Walnusskuchen Hartha

Fragt mich nicht, wer Hartha ist. Fragt euch nicht, ob ihr diesen Kuchen nachbacken sollt. Macht es einfach und schlemmt, während Aaahs und Ooohs eure krümelverschmierten Lippen passieren. Denn dieser wunderbar lockere Blechkuchen ist ein Hit, wir siezen ihn und sprechen ihn mit „His Royal Fluffyness“ an, während wir ihn verzehren und können gar nicht genug von ihm kriegen.

Er ist schnell gemacht, ist unfassbar fluffig – vermutlich auch deshalb, weil ich Margarine statt Butter verwendet habe – und durch die Walnüsse trotzdem knackig. Laut Rezept sollte man die Walnüsse ungehackt verwenden, da würde ich beim nächsten Mal vielleicht doch kurz mal das Hackmesser ansetzen, denn wirklich gut schneiden lässt sich die Platte nicht, weil der Teig so weich ist.

Im Gegensatz zum letzten Kuchen muss hier aber unbedingt der Guss drauf.

Egal. Backt! diesen! Kuchen! Amen!!!

==========REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Walnusskuchen Hartha
Kategorien: Blechkuchen, Walnüsse, Knaller, Schnell
Menge: 1 Fettpfanne

Zutaten

TEIG
6  Eier
275Gramm Margarine (oder Butter)
300Gramm Zucker
1Prise Salz
300Gramm Mehl
1/2Pack. Backpulver
1/2  Zitrone (Saft)
400Gramm Walnüsse
GUSS
50Gramm Butter
200Gramm Puderzucker
1/2  Zitrone (Saft)

Quelle

 Rezept modifiziert.
 Original: Allerbeste Blechkuchen
 ISBN 978-3-7843-5587-0
 Erfasst *RK* 13.03.2020 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

6 Eier in heißes Wasser legen. Manzfred auf 160° C vorheizen. Fettpfanne fetten.

Margarine (im Original wird Butter verwendet) mit Zucker und Salz in der Küchenmaschine zu einer luftigen Masse aufschlagen. Eier trennen, Eigelbe nach und nach zufügen und ausführlich unterziehen. Mehl und Backpulver mischen, zusammen mit Zitronensaft unterziehen. Das mache ich mit einem Kochlöffel mit Loch in der Mitte. Eischnee schlagen, unterziehen.

Teig in die Fettpfanne streichen, Walnüsse ordentlich oder mit Verve auf der Teigoberfläche drapieren. Etwas eindrücken.

Temperatur auf 150° C reduzieren. 25-30 Minuten backen.

Für den Guss Butter zerlassen, Puderzucker und Zitronensaft unterrühren, auf den heißen Kuchen streichen.

Anmerkungen, Jutta: ein toller Kuchen! Walnüsse eventuell etwas hacken, ist nicht so ganz leicht zu schneiden.

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Gelleroumkoung

Ja, das verstehen nur die Eingeweihten, die aus Nünnberch und drumherum, Frrrrrangen halt. Ich finde diesen Dialekt so putzig und stelle mir immer Herrn Marquard vor, wie er so vor sich hin schwadroniert. Oder den Alexander  Herrmann  oder Karin (huhu Karrrrrin!).

Deshalb musste ich auch beim Lesen des Kochbuches sooo lachen, es war unwahrscheinlich. Ausdrücke wie „Budderzeich“, „Budding“, „Zibberlassooß“ oder „Schellee“ riefen bei mir Lachsalven hervor, vielleicht hat es deshalb so lange gedauert, bis ich endlich mal was ausprobiert habe aus dem Buch.

Das bekam ich von meinem Mann Anno Domini 2007 als Mitbringsel von einem Aufenthalt in Nürnberg überreicht und es trägt den Titel

Sadd & Dsufriedn – Das Neue Nürnberger Backbuch

Als Autoren werden M. Allmächd & A. Brenzlich angeführt. Spätestens nach dem Lesen dieser Namen kann man erahnen, was einen auf den nächsten 171 Seiten erwartet.

Es wird nicht nur gebacken, auch süße Speisen wie „Budding“ sind im Angebot. Insgesamt sind 160 Rezepte enthalten, von Aufläufen über Marmeladen, Breien, Gebackenem und Trinkbarem. Wie ich finde, eine gelungene Mischung.

Auch die Geschichte der Nürnberger Zuckerbäckerzunft wird zum besten gegeben, das Buch enthält neben den Rezepten viele Fotos und ist gespickt mit Anekdoten voller Lokalkolorit. Ein liebevoll gemachtes Buch, das mir erst beim neuerlichen Lesen so richtig ans Herz gewachsen ist.

Ich musste dann auch gleich mal ein Rezept ausprobieren, was mit Gelleroum – die habe ich derzeit im Überfluss zur Verfügung. Bei diesem mysteriösen Zeug handelt es sich um Möhren – Gelbe Rüben, die mit Nüssen und Ei zu einem wunderbar flaumigen, saftigen Kuchen vermählt werden. Der ist bei mir allerdings sehr stark in der Mitte eingesunken.

Tat dem Geschmack aber keinen Abbruch, sah nur doof aus. Beim nächsten Mal werde ich den Kuchenteig zu einer Kuppel formen und hoffen, dass er nicht so absinkt. Kann auch daran liegen, dass ich sieben statt fünf Eiweiß verwendet habe. Bei sieben Eiern erschien mir das irgendwie vernünftig.

Das Schlimmste, ja, die reinste Tortur, ist… Man muss den Kuchen zwei bis drei Tage undekoriert durchziehen lassen. Das ist toll, wenn man wenig Zeit hat und ein Fest ansteht. Mittwochs backen, samstags essen. Spitze!

Und blöd, wenn man Lust auf Kuchen hat, die Eigelbe schon in der Rührschüssel tanzen und man dann das Rezept bis zum Ende liest. Ok, wir waren mutig und haben den Kuchen einfach schon mal angeschnitten, überlebten diesen Frevel und fanden das Gebäck gut.

Eben, nach zwei Tagen, habe ich neuerlich ein wönzigös Stückchen probiert und ich sage euch – kein Vergleich. Der Koung hat wirklich durch das Ruhen sehr gewonnen, das sollte man also unbedingt einkalkulieren beim Planen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gelleroumkoung (Gelberübenkuchen)
Kategorien: Möhren, Kuchen, Backen, Nüsse
Menge: 1 Springform mit 26cm Durchmesser


Zutaten

200 Gramm Möhren
7 Eier
200 Gramm Zucker
1 Prise Salz
1/2 Teel. Zimt
1 Messersp. Nelken, gemahlen
2 Essl. Kirschwasser
100 Gramm Walnüsse (Mandeln waren aus)
200 Gramm Haselnüsse
50 Gramm Semmelbrösel
50 Gramm Mehl
5 Gramm Backpulver
100 Gramm Zucker
H DEKO
200 Gramm Puderzucker
4 Essl. Zitronensaft

Quelle

Rezept modifiziert. Original:
„Sadd & Dsufriedn – Das Neue Nürnberger Backbuch“ von M.
Allmächd & A. Brenzlich 🙂
Erfasst *RK* 18.09.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

ACHTUNG! Kuchen muss 2-3 Tage durchziehen!

Nüsse in der Jupiter-Küchenmaschine „mahlen“, feine Trommelreibe. Möhren putzen und ebenfalls mit der feinen Trommelreibe zerkleinern.

Manzfred auf 170° C vorheizen. Backform fetten. Eier trennen.

Eigelb mit 200 g Zucker, Salz, Gewürzen und Kirschwasser ordentlich in der Küchenmaschine aufschlagen.

Möhren mit Semmelbröseln, den geriebenen Nüssen, Mehl und Backpulver mischen und unter die Eigelbmasse ziehen.

Eiweiß mit dem restlichen Zucker steif schlagen, vorsichtig unter den Teig heben.

In die Springform füllen, in der Mitte eine Kuppel formen und 50 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen.

Kuchen abkühlen lassen, aus der Form nehmen und gut verpackt 2-3 Tage ruhen lassen (das ist der schwerste Teil der Übung!). Mit Glasur überziehen und dann einen herrlich saftigen Kuchen genießen.

Anmerkungen, Jutta: sehr gut! Kuchen ist stark in der Mitte eingesunken, deshalb habe ich im Rezept vorgeschlagen, eine Kuppel zu bilden. Vielleicht wird es dann nicht so schlimm. Kann auch daran liegen, dass ich das komplette Eiweiß zu Schnee geschlagen habe. Im Rezept werden nur 5 Eiweiß verwendet. Mache ich aber weiterhin so, das nicht optimale Aussehen des Kuchens tut dem Geschmack keinen Abbruch. Wunderbar saftig.

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Mein lieber Mann hat mir übrigens auch das Kochbuch gekauft. Werde ich demnächst mal aus der Versenkung holen und vielleicht sogar etwas daraus zubereiten. Das lasse ich euch dann wissen.

Vielleicht weiß ich bis dahin auch, wie man „Moongdredzerler“ ausspricht. Was ein „Magentratzerl“ ist, weiß ich ja 😉

 

 

Schokoladen-Walnuss-Tarte (M)

Auch ich will nix haben,ich kann nix gebrauchen und Bärchenförmchen sollen ruhig weiter an der Waterkant bleiben. Aber was dem armen Martin Schönleben und seinem talentierten Sohn widerfuhr, dass schrie geradezu nach einem Blogevent der Extraklasse und Sabine von Hamburg kocht! hatte die wunderbare Idee, Schokoladenrezepte zu ordern. Aber sowas von gerne doch!

Walnuss-Tarte en detail
Beim Foodbloggertreffen in Würzburg bekamen wir, neben anderen Spezereien von lieben Menschen, ein Säckchen mit Walnüssen verehrt, die Nathalies Baum hinter dem Haus hervor gebracht hatte.

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Daheim warteten sie auf ihren Auftritt, denn so einfach mal abends knacken und gedankenlos verputzen wollte ich sie nicht; dafür waren sie mir zu wertvoll.

Beim Stöbern in der virtuellen Rezeptverwaltung fiel mir eine Backanleitung nebst Empfehlung auf: Schokolade – Walnüsse – Tarte – mag ich!

Mittlerweile entwickele ich mich, bestimmt infiziert von Micha, die die köstlichsten Quiches und Tartes zubereitet, zu einer großen Anhängerin dieser süßen Torten und ihrer herzhaften Verwandten. Auch diesmal wurden wir nicht enttäuscht, die Tarte schmeckte hervorragend und wurde von Tag zu Tag harmonischer. Wir haben beinahe eine Woche (es gab auch noch Plätzchen und Lebkuchen und, und, und…) daran gegessen – einen Qualitätsverlust konnten wir nicht feststellen. Eher das Gegenteil war der Fall.

Walnuss-Tarte en detail

Was mir nicht so richtig klar ist, ist die Vorgehensweise beim Eischnee-Topping. Weiß jemand, wie die Konsistenz des Belags am Ende sein soll? Und wird der Puderzucker tatsächlich mitgebacken? Ich fand es komisch, besonders nachdem ich die Landlust-Zeitschrift hervor geholt hatte und das, was dort als Kuchen präsentiert wurde, so gar keine Ähnlichkeit hatte mit dem Exemplar, das ich fabriziert hatte.

Da der Eischnee noch so weich war, habe ich die Torte kurz unter den Grill gestellt. Im Original ist die Auflage schneeweiß.

Walnuss-Tarte en detail

Aber getreu dem Motto: "Egal wie du aussiehst, ich ess' dich trotzdem!" haben wir die Tarte verzehrt und der Geschmack war wirklich wunderbar.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schoko-Walnuss-Tarte (M)
Kategorien: Backen, Kuchen, Tarte
Menge: 1 Tarteform (26 cm)

Zutaten

H FÜLLUNG
100 Gramm   Zartbitterschokolade
100 Gramm   Butter
2     Eier
100 Gramm   Zucker
50 Gramm   Walnüsse
15 Gramm   Mehl
1 Prise   Salz
H TEIG
200 Gramm   Mehl
100 Gramm   Butter
60 Gramm   Zucker
1     Eigelb
20 Gramm   Mascarpone (Original: Crème fraîche)
1 Prise   Salz
H NUSS-BAISER
1     Eiweiß
50 Gramm   Puderzucker
50 Gramm   Walnüsse
1 Prise   Salz
H AUSSERDEM
  Etwas   Mehl zum Ausrollen
  Etwas   Puderzucker zum Bestreuen

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Landlust Heft 11/12 2010
  Erfasst *RK* 09.11.2010 von
  J. K.

Zubereitung

Christa Gombel backt für Landlust eine schokoladige Walnuss-Tarte, die sich prima verschicken lässt.

Die Schokolade zusammen mit der Butter auf dem Wärmefeld des Ceranfeldes langsam im Wasserbad schmelzen. Die Eier trennen.

Walnüsse in einer trockenen Pfanne rösten. 50 Gramm im Thermomix 10 Sekunden, Stufe 6 zerkleinern. Umfüllen. Die restlichen Walnüsse nicht zu grob und nicht zu fein hacken und beiseite stellen.

Manzfred auf 190° C vorheizen.

Für den Teig alle Zutaten in den Thermomix geben und 15 Sekunden / Stufe 5 verarbeiten. Auf 30 cm Durchmesser ausrollen und in eine ungefettete Tarteform mit mobilem Boden geben, Rand gerade schneiden. Teigboden mehrfach einstechen und die Form in den Kühlschrank stellen. Wenn der Teig gut durchgekühlt ist (ca. 30 Minuten später), im Manzfred 7 Minuten blind backen. Kuchen aus dem Ofen nehmen.

In der Zwischenzeit für die Füllung das Eigelb mit dem Zucker aufschlagen und unter die Schokoladen- Butter-Masse geben. 50 g fein gemahlene Walnüsse und Mehl einstreuen. Die Eiweiße steif schlagen und unterheben. Auf dem Boden verteilen und glatt streichen. Kuchen etwa 20 Minuten weiterbacken, dann aus dem Backofen nehmen.

Für das Nuss-Baiser Eiweiß steif schlagen. Zucker einstreuen und die gehackten Walnüsse unterheben. Masse auf dem Kuchen verstreichen. Mit Puderzucker überstreuen und bei 120 Grad etwa 10 Minuten backen.

TIPP: Je trockener die selbst gesammelten Walnüsse sind, umso intensiver wird der Geschmack der Tarte.

Anmerkungen, Jutta:

Gebacken: 01.12.2011

Hat uns gut geschmeckt. Lässt sich lange aufbewahren und schmeckt auch noch eine Woche später prima.

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Belvedere-Schnitten (M)

Bitte sprechen Sie mir nach: "Belvedere!"

Hört sich das nicht herrlich exklusiv an? Und  sehen die Teile da in der Mitte nicht ebenso exklusiv aus? 

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Nicht? Och. Schmecken aber so. Exklusiv. Phantastisch. So, als würde man, mit Korsett und Krinoline bekleidet, im  "Belvedere"  sitzen (Mädchenversion!), Tee trinkend aus papierdünnem Porzellan, Schokoladen-Schnittchen essend, das Personal scheuchend. 

In der Realität und im Zuge der Überlegungen, was ich wohl zur Feier bei Arthurs Tochter mitnehme, spielten folgende Aspekte eine Rolle: 

– es soll Kuchen sein (kann ich am besten)

– es soll nicht nur eine Sorte sein (kann ich mich austoben)

– er soll von der Hand in den Mund zu essen sein (spart Geschirr)

– er soll leicht zu transportieren sein (Bahnfahrt)

– er muss Hitze vertragen können (Sommer)

– er muss eine Weile ungekühlt überleben (Sommer)

– keine Creme, keine Schokolade, kein Guss (Sommer)

 

So kam ich zu dem Schluss, neben einem Bulgursalat als herzhaftes Pendant, drei verschiedene, flache Rührkuchen anzufertigen, die besonders gut schmecken, wenn sie mindestens Zimmertemperatur haben, weil das ein oder andere Gramm Butter resp. Fett darin enthalten ist. Zwei der Kandidaten hatte ich bereits gebacken; Toblerone Whities und Aprikosen-Butter-Streusel sollten uns auf jeden Fall auf der Reise begleiten. Beide kann man gut aufbewahren, beide schmecken am Backtag lange nicht so fein wie ein oder zwei Tage später und Wärme macht ihnen nichts aus. Da Chef Hansen schon einen Zitronenkuchen beisteuerte (der extrem gut schmeckte), machte ich mich also mit dem Gedanken vertraut, fingerfoodartige Kleinteile zu produzieren, die man sich einfach so in den Mund stecken kann.

Was jedoch sollte ich als dritte Alternative anbieten? Auf eine andere Sorte Brownies hatte ich keine Lust, da gab es schon die Whities, die gepimpte Brownies sind. Was mit Obst wollte ich nicht, wegen der sommerlichen Temperaturen. Irgendwas mit dunkler Schokolade schwebte mir vor, aber nicht als Guss. Oder Plätzchen? Na ja, ich kam dann auf die Idee, einfach mal in meiner überschaubaren (hust..) Backbuchsammlung zu wühlen und prompt blieb ich beim Konditormeister Heinemann und seinen Gebäckträumen hängen. Kann es wirklich sein, dass ich aus diesem Buch noch nie etwas gebacken habe? Obwohl es doch schon so lange im Regal steht. Fast genau so lang, wie Heinz-Richard Heinemanns Schokoladenträume, aus dem ich erst einmal ein Muffinrezept gemopst hatte? Schicksal, nimm deinen Lauf! 

Ein Griff, ein Treffer, "Belvedere!". Wenn das kein Zeichen war! Die Einladung an sich war ja schon ein Traum und jetzt noch einer in Kuchenform … das musste es sein! Und dann auch noch dieser elegante Name: "Belvedere-Schnitten". Ich legte sofort los und in Windeseile standen die Schnittchen auf dem Tisch. Allen, die viel Zeit zum Backen haben, aber vor allem Denjenigen, die wenig Zeit zum Backen haben, lege ich dieses Rezept ans Herz. 

2011 07 07_Belvedere-Schnitten auf Blech
Die Belvedere-Schnitten sind flache Kuchenvierecke, im besten Fall Quadrate mit einer Kantenlänge von 4 x 4 cm. Der Guss besteht aus Rum und Puderzucker, unter dem sich eine recht dünne, biskuitartige Schoko-Nuss-Teigschicht befindet. Dieser Kuchen ist wie ein Hauch – so schick, so köstlich, so zart. Man bemerkt kaum, dass man etwas davon gegessen hat. Hierbei handelt es sich eine Feststellung, die meine Hüften gerade vehement bestreiten. 

Einen Tag vor Verzehr backen, ab in die Plastikdose und in den Kühlschrank, vor dem Verzehr Zimmertemperatur annehmen lassen, dann genießen. So einfach ist es, sich ganz exklusiv zu fühlen. Ich finde, die Schnittchen passten zum ganzen Abend, an dessen Ende keines mehr gesichtet wurde - exklusiv verdampft wahrscheinlich.

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Belvedere-Schnitten (M)
Kategorien: Blechkuchen, Nüsse, Schokolade, Heinemann
Menge: 35 Schnitten, Blech 30×33 cm

Zutaten

H FÜR DEN TEIG
      Butter und Mehl für das Blech
100 Gramm   Butter, weich
50 Gramm   Puderzucker
3     Eier
100 Gramm   Kuvertüre, dunkel
50 Gramm   Zucker
1 Essl.   Vanillezucker
1 Prise   Salz
80 Gramm   Mehl
70 Gramm   Walnüsse, fein gehackt
H FÜR DIE RUMGLASUR
150 Gramm   Puderzucker
50 ml   Rum

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Heinz-Richard Heinemann "Gebäckträume"
  ISBN 9783517085722
  Erfasst *RK* 26.06.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen. Kuvertüre im Miele bei 40° C temperieren. Ein kleines Backblech (Miele Dampfgarer-Blech, ca. 30×33 cm, verwendet) mit Butter ausfetten und mit Mehl bestäuben.

Für den Teig die Butter mit dem Puderzucker schaumig rühren. Die Eier trennen. Die Eigelb nach und nach unterrühren. Kuvertüre unter langsamem Rühren einfließen lassen.

Die Eiweiß mit Zucker, Vanillezucker und Salz zu steifem Schnee schlagen.

Das gesiebte Mehl mit den Nüssen mischen. Den Eischnee unter den Butterteig heben, dann das Nuss-Mehl-Gemisch vorsichtig unterheben. Die Masse gleichmäßig auf das Backblech streichen und 15 Minuten backen. Ofen ausschalten und das Blech noch 5 Minuten dort belassen. Keinesfalls zu lange im Ofen lassen, dann wird das Gebäck zu trocken.

Für die Glasur den Puderzucker mit dem Rum glatt verrühren. Die Glasur auf das noch heiße Gebäck pinseln. Wenn sich die Glasur zu trüben beginnt, die Masse mit einem scharfen Messer in 4×4 Zentimeter große Stücke schneiden.

Anmerkungen, Jutta:

Die Menge für den Guss erscheint sehr reichlich bemessen. Man kann ihn aber komplett verwenden.

Walnüsse können durch Mandeln ersetzt werden. Dann statt des Rums Amaretto verwenden.

 

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Sollen wir noch mal? Einmal noch? Na gut. "Belvedere!"

 

Apfeltarte mit Marzipan (M-TM)

Obwohl immer noch Weihnachtsplätzchen vorhanden sind (ich habe übrigens schon Blogeinträge für den kommenden Advent geschrieben, ist das ein Brüller?), hatten wir Lust auf was Anderes. Kuchen nicht wirklich, auch nichts, an dem wieder lange gegessen wird. Blätterteigtarte? Ok!

Apfeltarte mit Marzipan, komplett1

Das Rezept war in der RezKonv schnell gefunden, wie immer wurde es abgewandelt. Besonders wichtig war, eine kleinere Form als im Rezept angegeben zu verwenden, dafür aber die Füllung zu verdoppeln. Keine schlechte Entscheidung!

Beim Backen ging der Teigboden mit der Marzipan-Nuss-Masse zwar unheimlich auf, sackte aber wieder komplett in sich zusammen, als die Tarte aus dem Ofen genommen wurde. Das ergab eine interessante Blätterteig-Architektur, die man willentlich wohl so nicht hinbekommen hätte. 

Apfeltarte mit Marzipan, Detail
Uns hat die Tarte so gut geschmeckt, dass wir keinen Krümel übrig ließen und die Order erging, das Rezept öfter hervorzuholen. Wird gemacht!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: APFELTARTE MIT MARZIPAN (M/TM)
Kategorien: Kleingebäck, Dessert, Marzipan, Blätterteig
Menge: 4 Stücke, Form 34×10 cm

Zutaten

3 Scheiben   Blätterteig, tiefgekühlt (ca. 225 g)
30 Gramm   Pinienkerne
30 Gramm   Walnüsse
100 Gramm   Marzipanrohmasse
1 Prise   Salz
3 Essl.   Rum
20 Gramm   Puderzucker
3     Äpfel, klein
  Etwas   Butter
1 Essl.   Johannisbeergelee

Quelle

  Rezept stark modifiziert.
  Original: Cornelia Poletto
  Für Sie 4/2008
  Erfasst *RK* 02.12.2008 von
  K.B.

Zubereitung

Manzfred auf 180° C vorheizen.

Blätterteigscheiben nach Packungsanweisung antauen lassen.

In der Zwischenzeit Pinien- und Walnusskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Im Thermomix kurz auf Stufe 6 zerkleinern, Marzipanrohmasse, Salz, Rum und 15 g Puderzucker zufügen. Auf Stufe 4 ca. 20 Sekunden zu einer glatten, geschmeidigen Masse verarbeiten.

Blätterteigplatten überlappend aufeinander legen und auf etwas größere Backformmaße auf einer Silikonmatte ausrollen. In die Form bugsieren. Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen. Füllung aufbringen und mit einem angefeuchteten Löffel oder Spatel gleichmäßig verteilen.

Äpfel schälen, entkernen, in dünne Spalten schneiden und auf dem Boden drapieren. Die über den Formrand hängenden Teigstreifen dekorativ anordnen.

Butter verflüssigen (einfach kurz in einem feuerfesten Gefäß in den Manzfred setzen) und die Tarte damit bepinseln. Mit restlichem Puderzucker bestäuben.

25 Minuten backen.

10 Minuten vor Ende der Backzeit das Johannisbeergelee in einer feuerfesten Form in den Ofen setzen und so erhitzen. Tarte nach dem Backen sofort mit dem flüssigen Gelee bestreichen und noch warm mit Schlagsahne servieren.

Anmerkungen, Jutta:

09.01.2011: schnell gemacht, schmeckt prima. Norbert war ganz begeistert. Unbedingt Sahne dazu servieren.

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Rote Bete Carpaccio mit gratiniertem Schafskäse und Friséesalat

Rote-Bete-Carpaccio1

In der RezKonv-Rezeptverwaltung stellte eine Teilnehmerin ein Carpaccio von Roter Bete vor, das ich umgehend nachmachen musste. Bis auf den Feldsalat waren alle Zutaten im Haus, also legte ich los. Das Ergebnis war eine köstliche Vorspeise, mit einem interessanten und knusprigen Topping von Schafskäse.

Rote-Bete-Carpaccio mit Schaftskäse und Nüssen

Das im Rezept verlangte Arganöl habe ich verwendet, aber beim nächsten Mal würde ich darauf verzichten. Man schmeckt das teure Öl aus der Fülle der Aromen nicht heraus, dann kann man es auch gleich durch Olivenöl ersetzen. Ansonsten wirklich empfehlenswert.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rote Bete-Carpaccio mit gratiniertem Schafskäse und Feldsalat
Kategorien: Vorspeise, Lüllau
Menge: 2 Personen

Zutaten

2     Rote Bete-Knollen, vorgekocht
150 Gramm   Feldsalat (Jutta: Frisée)
1 Essl.   Pinienkerne
1 Essl.   Walnüsse
1     Zitrone
150 Gramm   Schafskäse
1 Teel.   Honig
3 Essl.   Balsamicocreme
1 Essl.   Olivenöl
1 Essl.   Arganöl
      Pfeffer, aus der Mühle
      Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original:
  http://küchenschlacht.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,
  8132929,00.html
  Vorspeise von Max Ziegler für die Sendung vom 16.
  November 2010
  Erfasst *RK* 10.12.2010 von
  R.

Zubereitung

Den Backofen im Grillmodus auf 200°C vorheizen.

Die Rote Bete schälen und auf der Küchemaschine in 1,5 mm dicke Scheiben schneiden. Die Zitrone halbieren, auspressen und die Rote Bete mit dem Zitronensaft etwas marinieren.

Ein Blech mit Backpapier auslegen, den Schafskäse darauf bröseln, in den Ofen schieben und goldgelb angrillen lassen.

Eine Pfanne erhitzen und die Pinienkerne und die Walnüsse darin goldgelb rösten.

Den Salat waschen, trocken schleudern und in eine Schüssel geben. Eine Marinade aus dem Olivenöl, dem Arganöl, dem Honig, etwas Zitronensaft und Salz und Pfeffer herstellen.

Die Rote Bete etwas mit der Marinade beträufeln. Den Rest der Marinade und die Nüsse mit dem Feldsalat vermengen. Den Schafskäse aus dem Ofen nehmen.

Das Rote Bete-Carpaccio mit dem gratiniertem Schafskäse und dem Feldsalat auf Tellern anrichten und servieren.

Anmerkungen, Jutta:

28.12.2010: wirklich toll. Der Käse ist schön knusprig, interessant! Das Arganöl kann man getrost durch Olivenöl ersetzen. Bei dem kräftigen Dressing schmeckt man vom feinen Öl sowieso nichts.

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