Panna Cotta mit ohne Kokos

Meine allerliebste Schwägerin war am Telefon. Man sprach über dies und das und Stunden später kristallisierte sich heraus: sie mag kein Kokos. 

Tja, was tut man nicht alles für seine Lieblinge, also wurde die für den Geburtstag geplante Kokos-Panna-Cotta um eine Variante mit ohne Kokos erweitert. 

Zufällig sah ich in der Mai-Ausgabe der essen & trinken ein interessantes Rezept mit Eiweiß. Wie toll, da konnte ich die Panna Cotta ausprobieren, von der ich mir, ehrlich gesagt, nicht allzu viel versprach (mit Eiweiß??? Komisch!!!) und hatte auch noch ein Versuchskaninchen, das freiwillig (hahaha) zum Testen abkömmlich war. Also, frisch ans Werk.

Die Zubereitung war kein Hexenwerk, das Ergebnis sah essbar aus und es ließ mir keine Ruhe, ich musste probieren. Ja Wahnsinn, das war aber gut.

Panna Cotta mit ohne Kokos

Leider ist die Vanille während des Garens auf den Boden der Förmchen gesunken, was nicht schön aussah. Aber geschmacklich wirklich erste Sahne. Mache ich sehr gerne wieder. Danke, liebes Versuchskaninchen. 

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Panna Cotta (e&t 2015/05)
Kategorien: Dessert, E&t, Vanille, Sahne, DGC
Menge: 4 Weckgläser à 160 ml

Zutaten

1     Vanilleschote
125 ml   Milch
300 ml   Schlagsahne
70 Gramm   Puderzucker
1 Prise   Salz
2     Eiweiß (Gr. M)

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Zeitschrift essen & trinken, 2015/05
  "Panna Cotta mit Erdbeerkompott und Wan Tans"
  Erfasst *RK* 28.04.2015 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Vanillemark und Schote mit Milch, Sahne, Puderzucker und Salz aufkochen. 30 Minuten ziehen lassen. Vanilleschote entfernen. Eiweiß verschlagen und in die warme Flüssigkeit geben. Sehr gut verrühren.

Flüssigkeit in Weckgläschen füllen, mit Deckel oder 2:1- Klarsichfolie versehen, auf ein Lochblech stellen und im Dampfgarer, Universalprogramm, 90° C, 1 Stunde garen. Wer keinen Dampfgarer hat, stellt die Förmchen ins Wasserbad (Förmchen sollten zu 2/3 in zuvor gekochtem Wasser stehen) und gart im vorgeheizten Ofen bei 130° C, Ober und Unterhitze, auf der 2. Schiene von unten 1 – 1:10 Stunden. Sehr gut auskühlen, am besten über Nacht im Kühlschrank.

Anmerkungen, Jutta: kann man sehr gut vorbereiten, schon zwei Tage im Voraus. Leider sinkt die Vanille beim Erkalten zu Boden. Sieht unschön aus, schmeckt aber sehr fein.

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Milchreis mit karamellisierter Mango

Im Netz sah ich Milchreis mit Portweinkirschen und sie gingen mir nicht mehr aus dem Sinn. Eines Abends, einem kirschlosen Abend, wurde die Lust unüberwindlich und da noch eine Mango im Haus war, ließ ich mir was einfallen. 

Der Milchreis wurde gekocht: 1 Liter Milch, eine Prise Salz, dreiviertel Vanilleschote (aus dem Zucker, den sie parfümierten), Zucker nach Belieben und knapp 200 Gramm Milchreis. Aufkochen, quellen lassen, immer mal wieder umrühren. 

Eine Mango schälen, in Stücke schneiden. Butter und Zucker in einem Topf karamellisieren, Mango rein, Sultaninen nach Gusto. Umrühren, kurz aufkochen, abschalten, Deckel drauf. 

Wenn der Milchreis fertig ist, entweder abkühlen lassen oder gleich mit dem Obst essen. Ich habe ihn gleich gegessen. Köstlich! 

Milchreis mit karamellisierter Mango

Traumstücke, die zum Alptraum wurden

 

Seit geraumer Zeit geistern köstliche Bilder von puderzuckrigen kleinen Häppchen durch das Netz und ich, wie so viele Naschkatzen vor mir, konnte ebenfalls nicht widerstehen, sie nachzubasteln. 

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Auslöser waren unter anderem Irene mit ihrem Widmatt-Blog, Werner von cucina e piu und Meister Schönleben, die sich ebenfalls an den Wahnsinnswürfeln versuchten. Ursprünglich stammt das Rezept aber von Karen, die permanent dem Backwahn verfällt, was ich sehr gut verstehen kann, da auch ich an diesem turnusmäßig auftretenden Symptom leide. 

Ich buk sie, ich probierte sie und ich konnte nicht mehr aufhören, sie mir einzuverleiben und ihr seht, es sind MASSEN!!!

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 Also versteckte ich sie im Keller, in der Hoffnung, dass ich bis zum nächsten Tag vergessen hätte, wo sie sich befinden. Dem war leider nicht so – den Rest könnt ihr euch denken. Und jetzt wisst ihr auch, wieso diese Würfel zum Alptraum wurden. Biester! 

Ich gehe davon aus, dass ihr konsequenter seid, als ich es je sein werde. Ihr könnt sie also ruhig nachbacken. 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Traumstücke (M)
Kategorien: Kleingebäck, Mürbeteig, Plätzchen
Menge: 2 Bleche

Zutaten

250 Gramm   Butter
45 Gramm   Vanillezucker
150 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
5     Eigelb
500 Gramm   Mehl
      Puderzucker

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: http://karensbackwahn.blogspot.ch/2013/08/
  traumstucke.html
  Erfasst *RK* 09.09.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Butter, Zucker und Salz ausgiebig aufschlagen. Eier nach und nach unterziehen. Mehl unterkneten. Teig teilen, zu Würsten formen, in Frischhaltefolie einschlagen und eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Nach 45 Minuten Manzfred auf 180° C vorheizen, zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Würste der Länge nach vierteln und in 1 cm breite Stücke schneiden. Die erste Fuhre auf ein Backblech legen und einfrieren. Zweites Blech vorbereiten. Sobald Manzfred die Backtemperatur erreicht hat, das Blech aus der Tiefkühltruhe in den Ofen schieben und das zweite Blech ebenfalls einfrieren. Ich mache das, um ein Breitlaufen des Teiges zu verhindern.

Traumstücke ungefähr 12-15 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.

Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. In eine große Schüssel geben, dick mit Puderzucker bestäuben und vorsichtig umwälzen.

Probieren, genießen und dann sehr gut verstecken. Am besten verstecken lassen.

Anmerkungen, Jutta: Irene vom Widmatt-Blog hat eine Tonkabohne zum Parfümieren verwendet. Auch nicht schlecht.

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Nachtrag, 13.09.2013: Wie ich soeben aus gut unterrichteten Quellen in Erfahrung bringen konnte, stammt das von Karen in die Welt geworfene Rezept ursprünglich von samt&sahne, die es ihrerseits wiederum von… ach, ihr wisst schon, wie das so geht im www…

Gartenkochevent Juli 2010 – „Kirschen“: Kirschröster

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Als meine Nachbarin vor fast zwei Jahren ihren 70. Geburtstag feierte, besuchten mich vor dem Fest auf einen Sprung ihre Nichte Susanna Bingemer und ihr Neffe Hans Gerlach. Die Beiden haben diverse Kochbücher veröffentlicht und nachdem sie so sympathisch daher kamen, habe ich mir danach alle ihre Kochbücher gekauft. Eines davon war "Einmachen" von Hans Gerlach.

 

Garten-Koch-Event Juli: Kirschen [31.07.2010]

 

Jetzt, zum Gartenkochevent des Gärtnerblogs mit dem Thema "Kirschen" habe ich dieses sehr schöne Buch zum ersten Mal hervorgeholt (DKduW beim nächsten Mal), um daraus etwas herzustellen.

Ich sage es gleich: "Knaller!" Dieser Kirschröster ist so köstlich, dass ich im nächsten Jahr mindestens die dreifache Menge einmachen werde.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kirschröster
Kategorien: Einmachen, Süßkirschen, Knaller
Menge: 3 Gläser à 250 ml

Zutaten

1 kg   Süßkirschen (Ockstädter Haumüller)
1     Orange, unbehandelt
1     Vanilleschote
125 ml   Portwein, rot
250 Gramm   Zucker, braun (beim nächsten Mal weniger
      — verwenden)
1     Zimtstange
60 ml   Kirschwasser
1 Prise   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "Einmachen", Hans Gerlach
  Erfasst *RK* 21.07.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Kirschen entsteinen. Orangenschale abreiben, Saft auspressen. Vanilleschote halbieren, Mark auskratzen.

Portwein, Orangensaft und Zucker zum Kochen bringen.

Kirschen, Orangenschale, Salz, Vanillemark, Vanilleschote und Zimtstange zur Flüssigkeit geben, ca. 15 Minuten dünsten, bis die Kirschen allmählich zerfallen (meine behielten die Form).

Vanilleschote und Zimtstange entfernen, Kirschen auf ein Sieb schütten und abtropfen lassen. Den Saft auffangen und sirupartig einkochen – das dauert etwa 30 Minuten. In der Zwischenzeit 1/3 der Kirschen im Thermomix pürieren. Wenn die Flüssigkeit die gewünschte Konsistenz hat, Kirschen zufügen und nochmals kurz aufkochen. Kirschwasser unterziehen.

Sofort in sterilisierte Weckgläser füllen, sterilisierte Gummis und Deckel aufsetzen und 30 Minuten bei 90° C im Dampfgarer einkochen.

Anmerkungen, Jutta: ganz hervorragend. Unbedingt dreifache Menge machen. Mindestens.

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Bei der Zubereitung des Originals war mir die Konsistenz zu flüssig, deshalb habe ich den Sud einkochen lassen. Die Textur war danach genau wie sie sein sollte, aber der Geschmack doch recht süß. Beim nächsten Mal würde ich weniger Zucker verwenden, den Schritt mit dem Einkochen der Flüssigkeit aber auf jeden Fall wiederholen.

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Wir haben zum Kirschröster eine Variation der bereits bekannten Knusperwaffeln gebacken. Variation deshalb, weil das neue Waffeleisen (Danke, Steph, das Eisen ist optimal!) ausprobiert werden sollte und mir der Teig für dieses Gerät ein wenig zu kompakt in Erinnerung war. Hat hervorragend geklappt.

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Variation von der Bergischen Knusperwaffel (TM)
Kategorien: Waffel, Belgisch
Menge: 8 Waffeln

Zutaten

160 Gramm   Margarine
50 Gramm   Zucker
50 Gramm   Vanillezucker
2     Eier
200 Gramm   Mehl
200 Gramm   Self-Raising Flour
250 ml   Milch
1 Prise   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Silke Weber/Mara Andersen
  Das Waffelparadies
  erfasst von Petra Holzapfel

  Erfasst *RK* 10.07.2010 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Alle Zutaten in den Thermomix geben und 10 Sekunden / Stufe 6 verrühren.

Das Waffeleisen für belgische Waffeln auf Mittelhitze aufheizen, schwach einfetten. Auf jede Backfläche mit dem kleinen Eisportionierer drei Kugeln setzen und knusprige, goldbraune Waffeln backen.

Dazu Amarettosahne und den genialen Kirschröster von Hans Gerlach.

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Die Kombination Waffel, Kirsche, Sahne war so gut, dass wir sehr traurig dreinschauten, weil das Glas viel zu kleine Glas so schnell leer war.

Die Kirschen kann man in unendlich vielen Variationen genießen: mit Pfannkuchen, zu Eis, mit Hefeklößen, zu Grießbrei, Milchreis, Pudding. Der Autor empfiehlt Kaiser- oder Semmelschmarren, Topfenknödel, Salzburger Nockerln und Rahmdalken, für die im Buch auch gleich noch ein Rezept mitgeliefert wird –  ach, ihr solltet einfach selber ausprobieren, wozu euch der Kirschröster schmeckt.

Ganz herzlichen Dank an die fleißigen Bienen des Gärtnerblogs für die Ausrichtung des Events.