Saisonende Hausgarten

Nach einer wunderbaren Wanderwoche auf Mallorca mit nicht minder wunderbaren Temperaturen so um die 23° C, kann ich mich noch nicht so richtig mit Angaben anfreunden wie „7.00 Uhr / 4° C“. Brrr, ist das kalt!

Heute war es also wirklich an der Zeit, die letzten empfindlichen Gewächse ins Haus zu holen, auf der Wasserkuppe hat es gestern schon geschneit. Was für eine Vorstellung!

Zum größten Teil sind die letzten Tomaten noch grün,  ich hoffe, dass diese Fuhre genau so schön nachreift, wie die aus dem Karton vor ein paar Wochen. Da hatte ich Tipps von Gartenfreunden bekommen, die absolut hingehauen haben.

Manche Tomaten, vor allem die namens „Oma Antonia“ rasteten total aus und gaben alles

Im tegut-Saisongarten ist noch ein wenig Zeit, die letzte Ernte einzufahren. Dort ist noch Wurzelgemüse in der Erde, es gibt noch einige Karotten, jede Menge Pastinaken und viel rote Bete, die entweder gleich gegessen, in Sand in Kisten gelagert oder eingekocht werden. Mal sehen, was demnächst ansteht. Ich freue mich jetzt schon auf die neue Saison.

 

Schöne Rhön: Extratour „Der Hilderser“

In der Vorderrhön beheimatet, nutze ich die Möglichkeiten, die sich hier in nächster Nähe bieten, viel zu selten. So habe ich mich also aufgemacht, das kolossal herrliche Herbstwetter endlich einmal ausgiebig für eine Wanderung zu nutzen.

Bevor der Schnee kommt.

Morgens kurz nach 8 ging es mit dem Bus bis Hilders, einer beschaulichen Gemeinde im Naturpark Hessische Rhön, ungefähr 30 km von Fulda entfernt.

Hier startet ein narrensicher beschilderter Rundwanderweg,

was mich aber nicht davon abhielt, mich trotzdem kurz zu verfransen. War aber egal, ich hatte mein GPS-Gerät dabei.

Der Weg heißt „Der Hilderser“, ist 11,3 km lang und gehört zu den Extratouren, die in der Rhön an ausgesuchten Stellen zu finden sind. Es handelt sich um besonders schöne Premiumwanderwege, die bislang noch nie enttäuscht haben.

Gegen 9.00 Uhr war ich vor Ort, allein, denn Norbert muss die Brötchen verdienen, während die Frau wandern geht und eben solche unterwegs verzehrt . Also, auf ging es zu einem Spaziergang mit nur einer etwas anstrengenderen Passage.

Im mittleren Ulstertal gelegen, verbindet die sehr abwechslungsreiche Tour den Battenstein mit Kreuzweg und Kapelle

 

 

 

 

 

 

 

mit dem  unbewaldeten Gipfel des Buchschirmberges, wo ein sehr schöner Rast- und Aussichtspunkt zum Verweilen einlud 

und ein ordentlicher Wind wehte. Hey, das ist meine Jacke!!!!

Hier wurde Rast gemacht und die Einsamkeit genossen.

Die nächste Pause war in der Ruine Auersburg fällig,

wo man nicht nur nett gegrüßt wird,

sondern auch von einem Aussichtsturm die herrliche Umgebung genießen kann.

Ich kann gar nicht beschreiben, wie bereichernd diese Stunden waren. Die Sonne schien, naturbelassene Pfade wurden erobert

der Himmel war blau, das Laub zum Teil schon gefärbt und es wehte auch hier ein Wind, der nicht nur als laues Lüftchen durchging.

Ab und an kamen mir mal Wanderer entgegen, aber wenn es hoch kommt, habe ich 10 Menschen gesehen. Die Ziegen und Kühe waren definitiv in der Überzahl.

Mit zwei Pausen, 108 geknipsten Fotos, einem Schwatz mit Wandersleuten, einem gefundenen Geocache sowie der Bearbeitung eines Multis habe ich vier Stunden benötigt, also auch vom Zeitbedarf her handelt es sich um eine Tour, die von vorne bis hinten geschmeidig in die Vorstellung von Ausflügen passt, die mir behagt.

Um 13.30 Uhr war ich schon wieder am Bus und konnte beseelt nach Hause fahren. Die Tour ist mir gar nicht schwer gefallen, ganz im Gegenteil, ich hätte auch noch ein paar Kilometer dranhängen können. Mit Fußweg von daheim zum Busbahnhof und zurück, etwas Sightseeing im Dorf und der Verlauferei waren es am Ende um die 18 km, die ich absolviert habe, das war absolut in Ordnung.

Soll ich euch mal was sagen? Ich könnte schon wieder losdüsen. Aber dann bitte ohne Zecke. Mistviecher.

Ich habe fertig! 5 Monate, 10 Kilo und WW-Wowowowowowowowwwwwwwwwww!!!!!

Ja hallo zusammen!

Mein Name ist Jutta, ich bin 58 Jahre alt und nicht mehr übergewichtig.

Wie es dazu kam – also zum Übergewicht und zum Verlust desselben, könnt ihr hier lesen. Es wird unfassbar grauenhafte Fotos geben, zerrüttende Bekenntnisse und ich warne ausdrücklich vor Nervenkrisen und Abscheu. Wem Abnehmvereine wie Weight Watchers oder Gequatsche über Diäten auf den Geist gehen, der klappe jetzt bitte den Laptop zu. Oder gehe backen. Oder shoppen. Die anderen kochen bitte Kaffee/Tee, lehnen sich bequem zurück und ergeben sich dem Elend meines Lebens.

Vorhang auf!

Wonneproppen.

Es geht die Kunde, dass Wonneproppen bereits mit drei Monaten Frikadellen aß. Jetzt mal ehrlich, Leute, was sollte aus mir schon werden?

Eine Feier in unserer Familie – Codename „Familie Fress“ – ist keine Feier, wenn sich die Tische nicht unter der Last des Essens biegen. War datt Essen nix, war datt Fest nix. Oder der Urlaub. Oder die Einladung. Bevor erörtert wird, wer eingeladen wird, wird erst mal besprochen, was gekocht wird. So simmer nun mal.

Als ich endlich laufen konnte,  war ich immer bestrebt, das Haus der Eltern und meiner drei nervigen Schwestern (die heute die allerbesten sind!!!) zu verlassen, um bei Oma zu wohnen. Die war fußläufig 10 Minuten entfernt und dort hatte ich das Paradies auf Erden. Ich war allein (Oma und Opa hatten im Erdgeschoss ein Bekleidungsgeschäft, in dem sie von morgens bis abends arbeiteten). Ich musste mich nicht bewegen und konnte lesen, lesen, lesen. Ich hatte einen Schrank voller Knabberzeug in Reichweite und am Sonntag wurden Ausflüge gemacht.

Freitags begann ich schon, mich auf das Wochenende vorzubereiten: Weißbrot (= süßer Stuten) bei Bäcker Helpenstein kaufen. Oma vorheulen, dass ich samstags Daktari gucken will und Opa deshalb nicht die Sportschau gucken darf. Oma vorheulen, dass mir von Bockwurst schlecht wird, wenn es Sonntag zum Ausflug mit „Einkehren“ geht. Vom Weißbrot eine dicke Scheibe abschneiden und fett mit Butter und Marmelade bestreichen. Und noch eine. Huch, das halbe Brot ist ja schon weg. Das war ich nicht. Das war Opa.

Das Wochenende: neues Weißbrot kaufen, reicht nicht mehr bis Sonntag. Daktari gucken. Sonntag eine Runde um den Weiher von Schloss Rheydt drehen. Ab zum Hardter Wald, ins HQ, in die „Oase“, einkehren. Oma isst Bockwurst, ich esse Zigeunerschnitzel. Opa ist sauer. Verstehe ich nicht.

Bei Onki und Kiki trinke ich Underberg aus den kleinen roten Deckelchen. Samstags frühstücken wir dort Brötchen mit Butter und gekochtem Schinken, von meiner Schwester Ina eingekauft. Kiki backt „Pottweck“, Stuten aus dem Topf und mit Butter bestrichen, die schmilzt, weil der Weck noch warm ist. Das sind Feiertage, wenn Kiki Pottweck kredenzt. Heute muss ich sagen, dass er eigentlich total misslungen war, ganz großporig und viel zu wenig aufgegangen. Aber damals… Himmel!!!

Bei Oma klaue ich Sherry oder Eierlikör aus der Schrankbar.

Das dicke Kind hat in der Grundschule eine einzige Freundin, Karin, die Metzgerstochter. Wir kaufen von unserem Taschengeld eine Tüte mit 10 Teilchen bei Bäcker Hering, das Stück für 60 Pfennige und essen alle auf. Das machen wir oft. Mittags gibt es dort schon mal „Filetköpfe“ – so was hat die Welt noch nicht gesehen, das schmeckt! Ich bin gerne bei Karin, obwohl sie immer ein wenig nach Geräuchertem riecht. Manchmal darf ich die Därme für die Bratwürste auf die Fülltülle ziehen, das macht Spaß.

Das fette Kind kommt in die Realschule und wird gehänselt. Bei C&A kauft die Mutter Kleidung in „extraweit“. Es kann nicht schnell laufen und springen, die Sportstunden sind eine Tortur. Kasten und Bock – die Wörter des Grauens. Es hat nur Freunde, die auch gehänselt werden. Zum Beispiel Monika, des Schaustellers Töchterlein. Immerhin mit Softeiswagen. Sie bleibt nicht lange in der Schule und mit ihr entschwinden meine Räuber Hotzenplotz Bücher. Ich bin Stier, ich behalte so was.

Die Pausenbrote bestehen aus Oberländer Brot von Aldi und gekochter Mettwurst aus dem Glas. Die schmiere ich mir selber, also fingerdick drauf mit dem Belag. Mindestens. Nach der Schule setze ich mein Taschengeld in „Drei Berliner für eine Mark fuffzich“ oder „Die weiße Crunch“-Schokolade um. Luftschokolade finde ich auch super. Die Berliner esse ich gleich an der Bushaltestelle. Drei. Hintereinander. Danach gibt es Mittagessen.

Irgendwann fangen die „Diäten“ an. Ich will doch so gerne nicht mehr dick sein.

„10 Tage – 10 Pfund“, „Eierdiät“, „Ananasdiät“, „Mayodiät“, „Brigittediät“, „1000 Kalorien-Diät“, „800 Kalorien-Diät“, „Kohlsuppendiät“… es gibt keine Diät, die ich nicht ausprobiere. Ich nehme ab, ich nehme zu, ich nehme ab, ich nehme zu. Ich bin noch ein Kind. Eigentlich.

21. Februar 1976 – ich bin 15 Jahre alt  und werde von einem Auto angefahren. Ein älterer Herr dachte, ich wäre ein „Ast“. Ungefähr so weit fliege ich auch.  Ich sehe mich noch auf dem Weg, kurz vor der Ampel. Stiefel, graues Wollkleid ohne Ärmel, rotes Shirt mit langen Ärmeln. Sehr schick. Die Sachen hat Oma gekauft, durfte ich mir im Geschäft aussuchen. Im Krankenhaus schneiden sie mir die Klamotten vom Leib. Zu dem Zeitpunkt bin ich nicht übergewichtig, kann mich aber nicht erinnern, welche Diät dafür verantwortlich war. Nach sechs Wochen Krankenhaus werde ich gertenschlank entlassen, muss noch lange an Krücken gehen, mein Knie ist steif, irgendwann kann ich wieder laufen, werde noch mal operiert, ich bin dünn und ich bleibe es tatsächlich eine Weile. Vom Schmerzensgeld kaufe ich mir einen Plattenspieler.

Ich gehe aufs Gymnasium. Wilde Zeiten. Kein Abschluss.

Danach eine Weile Schottland.

Ich mache eine Ausbildung, werde Altenpflegerin. Oma bezahlt die Schulgebühren. 150 Mark im Monat.  Es ist anstrengend. Morgens und jedes zweite Wochenende in der Pflege arbeiten, nachmittags Schule. 15 Stunden aus dem Haus von montags bis freitags. Ich bin immer noch schlank.

Ich heirate.

1985 werde ich schwanger. Mein Gewicht im Mutterpass: 60,0 Kilo. Diese Zahl werde ich für die nächsten 33 Jahre nicht mehr auf der Waage sehen. Von nun an geht’s bergauf. Mit dem Gewicht.

Irgendwann geht meine Ehe den Bach runter, ich nehme wieder ab. Ich lerne Norbert kennen – bei uns geht die Liebe durch den Magen. Ich nehme zu. Ich höre auf zu rauchen. Ich bin so fett wie nie.

Ich sehe Fotos aus dem Urlaub

und Fotos von der Couch

und ich weiß, dass es so nicht weiter geht. Ich bin 1,60 m groß und ich wiege mehr als 80 Kilo. Meine Gelenke machen Probleme. Alles macht Probleme. Ich mache eine Umschulung zur Industriekauffrau. Und einen erfolglosen Abnehmkurs bei der AOK.

Ich gehe zu Weight Watchers und nehme 18 Kilo ab – mein Gott, bin ich glücklich. Ich fühle mich wie neu geboren und kann es nicht fassen, dass ich es geschafft habe, sogar Dauermitglied zu werden. 64 Kilo. Ein Traum!

2004 erfülle ich mir einen anderen großen Traum und lege meine Abiturprüfung ab. Mit knapp 44 Jahren, am Abendgymnasium in Bonn. Ach, was für ein erhebendes Gefühl!

So fett wie damals werde ich nie mehr, aber bis an die 75 Kilo werden es dann doch wieder und ich frage mich, warum??? Warum habe ich es wieder so weit kommen lassen? Es geht wieder los mit den Diäten. Mit intermittierendem Fasten nehme ich 2015 toll ab, aber an fünf Tagen in der Woche belohne ich mich für zwei Tage in der Woche, an denen ich „durchgehalten“ habe. Das kann es doch nicht sein.

Das Gewicht steigt wieder, das Rad dreht sich weiter. Ich melde mich wieder bei Weight Watchers an. Online. Ins Treffen gehe ich nicht, brauche ich nicht, kann ich allein. Nicht!

Ich schaffe es einfach nicht, dauerhaft auf ein Gewicht zu kommen, das mir gut tut. Meine Kniegelenke krachen, ich komme kaum die Treppen rauf und runter. Mein Blutdruck ist zu hoch. Mein Cholesterin im Blut ist viel zu hoch. Ich mag mich nicht im Spiegel anschauen. Ich will auch mal schöne Klamotten tragen, ohne den Bauch einzuziehen. Ich will wieder 60 Kilo wiegen. Wie damals, vor 33 Jahren.

Ich will mir ein Sommerkleidchen nähen und das Burda-Schnittmuster sagt: Größe 48. Ich will eine Schneiderpuppe kaufen und ich brauche eine in Größe M – die fängt bei 42 an. Wir buchen einen Urlaub. Wandern auf Mallorca mit einer Gruppe und Führer. Alpinschule Innsbruck. Mallorca. Ich. Mit meinen Knien.

Ich muss was tun und es macht

KLICK!!!

Mittwoch, 16.05.2018: Ich melde mich im Weight Watchers Treffen in Fulda an. Ich habe ein Ziel:

Bis zum Urlaub will ich auf der Weight Watchers Waage 60,0 Kilo wiegen. Und ich will eine Schneiderpuppe in Größe S. Die geht nur BIS 42. Basta!

Die wunderbare Fuldaer Gruppenleiterin Petra Baier motiviert mich von Woche zu Woche. Ich esse gesund, ich esse viel, ich esse abwechslungsreich und mit Genuss. Ich nehme ab. Trotz der Feierei zur Diamantenen Hochzeit meiner Eltern, diverser Einladungen und der ein oder anderen Kuchenschlacht verliere ich im Schnitt 500 Gramm an Gewicht pro Woche.

Am 8.8.2018, mit 64 Kilo, werde ich Goldmitglied, ohne Erhaltungsphase, weil ich schon Dauermitglied bin. Ich bin so überrascht und überwältigt in dem Moment, schöner als Weihnachten und Ostern zusammen ist das.

Damit habe ich nicht gerechnet, ich hatte keine Ahnung. Und ich muss nicht mehr bezahlen.

Heute, Mittwoch, 10.10.2018 habe ich mein persönliches Ziel erreicht, obwohl der Urlaub noch gar nicht ansteht. Ich habe 10,3 Kilo abgenommen, wiege 59,4 Kilo auf der Weight Watchers Waage, habe insgesamt 40 cm Umfang an diversen Stellen verloren, dafür ziemlich viele Falten bekommen und bin unfassbar glücklich. Wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann.

Glücklich nicht nur wegen all der Mörder-Klamotten, die ich jetzt tragen kann (s.u.),

sondern vor allem wegen des körperlichen Wohlbefindens, das sich einstellte. Ich bin sehr viel zu Fuß unterwegs und es ist halt ein riesiger Unterschied, ob man 60 oder 70 Kilo rumträgt. Die Knie spüre ich gar nicht mehr und ich muss mich manchmal kneifen, weil ich es nicht glauben kann.

Die Wanderung eben (jetzt ist schon Donnerstag) über 17 km in der Rhön hat jedenfalls hervorragend funktioniert.

Offenbar zeigt sich auch beim Abnehmen der rote Faden, der sich durch mein Leben zieht. Ohne Druck geht gar nix. Und brav sein will ich auch. Abliefern. Jeden Mittwoch auf der Waage. Als wäre ich acht Jahre alt und nicht 58.

Nun ja, hier jedenfalls war es nur zu meinem Besten. Und weil mein Coach Petra so total kompetent und nett und motivierend und mitreißend und verständnisvoll ist, wollte ich auch immer so ein bissi zurück geben. Um gleichzeitig wieder etwas für mich zu tun. Irgendwie gut, oder? WinWin!

Nun hoffe ich, dass ich am Ball bleibe, mich vernünftig ernähre, mir auch schon mal erlaube, über die Stränge zu schlagen, trotzdem aber wieder zurück zu rudern, wenn der Schweinehund die Macht übernehmen will. Und ich werde weiter in die Treffen gehen. Vielleicht nicht mehr jede Woche, aber regelmäßig.

Essen und Trinken sind meine Seelentröster und gleichzeitig mein größter Fluch. Nichts wandert unbeschwert in meinen Mund, alles wird gescannt, bewertet, eingeteilt. Gut, böse, fett, gesund, brauche ich, brauche ich nicht, esse ich trotzdem. Mir etwas „gönnen“ – das geht am besten mit Essen. Kuchen. Brot. Kohlenhydrate. Fett. Und Alkohol. Nicht viel, aber doch schon mal. Ein schöner Wein macht kurzfristig froh – bis das Hirn anfängt zu rattern. Ich kenne Menschen, die behaupten, nicht darüber nachzudenken, was sie sich in den Mund stopfen. Gibt es das?

Die Balance zu finden, ist schwer. Ich schaffe das oft nicht. Muss mich immer disziplinieren. Habe keine Lust dazu. Jetzt gibt es Alternativen. Die WW-Rezepte aus dem Internet sind meine Rettung. Norbert und ich probieren viel aus und sind immer wieder überrascht. Diese kleinen Twists, die das Tüpfelchen auf dem I sind, gefallen uns.

Viele Wege führen nach Rom, WW ist für mich die einzige Ernährungsumstellung, die bislang immer funktioniert hat. Solange ich die Treffen besuche. Es wird viele Menschen geben, die diese Form des leicht sektenhaften Gemeinschaftserlebnisses ablehnen. Das ist so ein bisschen wie Thermomix für Dicke. Entweder man schwört drauf oder man hasst es. Jeder muss seinen Weg selber finden, jeder setzt seine Messlatte der Zufriedenheit mit sich selbst anders. Ich bin im Moment euphorisch und hoffe, das noch eine Weile zu bleiben.

Mein Gott, gut,  dass ich keine anderen Probleme habe, was für ein Luxus. Ich bin aber trotzdem „over the moon“ und überglücklich, dass ich heute so wenig wiege wie irgendwann vor 1985. Hammer, oder? Her mit der Schokolade! Quiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeetsch!!!!

 

 

 

Aprikosen-Butterstreusel (M-TM)

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Endlich ist das Wetter wieder so gut, dass wir an den Wochenenden unserem Hobby frönen können. Geocaching ist angesagt, was viel mehr Spaß macht, wenn es nicht klirrend kalt ist, Glatteis herrscht oder man sich durch meterhohe Schneewehen wühlen muss.

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Nicht, dass wir das gemacht hätten. Aber wenn wir unterwegs gewesen wären, ja dann…

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So blieben wir während des Dezembers fast ausschließlich im Häuschen, der Januar sah schon besser aus, den Februar konnte man beinahe mit "business as usual" bezeichnen.

Vor allem die letzten beiden Wochenenden haben uns nicht nur wunderbare Touren durch uns unbekannte Natur in nächster Nähe zum Wohnort beschert und uns bei der Bergung bestimmter "Behälter" zur Anwendung von Tricks und Finten gezwungen,

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nein, wir haben auch alles getan, damit wir während der Anstrengungen (vorgestern 8,5 km – eine Woche zuvor 19,3 km) nicht vom Fleisch fallen. Wobei ich erwähnen muss, dass die mickrigen 8,5 km nur deshalb zustande kamen, weil ich, am Zielort angekommen, feststellen durfte, dass ich das GPS-Gerät Daheim vergessen hatte. Ich Idiot! Also wieder zurück gefahren, das Gerät geholt, Zeit verloren, grrr!

Frisurtechnisch stand mir alles zu Berge, da musste Abhilfe geschaffen werden. Und Alle: "Du hast die Haare schön…"

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Fett! Kohlenhydrate! Eiweiß! Und zwar eine Menge davon, genau das hatten wir im Gepäck, als wir uns auf den Weg machten. Neben Kartoffelsalat und Frikadellchen (Vitamine! = Sprossen)

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auch einen knusprigen, wunderbaren Rührkuchen, der uns zu ungeahnten Höchstleistungen trieb. In einem Stück sind so viele Nährstoffe enthalten, dass nach Verzehr sogar Raver auf Ecstasy ihre Pillen in den Müll schmeissen könnten, ohne auch nur eine Sekunde zu schwächeln, während sie sich durch die Nacht zappeln.

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Wir jedenfalls wären vor gut einer Woche auch noch weiter gelaufen, wenn nicht die Nacht über uns hereingebrochen wäre. Das kann nur am Kuchen gelegen haben. Hier also das Rezept, diesen Energieschub will und kann ich euch nicht vorenthalten:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Aprikosen-Butterstreusel (M-TM)
Kategorien: Blechkuchen, Rührteig, Konfitüre, Streusel
Menge: 1 Fettpfanne (32×39 cm) / 24 Stücke

Zutaten

H FÜR DIE STREUSEL
350 Gramm   Butter
500 Gramm   Mehl
250 Gramm   Zucker
20 Gramm   Vanillezucker
1 Prise   Salz
H FÜR DEN TEIG
250 Gramm   Weiche Butter
200 Gramm   Zucker
10 Gramm   Vanillezucker
1 Prise   Salz
1     Bio-Zitrone, die abgeriebene Schale
4     Eier (Gr. M)
75 Gramm   Speisestärke
250 Gramm   Mehl
8 1/2 Gramm   Backpulver
H FÜR DIE FÜLLUNG UND DEKORATION
440 ml   Aprikosen-Amaretto-Konfitüre (eigene Herstellung)
      Puderzucker zum Bestäuben

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Zeitschrift "kochen & genießen"
  Ausgabe 3/2011
  Erfasst *RK* 18.02.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Die Fettpfanne fetten und mit Mehl bestäuben.

Für die Streusel die Butter bei schwacher Hitze schmelzen. Mehl, Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz mischen. Flüssige Butter zugießen, dabei mit den Knethaken des Handrührgerätes zu Streuseln verkneten. Kalt stellen.

Backofen vorheizen:

Manzfred: 180° C

E-Herd: 200°C / Umluft: 175°C / Gas: Stufe 3

Für den Teig Butter, Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und 1 Prise Salz in der Küchemaschine cremig rühren. Eier nacheinander im Wechsel mit der Stärke unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und sehr zügig unterrühren.

Rührteig auf die Fettpfanne streichen. Konfitüre glatt rühren und auf den Teig streichen. Streusel daraufstreuen. Sollte der weiche Streuselteig zu sehr aneinander kleben, mit den Fingern auseinander zupfen.

Backzeit, Manzfred: 40 Minuten

Backzeit, herkömmlicher Ofen: ca. 30 Minuten

Fertigen Kuchen gut auskühlen lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

ANMERKUNGEN, JUTTA:

Schmeckt sehr gut. Prima zum Mitnehmen geeignet.

Streusel im Thermomix hergestellt. Butter bei 37° C 10 Minuten geschmolzen, restliche Zutaten zugefügt und bei Sichtkontakt / Stufe 5 / zu Streuseln verarbeitet.

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Kleiner Tipp: Beim Verzehr Zuhause den kühlschrankkalten Kuchen kurz erwärmen. Die Buttermassen sind halt ziemlich hart, wenn der Kuchen aus der Kälte kommt. Nach dem Temperieren sind sie weicher und die Stückchen schmecken nochmal so gut.

PS: Und immer schön auf Muggel achten!

GC Berger-Bischofsheimer Hang_0020 - Schwarzspecht

Nix mit Crocky – Rheinsteig anstatt

Hier waren wir heute, deshalb blieb die Küche kalt:

P1180822

Morgen Montag heute jetzt gibt es den Bericht dazu. Auf Treasure Island, meinem Reise-Wander-Urlaubs-Caching-Blog (das ziemlich leer ist). 

Jetzt bin ich ein bissi müde, aber es war wunderbar. Diese Gegend, dieses Wetter, diese Burgen, diese Klamm…

Und hier der Weg zum Rheinsteig-Bericht! Viel Spaß.