Notiz: Rezeptregister anlegen – wie geht das eigentlich?)

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Challah – Beranbaum (M)
Kategorien: Hefe, Zopf, 6 Stränge, Honig, International
Menge: 1 Großer Zopf

Zutaten

H SPONGE
142 Gramm   Weizenmehl, Type 550
3,2 Gramm   Trockenback-Hefe
156 Gramm   Wasser
40 Gramm   Honig
3     Eier, Größe M (150 g)
H TEIGZUTATEN, TROCKEN
662 Gramm   Weizenmehl, Type 550
4 Gramm   Trockenback-Hefe
16 Gramm   Salz
H TEIGZUTATEN, FEUCHT
2     Eier
72 Gramm   Maiskeimöl
120 Gramm   Honig
10 Gramm   Apfelessig
H EIWASCH
1     Ei
2 Essl.   Milch
1 Prise   Salz
1/2 Teel.   Zucker
H ZUM BESTREUEN
      Sesamsaat

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Rose Levy Beranbaum "The Bread Bible"
  Traditional Challah, S. 517
  Erfasst *RK* 05.01.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Die Zutaten für den Sponge in eine Schüssel geben und mit einer Gabel zu einem homogenen, recht flüssigen Teig verrühren. Mit einer Plastikhaube abdecken und bei Zimmertemperatur so lange stehen lassen, bis sich das Volumen vergrößert hat. Ich habe den Teig zunächst zwei Stunden in der recht kühlen Küche stehen lassen und dann 1 Stunde bei 30° C in den Backofen gestellt.

Die trockenen Teigzutaten mischen und in eine Rührschüssel geben. Die feuchten Zutaten und den Sponge ebenfalls in die Rührschüssel geben. In der KitchenAid 5 Minuten auf Stufe 3-4 kneten. Auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und so lange mit wenig Mehlzugabe kneten, bis ein nur noch leicht klebriger Teig entstanden ist. Den Teig zum Ball formen, in eine leicht geölte Schüssel geben, mit Plastikhaube abdecken und so lange gehen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat (1-2 Stunden).

Den Teig einmal vorsichtig auf der Arbeitsfläche entgasen und wie einen Geschäftsbrief falten, nochmals in der abgedeckten Schüssel bis zur Volumenverdopplung gehen lassen (ca. 1 Stunde).

Den Teig aus der Schüssel holen, etwas niederdrücken und in sechs Portionen teilen. Diese zu möglichst langen Strängen rollen. Danach zu einem Zopf flechten (s. Blogeintrag, 05.01.2011) und auf eine Backfolie plazieren.

Zutaten für das Eiwasch verkleppern und den Zopf damit bestreichen.

Manzfred auf 160° C vorheizen.

Den Zopf so lange aufgehen lassen, bis sich sein Volumen ungefähr verdoppelt hat. Nochmals mit Eiwasch bestreichen, mit Sesamsaat bestreuen. Mit der Backfolie in den Manzfred schieben.

45 Minuten backen, die letzten 10 Minuten mit Alufolie abdecken.

Anmerkungen, Jutta: prima!

=====

Lieber Tobias, vielen Dank für die Ausrichtung des Events und deine fleißige Umsetzung des schönen Event-Themas.

 

 

 

Nachgemacht: Brioche (M) – fettarm

Brioche, nachher

Da sitzt dem Manzfred seine Schnuppschnüss morgens, also heute, am Frühstückstisch, ohne zu Frühstücken und macht endlich mal wieder Sport. Surfen macht Spaß!

Und was für leckere Sachen während der Betätigung im Blickfeld erscheinen. Brote, Kuchen, Spargel, Eis, Eier, Pasta, Fleisch, Gemüse, Wein, Brioche

BRIOCHE?

Sehr sympathisch, weil schön groß. Nicht so, wie man das Gebäck kennt, in Kleinformat. Sondern als Laib, groß wie ein Brot, also genau mein Ding.

Brioche, vorher

Ursula von kochfun hat das Brioche vorgestellt, welches sie wiederum bei Aurélie gefunden hatte und 6 Stunden später konnte ich nachvollziehen, wieso es nachgebacken werden MUSS.

Es schmeckt hervorragend, die Teigtextur ist wunderbar, die Krume steht ihr in nichts nach und wenn man ein Elektromesser besitzt, ist dieses flaumige Etwas auch schneidbar. Nur mit Butter und Konfitüre, ich hatte Ananasmarmelade mit Kokos, ein Traum.

Brioche, Anbiss

Beim nächsten Mal nehme ich eine größere Form – 13 cm Höhe sind ja ganz schön, aber soviel Frankreich, dass sogar die Brote Baskenmützen tragen, muss nun nicht sein.

Brioche, Anschnitt

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Brioche – fettarme Version (M)
Kategorien: Backen, Hefe, Süß, Brioche, Länderküche
Menge: 1 Brot

Zutaten

500 Gramm   Mehl
60 Gramm   Zucker
60 Gramm   Butter
1     Ei
250 Gramm   Lauwarme Milch
1/2 Teel.   Salz
20 Gramm   Frischhefe
1 Essl.   Kondensmilch
4 Essl.   Hagelzucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Blog "Au délices d'Aurélie"
  http://www.franzoesischkochen.de/?p=2099
  gefunden von Ursula Hollaender – Blog "Kochfun"
  http://kochfun.de/2010/05/13/folgen-eines-
  maimarktbesuches
  Erfasst *RK* 28.05.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Milch erwaermen, Hefe darin verfluessigen.

Mehl und Zucker in der Teigschuessel vermengen, Milch und Ei hinzufuegen und mit dem Knethaken bearbeiten.

Die in kleine Stueckchen geschnittene Butter nach und nach hinzufuegen, zum Schluss das Salz.

Den Teig 20 Minuten ruehren.

1 Stunde an einem warmen Ort aufgehen lassen (hier in der Teigschuessel belassen).

Nach 1 Stunde wieder 3 Minuten kneten.

Den Teig in eine gefettete Kastenform, 30 cm, fuellen und wieder 1 Stunde gehen lassen.

Mit der Sahne bepinseln und mit Hagelzucker bestreuen.

Im auf 150 Grad vorgeheizten Backofen 40-45 Minuten backen.

Anmerkungen, Jutta:

Ofen nicht vorgeheizt – kann aber bestimmt nich schaden. 25cm-Form ist zu klein, das Brioche war am Ende 13 cm hoch und im oberen Bereich ziemlich aus dem Leim gegangen. Geschmacklich und von der Konsistenz hervorragend. Tolles Rezept.

Gebacken: 28.05.2010

=====

Vive la France!

Mars Attacks? Es war’n die Schweizer: Chnopf-Zopf (M)

Gestern wunderte ich mich über das komische Ding in meiner Küche.

Mars Attacks

Mittlerweile weiß ich wieder, was es war. Es handelte sich weder um einen ausgeflippten Marsianer noch um einen Käsekuchen,  es war schlicht und ergreifend (das war es wirklich) das da:

Chnopf-Zopf - intergalaktisch

Gaaaanz ruhig, Leute….. don't panic…. das ist kein intergalaktischer Megakrake kurz vor dem Beutefang, sondern ein wunderbarer Hefeteig, vormals unter einer Plastikschüssel versteckt. Schlicht und ergreifend – sag ich doch!

Chnopf-Zopf, geknotet

Übermittelt wurde das Rezept für den Chnopf-Zopf von zorra. Sie hatte kürzlich schon ein herrliches Amaretto-Brot gepostet, das bei uns großen Anklang fand. Der Knoten reiht sich nahtlos in die Riege der "Unbedingt nachmachen"-Rezepte ein. 

Chnopf-Zopf, Anschnitt 
 

Ich würde beim nächsten Backen einen Hauch weniger Salz nehmen und einen Hauch mehr Zucker. Ansonsten kann ich nur schwärmen, schwärmen, schwärmen. Verwunderlich finde ich, dass ein Ei in den Vorteig kommt. Welchen Einfluss hat dieses Vorgehen auf den Teig? 

Heidi hat das Brot ebenfalls nachgebacken und es sehr gelobt. In ihrem Blog findet ihr auch das Rezept (bei zorra natürlich auch – erstaunlich, gell?). Übrigens hat Heidi weniger Salz verwendet und mehr Zucker zugefügt – wer lesen kann, ist eindeutig im Vorteil.

Probiert den Zopf, es lohnt sich! Wenn man sich die Flechttechnik mal in Ruhe angeschaut hat, ist das Herstellen des Knotens wirklich nicht schwer. Es macht sogar Spaß! Und das Essen erst…

Chnopf-Zopf, fertig

Als nächstes mache ich kleine Chnopf-Zöpfe-Knötchen, wie sie im Ursprungsblog "Pâtisseries et Gourmandises" vorgestellt werden. Demnächst hier, in diesem Theater.

Bäcker Süpkes Osterbrot an Mustertapete

Bäcker Süpkes Osterbrot

Es gibt ja so nette Momente. Wenn man was geschenkt bekommt, mit dem man nicht gerechnet hat. So einen Moment hatte ich heute.

Ein gaaaanz netter Mann hat mir ein gaaaaanz großes Buch geschenkt. Ein riesiges Buch mit gaaaaaaaaaaanz vielen bunten Blättern. Schicke Blätter, die ich euch nach und nach präsentieren werde.

Bei dem netten Mann handelt es sich um Meister Jilg, der demnächst unsere Küche auf Vordermann bringt. Und bei dem Buch handelt es sich um ein Musterbuch für Tapeten. Und diese Muster dienen ab sofort als Hintergrund oder Unterlage für Fotos. Juppiduh!

Und da wir schon mal von Meistern schwärmen: das Osterbrot des Meisters Süpke habe ich auch gebacken. Eva übrigens auch. Meins nicht so ganz stilecht, muss ich gestehen.
Statt der Sultaninen habe ich zur Hälfte Korinthen und Cranberries verwendet und statt gehackter Mandeln Mandelstifte. Da Norbert das Brot mit ins Büro nimmt, wurde auf Aprikosenkonfitüre und Mandeln als Topping verzichtet.

Bäcker Süpkes Osterbrot an Mustertapete

Gut, oder? Vielen Dank, liebe Meister!!

Ach so, gestern hat mich ein dritter Meister, der eigentlich mein erster Meister ist, ebenfalls glücklich gemacht. Mit drei schönen Büchern, die er mir aus München mitgebracht hat. Bezaubernd, oder? Nennt mich Jeannie!

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bäcker Süpkes Osterbrot (DGC)
Kategorien: Hefeteig, Ostern, Rosinen, Mandeln
Menge: 1 Laib

Zutaten

H VORTAG
120 Gramm   Korinthen
40 Gramm   Mandelstifte
  Etwas   Milch zum Einweichen
H HEFESTÜCK
170 Gramm   Weizenmehl 405 (Kleberstark)
4 Gramm   Hefe
150 ml   Milch aus dem Kühlschrank
H TEIG
170 Gramm   Weizenmehl 405
35 Gramm   Zucker
4 Gramm   Salz
33 Gramm   Vollei (ein kleines)
50 Gramm   Margarine
20 Gramm   Hefe
30 ml   Vanillearoma
H VERZIERUNG
      Aprikosenmarmelade
      Mandelblättchen

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: http://baeckersuepke.wordpress.com/2009/03/23/
  osterbrot/
  Erfasst *RK* 23.03.2009 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Am Vortag Korinthen und Mandeln in Milch einweichen.

Hefestück schön kneten (4 min langsam, 4 min schnell), aber darauf achten, dass es nur ca 22°C Teigtemperatur bekommt. Sonst weniger schnell kneten. Stehzeit des Hefestücks 2h abgedeckt, bei Zimmertemperatur.

Teig schön auskneten (8 langsam, 4 min schnell); Teigtemperatur von max 24°C einhalten!

Sultaninen und gehackte Mandeln vorsichtig unterkneten, dann abgedeckt 30 min Teigruhe.

Ein rundes Brot formen und auf ein gefettetes und bemehltes Blech setzen. Abgedeckt garen lassen, bis es schön aufgegangen ist (Jutta: Miele Combidampfgarer, 30 Minuten Hefeteigstufe).

Bei 3/4 Gare über Kreuz schön einschneiden. Backen: (Jutta: Miele- Automatik-Backen- Hefezopf).

Das noch heiße Brot mit heißer Aprikosenmarmelade einpinseln und mit Mandelplättchen bestreuen.

Schmeckt am Besten mit Marmelade, Nutella oder einfach in den Kaffee ditschen. **

*Eva: im Miwe bei 180°C mit viel Dampf 30 Minuten gebacken

** Eva: pur schmeckt es auch wunderbar!

=====