Quarkauflauf mit Zwetschgen

Wie immer könnte dieser Beitrag Werbung enthalten, für die ich aber keinen roten Heller bekomme. Niemals würde ich für Kohle meinen Körper – ähm – meine Schnuppschnuess verkaufen. Obwohl…

Ach nee, der Kühlschrank steht voller Quark, Mascarpone, Buttermilch, Sahne, Joghurt, Schmand, Milch und das Zeuch muss weg. Und nu?

Nu guckt Frau Schnuppschnüss durch den kleinen Bildschirm in die große weite Welt, landet im Kochuniversum ziemlich weit oben bei den Küchengöttern und findet dort Ambrosia und Manna in Form eines Quarkauflaufs mit Zwetschgen.

Wobei „Quark“ hier eine nicht genau zu differenzierende Mischung aus Magerquark, Sahne und Mascarpone bedeutet.

Die Götter hatten vorgeschlagen, die Quarkmasse vor dem Backen mit Semmelbröseln zu bestreuen. Aber nicht mit mir! „Brauner Zucker“ hießen die Zauberworte und auch ohne großartige Beschwörungen lag am Ende eine schöne karamellisierte Kruste auf dem gebackenen Milchprodukte-Pflaumen-Fluff.

Und als mir dann noch das Salzkaramell einfiel, nach Gabi Frankemölle erschaffen, da war mein Ausflug in den Auflaufhimmel aber so was von perfekt. Besser geht nicht.

Eine Frage bleibt jedoch: wie fotografiert man so was?

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

 Titel: Quarkauflauf mit Zwetschgen

Kategorien: Hauptspeise, Dessert, Pflaumen, Milchprodukte
Menge: 4 Portionen als Hauptgericht

500     Gramm  Zwetschgen
  4            Eier
 80     Gramm  Weiche Butter
100     Gramm  Zucker
  1      Pack. Vanillezucker
  1     Prise  Salz
750     Gramm  Quark (oder gemischt mit anderen Milchprodukten)
 80     Gramm  Hartweizengrieß

============================= BELAG =============================
Zucker, braun
Butterflöckchen

============================ QUELLE ============================
Rezept modifiziert. Original:
https://www.kuechengoetter.de/rezepte/quarkauflauf-mit-
zwetschgen-227
— Erfasst RK 29.10.2019 von
— Jutta Hanke

Die Zwetschgen waschen, entsteinen und vierteln. Manzfred auf 160° C
vorheizen. Die Eier trennen. 80 g Butter mit dem Zucker und Salz
schaumig schlagen, die Eigelbe untermischen. Quark (ich habe Reste
von Sahne, Mascarpone und Magerquark verwendet) und Grieß sorgfältig
unterrühren. Eiweiße steif schlagen, mit den Zwetschgen unterheben.

Eine Auflaufform fetten und die Masse einfüllen. Mit einer dünnen
Schicht braunem Zucker bestreuen und mit Butterflöckchen belegen.
Den Auflauf etwa 45 Min. backen.

Mit Puderzucker bestreuen. Ich hatte Salzkaramell dazu – oh mein
Gott!

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Buchteln (ohne M)

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Wer hier des öfteren liest, der weiß, dass Essbares, das im Manzfred hergestellt wird, mit einem (M) nach dem Titel gekennzeichnet wird. Buchteln sind eigentlich auch Kandidaten, die ein (M) hinter dem Namen verdient hätten. Aber seit 1. April weht hier ein anderer Wind. 

Nein, nein, nein, selbstverständlich habe ich mich nicht von meinem geliebten Manzfred getrennt. Ich arbeite nach Jahren wieder. Im Pflegestift als Präsenzmitarbeiterin in einer Hausgemeinschaft und es macht riesigen Spaß.

Als Präsenzmitarbeiterin tätig zu sein bedeutet, dass ich unter anderem auch kochen und backen "muss". Für 10 Bewohner plus Mitarbeiter, die anwesend und hungrig sind. Da können schon mal 15 Personen am Tisch sitzen, die verköstigt werden wollen. Gekocht wird, was den Bewohnern ge- und mir einfällt, jede Präsenzmitarbeiterin kann in Absprache mit der Hausgemeinschaft frei schalten und walten. 

Meinen Einstand im ersten Frühdienst, den ich alleine bestreiten durfte, wollte ich mit einem Gericht geben, das bei einigen Bewohnern Erinnerungen an die alten Zeiten weckt. Deshalb fand ich Buchteln interessant.

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Ich hatte sie schon seit Urzeiten nicht mehr hergestellt und zu Trainingszwecken habe ich sie dann mal Daheim zubereitet. Nicht nur, um herauszufinden, ob die Herstellung zeitlich hinhaut, sondern auch, um als Vorkoster zuzuschlagen. Natürlich völlig selbstlos. Versteht sich, gell?

Um das richtige Hausgemeinschaftsküchenfeeling zu beschwören, bin ich tatsächlich soweit gegangen, den Miele-Backofen, der als Parkplatz für Backbleche fungiert, aus dem Dauerschlaf zu holen, um die gefüllten Hefebällchen darin zu backen. 

Vanillesauce wurde gekocht, Birnenkraut als adäquater Ersatz für nicht vorhandenes Pflaumenmus hervorgekramt und zwischendurch wurde Teig geknetet, Teigkugeln geplättet, gefüllt und in Buchtelform gebracht. Nach einer gewissen Gehzeit wurden sie dann bei Ober- und Unterhitze im normalen Backofen (komisch, echt komisch) gebacken.

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Ergebnis: köstlich! Und schön dick Puderzucker drauf, das gehört so! 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Buchteln mit Pflaumenmusfüllung
Kategorien: Dessert, Vegetarisch, Süß, Kindheit
Menge: 20 Stück

Zutaten

150 Gramm   Butter
250 Gramm   Milch
50 Gramm   Zucker
1     Ei
3     Eigelb
500 Gramm   Mehl, Type 550
1 Würfel   Frischhefe
1 Prise   Salz
      Pflaumenmus (hier: Birnenschmaus)
      Mehl zum Bearbeiten
      Butter für die Form
      Zucker für die Form

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  essen & trinken online
  Erfasst *RK* 13.04.2014 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Milch und Butter in der Mikrowelle leicht erhitzen. Mit den restlichen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten und gehen lassen.

Rechteckiges tiefes DGC-Mieleblech mit Butter fetten und mit Zucker bestreuen.

Wenn der Hefeteig genug gegangen ist, durchkneten und in 20 gleichschwere Stücke portionieren. Rund schleifen, flach drücken und mit Pflaumenmus füllen. Sehr gut festdrücken und mit der glatten Seite nach oben locker in das Blech setzen.

Ofen auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen.

Wenn die Buchteln deutlich aufgegangen sind, 30-35 Minuten auf der 2. Schiene von unten backen.

Etwas abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und mit Vanillesauce servieren.

TIPP: Wenn der Teig nicht schnell genug geht, die Schüssel in warmes Wasser setzen und das Blech mit den Buchteln ebenfalls auf eine Schüssel mit warmem Wasser setzen.

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Fazit: bestens angekommen. Möhren-Orangen-Suppe als Vorsuppe und die Buchteln waren ein voller Erfolg. Habe ich mich gefreut! Und der Stein, der vom Herzen rollte, war so fett. Schön.  

 

1 Hirn – 2 Augen – 10 Finger – 12 Stränge = Zopf

Ich hatte kürzlich bereits darüber berichtet, dass ich Zöpfen gegenüber äußerst positiv eingestellt bin.

Und wenn mich die Leidenschaft packt, dann bin ich nicht zu bremsen. Dann will ich ausprobieren, tüfteln, an die Grenzen gehen. Da reichen mir weder Drei noch Sechs. Da müssen es Zwölf sein.

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Diese Kandidaten

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habe ich mit meinen eigenen Händen und unter Zuhilfenahme eines youtube-Filmchens (super, dass es so tolle Anleitungen gibt – anhand dieses Einspielers schafft ihr das auch, versprochen)

 

sowie unter Aufbietung äußerster Konzentration zu einem Zopf geschlungen.

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Puh, ich kann nicht behaupten, dass es trotz der ausführlichen Anleitung ohne Panne abgegangen wäre und das Zurückschlingen ist kein Zuckerschlecken.

Aber am Ende ist der Zopf dann doch ganz gut gelungen. Was mache ich jetzt bloß als nächstes?

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Ach, das Rezept schreiben.. das ist einfach, das habe ich im Kopf und geht so:

500 g Mehl, 300 g Milch, 1 Trockenbackhefe, 1 gute Prise Salz, 80 g Zucker (oder weniger oder mehr – je nach Laune), 80 g Butter ordentlich verkneten, gehen lassen, nochmals kneten, 12 Portionen abteilen, schön langsam zu ca. 80 cm langen Strängen rollen. Dabei den Teig immer wieder entspannen lassen.

Und dann nach DIESEM youtube-Filmchen formen (stellt am besten die Lautsprecher ab – diese Musik… meine Ohren bluten…armer Mozart…). Der Filmtipp weiter oben war ein Scherz. Das hier ist das mit dem zweifelhaften Titel. Bei dem haben meine Augen geblutet.

Aufgehen lassen, mit Eiwasch bepinseln, im aufgeheizten Ofen bei 160° C backen. Ca. 40 Minuten.

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Nachtrag 03.04.2013: wer sehen möchte, wie der Zopf in phänomenal super toll aussieht, sollte sich mal bei der Sugarprincess umsehen. Ihr Zopf ist so ordentlich, so gleichmäßig, so gelungen – ich bin noch nicht am Ende des Zopfweges angekommen.