Frohe Weihnachten mit weißem Weihnachtspunsch

Punsch! Da fällt mir sofort der Neujahrspunsch Alfred Tetzlaffs ein. 

Ab sofort aber auch Bushis weißer Punsch, von dem ich sogar weiß, wie er schmeckt, weil ich ihn intensiv getestet habe vor der Veröffentlichung an dieser Stelle. Köstlich!

Weitere Attribute: schnell gemacht, tolles Geschenk, kalt und warm trinkbar und man kann sogar eine Mehrwegmilchflasche mit dem Zeug so pimpen, dass sich Jeder nichts sehnlicher wünscht, als so eine Flasche besitzen zu dürfen.

Gucken dürft ihr auch mal

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Allen Lesern dieser Seite wünsche ich ein fröhliches, ein wunderbares und ein erholsames Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben. Danke für euren Besuch, ihr treuen Seelen.

Warum ist es am Rhein so schön?

Wenn ich privat zu einer Feier in eine Wohnstatt eingeladen bin,  kenne ich die Gastgeber persönlich.  Normalerweise, im echten Leben zumindest. Alles andere ist schon seltsam, oder? Bei Foodbloggern ist das irgendwie anders. So trug es sich also zu, dass mir eine Einladung von Arthurs Tochter zu einer Party ins Haus flatterte, die ich einerseits als absolut überraschend empfand, andererseits aber auch als aufregend-zwiespältig.

Arthurs Tochter schreibt facettenreich-spannende, emotionale Geschichten, kocht hochkarätige Gerichte und trinkt dazu Wein in einer Qualität, die mir weder geläufig ist, noch habe ich jemals, vermute ich zumindest, so ein Tröpfchen getrunken. Ich kann Kölsch von Altbier und Pils unterscheiden und ich bin in der Lage festzustellen, dass mir Weißbier nicht schmeckt. Der Riesling und seine Kumpanen sind trinkbare Alternativen zum Gerstensaft, meine Ahnung zu dem Thema bewegt sich aber gegen Null und wenn Wein, dann eher einen Roten – schließlich haben wir mal an der Ahr gelebt.

Und da sollte ich hin gehen? In diese exklusive Gesellschaft eintreten? Huch, mir wurde blümerant. Aber ich fühlte mich auch gebauchpinselt. Irgendwie elitär. Mulmigkeit stellte sich ein bei dem Gedanken, dass ich nur eine Person, nämlich die seute Deern aus Hamburch, persönlich kannte. Mit einem Teil der Eingeladenen war ich über Facebook verbandelt oder über das Foodblogging bekannt, andere Teilnehmer kannte ich überhaupt nicht. Alles vollkommen Fremde im Prinzip. Und gleich so viele, so 30 ungefähr.

 

Ich zimmerte mir ein Gerüst aus Entscheidungsargumenten PRO Küchenparty zurecht:

1. Ich bin neugierig.

2. Ich wurde schon zum zweiten Mal eingeladen. Bei ersten Mal habe ich abgesagt.

3. Ich würde Arthurs Tochter zu gerne mal live erleben. Wie mag die wohl so sein?

4. Kaoskoch / Hamburg kocht! kommt auch – die kenne ich.

5. Die Foodblogger würde ich auch zu gerne mal live erleben.

6. Utecht in echt, der Mann, der mir das Heimweh nach dem Niederrhein immer wieder auf die Backe schmiert, der Wörter wie "Muurejubbel" schreibt, der, dessen Beiträge ich manchmal meinem Mann vorlese und wir dann so gute Laune bekommen, den täte ich auch zu gerne mal in Wirklichkeit sehen. Die Texte sind so… hach!

7. Ich bin schon groß, na, sagen wir lieber, erwachsen. Wenn es mir bzw. uns (denn der liebe Norbert ging auch mit) nicht gefällt, dann gehen wir halt wieder.

8. Die Gegend ist auch schön.

9. So ein Wochenende außerhalb kann nicht schaden.

10. Nata will sich um das Geschenk kümmern.

11. Ich hab' auf einmal tierisch Bock auf die Party – geh'n wir einfach hin.

 

Wir gingen hin, Leute, es war eine Sause, ich bin immer noch hin und weg. Ich habe keine einzige Speise fotografiert. Wer Bilder vom Essen sehen möchte, wende sich bitte vertrauensvoll an Heike.Essen von Au – die Frau macht Fotos zum Niederknien. Na ja, wenn das Motiv stimmt. Wenn es nicht stimmt, dann verliert man auch schon mal die Besinnung…

Schnuppschnuess in Action von Heike von Au

Herzlichen Dank an Heike von Au für die Überlassung des Fotos

Und ich habe sogar ein Autogramm von ihr bekommen, sie war nämlich in der "Lust auf Genuss" mit einem Rezept vertreten – eine ganze Seite hat sie dort eingenommen, weil sie gemeinsam mit ihrer Freundin einen Kochwettbewerb gewonnen hat. Kracher, oder?

ALLE Menschen bei Astrid und ihrem Mann und der entzückenden Tochter waren so lieb, so herzlich, so interessiert, so genießerisch, dass es eine einzige Freude war, teilnehmen zu dürfen.

Manche Blogger hatte ich mir ge-nau so vorgestellt, andere ge-nau so nicht. Überraschung! Das für die Augen unsichtbare Wesentliche war aber bei allen ge-nau so, wie ich dachte. Super eben! Übrigens haben nette Blogger und Nicht-Blogger auch nette Partner. Gut, oder?

Das Essen war wunderbar – ich habe tatsächlich Tomaten verzehrt und das mit Lust und einem Eindruck, der so nachhaltig war, dass ich gleich der Nachbarin versprochen habe, diese Tomaten zu ihrem Geburtstag herzustellen. Schwedisches Möbelhaus, ich komme! Alle Speisen haben mir wunderbar geschmeckt, alles würde auch ich meinen Gästen vorsetzen, alles habe ich probiert.

Die Getränkeauswahl war faszinierend, der Zettel mit den Bestellungen liegt schon bereit, das Lenchen, präsentiert von Désirée Eser, der rührigen Winzerin und der Sekt vom Weingut Hemmes haben mir am besten gefallen.

 

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Aber ich habe auch alkoholfreies Bier zwischendurch getrunken und Niemand hat mich vom Balkon geschmissen.

Im Laufe des Abend wurden Urlaubspläne geschmiedet, ein Spätzle essender Krimi-Kommissar und dessen Schöpfer durchgehechelt, die Suche nach Schätzen diskutiert, Schnapsfläschchen als Präsente liebend gerne angenommen, überreicht von einer Missionarin des guten Geschmacks. Zudem wurde der Kaiserschmarren einstimmig als unabdingbare Zutat zur Sicherstellung glücklichen Daseins erkoren. Wie mir zu Ohren kam, rang  am folgenden Mittag im Hahnenhof in Mainz ein knuspriges Backhendl mit der Mehlspeise um die ungeteilte Vorherrschaft. Ich weiß nicht, wer gewonnen hat, ich weiß nur, dass Beide gemeinsam eine am Abend anwesende Nicht-Bloggerin erlegt haben.

Überall konnte man ein Pläuschchen halten, auf den Balkonen, auf der Couch, in der Küche. Wir haben gelacht, unglaublich viele liebe und interessante Menschen getroffen, die zum Teil lange Strecken zurück gelegt haben, um an diesem Ereignis teilnehmen zu können. Wir haben Lebensgeschichten und Lebensentwürfen gelauscht, Musik gehört, Leidenschaft, Herzlichkeit, Offenheit, Unverstelltheit und Gastfreundschaft erfahren.

Warum es am Rhein so schön ist? Darum:

    Astrid4

Astrid, ich danke dir und deiner Familie für die Stunden, die wir nicht ver-, sonder erleben durften. Es war wunder-, wunderschön!