Quarkstreusel-Pflaumenkuchen (M)

 

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Ich lese: Eva Deichrunner, Marlene Marla, Meister Süpke und neue Backform. Ich sehe: bei Eva die köstlichsten Fotos und das Rezept. Ich fühle: Kauf- und Backzwang.

Widerstand war zwecklos und ich habe es auch nicht wirklich versucht. Also wurde diese putzige Schnittenbackform bestellt (was es nicht alles gibt!) und ich habe mich gefreut, dass die Lieferzeit nicht Wochen, wie angedroht, sondern nur Tage betrug. 

Ach, was für eine gute Entscheidung, nicht allzu konsequent zu sein, denn nicht nur der Kuchen ist wunderbar. Und auch diese Schnittenform überzeugt mich. Norbert fragte, wieso man so eine Form braucht und meine Erklärversuche hörten sich nicht überzeugend an. Aber nach dem ersten und zweiten Backen finde ich schon, dass die Form eine Bereicherung im gut gefüllten Backformenuniversum (Keller) darstellt. Weder eine Kastenform noch ein Backrahmen können damit konkurrieren, das Ding ist einfach praktisch. Die Menge ist praktisch, die Handhabung ist praktisch, das Material ist praktisch – praktisch ist alles praktisch an dem Teil. 

Gestern habe ich den ersten Backversuch gestartet. Der Kuchen war gerade aus dem Rohr gesprungen, da bekamen wir von einer Nachbarin eine ganze Batterie an Gewürzen geschenkt.

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Wir hatten vormittags über diese Gewürze gesprochen, die ich nicht kannte und irgendwann stand eine Tüte mit den Schätzen vor der Tür. Unfassbar! Ich also den halben Kuchen gepackt, im Garten ein paar Gemüse gepflückt und schnell rüber, um mich ordentlich entzückt und irgendwie sprachlos zu bedanken. Das mit der Sprachlosigkeit währte nicht lange, das Entzücken hält jedoch an. 

Unser halber Kuchen war so toll, dass wir gespachtelt haben, ohne an die lieben Leser dieses Blogs zu denken. Kein Foto vom Kuchen.

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Großer Fehler! Geht gar nicht! Muss geändert werden! Deshalb habe ich heute nochmals gebacken, natürlich nur aus dem einen Grunde, euch, liebe Leser, nicht ohne den Genuss dieses Kuchens sterben zu lassen *fingerüberkreuz*. Was natürlich noch in weiter Ferne liegt. Das mit dem Sterben. Das mit dem Genuss habt ihr in der Hand.  

Hier also das Ergebnis der neuerlichen Backaktion.

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Das Rezept habe ich ein wenig angepasst. Beim zweiten Backen kam ein bissi mehr Zucker in den Teig und die Backzeit wurde um 10 Minuten verlängert. Jetzt ist der Kuchen für uns perfekt. 

Danke den beiden Damen, dem Meister und der Nachbarin (auch eine Dame). 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Quarkstreuselkuchen mit Pflaumen
Kategorien: Rührteig, Quark, Pflaumen, Streusel
Menge: 1 Schnittenbackform

Zutaten

H STREUSEL
60 Gramm   Butter, weich
60 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
120 Gramm   Mehl
  Etwas   Zimt
H TEIG
85 Gramm   Butter, weich
100 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
1     Ei
20 Gramm   Speiseöl
20 Gramm   Milch
85 Gramm   Quark
110 Gramm   Mehl
20 Gramm   Weizenstärke/Speisestärke
5 Gramm   Backpulver
500 Gramm   Pflaumen
      Puderzucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: von Marlene, die es von Bäcker Süpke
  modifiziert hat
  http://baeckersuepke.wordpress.com/2012/10/30/ddr-
  quarkstreuselkuchen/
  Erfasst *RK* 31.08.2013 von
  Eva Ohrem

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Für den Teig Butter, Zucker und Salz in der Küchenmaschine zu einer hellen Massen rühren. Das dauert eine Weile.

In der Zwischenzeit Schnittenbackform fetten, Pflaumen entsteinen und halbieren und die Streusel herstellen. Dazu die Zutaten in eine Schüssel geben und flott mit den Händen zu Streuseln krümeln.

Das Ei zum Kuchenteig geben, wieder sehr gut unterziehen. Öl, Milch und Quark zufügen, zu einer glatten Masse rühren. Mehl, Stärke und Backpulver mischen, auf einmal in die Rührschüssel geben und zügig unterziehen. Keinesfalls zu lange rühren.

Teig in die Form geben und glattstreichen, dicht mit halbierten Pflaumen belegen und die Streusel gleichmäßig auf dem Obst verteilen.

Backen: 60 Minuten, nach 30 und 50 Minuten Ofentür kurz öffnen, um Schwaden abzulassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

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Sensation: Süpkes Schwarzwälder kann sehen!

Ich habe Bäcker Süpkes Schwarzwälder Kruste vor ein paar Tagen nachgebacken. Das Brot war zwar nicht dunkel, aber ansonsten herrlich und ich war vollauf zufrieden.

Bäcker Süpkes Schwarzwälder, Riss

Bis Christel von der kochundbackoase in den letzten Tagen ohne Rücksicht auf Leib und Leben eine dreifache Versuchsreihe startete, um das Optimum aus des Meisters Rezept zur Schwarzwälder Kruste herauszuholen.

Versuch Nummero Eins und Versuch Nummero Due wurden im normalen Ofen gestartet und waren, mit den wissenden Augen der Oasen-Bäckerin gesehen, wenn ich es richtig interpretiere,  so na ja. Der letzte und überaus erfolgreiche Versuch fand in der Oasenwaschküche statt (hat schon mal Jemand eine Oase mit Waschküche gesehen?). Ort des Backvorgangs: der "Leberkäsofen". Was auch immer das sein mag, dieses Gerät bescherte Christel ein tränennasses Erlebnis voller Glück. Ein braunes, knackiges, krustiges, köstliches, wohlaufgerissenes, unwiderstehlich herrliches, über alle Maßen (nu is gut) – ein tolles Brot.

In meinem Kommentar habe ich flapsig geschrieben: "Das Foto zeige ich meinem Brotteig, damit er weiß, was aus ihm werden soll. Perfekt!"

Irgendwie stach mich heute der Hafer. Nachdem ich gestern das Schwarzwälder wieder gebacken hatte – zur Abwechslung mal komplett ohne Salz, was nett aussah, aber mies schmeckte -

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musste ich deshalb heute wieder ran.  Da dachte ich mir so während der Vorbereitungen, dass ich das doch tatsächlich mal machen könnte.

Ich habe also den ungebackenen Broten ein Foto von Christels Schwarzwälder gezeigt. Dabei hatte ich den Eindruck, dass der Teig ein wenig in sich zusammen sackte. Beim Einschießen in den Ofen wurde die Therapie wiederholt. Die Brote wurden flach wie Flundern. Ich warf die Tür des Ofens zu, stellte das aufgekappte Laptop mit dem Schwarzwälder-Foto vor die Tür des Manzfreds, guckte einmal böse in die Röhre und ging.

Ergebnis nach 45 Minuten:

Bäcker Süpkes Schwarzwälder, dunkel

Es ist ein verdammtes Wunder, Leute. Süpkes Schwarzwälder kann sehen!

Nachgebacken: Bäcker Süpkes Schlecht gelauntes Mehrkornbrot (M)

 Mehrkornbrot, Detail1

Mannomann, das ist mal wieder ein Süpke-Brot. Wie toll es ist, haben Ulrike und Eva schon erfahren dürfen und ich reihe mich in die Reihe der Begeisterten ein. Nahtlos. 

Mehrkornbrot, Anschnitt  

Beim Bestücken des Teiges mit Körnern musste ich mir etwas einfallen lassen. Ulrike kann ebenfalls ein Liedchen von der Teigkonsistenz singen. Anstatt den weichen Teig zu einem Laib zu formen (das hätte ich nicht hinbekommen), diesen dann auf einem feuchten Tuch zu rollen (der Teig war unheimlich feucht und nicht formbar) und diesen Laib dann mit Körnern zu bestücken, habe ich es so gemacht:
Die Backform wurde tüchtig gefettet und diese dann mit einer Körnermischung ausgestreut. Nach dem Einfüllen des Teigs wurden noch Körner auf die Oberfläche gestreut und gut war.

Form, gekörnert1

Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

  Mehrkornbrot, unten1

Das Rezept habe ich, wie üblich, ein wenig umgemodelt. Manche Zutaten hatte ich nicht im Haus und habe deshalb improvisieren müssen. Hat nicht geschadet, glaube ich.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bäcker Süpkes Schlecht gelauntes Mehrkornbrot (M)
Kategorien: Mischbrot, Saatenbrot, Süpke
Menge: 28 Cm Kastenform

Zutaten

H VORTEIG
80 Gramm   Weizenmehl 405
3 Gramm   Salz
0,7 Gramm   Trockenbackhefe
50 ml   Wasser
H SAUERTEIG
105 Gramm   Roggenmehl
80 Gramm   Wasser
10 Gramm   Anstellgut
H QUELLSTÜCK
110 Gramm   5-Korn-Flocken
110 Gramm   Maisgrieß
60 Gramm   Sonnenblumenkerne
20 Gramm   Leinsaat
20 Gramm   Gerstenmalz, flüssig
10 Gramm   Salz
320 ml   Wasser
H BROTTEIG
      Sauerteig
      Vorteig
      Quellstück
135 Gramm   Weizenmehl 405
50 Gramm   Gekochte Kartoffeln
10 Gramm   Sonnenblumenöl
3,3 Gramm   Trockenbackhefe

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Bäcker Süpke
  http://baeckersuepke.wordpress.com/2009/06/27/schlecht-
  gelauntes-mehrkorn-kastenbrot/
  Erfasst *RK* 23.07.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Am Vortag um 15.00 Uhr:

Vorteig: 2 Stunden anspringen lassen und in den Kühlschrank stellen.

Sauerteig: Stehzeit ca. 18 Stunden bei Raumtemperatur.

Quellstück: 3 Stunden anspringen lassen und in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag ab 9.00 Uhr:

Brotteig: Den Teig in der Kenwood 10 Minuten, Stufe 1 und und 4 Minuten Stufe 3 kneten. 30 Minuten Teigruhe.

Teig in eine gefettete Kastenform (28 cm)setzen, die mit Saatenmischung (Sonnenblumen, Leinsamen, Sesam hell und dunkel)ausgestreut wurde.

Nach 30 Minuten Manzfred auf 230° C vorheizen.

Nach insgesamt 60 Minuten Form in den Ofen setzen und Temperatur auf 180° C reduzieren.

Ofentür nach 15 Minuten öffnen, um Dampf abzulassen. Brot nach 60 Minuten aus der Form holen und weitere 10 Minuten backen.

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Gleich nach dem Abkühlen ist das Brot richtig knusprig und die Körner knispern im Mund. Das ist unheimlich gut und schmeckt vorzüglich. Ich glaube, der Bernd ist mein neuer Hausfreund.

Wenn man Bernds Gemütszustand umgekehrt proportional zu meiner Laune nach dem Backen und Probieren betrachtet, dann muss Bernd total mies drauf sein. Vor dem Selbstmord werden wir ihn bewahren. Bevor es dazu kommen kann, essen wir ihn einfach auf. Gut, ne? 

Mehrkornbrot, Scheibe1

Bäcker Süpkes Konsumbrot (M)

An dieser Stelle sollten eigentlich die Wellen der Donau in Kuchenform schwappen. 

Aber es gibt Momente im Leben eines Menschen, da muss man einfach Prioritäten setzen. Und dieses unaufschiebbare Dingens ist ein Brot.

Dieses Brot:

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Seit langem ist mir kein Backwerk mehr so gut gelungen wie dieses hier. Es ist nicht allzu schwer herzustellen, es ist nicht zu aufwändig in der Vorbereitung, es sieht nach dem Backen bestens aus und man glaubt es kaum: es schmeckt auch noch wunderbar.

Bäcker Süpkes Konsumbrot (M)

Ulrike und Petra und eine Reihe anderer Backjunkies haben es schon gebacken und von sehr weicher Teigkonsistenz berichtet. Da hab ich mir gedacht, nehme ich doch einfach etwas weniger Wasser. Ich habe also nur 250 ml verwendet und trotzdem war der Teig noch recht weich. Geklappt hat es trotzdem, bin ich froh!

Ich habe das Brot, wie Petra und Ulrike auch, nicht abgestrichen, sondern so schön bemehlt gelassen, wie es aus dem Körbchen kam. Gebacken wurde 50 Minuten, so wie Petra es beschrieben hat. Auf 260° C vorheizen, beim Einschiessen auf 220° C runterschalten. 50 Minuten backen (Tür nach 5 Minuten nicht geöffnet), abschalten, Brot noch 10 Minuten mit angelehnter Tür im Ofen belassen. Dann auf einem Rost auskühlen lassen. Basta!

Bäcker Süpkes Konsumbrot, Laib

Wieder einmal verwöhnt uns Bäcker Süpke mit seinem Konnnnnsummmmbrot und es ist einfach zu zu schön. Wird noch öfter gebacken, das steht fest. Bist der Beste!