Roggenmischbrot (M) nach ketex

Roggenmischbrot (ketex)

Leudde, isch happ nen Lauf. Im letzten Posting Paderborner, jetzt Roggenmisch und alles Brot von ketex. Der Mann ist ja sowas von berühmt, nicht nur wegen seines Erscheinens im Magazin für Brotkultur (und für Kultur hab ich immer was übrig), sondern auch wegen seiner berühmten Rezepte. Wir lieben sie. Dieses Brot ist mal wieder der Hit, wunderbar ist die Untertreibung des Jahres. 

Roggenmisch, Anschnitt

Wieder ist der Teig recht weich bei der Verarbeitung, wie schon beim Paderborner, aber auch diesmal ist das Ergebnis so, dass man eigentlich immer weichen Teig verarbeiten möchte. Neben der schönen Krume und der knusprigen Kruste hält das Brot auch noch lange frisch. Schlemmerherz, was willst du mehr? Das Rezept vielleicht? Na gut, hier: 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Roggenmischbrot (M) nach ketex
Kategorien: Sauerteig, Roggen, Brot
Menge: 1 Brot

Zutaten

H SAUERTEIG
205 Gramm   Roggenmehl, Type 1150
205 ml   Wasser
20 Gramm   Anstellgut
H VORTEIG
265 Gramm   Weizenmehl, Type 1050
250 ml   Wasser
1 Gramm   Trockenbackhefe (Original: 3 g Frischhefe)
H HAUPTTEIG
      Sauerteig
      Vorteig
200 Gramm   Roggenmehl, Type 1150
2,3 Gramm   Trockenbackhefe (Original: 7 g Frischhefe)
15 Gramm   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  Gerd Kellner aka ketex "Rustikale Brote aus deutschen
  Landen"
  ISBN 9783809428473
  Erfasst *RK* 09.11.2014 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Am Vortag Zutaten für den Sauerteig verrühren und bei Zimmertemperatur 16 Stunden reifen lassen. Die Zutaten für den Vorteig verrühren und zwei Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen. Dann für 14 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag den Hauptteig bereiten. Dafür alle Zutaten 7 Minuten in der Küchenmaschine kneten. Teig bei Zimmertemperatur 30 Minuten gehen lassen.

Den recht weichen Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche rund formen und in einen bemehlten Gärkorb legen (ich lege ein gut bemehltes Tuch in den Gärkorb, dessen Ecken beim Gehen auch den Teig abdecken). Ungefähr eine Stunden gehen lassen (im Original bei 30° -32° im Backofen mit eingeschalteter Lampe – hab ich nicht gemacht).

Manzfred rechtzeitig auf 270° C aufheizen.

Nach der Gehzeit Teigling auf Backfolie stürzen, einschneiden, Manzfred auf 180° C runterschalten und das Brot ungefähr 1 Stunde backen. Nach 15 Minuten die Tür öffnen, um Schwaden abzulassen. Danach immer mal wieder öffnen, da viel Dampf entsteht. Das Brot ist fertig gebacken, wenn es hohl klingt beim Klopfen auf die Unterseite oder wenn die Kerntemperatur mindestens 93 ° C beträgt.

Das fertige Brot auf einem Rost auskühlen lassen.

Backen im Haushaltsofen: Backofen auf 250° C vorheizen, 2. Schiene, 15 Minuten bei 250° C mit Schwaden, Tür kurz öffnen, dann bei 180° C weitere 40 Minuten.

Anmerkungen, Jutta: sehr gut!

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World Bread Day 2013 – Landbrot aus dem Topf

 

P1000613

Ich habe schon öfter über den Dutch Oven gelesen. Vor allem
in amerikanischen Rezepte kam er immer mal wieder vor. Hat mich aber nie
wirklich interessiert, ich habe ja den Manzfred und einen billigen gusseisernen
Topf habe ich auch (toom, 19,99 Euro oder so). Deshalb sachte sisch die sparsame Rheinländerin:

„Kenne mer
nit, bruche mer nit, fott domet.“ (Rheinisches Grundgesetz, Artikel 6)

Aber irgendwann wurde ich allmählich nervös. Sandra "From-Snuggs-Kitchen" postete
Fotos und Rezept eines gar köstlichen Landbrotes, dazu kamen Appetithäppchen auf facebook, eins netter anzusehen als das andere und
alle einem ominösen DOpf entsprungen, der sich als Dutch Oven entpuppte. Kenne
mer jetzt, bruche mer aber trotzdem nit, der Manzfred kann das doch genau so gut…. jajaja…

Aber die Brote sahen schon toll aus. So toll, wie ich sie
zuvor noch selten gesehen hatte. Und dann kam Manfred. Ohne Zett. Manfred Schelli
Schellin.
Der Mann hat 'nen Manz und machte den ultimativen Brottopftest
zwischen Manz und Pott
und was soll ich sagen? Der Topf gewann. Unglaublich, aber wahr. Oder vielleicht doch nicht? 

Leute, ich war neugierig. Und ich erinnerte mich nach einem
kräftigen Denkanstoß auch wieder an meinen orangefarbenen Gusseisentopf. Und
ich hatte alle Zutaten im Haus. Was soll ich sagen, ein paar Stunden nach dem
Lesen des Tests und nach der Vereinnahmung des Sandra-Landbrot-Rezeptes für meine
Aktion inclusive einiger Ummodelungen hatte ich das Ding auf dem Küchentisch stehen. Ei, was war isch uffgerescht! Und dann habe ich das Riesentrumm aus dem Topf befreit… ohne Worte. 

 

P1000613

Ich habe nur noch geschrien vor Glück und dabei stand gar kein Bote
vor der Tür. 

Das Schlimmste neben dem Warten auf das Ende der Backzeit und der Offenbarung des Geheimnisses, das der Pott in sich barg, das Allerallerschlimmste war, darauf zu warten, dass das Brot abkühlt. Nicht nur ich war nahe daran, ins Holz zu beissen.

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Eine Nacht
schlafen, Hölle, Hölle, Hölle. Aber gelohnt hat es sich. Und zwar sowas von.

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Hilfe, jetzt bin ich auch süchtig. Sandra und Manfred, war habt ihr
getan!!!???!!! 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Landbrot aus dem Topf
Kategorien: Roggen, Weizen, Sauerteig, Topf
Menge: 1 Brot, groß

Zutaten

1/2 Teel.   Zucker
21 Gramm   Hefe, frisch
750 Gramm   Weizenmehl, Typ 1050
200 Gramm   Roggenmehl, Typ 1150
530 ml   Wasser
75 Gramm   Sauerteig, flüssig
15 Gramm   Zuckerrübensirup
10 Gramm   Olivenöl
20 Gramm   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  Sandras Blog "From Snugg's Kitchen"
  http://www.from-snuggs-kitchen.com/2013/09/landbrot.html
  Erfasst *RK* 14.10.2013 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

In 30 ml lauwarmem Wasser den Zucker mit Hefe auflösen, abgedeckt stehen lassen. 375 g Weizenmehl und 100 g Roggenmehl mit 470 ml lauwarmem Wasser verrühren, 1 Std. abgedeckt ruhen lassen. Aus 40 g festem Anstellgut und 30 g Wasser einen flüssigen Sauerteig bereiten. Ebenfalls bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Nach einer Stunde restliches Mehl (375 g Weizenmehl und 100 g Roggenmehl) sowie alle anderen Zutaten zur Mehl-Wasser-Mischung geben. Den Teig nun 5 min. auf niedrigster Stufe, dann 10 min. auf der nächsten Stufe kneten, bis ein elastischer Teig entstanden ist, der sich vom Schüsselrand löst (J: Kenwood nehmen, KA ist zu klein für die Teigmenge).

Den Teig 45 min. gehen lassen, nach jeweils 15 Minuten insgesamt 2 x falten. Rund wirken, mit dem Schluss nach unten in ein Gärkörbchen legen und für 1 Std. bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat.

In der Zwischenzeit Manzfred auf 230° C vorheizen, Topf mit Deckel in den kalten Ofen stellen und ebenfalls aufheizen.

Wenn das Brot genug gegangen ist, den Deckel vom Topf nehmen, das Brot vorsichtig mit dem Schluss nach oben hinein geben. Mit dem Deckel verschliessen und 55 min. backen. Anschließend den Topf aus dem Ofen holen, das Brot herausnehmen und auf einen Rost geben, abkühlen lassen.

Anmerkungen, Jutta: sehr gut!

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Dies ist mein Beitrag zum World Bread Day 2013,  der auch in diesem Jahr von der unermüdlichen
zorra gehegt und gepflegt wird.

World Bread Day 2013 - 8th edition! Bake loaf of bread on October 16 and blog about it!

Danke schön, liebe zorra. 

 


 

 

Nachgemacht: Buttermilchkruste (M)

Ne alte Omma ist kein D-Zug und das zunehmende Alter äußert sich bei mir in einer mit dem Verfall einher gehenden, kontinuierlich abnehmenden Bloggeschwindigkeit. Aber nicht heute. Nicht bei diesem Brot:

Buttermilchkruste - komplett
Da musste ich doch glatt den Turbo reinknallen und 'ne doppelte Portion Voltax einpfeifen, um die Nation, ach, was sage ich, die Welt, an dieser Köstlichkeit teilhaben zu lassen.

Buttermilchkruste - komplett

Es waren einmal mehr Lutz und Petra, denen wir dieses Rezept und dessen Verbreitung zu verdanken haben. 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Buttermilchkruste (M-TM)
Kategorien: Brot, Vorteig, Dinkel, Weizen, Hefe
Menge: 1 Brot

Zutaten

H QUELLSTÜCK
50 Gramm   Weizen
50 Gramm   Haferflocken
150 Gramm   Buttermilch
H AUTOLYSETEIG
      Quellstück
250 Gramm   Weizenmehl 1050
250 Gramm   Dinkelmehl 630
350 Gramm   Buttermilch
H HAUPTTEIG
      Autolyseteig
4 Gramm   Frischhefe
12 Gramm   Salz
10 Gramm   Zucker
5 Gramm   Butter

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Originalrezept: Plötzblog
  http://www.ploetzblog.de/2013/04/10/aus-alt-mach-neu-
  buttermilchkruste/
  Nachgebacken und aufgeschrieben: Chili und Ciabatta
  http://peho.typepad.com/chili_und_ciabatta/2013/05/
  nachgebacken-buttermilchkruste-reloadet.html
  Erfasst *RK* 07.05.2013 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

TAG 1: abends Weizen im Thermomix 10 Sek / Stufe 10 schreddern. Die Quellstückzutaten verrühren und 8 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

TAG 2: am nächsten Morgen den Autolyseteig mit der Küchenmaschine auf Stufe 1 kurz vermengen und 20 Minuten abgedeckt stehen lassen.

Die übrigen Zutaten zugeben und 5 Minuten auf niedrigster Stufe sowie 1 Minute auf zweiter Stufe zu einem festen Teig verarbeiten.

2 Stunden Gare bei Raumtemperatur, dabei nach 30 und 60 Minuten den Teig mit der Teigkarte nach innen falten.

Einen länglichen Laib formen und mit Schluss nach oben in einen bemehlten Gärkorb setzen. Den Gärkorb in eine Plastiktüte stecken und für 20-24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

TAG 3: Manzfred auf 270° C vorheizen, Brot sofort aus dem Kühlschrank heraus einschießen. Temperatur sofort auf 190° C einstellen und 50 Minuten backen. Nach 30 und 40 Minuten die Ofentür kurz öffnen, um Schwaden abzulassen.

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 1 Stunde

Zubereitungszeit gesamt: ca. 36 Stunden

Anmerkung Petra: völlig unkompliziertes Brot. Sehr schöne Kruste, prima.

Anmerkungen, Jutta: wirklich ein tolles, knspriges, wohlschmeckendes Brot. Ich habe die Buttermilch eines Bechers komplett verwendet. Das Brot wurde so ein wenig großporiger als das Original. Toller Ofentrieb. Länglichen, orangefarbenen Plastikgärkorb verwendet.

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Und weil mich die Überwältigung ob des Ergebnisses schier und anhaltend erschöpfte, ist dieser Eintrag auch schon beendet. Tja, da guckste, gell?

Äh, soviel aber doch noch: es ist ein geniales Brot. Knusprig, knackig, wohlschmeckend, gereift irgendwie. Ein Brot für jeden Belag und ein Brot, das ich noch sehr oft backen werde. Auch wenn morgens mal Gäste anstehen oder ein Brunch, ist es DAS Brot. Raus aus dem Kühlschrank, rein in den Ofen, fertig. Genial! Sag ich doch.

 

 

Osthessische Kapriolen: Traumwetter von Geiersthaler Sonne überstrahlt

Endlich ist hier mal tolles Wetter. Sonne, Wärme, Licht, Vögelgezwitscher und was mache ich?

Ich backe Petras Geiersthaler Sonne und alles ist nur noch Schatten. Bis auf das Brot. Denn da geht einfach nix drüber, über diesen Stern aus dem Bayerischen Wald, dessen Strahlen uns heute beglücken. 

Geiersthaler Sonne-1

Wie immer habe ich beim Rezept Änderungen vorgenommen, ein bissi weniger Flüssigkeit verwendet, Trockenbackhefe statt der Frischhefe zugefügt und in Ermangelung des Roggenvollkornmehls die Weizenvollkornmehldosis erhöht. Es hat anscheinend nicht geschadet, denn schon im Ofen machte das Backwerk eine gute Figur. 

Nach dem Backen, als das Brot auf dem Rost auskühlte und die Kruste zu knistern anfing, gab es kein Halten mehr. Ich bin zum Metzger gelaufen, um einen würdigen Belag zu kaufen. Das Abendessen habe ich ausfallen lassen und mir lieber eine schöne Scheibe Lüdertaler Bauernschinken an Geiersthaler Sonne gegönnt. Köstlich! 

Geiersthaler Sonne-1

Knaller! 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Geiersthaler Sonne (M)
Kategorien: Brot, Sauerteig, Hefe, Weizen, Roggen
Menge: 1 Brot a 1 kg

Zutaten

H ROGGENSAUERTEIG
100 Gramm   Roggenmehl Type 1150
100 Gramm   Wasser
10 Gramm   Anstellgut (Roggensauerteig)
H HAUPTTEIG
      Sauerteig
100 Gramm   Weizenvollkornmehl
325 Gramm   Weizenmehl Type 550
100 Gramm   Roggenmehl Type 1150
450 Gramm   Buttermilch
4 Gramm   Trockenbackhefe
15 Gramm   Schweineschmalz
14 Gramm   Salz

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Petra Holzapfel
  http://peho.typepad.com/chili_und_ciabatta/2013/03/bbd-
  57-geiersthaler-sonne.html
  Erfasst *RK* 12.03.2013 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Am Vortag die Zutaten für den Sauerteig verrühren und 16-20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Für den Hauptteig alle Zutaten außer Salz und Schmalz 5 Minuten auf Stufe 1 (Kenwood) verkneten. Dann auf Stufe 2-3 schalten, das Schmalz in Flöckchen zugeben und das Salz einrieseln lassen. Weitere 10-12 Minuten kneten. Den weichen, leicht klebrigen Teig in eine leicht geölte Schüssel geben und 1 Stunde gehen lassen.

Einen ausreichend großen Gärkorb mit einem Tuch auslegen und gut mit Roggenmehl ausstreuen.

Den Teig auf eine mit Roggenmehl bestreute Arbeitsfläche geben und rund wirken. Den Teig mit der Naht nach unten in den Gärkorb legen, nochmal 45 Minuten gehen lassen.

Manzfred auf 240°C vorheizen.

Den Teigling auf einen mit Maisgrieß bestreuten Brotschieber stürzen und einschießen.

Temperatur auf 180° C reduzieren. Nach 30 Minuten Tür kurz öffnen, um Schwade abzulassen. Weitere 20 Minuten backen.

Anmerkung Petra: Schön aufgerissenes, eher flacheres Brot mit nicht zu dicker knuspriger Kruste und mittelporiger, saftiger Krume, leicht säuerlicher Geschmack. Prima!

Anmerkungen, Jutta: tolles Brot – schön knusprig.

50 g Roggenvollkornmehl waren nicht vorhanden, deshalb 100 g Weizenvollkornmehl verwendet. Buttermilchmenge um 50 g auf 450 g reduziert. Trockenbackhefe statt Frischhefe.

Gebacken: 16.04.2013

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Weizenmischbrot mit Dinkel und Roggenflocken (M)


Weizenmischbrot mit Dinkel und Roggenflocken, komplett
Petra buk ein Brot und die Einleitung ihres Blogeintrages vom letzten Freitag kann ich nur unterstreichen. Sie schrieb: "Dieses Brot sehen und nachbacken wollen war eines." Wobei ich nicht Lutzens Brot sah, sondern ihre modifizierte Version, das Weizenmischbrot mit Dinkel und Roggenmalzflocken.

Diese dunkle Kruste, diese schönen knusprigen Spitzen oberhalb des Einschnitts, ach, ich hätte zu gerne eine Scheibe von diesem köstlichen Laib geschnitten, um sie, nur mit Butter bestrichen, zu verspeisen.

Um in den Genuss zu kommen, blieb mir nur das Selberbacken, was nicht wirklich eine Strafe darstellte; sogar die im Plötzblog verwendeten Originalzutaten wie Roggenflocken und Dinkelmehl der Type 1050 waren vorhanden. Ein wenig schreckte mich die lange Gehzeit (mein Sauerteig war auch nicht gefüttert), vor allem, weil der Backtag schon etwas weiter fortgeschritten war und fünf Stunden Teigruhe das Einlegen einer Nachtschicht bedeutet hätte. Also hab ich mir gedacht, doch einfach ein wenig Hefe zuzufügen, schließlich ist ja Weizen und Dinkel im Teig enthalten. So richtig getraut habe ich mich nicht und deshalb nur drei Gramm Trockenbackhefe zum Teig gegeben. Ich glaube, das war nicht die schlechteste Entscheidung, denn das Brot ist einfach wunderbar gelungen.

Weizenmischbrot mit Dinkel und Roggenflocken, komplett

Die Gehzeit blieb unauffällig, der Teig, obwohl recht weich, war unproblematisch zu verarbeiten. Das Endergebnis sah vor dem Anschneiden schon prima aus, aber heute Morgen, beim Anschnitt und dem ersten Kosten hab ich mich gar nicht mehr eingekriegt vor Freude.

Weizenmischbrot mit Dinkel und Roggenflocken, komplett

Ein köstliches, knuspriges, wunderbares Brot ist entstanden, das ich am liebsten sofort nochmals backen würde.

Und dieses Krüstchen, nur mit Butter bestrichen… ihr solltet das unbedingt mal ausprobieren.

Weizenmischbrot mit Dinkel und Roggenflocken, komplett

Nachtrag: Nach mehrfachen, heroischen Selbstversuchen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass 18 g Salz, wie in den ursprünglichen Rezepten angegeben, ausreichend bemessen sind. Wenn man noch eine kräftige Auflage wie Käse oder Wurst zum Brot verzehrt, wird der Geschmack schon recht intensiv, wenn man, so wie ich, die Salzmenge erhöht.

 

Mein Rezept:

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Weizenmischbrot mit Dinkel und Roggenflocken (M)
Kategorien: Brot, Sauerteig
Menge: 2 Brote

Zutaten

H ROGGENSAUERTEIG
230 Gramm   Roggenmehl Type 1150
190 Gramm   Wasser
24 Gramm   Anstellgut
H BRÜHSTÜCK
130 Gramm   Roggenflocken
260 Gramm   Kochendes Wasser
H HAUPTTEIG
460 Gramm   Weizenmehl Type 1050
340 Gramm   Wasser
230 Gramm   Dinkelmehl Type 1050
      Sauerteig
      Brühstück
20 Gramm   Salz (18 g reichen)
3 Gramm   Trockenbackhefe

Quelle

  Modifikation des von Petra
  modifizierten Rezepts nach
  Plötzblog
  Erfasst *RK* 09.01.2013 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Sauerteigzutaten mischen und 18-20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Die Roggenflocken mit kochendem Wasser übergießen, verrühren, auskühlen lassen und über Nacht im Kühlschrank lagern.

Weizenmehl und Wasser in die Schüssel der Küchenmaschine geben, verrühren und 30 Minuten ruhen lassen (Autolyse). Dinkelmehl, Hefe Sauerteig und Brühstück zugeben und 5 Minuten auf Stufe 1 verkneten, dann das Salz einrieseln lassen und 3-4 Minuten auf Stufe 2-3 zu einem leicht klebrigen Teig verarbeiten, der sich am Ende des Knetens vom Schüsselrand löst.

Den Teig in eine Schüssel geben und abgedeckt 1 Stunden bei 24°C gehen lassen, dabei nach 30 Minuten falten.

Den Teig halbieren, jeweils zu einem Laib wirken. In Gärkörbchen geben (Jutta: ich hab ein Brot mit der Naht nach unten und eins mit der Naht nach oben ins Körbchen gelegt).

Manzfred auf 270°C vorheizen.

Die Teiglinge vorsichtig auf Backfolie stürzen und einschießen. Manzfred auf 220° C herunterschalten, 30 Minuten backen. Backofentür öffnen, um Dampf abzulassen. Dann noch 15-20 Minuten backen.

Original
:http://www.thefreshloaf.com/node/30494/rye-speltsourdoughrye-flakes

Anmerkung Petra: Kernige Brote mit dicker, ausgesprochen knuspriger Kruste und elastischer, grobporiger Krume. Leicht säuerlich, ausgezeichnetes Aroma, Favorit!

Im Plötzblog werden Dinkelmehl Type 1050 und Roggenflocken verwendet, beides hatte ich nicht vorrätig, deshalb die Abänderung.

*Keinen frisch gefütterten Sauerteig verwendet und den fertigen Teig bei Raumtemperatur gehen lassen (war knapp 20°C). Er ging ausgeprochen langsam, letztes Gehen deshalb 5(!) Stunden. Ich habe beide Brote hintereinander gebacken, im Ofen jeweils sehr gutes Aufgehen. Mit wirklich aktivem Sauerteig wiederholen.

Anmerkungen, Jutta:

Roggenflocken und Dinkelmehl Type 1050 waren vorhanden. Da ich das fünfstündige Gehen vermeiden wollte, habe ich dem Teig 3 g Trockenbackhefe zugefügt. Er ging prima auf, absolut unproblematische Herstellung. Der Teig war gut zu händeln, obwohl er recht weich war. Die Salzmenge habe ich um 2 Gramm erhöht. Das Backergebnis ist sehr gut, ein tolles Rezept. Nach dem Anschnitt offenbarte sich eine tolle Krume und ein köstlicher Geschmack. Knaller!

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Petras Rezept:

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Weizenmischbrot mit Dinkel und Roggenmalzflocken (O)
Kategorien: Brot, Sauerteig
Menge: 2 Brote

Zutaten

H ROGGENSAUERTEIG
230 Gramm   Roggenmehl Type 1150
190 Gramm   Wasser
24 Gramm   Anstellgut
H BRÜHSTÜCK
65 Gramm   Roggenmalzflocken
65 Gramm   Haferflocken
260 Gramm   Kochendes Wasser
H HAUPTTEIG
460 Gramm   Weizenmehl Type 1050
340 Gramm   Wasser
230 Gramm   Dinkelmehl Type 630
      Sauerteig
      Brühstück
18 Gramm   Salz

Quelle

  modifiziert nach
  Plötzblog
  Erfasst *RK* 09.01.2013 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Sauerteigzutaten mischen und 18-20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Die Roggenmalzflocken und Haferflocken mischen, mit kochendem Wasser übergießen, verrühren, auskühlen lassen und über Nacht im Kühlschrank lagern.

Weizenmehl und Wasser in die Schüssel der Küchenmaschine geben, verrühren und 30 Minuten ruhen lassen (Autolyse). Dinkelmehl, Sauerteig und Brühstück zugeben und 5 Minuten auf Stufe 1 verkneten, dann das Salz einrieseln lassen und 3-4 Minuten auf Stufe 2-3 zu einem leicht klebrigen Teig verarbeiten, der sich am Ende des Knetens vom Schüsselrand löst.

Den Teig in eine saubere Schüssel geben und abgedeckt 2 Stunden bei 24°C gehen lassen*, dabei nach 30, 60 und 90 Minuten falten.

Den Teig halbieren, jeweils zu einem länglichen Laib wirken und mit der Naht nach oben in einen Gärkorb geben.

Bei 24°C etwa 1 Stunde aufgehen lassen*.

Rechtzeitig den Backofen mit einem Backstein auf mittlerer Schiene auf 250°C vorheizen.

Die Teiglinge mit Schluss nach unten auf Backpapier oder einen Brotschieber stürzen, der Länge nach einschneiden.

Mit Dampf in den Backofen einschießen, dabei nach 5 Minuten die Temperatur auf 240°C reduzieren, 15 Minuten backen, auf 230°C reduzieren, weitere 15 Minuten backen, auf 220°C reduzieren und nochmals 15 Minuten backen, Gesamtbackzeit 50 Minuten.

Original
:http://www.thefreshloaf.com/node/30494/rye-speltsourdoughrye-flakes

Anmerkung Petra: Kernige Brote mit dicker, ausgesprochen knuspriger Kruste und elastischer, grobporiger Krume. Leicht säuerlich, ausgezeichnetes Aroma, Favorit!

Im Plötzblog werden Dinkelmehl Type 1050 und Roggenflocken verwendet, beides hatte ich nicht vorrätig, deshalb die Abänderung.

*Keinen frisch gefütterten Sauerteig verwendet und den fertigen Teig bei Raumtemperatur gehen lassen (war knapp 20°C). Er ging ausgeprochen langsam, letztes Gehen deshalb 5(!) Stunden. Ich habe beide Brote hintereinander gebacken, im Ofen jeweils sehr gutes Aufgehen. Mit wirklich aktivem Sauerteig wiederholen.

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Joghurt-Walnuss-Brot nach ketex

Zum Abschluss des Jahres 2012, das wenig Einträge im Blog aber viele Einträge ins Buch des Lebens vorzuweisen hat, gibt es ein wunderbares Rezept für ein kräftiges Brot. 

Joghurt-Walnuss-Brot (Anschnitt)
Gerd "ketex" Kellner veröffentlichte ein Brotbackbuch, das ich selbstverständlich kaufte, aber bisher noch nicht in Gebrauch hatte. Gestern durfte sich Norbert ein Rezept aus diesem Buch aussuchen. Er entschied sich für ein herzhaftes Joghurt-Walnuss-Brot, das dem Titel des Buches "Rustikale Brote aus deutschen Landen" alle Ehre macht. Noch keine drei Stunden ist es her, dass wir das Brot anschnitten und uns zurück halten mussten, es komplett zu verspeisen und schon schreibe ich einen Blogeintrag. Ihr könnt euch vorstellen, wie das Rezept hier eingeschlagen ist. 

Die Zubereitung war einfach, der Teig gut zu händeln, der Ofentrieb phantastisch, die Krume genau so feinporig, wie wir sie mögen 

Joghurt-Walnuss-Brot (Anschnitt)

und die Kruste dunkel, knusprig, aromatisch. Wun-der-bar!

Im Backbuch sind 50 g Walnüsse aufgeführt. Beim nächsten Mal würde ich die doppelte Menge verwenden, wie auch im Rezept auf Gerds Website angegeben. 

Unbedingte Nachbackempfehlung! 

Joghurt-Walnuss-Brot (Anschnitt)
Nachtrag 30.12.2012: Jetzt habe ich das Rezept in die RezKonv übertragen und stelle es euch zur Verfügung. Ich habe statt der Frischhefe Trockenbackhefe verwendet (ca. 1/3 der Angaben für Frischhefe) und das Salz beim Vorteig weg gelassen, weil die Angabe im Buch fehlte.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Joghurtbrot mit Walnüssen nach ketex
Kategorien: Mischbrot, Sauerteig, Nüsse, Knaller
Menge: 1 Brot

Zutaten

H SAUERTEIG
190 Gramm   Roggenmehl, Type 1150
150 Gramm   Wasser
19 Gramm   Roggenanstellgut
H VORTEIG
100 Gramm   Weizenmehl, Type 1050
100 Gramm   Wasser
1/2 Gramm   Trockenbackhefe
H HAUPTTEIG
      Sauerteig
      Vorteig
100 Gramm   Weizenmehl, Type 1050
280 Gramm   Roggenmehl, Type 1150
160 Gramm   Wasser
100 Gramm   Joghurt, 3,5% Fett
14 Gramm   Salz
3,3 Gramm   Trockenbackhefe
50 Gramm   Walnüsse (beim nächsten Mal 100 g nehmen)

Quelle

  Gerhard Kellner "Rustikale Brote aus deutschen Landen"
  ISBN 978-3-8094-2847-3
  Erfasst *RK* 30.12.2012 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Zutaten für den Sauerteig verrühren und abgedeckt 16 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Zutaten für den Vorteig verrühren, abgedeckt 2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann bis zur weitern Verarbeitung in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag alle Zutaten (ich habe die Walnüsse nicht gehackt) in die Küchenmaschine geben und 7 Minuten kneten. Teig abgedeckt 30 Minuten gehen lassen (Jutta: etwas mehr als eine Stunde).

Auf einer sehr gut bemehlten Arbeitsfläche den recht weichen Teig zu einer Kugel formen und mit dem Schluss nach unten in einen gut bemehlten Gärkorb legen. 1 Stunde abgedeckt gehen lassen, bis sich das Volumen etwas vergrößert hat.

30 Minuten vor Backbeginn Manzfred auf 250° C vorheizen. Wenn der Ofen heiß ist und das Brot genug aufgegangen, den Laib mit dem Schluss nach oben auf einen Schieber mit Backfolie stürzen und einschießen.

Nach 15 Minuten Backzeit die Temperatur auf 180° C absenken. Weitere 30 Minuten backen. Backofentür öffnen, um Schwaden abziehen zu lassen. Nochmals ca. 10 Minuten backen, bis das Brot bei der Klopfprobe deutlich hohl klingt.

Anmerkungen, Jutta: schmeckt hervorragend.

Gebacken: 29.12.2012 Gebloggt: 29.12.2012

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Pass auf! Spitz!

Ketex hat ihn vorgestellt. Ich weiß aber nicht, ob er tierlieb ist. Backen kann er, das ist Fakt. Spitz mag er auch. Er kann ihn sogar selbst herstellen. 

Ich habe den Spitz bei Micha in Gigors kennen und lieben gelernt. Da war auch ein Hund dabei. Der hieß aber Jockel und war kein Spitz, sondern ein Dackel. 

Irgendwann wollte ich auch einen Spitz. Aber woher nehmen und nicht stehlen? Im Tierheim war nichts zu holen, also habe ich ihn halt selber gemacht.

Wie ketex und Micha und Petra und noch viele, viele andere Liebhaber des Spitz. Lest einfach bei ketex die Kommentare, dann wisst ihr Bescheid. 

Was soll ich sagen, wenn man dann mal so im Element ist, dann bleibt es nicht bei einem Spitz. Dann müssen es schon zwei, drei oder vier Spitzer sein – oder wie auch immer der Plural von Spitz heißen mag.

Hier sind se also, die spitzen Spitzer, schon mehrfach gebacken und jetzt endlich auch im Blog:

Spitz_bearbeitet-1

Rezept für den Manzfred gibt es auch noch: 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Spitz (M)
Kategorien: Brot, Partybrot, Hefe, Sauerteig, Weizen
Menge: 4 Brote

Zutaten

H POOLISH
150 Gramm   Weizenmehl 550
150 Gramm   Dinkelmehl 630
30 Gramm   Roggenmehl 1150
330 Gramm   Wasser
1,1 Gramm   Trockenbackhefe
H HAUPTTEIG
      Poolish
300 Gramm   Weizenmehl 550
300 Gramm   Dinkelmehl 630
70 Gramm   Roggenmehl 1150
270 Gramm   Wasser
20 Gramm   Salz
1 Essl.   Gerstenmalz, flüssig
2,2 Gramm   Trockenbackhefe
50 Gramm   Weizen-ASG

Quelle

  Modifizierung des von Petra modifizierten Original-
  Rezeptes von ketex
  Erfasst *RK* 28.03.2010 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Poolish:

Alles gut verrühren und 2 Stunden bei Raumtemperatur anspringen lassen, danach für mindestens 10 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Hauptteig:

Alle Zutaten mindestens 15 Minuten kneten und anschließend in eine große Schüssel für mindestens 12 Std. in den Kühlschrank geben.

Am Backtag den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 1 Std. akklimatisieren lassen. 4 Teile à ca. 430 g abwiegen und rund wirken. Nach einer kurzen Teigruhe den Teig ähnlich wie Baguette formen, die Enden spitz formen und 90 Minuten in Leinentücher zur Gare stellen. Einmal der Länge nach einschneiden.

Abbacken bei 230° in 25 Minuten. Dampf nach 15 Minuten wieder ablassen.

Anmerkung Petra: ausgezeichnetes Rezept! Dünne knusprige Kruste, weiche, mittelporige Krume.

Anmerkungen, Jutta: schließe mich Petra an.

 

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Schon wieder gemopst: Weizen-Dinkel-Sterne (M)

 

2011 08 04_Weizen-Dinkel-Sterne_0019

 

Als ich die Sterne bei Lutz im Plötzblog sah, habe ich mich gleich in sie verliebt. Zum Glück hat er auch ein Video gedreht, das zeigt, wie einfach die Herstellung ist. Solche Rezepte liebe ich. Kleiner Aufwand, große Wirkung und Jeder fragt sich: "Mit welcher Form hat sie die bloß ausgestochen?"

 

2011 08 04_Weizen-Dinkel-Sterne_0019

 

Petra fand sie auch toll und hat sie ebenfalls schon mehrfach gebacken. Verständlicherweise, denn die Weizen-Dinkel-Sterne sind wirklich köstlich-knusprig und werden auch hier bestimmt noch öfter zubereitet.

Sehr schön ist auch, dass so ein Stern in den Toaster passt und aufgebacken wunderbar schmeckt – wie frisch aus dem Backofen gezogen.

Laut Rezept sollen die geformten Sterne 90 Minuten lang gehen. Das war bei den zur Zeit herrschenden Temperaturen zu lang – ein Ofentrieb fand kaum noch statt. Da würde ich demnächst nur noch 60 Minuten ansetzen, um den Sternen im Backofen noch die Gelegenheit zu geben, an Volumen zuzulegen. Möglicherweise ist dann aber das Aufbacken im Toaster passé.

Lutz und Petra haben sechsstrahlige Sterne hergestellt, aber da ich keine Lust hatte, mir eine Schablone zu basteln, bin ich auf die Idee verfallen, meinen kreuzförmigen Brötchendrücker zu verwenden. Das hatte zur Folge, dass meine Sterne acht Ärmchen bekamen; auch nett. Meine Exemplare sind nicht ganz so ordentlich wie die Vorbilder. Aber trotzdem nett. Wir haben sie zum Fressen gern.

 

2011 08 04_Weizen-Dinkel-Sterne_0015

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Weizen-Dinkel-Sterne (M)
Kategorien: Brot, Brötchen
Menge: 12 Stück

Zutaten

H VORTEIG (POOLISH)
150 Gramm   Dinkelmehl Type 1050
150 Gramm   Wasser
1 1/2 Gramm   Frischhefe
H HAUPTTEIG
      Vorteig
315 Gramm   Weizenmehl 1050
75 Gramm   Haferflocken
165 Gramm   Wasser
9 Gramm   Frischhefe
10 Gramm   Salz
10 Gramm   Gerstenmalz, flüssig
H MISCHUNG ZUM WÄLZEN
3-4 Essl.   Leinsamen
3-4 Essl.   Sesam, hell, ungeschält

Quelle

  Modifizierung des von Petra modifizierten Rezeptes von
  Lutz
  http://www.ploetzblog.de/2011/07/06/dinkelsterne/
  Erfasst *RK* 06.07.2011 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Vorteigzutaten mischen und abgedeckt 8-12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Die Haferflocken in einer trockenen Pfanne rösten bis sie duften, dann abkühlen lassen.

Alle Zutaten außer dem Salz 5 Minuten auf Stufe 1 (Kenwood) kneten, dann das Salz einrieseln lassen und weitere 10 Minuten auf Stufe 2 (Kenwood) verkneten. Der Teig ist relativ fest und löst sich gut von der Schüssel.

Den Teig in eine leicht geölte Schüssel geben und abgedeckt etwa 30 Minuten ruhen lassen. Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und 12 Teile à etwa 70 g abstechen. Diese rund wirken und abgedeckt nochmal 30 Minuten ruhen lassen.

Die Teiglinge leicht bemehlen und mit einem Brötchendrücker zweimal über Kreuz bis zum Boden einstechen; es entstehen 8 Spitzen, die zur Teiglingsmitte zeigen (Lutz und Petra machen hier sechs Spitzen). Diese Spitzen nach unten unter dem Teiglingsrand durchdrücken, sodass ein Stern entsteht. Die Sterne in Wasser tauchen, in der Saatenmischung wälzen und auf zwei mit Backfolie belegte Bleche legen, mit Backfolie abdecken.

Nach 30 Minuten beide Etagen des Manzfreds auf 240° C vorheizen (beim nächsten Mal auf 230° C vorheizen – bei 240° C sind die Sterne schon nach 15 Minuten recht dunkel).

Nach weiteren 30 Minuten (bei 90 Minuten Gehzeit kaum noch Ofentrieb) die Bleche in den Ofen schieben und ungefähr 20 Minuten backen.

Anmerkung Petra: ausgesprochen hübsche und sehr leckere Brötchen, völlig problemlos herzustellen. Die Sterne eignen sich prima für Buffets oder zum Grillen, da man gut kleine knusprige Stückchen davon abbrechen kann.

*Ich habe mir eine Teigkarte auf eine Breite von 5,5 cm zurecht geschnitten.

Video unter http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v= wQDgRZXXKEM

Anmerkungen, Jutta:

04.08.2011: Tatsächlich völlig unkompliziert herzustellen und sehr köstlich.

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Dinkel-Einkorn-Saatenbrot (M)

2007 war ich bei Manz zum Sauerteig-Seminar mit dem unvergleichlichen Herrn Kirmeier. Damals habe ich Daheim Sauerteig auf Vorrat hergestellt und eingefroren. Nun wurde beim Aufräumen der Tiefkühltruhe der Vorrat begutachtet – ist ja erst drei Jahre her – und neugierig getestet, ob die Reserve noch ihren Dienst tut. Unglaublich, aber sie ist noch fleißig:
 
Vollkorn-Dinkel-Einkorn-Saatenbrot, ungebacken
Dreimal vor der Verwendung gefüttert, konnte ich aus dem Anstellgut tatsächlich ein Brot backen, das durch die Verwendung von Einkorn, einem Urweizen, nussig-deftig schmeckt. Allerdings wird dem Teig auch Hefe zugegeben und nur wenig Roggenmehl verwendet, ein Wunder war das Gelingen der Aktion also nicht. Trotzdem war ich erstaunt, wie brav das Anstellgut nach ein paar Tagen guter Pflege blubberte und wie schön und schmackhaft die Brote wurden.

Vollkorn-Dinkel-Einkorn-Saaten-Brot, Detail

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Dinkel-Einkorn-Saatenbrot (M)
Kategorien: Sauerteig, Vollkorn, Saaten, Brot, Roggen
Menge: 3 Brote für 20 cm Formen

Zutaten

H VORTEIG
200 ml   Wasser
1 Pack.   Trockenbackhefe
200 Gramm   Weizenmehl, Type 550
H HAUPTTEIG
300 Gramm   Einkorn-Vollkornmehl
300 Gramm   Dinkelvollkornmehl
120 Gramm   Saatenmischung
300 Gramm   Roggensauerteig
100 Gramm   Roggenmehl, Type 1150
360 ml   Wasser
20 Gramm   Salz

Quelle

  Rezept sehr stark modifiziert.
  Original: Dan Lepard & Richard Whittington
  "exceptional breads" – English granary and sunflower
  bread
  Erfasst *RK* 14.01.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Sauerteig rechtzeitig herstellen.

Am Backtag die Zutaten des Vorteigs miteinander verrühren und 2 Stunden stehen lassen.

Vorteig mit den restlichen Zutaten in der Kenwood 10 Minuten, Stufe 2 kneten. Abdecken und 60 Minuten gehen lassen.

Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten, nochmals 60 Minuten gehen lassen.

Manzfred auf 230° C vorheizen.

Den Brotteig dritteln, zu länglichen Laiben formen, in die gefetteten und bemehlten Backformen setzen und nochmals gut aufgehen lassen.

Teigoberfläche nach Belieben einschneiden, Formen in den Ofen setzen. Sofort die Temperatur auf 180° C reduzieren und 45 Minuten backen. Brote aus den Formen nehmen, Ofen ausschalten und weitere 10 Minuten backen. Auf einem Gitter komplett auskühlen lassen.

Anmerkungen, Jutta:

Sauerteig ist Kirmeiers ST von 2007. War eingefroren und wurde über ein paar Tage Anzucht wieder zum Leben erweckt. Sakra!

Brot schmeckt nussig-rustikal Prima!

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Man kann sie übrigens auch als runden Laib mit vorherigem Aufenthalt im Gärkörbchen backen – das war der erste Versuch, der mir ein wenig zu flach ausgefallen war. Deshalb habe ich beim zweiten Mal die Formen verwendet.

Emmer-Vollkorn-Saatenbrot (M), komplett

15ter mediterraner Kochevent – Israel: Challalallalah – ohohoh…..

 

Challah - Anschnitt_bearbeitet-1

Mit Schrecken musste ich am 1. Tag des laufenden Jahres feststellen, dass ich komplett vergessen hatte, eine Neujahrsbrezel zu backen. Shocking! Eine jahrtausendealte Tradition in unserer Familie wurde schmählich gebrochen, mea culpa – maxima, minnigens.

Um nicht noch mehr Unheil zu beschwören und um mich zumindest in Gefilden mit ebenfalls jahrtausendealter Tradition zu bewegen, habe ich mich dann entschlossen, endlich mal wieder an einem Event teilzunehmen. Wie gut, dass der rührige Tobias in Griechenland lebt, so war das mit den Jahrtausenden und der Tradition schon mal geklärt.

15ter mediterraner Kochevent - Israel - tobias kocht! - 10.12.2010-10.01.2011

Dass Israel zurzeit Thema mediterraner Kochköstlichkeiten ist, kam ebenfalls sehr gelegen. Denn in Israel wird zum Schabbat traditionell (schon wieder!) süßer Hefezopf gegessen. Also fast eine Brezel. Zudem erinnert mich die Challah auch daran, dass mein Mann jeden Freitagabend auf WDR 5 "Gedanken zum Schabbat" anhört und immer ganz begeistert ist von den tollen Stimmen. Irgendwie heimelig.

Welch' erhebendes Gefühl machte sich breit, gleich zwei bis drei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können. Kürzlich war das schon mal irgendwo in einem Blog der Fall und da ich diese Vorgehensweise sehr schlau fand, hab ich sie mir nicht nur notiert, sondern auch "zeitnah" in die Tat umgesetzt. Ein Hoch auf diese wunderbare Idee!

Das Challah-Rezept fand ich bei Rose Levy Beranbaum. Ihre Bread Bible hat mir schon viele schöne Backergebnisse beschert und ihren Rezepten konnte ich immer vertrauen. Natürlich wollte ich eine Challah mit möglichst vielen Strängen flechten.

Challah - Anschnitt_bearbeitet-1

Bei der Suche nach Anleitungen im wäwäwä. habe ich Interessantes entdeckt:

  • Die Salzmenge im Teig ist erstaunlich hoch, ich habe in anderen Rezepten nachgeschaut, da war es ähnlich. Gefallen fand ich nicht daran, deshalb habe ich ein wenig reduziert und 2% der Mehlmenge an Salz verwendet. Allerdings war ich erstaunt, wie interessant und gut das fertige Brot schmeckt. Mit Konfitüre kann man es prima essen, aber auch mit Käse oder Aufschnitt. Das war wirklich eine Entdeckung für mich. 
  • Brote mit sechs Strängen zu einem Zopf zu formen ist eigentlich einfach. Trotzdem sieht mein Zopf überhaupt nicht ordentlich aus, am Erscheinungsbild muss ich noch feilen. Ich glaube, ich habe mich unterwegs beim Flechten doch verfranst. Mal sehen, wie sich ein neuerlicher Versuch gestaltet.

Challah - Anschnitt_bearbeitet-1

  • Die dollste Entdeckung: ich hatte schon mal einen Zopf aus sechs Strängen geflochten. Ach?!?  Aber keine Challah, ätschibätschi. (Notiz: Rezeptregister anlegen – wie geht das eigentlich?)

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Challah – Beranbaum (M)
Kategorien: Hefe, Zopf, 6 Stränge, Honig, International
Menge: 1 Großer Zopf

Zutaten

H SPONGE
142 Gramm   Weizenmehl, Type 550
3,2 Gramm   Trockenback-Hefe
156 Gramm   Wasser
40 Gramm   Honig
3     Eier, Größe M (150 g)
H TEIGZUTATEN, TROCKEN
662 Gramm   Weizenmehl, Type 550
4 Gramm   Trockenback-Hefe
16 Gramm   Salz
H TEIGZUTATEN, FEUCHT
2     Eier
72 Gramm   Maiskeimöl
120 Gramm   Honig
10 Gramm   Apfelessig
H EIWASCH
1     Ei
2 Essl.   Milch
1 Prise   Salz
1/2 Teel.   Zucker
H ZUM BESTREUEN
      Sesamsaat

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Rose Levy Beranbaum "The Bread Bible"
  Traditional Challah, S. 517
  Erfasst *RK* 05.01.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Die Zutaten für den Sponge in eine Schüssel geben und mit einer Gabel zu einem homogenen, recht flüssigen Teig verrühren. Mit einer Plastikhaube abdecken und bei Zimmertemperatur so lange stehen lassen, bis sich das Volumen vergrößert hat. Ich habe den Teig zunächst zwei Stunden in der recht kühlen Küche stehen lassen und dann 1 Stunde bei 30° C in den Backofen gestellt.

Die trockenen Teigzutaten mischen und in eine Rührschüssel geben. Die feuchten Zutaten und den Sponge ebenfalls in die Rührschüssel geben. In der KitchenAid 5 Minuten auf Stufe 3-4 kneten. Auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und so lange mit wenig Mehlzugabe kneten, bis ein nur noch leicht klebriger Teig entstanden ist. Den Teig zum Ball formen, in eine leicht geölte Schüssel geben, mit Plastikhaube abdecken und so lange gehen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat (1-2 Stunden).

Den Teig einmal vorsichtig auf der Arbeitsfläche entgasen und wie einen Geschäftsbrief falten, nochmals in der abgedeckten Schüssel bis zur Volumenverdopplung gehen lassen (ca. 1 Stunde).

Den Teig aus der Schüssel holen, etwas niederdrücken und in sechs Portionen teilen. Diese zu möglichst langen Strängen rollen. Danach zu einem Zopf flechten (s. Blogeintrag, 05.01.2011) und auf eine Backfolie plazieren.

Zutaten für das Eiwasch verkleppern und den Zopf damit bestreichen.

Manzfred auf 160° C vorheizen.

Den Zopf so lange aufgehen lassen, bis sich sein Volumen ungefähr verdoppelt hat. Nochmals mit Eiwasch bestreichen, mit Sesamsaat bestreuen. Mit der Backfolie in den Manzfred schieben.

45 Minuten backen, die letzten 10 Minuten mit Alufolie abdecken.

Anmerkungen, Jutta: prima!

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Lieber Tobias, vielen Dank für die Ausrichtung des Events und deine fleißige Umsetzung des schönen Event-Themas.