Geflügelhack mit Zucchini, Pilzen und Nudeln (WW)

Die heutige Geschichte ist schnell erzählt.

Ich habe geputzt wie blöde (letzte Woche hatten wir den Maler im Haus, der die Fenster gestrichen hat), ich habe aus nicht mehr wirklich eingefrorenen Kirschen Konfitüre gekocht (TK-Tür war offen),  ich habe mit meiner Mutter telefoniert (über eine Stunde), ich habe Möbel gerückt, ich habe gewaschen, gebügelt, zwei unfassbar große Spinnen erledigt und dann hatte ich keinen Bock mehr. Aber ich hatte Hunger und den herrlichen Möhren-Nuss-Kuchen von gestern (jaaaahahaaa, das Rezept kommt noch) wollte ich nicht essen.

Also schnell im Internet nach einem Rezept beim Abnehmclub gesucht, gefunden und recht kräftig modifiziert nachgemacht.

Das Kochen ging schnell, das nicht mehr wirklich gefrorene Hühnchen konnte weg,  ein paar Zucchini mussten auch wieder dran glauben und das Essen war prima. Aber die Nudelmenge habe ich nach oben angepasst, das war mir zu wenig.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Geflügelhack mit Zucchini, Pilzen und Nudeln
Kategorien: Geflügel, Gartengemüse, WW
Menge: 2 Portionen


Zutaten

80 Gramm Nudeln
1 Essl. Olivenöl
1 Zwiebel
280 Gramm Hähnchenbrust, gefroren oder Geflügelhackfleisch
1 Zucchino, grün, mittelgroß
1 Zucchino, gelb, mittelgroß
300 Gramm Champignons, frisch (oder eine kleine Dose)
2 Essl. Tomatenmark
Kräutersalz
Worcestersauce
Chiliflocken
6 Cashewkerne
4 Stiele Basilikum
Frischkäse mit Kräutern, fettreduziert

Quelle

Rezept modifiziert. Original:
WW-Online, „Hack-Zucchini-Pfanne mit Nudeln“
Erfasst *RK* 17.09.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Nudeln in Salzwasser garen.

Geflügel in gefrorenem Zustand würfeln und im Thermomix auf Stufe 10 zu Gehacktem verarbeiten.

Zucchini waschen, halbieren, das wattige Innenleben heraus kratzen und in feine Streifen schneiden. Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und in halbe Ringe schneiden. Cashewnüssen rösten und grob hacken. Basilikum waschen, Blättchen von den Stielen zupfen.

Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln darin langsam schmoren. Wenn sie leichte Bräune haben, Hackfleisch zufügen und ebenfalls anbraten. Mit Kräutersalz, Worcestersauce und Chiliflocken würzen. Tomatenmark zufügen und unter Rühren anschwitzen. Zucchini- und Champignonscheiben hinzugeben, mitbraten. Frischkäse unterrühren, eventuell etwas Nudelwasser zufügen, damit die Masse sämig wird.

Basilikum in Streifen schneiden und mit den Nudeln zur Hack-Gemüse- Masse geben. Nochmals abschmecken. Mit Cashewnüssen bestreut servieren.

Anmerkungen, Jutta: Schmeckte sehr gut!

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Quer durch den Garten

Neeneenee, nicht was ihr denkt, Eintopf gibt es nicht. Heute im Angebot: ein mediterranes Ofengemüse mit allem, was Haus- und Saisongarten zu bieten hatten.

Zucchini, Tomaten, Möhren, Zwiebeln, Kartoffeln, Chiliflocken, italienische Kräuter.

Dazu noch zwei gekaufte Paprikaschoten und ein Knoblauch-Gurken-Quark – ach, es hat so gut geschmeckt.

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mediterranes Ofengemüse
Kategorien: WW, Gartengemüse, Gemüseschwemme, Ofengericht
Menge: 1 Manzblech – 8 SPs komplett


Zutaten

H MARINADE
15 Gramm Olivenöl
Chiliflocken
1 Knoblauchzehe, gepresst
Kräutersalz, mediterran
Italienische Kräuter
4 Tropfen Worcestersauce
H GEMÜSE
Gemüse aus dem Garten nach Geschmack
= Zucchini (grün und gelb), Karotten, Zwiebeln,
Tomaten, Paprika
Kartoffeln, gekocht (war ein Rest)

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 12.08.2018 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Zutaten für die Marinade verrühren. Hohes Manzblech mit einer Backfolie bestücken. Tomaten häuten und in Scheiben auf dem Blech auslegen. Gemüse und Kartoffeln in mundgerechte Stücke schneiden und mit der Marinade vermengen. Auf den Tomaten verteilen, eine zweite Backfolie auflegen und in den Manzfred schieben.

Ofen auf 180° C einstellen und so lange backen, bis die Temperatur erreicht ist. Dann das Gemüse wenden, ohne Backfolie weiter backen, bis eine schöne Farbe erreicht und fast die gesamte Flüssigkeit verdampft ist.

Mit Zaziki servieren.

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Zucchinischwemmeabwehrrezept: Kratzete und Zucchinisalat

 

Kratzete?

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Das ist so ähnlich wie damals, als ich mit Oma und Opa in Köln im Brauhaus war. Mein Opa hat mich mit Vorliebe veräppelt. Vermutlich, weil ich samstags immer Daktari im TV anschauen wollte, er aber die Sportschau. Und da ich Omas Liebling war, habe ich immer gewonnen. Deshalb machte es ihm eine diebische Freude, mich ins Bockshorn zu jagen. Einmal hat er mit erzählt, dass am Marienplatz ein Mann steht, der so viele Nasen hat, wie das Jahr Tage. Leider habe ich nicht bedacht, dass wir den 31.12. hatten und ich Depp lief zum Marienplatz.

Dann, und das war sehr gemein, hat er mir mal erzählt, dass ich bei einer Verlosung der NLK (für die ich tatsächlich ein Los hatte), ein Pony gewonnen hätte. Ich zur NLK (einem Stromversorger) gelaufen, um mir mein Pony abzuholen. Ich glaube, das habe ich ihm 50 Jahre später noch nicht verziehen. Mein schönes Pony!!!! :-( 

Ach so, das Brauhaus. Da meinte mein Opa, ich dürfte mir das halbe Hähnchen ruhig bestellen. Also bestellte ich mir ne halve Hahn. Und bekam ein Käsebrötchen. 

Wenn ich jetzt im Lokal "Kratzete" bestellt hätte, dann hätte ich mit einem Geflügelgericht gerechnet. Dass es unordentliche Pfannkuchen sind, hätte ich nicht vermutet.

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Aber zum Glück habe ich das ja Zuhause zubereitet und beim Lesen des Rezepts fiel sogar mir auf, dass Hähnchen nicht zur Debatte stand. Dann eben Pfannkuchen. Mögen wir, geht schnell und der Salat ist gut gegen Zucchinischwemme. Also frisch ans Werk und erst mal den Salat gemacht.

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Den kann man ruhig schon Stunden vorher zubereiten oder am Tag zuvor, dann ist er schön durchgezogen und schmeckt sehr fein. 

Die zerrupften Pfannkuchen zum Salat sind köstlich. Und Opa hat nix abbekommen. Ätsch! 

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kratzete mit Zucchinisalat
Kategorien: Saisongarten, Eier, Paprika, Salat, Pfanne
Menge: 2 Personen

Zutaten

H FÜR DEN ZUCCHINISALAT
2 klein.   Zucchini (J: 1 mittelgroße)
1 Zweig   Zitronenmelisse
1/2 Bund   Schnittlauch
1 Zweig   Rosmarin
1     Paprikaschote, rot
1 Essl.   Zitronensaft
1 Teel.   Senf, scharf (J: mittelscharf)
      Salz, Pfeffer
1 Prise   Zucker (J: 2 TL)
3 Essl.   Olivenöl
H FÜR DIE KRATZETE
200 Gramm   Hinterschinken, gekocht
1 Essl.   Butter (plus etwas zum Ausbacken)
3     Eier
150 Gramm   Mehl
1/4 Ltr.   Milch
      Salz
2 Essl.   Kräuter, gehackt (z. B. Petersilie Schnittlauch,
      — Kerbel)

Quelle

  Rezept modifiziert. Original:
  ARD-Buffet, 11. August 2016, Vincent Klink
  Erfasst *RK* 14.08.2016 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Eine mittelgroße Zucchini der Länge nach halbieren, die wattige Mitte auskratzen und den Rest in dünne Scheibchen hobeln. Bei kleinen Zucchini erübrigt sich das Auskratzen. Zitronenmelisse und Schnittlauch fein schneiden.

Paprika in feine Würfel schneiden. Eine Pfanne erhitzen. Paprikawürfel und Rosmarin darin scharf anbraten. In eine Schüssel geben.

Aus Zitronensaft, Salz, Senf, Pfeffer und Zucker und Öl ein Dressing rühren. Zucchini-Paprika-Mischung damit marinieren. Das kann man schon mehrere Stunden vorher machen oder am Vortag.

Für die Kratzete Schinken in Würfel schneiden. 1 EL Butter erhitzen. Eier trennen. Eiweiß steif schlagen.

Mehl, Milch, Eigelbe, 1 Prise Salz und Kräuter mit dem Handmixer verquirlen. Dann die heiße Butter untermixen. Eischnee unterheben und die Schinkenwürfel unterziehen.

Eine Pfanne erhitzen. Etwas Butter darin erhitzen. Ca. 1 cm hoch Teig in die Pfanne geben. Wie einen Pfannkuchen (evtl. in den Ofen geben) zunächst zugedeckt bei schwacher Hitze backen, bis die Oberfläche gerade gestockt ist. Anschließend z. B. mit 2 Pfannenwendern in Stücke teilen. In der Pfanne bei stärkerer Hitze durchschwenken, bis alles knusprig gebräunt ist. Übrigen Teig ebenso backen.

Zucchinisalat nochmals abschmecken. Kratzete und Salat auf zwei Teller verteilen und servieren.

Anmerkungen, Jutta: Das Gedöns mit der heißen Butter und dem Eischnee habe ich mir gespart – hat trotzdem klasse geschmeckt.

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Zucchiniflan

Dieses Rezept ist mal wieder ein wunderschöner Beweis, dass man Köstliches mit ein paar Zutaten zaubern kann, die man sowieso im Haus hat.

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Und wenn dann noch die Zucchini kurz davor sind, die Weltherrschaft zu übernehmen, dann bitte, rettet den Globus und esst sie auf. Anders als im Original habe ich die geraspelten Zucchini mit Salz vermischt und sie Flüssigkeit ziehen lassen, die ich dann ausgedrückt habe. 

Das Rezept stammt von der tegut… Saisongartenseite auf Facebook, eben ausprobiert und mein lieber Mann und auch ich fanden, dass wir das morgen nochmals kochen müssen.  Müßig zu erwähnen, dass die Portion für Vier nur für Zwei reichte. Es war einfach zu gut.

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Zucchiniflan
Kategorien: Zucchini, Saisongarten, Eier, Tomaten, Käse
Menge: 4 Portionen (also eigentlich zwei)

Zutaten

500 Gramm   Zucchini
1 Teel.   Salz
1 Essl.   Olivenöl
25 Gramm   Getrocknete Tomaten
      Petersilie, Basilikum oder Schnittlauch nach
      — Geschmack
2     Knoblauchzehe
50 Gramm   Italienischen Hartkäse (z.B. Parmesan)
4     Eier
      Chili, Salz & Pfeffer
40 Gramm   Semmelbrösel (evtl. etwas mehr, falls die Masse
      — noch zu flüssig ist)

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Facebookseite "tegut…Saisongarten"
  Erfasst *RK* 19.07.2016 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Zucchini waschen, grob raspeln, in einer Schüssel mit einem Teelöffel Salz vermischen und ziehen lassen. Flache Auflaufform mit dem Olivenöl einstreichen. Tomaten kleinschneiden (eventuell mit kochendem Wasser übergießen und etwas ziehen lassen, dann auf einem Sieb abtropfen lassen), Kräuter hacken (ich hatte Basilikum und Petersilie), Knoblauch pressen, Käse fein reiben. Zucchini ausdrücken, mit verquirlten Eiern und allen anderen Zutaten vermischen. Mit Chili, Pfeffer und 1/2 TL Salz würzen.

Zucchinimasse in die Auflaufform geben, 25 Minuten im Dampfgarer, 200° C, 90 % Feuchte backen (in den kalten Ofen stellen). Konventionell 30-40 min. bei 200°C im Backofen backen.

Dazu passt ein leckerer Salat und Zaziki ist auch nicht zu verachten. In kleine Vierecke geschnitten auch prima auch als Fingerfood geeignet.

Anmerkungen, Jutta: super! Machen wir morgen gleich nochmal.

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 PS: Unbedingt Salat und Zaziki dazu essen. 

 

Nachtrag, 21.07.2016

Gestern haben wir den Flan kalt gegessen. Mit Salat und Zaziki.

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Bei der Zubereitung habe ich zunächst die getrockneten Tomaten gewürfelt und mit kochendem Wasser übergossen und später auf einem Sieb abtropfen lassen. 25 Minuten Backzeit im Miele DGC reichen. Habe das Rezept geändert. 

 

WW – Gemüselasagne mit Pinienkernen

Ach, was soll ich sagen? Es war mal wieder so gut!

Als Feindin roher Tomaten war das schon sehr spannend, Scheiben dieses Gewächses auf die schöne Lasagen zu legen, aber der Manzfred machte jedem Anflug von "schmeckt wie roh" den Garaus. 

WW-Gemüselasagne mit Pinienkernen

Beim Würzen war ich auch mutig, das Rezept sah nur Pfeffer und Salz vor. Aber nicht mit mir! Da musste schon ein wenig mehr Wupptich dran. Gute Entscheidung! 

WW-Gemüselasagne mit Pinienkernen

Pinienkerne nicht vergessen! Und wer am nächsten Tag noch zwei Portionen übrig haben möchte, sollte einen Salat oder eine Suppe dazu reichen. Wir haben nicht geschafft, nur die Hälfte zu essen. 

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gemüselasagne mit Pinienkernen (WW)
Kategorien: WW, Pasta, Tomaten, Käse, Köstlich
Menge: 4 Portionen / 8 PP pro Portion

Zutaten

2     Schalotte/n
2     Tomatenpaprika, eingelegt (Original: 1 Paprika,
      — rot)
2     Zucchini, bevorzugt gelb (J: grün)
2 Teel.   Olivenöl
200 Gramm   Erbsen, (TK)
1 Essl.   Italienische Kräuter
      Salz
      Pfeffer
      Knoblauch
      Pimentón de la Vera
      Paprika, Rosen-, scharf
2 Dosen   Tomaten, gehackt (Original: 800 g passiert)
9     Lasagneblätter
1     Fleischtomate
50 Gramm   Parmesan
2 Essl.   Pinienkerne

Quelle

  Rezept modifiziert. Original: WW-Website
  Erfasst *RK* 11.12.2014 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Parmesan im TM schreddern. Umfüllen. Zucchini im TM nicht zu fein schreddern. Umfüllen. Tomaten im TM schreddern.

Manzfred auf 180° C vorheizen. (Normaler Ofen: 180° C Heißluft, 2. Schiene)

Schalotten schälen. Paprika und Schalotten würfeln. Fleischtomate schälen oder häuten, in dünne Scheiben schneiden.

Öl in einer Pfanne erhitzen und Erbsen, Zucchini, Schalotten- und Paprikawürfel darin ca. 10 Minuten braten. Mit Tomatenpampe ablöschen und ca. 5 Minuten garen. Kräuter unterrühren und mit den Gewürzen kräftig abschmecken.

Ein Viertel der Gemüsemischung in eine Auflaufform (ca. 20 x 30 cm) geben und 3 Lasagneplatten darüber verteilen. Vorgang zweimal wiederholen und mit Gemüsemischung abschließen. Fleischtomate auf der Lasagne verteilen. Mit Parmesan bestreuen und ca. 25 Minuten backen. Pinienkerne fettfrei in einer Pfanne rösten, Lasagne damit bestreuen und servieren.

Anmerkungen, Jutta: zum Reinlegen. Beim nächsten Mal noch einen Salat dazu machen.

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Unternehmen Chefsache = Blogevent „Ran an den Speck“ = Geschmorter Schweinebauch nach Molly Stevens mit glasierten Zucchini und Salbeirisotto = DKduW = Do legst di nieder!

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Gott oh Gott oh Gott (ich höre meinen Mann im Hintergrund schon "Ja? Was möchtest du denn von mir?" rufen) – wo fange ich bloß an? In meiner Kindheit? Später? Noch später? Noch viel später? Isch weiß es nischt.

Ich fang mal von vorne an. Ganz vorne.

Als ich Kind war, hatte ich neben drei entzückenden jüngeren Schwestern (Claudi! Inchen!! Susi!!!) auch Eltern, die uns so gut es ging versorgten. Nicht immer wurden wir von einem Geldregen überschüttet, meine Mutter musste gut haushalten, um uns so über die Runden zu bringen, dass wir nicht das Gefühl hatten, allzu viel zu vermissen. Gegessen wurde täglich, immer mittags warm und abends Schnittchen und Tee, ab und an auch noch einmal mit warmen Beilagen wie Bratkartoffeln oder Reibekuchen, weil mein Vater das so mochte.

Günstige Fleischsorten wurden am Mittagstisch bevorzugt. Freitags gab es Fisch, samstags Eintopf, sonntags Braten. Am Montag wurden meist die Reste von Sonntag gefuttert, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag  kamen Frikadellen, Bratwurst, auch schon mal ein kleines Schnitzel auf den Tisch. In den meisten Fällen war Fleisch mit Gemüse und Kartoffeln auf dem Teller.

Ab und an wurde Wellfleisch serviert. Dabei handelt es sich um gekochten Schweinebauch, den meine Mutter bereits gegart beim Metzger kaufte. Das Stück Fleisch wurde in Scheiben geschnitten, wie ein Kotelette oder Schnitzel paniert, in Fett gebraten und dann zu Kartoffelpüree und Sauerkraut oder anderen deftigen Beilagen wie gestovtem Wirsing oder gestovte Schnibbelsbonne serviert.

Früher mochte ich das unheimlich gerne. Vor allem das Fett. Ich fand auch bei Eisbein das Fett immer am besten – dicht gefolgt von der knusprigen Haut. Egal wie schwabbelig es auch war, ich war im siebten Wammerl-Himmel, wenn es mal wieder den Schweinebauch gab.

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Irgendwann dämmerte mir, dass so ein "falsches Kotelette" nicht wirklich gesund sein kann und nachdem ich mir klar gemacht hatte, wie wenig so ein Stück Fett mit ein paar Fleischfasern dran zur gesunden Ernährung beiträgt, machte ich einen großen Bogen um diese Art der Beilage. Ich glaube, ich habe seit mindestens 30 Jahren keinen panierten oder wie auch immer gearteten Schweinebauch gegessen. Seit 20 Jahren auf jeden Fall nicht, so lange kenne ich nämlich meinen Mann.

Immer wenn Schweinebauch zum Thema eines Gespräches wurde, verzog er angewidert das Gesicht und obwohl er zu den stilleren Naturen gehört, musste ich mir das ein oder andere Argument gegen dieses Fettgeschwabbels anhören. Er hatte ja auch recht.Ungesundes Zeugs das. 

Blog-Event LXX - Ran an den Speck (Einsendeschluss 15. August 2011)

Bis neulich. Da kam der Chef ans Ruder. Chef Hansen ganz genau. Der erklärte sich bereit, bei zorra das monatliche Event zu "hosten", also zu initiieren, der machte also den Juli/August. Und was war das Thema? "Ran an den Speck!" Oh nee!

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Dilemma, ick hör dir trapsen. Einerseits fiel mir zu Speck nur "Datteln im Speckmantel", "Rosenkohl mit Speck", "Scholle Finkenwerder Art" und "Ich müsste mal wieder dringend drei bis acht Kilo abnehmen" ein. Andererseits hatte ich den Chef und seine Chefin kürzlich persönlich kennen gelernt und wollte aus Sympathiegründen un-be-dingt mitmachen. Als Wink des Schicksals sah ich auch, dass ins Blog eingeflochtene Banner von zorra plötzlich bei mir funktionierten und mir nicht die Aufteilung zerschossen. Leute, das war ein verdammtes Zeichen, da MUSSTE ich mir was einfallen lassen.

Meine kleinen grauen Zellen wurden auf "reanimieren" geschaltet und nachdem sie sich ein wenig warm gelaufen hatten (Drogenscreening! Peritoneal-Lavage!), fiel mir wie Schuppen von den Haaren, dass ich vor ungefähr zwei Jahren so über den Daumen gepeilt 750 Gramm Schweinebauch eingefroren hatte. Ja, jetzt guckt ihr, gell? Ich kann das erklären.

Damals hatte ich nämlich die Bloggergemeinde ganz lieb nach ihren Lieblingskochbüchern gefragt und ich war reich beschenkt worden mit Anregungen zum Kochbuchkauf. Ein adäquater Blogeintrag steht immer noch aus (das macht mich jetzt betroffen), aber das ein oder andere Kochbuch habe ich mir daraufhin schon gekauft. Unter anderem, und jetzt, meine Lieben, nähern wir uns endlich dem eigentlichen Thema, unter anderem also ein von Petra "Chili und Ciabatta" sowie Petra "foodfreak" empfohlenes Buch von Molly Stevens: "All About Braising". Sofort nach Erwerb habe ich ein Gericht aus dem Buch zubereitet und war schlags begeistert. Allerding habe ich das Bloggen darüber total verpeilt. Damals wollte ich sofort wieder etwas aus dem Buch zubereiten und ich meine, mich erinnern zu können, dass Petra damals Schweinebauch kochte. Deshalb also das so lange verschmähte Teil in meinem Gefrierschrank.

Anscheinend verließ mich dann aber doch wieder der Mut und so dümpelte das gute Stück im Eis vor sich hin. Bis zum Event. Speck? Kochen? Warum eigentlich nicht mal Schweinebauch?

Sardonisch grinsend saß ich vor ein paar Tagen abends am Tisch, zu Abend essend mit dem guten Ehemann. Er hatte nur Blicke für seinen Teller bis ich scheinheilig sagte:

"Ich verrate dir jetz mal, was es übermorgen zu essen gibt – Kunstpause – GESCHMORTEN SCHWEINEBAUCH!"

Das Gesicht, Kinners, es war unbezahlbar. Zuerst schwand die Hoffnung, dass alles vielleicht doch nur ein schlechter Scherz gewesen war, dicht gefolgt von der Erkenntnis, dass in naher Zukunft ein schwabbeliges, fettiges Stück Schwein verzehrt werden musste. Das Grauen nahm seinen Lauf, wunderbar abzulesen in den Zügen meine armen Mannes. Tja, da musste er jetzt durch.Noch 48 Stunden bis zur Ewigkeit.

Am Nachmittag eben dieses denkwürdigen Abends hatte ich bereits mit Vorbereitungen begonnen. Das aufgetautet Stück Bauch wurde  mit einer Gewürz-Salz-Mischung kräfig eingerubbelt – wer, wie ich, aus einem 100 Jahre alten Tütchen Gurken-Einmachgewürz die Dillsamen rausklauben muss, sollte sein Zeitmanagement gründlich überdenken und ein bis zwei Stündchen früher anfangen – und dann gut verpackt im Kühlschrank deponiert.

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Bis zum Nachmittag des übernächsten Tages. Also gestern. Da ging es dann so 4 Stunden vor dem Abendessen los.

Und jetzt mal, statt Epik, der Zeitraffer:

Gemüse schnippeln,

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Schweinebauch anbraten,

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Gemüse anbraten, Pott in den Ofen, zwischendurch Risotto ansetzen, Fleisch kontrollieren, ganz am Schluss noch ungefähr 100 ml Wasser angiessen, Fleisch rausholen, kurz abkühlen lassen,

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in Scheiben schneiden,

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im Backofen braten,

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Zucchini glasieren, Teller dekorieren, Teller drapieren, hinsetzen und….

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… im siebten Schweinbauchhimmel selig schwebend "Knaller!!!" rufen.

Was haben wir gespachtelt! Mein lieber Mann war genau so hin und weg wie ich. Diese unspektakulären Schweinebauchscheiben bekommen durch den zweiten Aufenthalt im Backofen eine leichte, zurückhaltend knuspernde Ummantelung, die uns quasi umgehauen hat. Wir haben die Speckstücke nicht komplett verspeist, aber wir haben uns geschworen, beim nächsten Mal die doppelte Menge Bauch zu brutzeln.

Ein Gedicht! Und nicht nur das. Auch ein Beitrag zum Dauerevent Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen. Ja, das nenne ich optimale Ausbeute.


Übrigens, falls ihr es noch nicht kapiert habt: Unbedingt nachmachen!

Ach so: die Zucchini, im bratfettgesättigten Schmortopf geschmurgelt – ein Traum. Frau Stevens empfahl Navettes, aber ich hatte keine. Ich glaube, das war ganz gut so. Das Risotto, mit ein paar fein geschnittenen Salbeiblättchen gegart, passte prima. Wir waren – hatte ich das schon mitgeteilt? – rundum glücklich.

Danke für das tolle Event, lieber Alex. Ohne deinen Anstoß wäre das in 100 Jahre nix geworden mit dem Schwabbelbauch und uns. Also, dem göttlichen Gatten und mir und dem Bauch.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Geschmorter Schweinebauch (Molly Stevens) mit glasierten Zucchini und Salbeirisotto (TM)
Kategorien: Fleisch, Schwein, Schmorgericht
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H GEWÜRZMISCHUNG
1 Teel.   Pfefferkörner, schwarz
1 Teel.   Koriandersamen
0,5 Teel.   Dillsamen
1,5 Teel.   Salz, grob
H FLEISCH
750 Gramm   Schweinebauch, mit Knochen und Schwarte
H SCHMORZUTATEN
1 Essl.   Olivenöl
1     Zwiebel, mittelgroß
40 Gramm   Knollensellerie
4     Knoblauchzehen
1     Lorbeerblatt, frisch
4     Gewürznelken
120 Gramm   Noilly Prat
240 Gramm   Geflügelfond
H GEMÜSEBEILAGE
2     Zucchini, gelb, mittelgroß
3     Zucchini, grün, klein
1 Essl.   Bratfett vom Schweinebauch
60 Gramm   Bratflüssigkeit vom Schweinebauch
1 Teel.   Zucker
      Salz, grob
      Pfeffer, schwarz, gemahlen
H SALBEIRISOTTO
100 Gramm   Parmesan
1     Zwiebel
35 Gramm   Olivenöl
250 Gramm   Risottoreis
5 Blätter   Salbei, frisch
150 Gramm   Weißwein, trocken
700 Gramm   Gemüsebrühe, heiß
20 Gramm   Butter

Quelle

  Rezept modifiziert und ergänzt
  Original: "All about Braising", Molly Stevens
  "Braised Pork Belly with Glazed Turnips"
  Erfasst *RK* 11.08.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

VOR DEM SCHMOREN

24 bis 48 Stunden vor dem Schmoren Pfeffer, Koriander und Dill in einem Mörser zerstoßen, aber nicht pulverisieren. Salz zufügen, gut vermischen und den Schweinbauch kräftig mit der Mischung einreiben. In ein geeignetes Gefäß geben, mit Folie oder einem Deckel verschließen und im Kühlschrank mindestens einen Tag, besser aber 48 Stunden ruhen lassen.

DAS FLEISCH SCHMOREN

Am Schmortag Manzfred auf 160° C vorheizen.

Sellerie und Zwiebeln würfeln. Knoblauch fein würfeln. Lorbeerblatt vom Außenrand in Richtung Blattmitte mehrfach einscheiden.

Für das Zucchinigemüse die Zucchini waschen, längs halbieren, den wattigen Mittelteil mit einem Löffel auskratzen und die Hälften in ca. 2 cm breite Halbmonde schneiden.

Das Olivenöl in einem backofenfesten Schmortopf erhitzen und den mit einem Papiertuch abgetupften Schweinebauch (abfallende Gewürze aufheben) mit der Hautseite nach unten bei Mittelhitze (Stufe 8 von 12) 10 Minuten braten. Die Haut sollte danach schön gebräunt sein. Fleisch aus dem Bratfett nehmen. Nur zwei Esslöffel Fett im Topf belassen (mehr war bei mir sowieso nicht vorhanden), den Rest zur Seite stellen. Sellerie und Zwiebeln bei Mittelhitze (Stufe 6 von 12) in ungefähr 8 Minuten leicht bräunen. Knoblauch, Lorbeerblatt und Nelken zufügen, nochmals ca. 1 Minute mitbraten.

Noilly Prat angießen und bis auf einen kleinen Rest einkochen lassen. Geflügelfond zufügen, aufkochen, Fleisch mit der Hautseite nach oben einlegen, die aufgehobenen Gewürze zufügen. Deckel fest verschließen und 45 Minuten schmoren. Inhalt des Topfes kontrollieren. Die Flüssigkeit sollte nicht zu stark simmern. Eventuell die Temperatur reduzieren. Im Manzfred köchelte die Flüssigkeit bei 160° C zu stark, deshalb wurde die Temperatur auf 140° C reduziert. Nach weiteren 45 Minuten den Inhalt des Topfes kontrollieren. Fehlt Flüssigkeit, dann etwas Wasser zufügen. Köchelt der Inhalt unzureichend, Temperatur erhöhen.

Alle 45 Minuten in den Topf schauen, bis das Fleisch nach 2 1/4 – 3 Stunden weich ist. Nach 2 1/4 Stunden war die Flüssigkeit beinahe komplett verkocht. Etwas Wasser angegossen und weitere 45 Minuten geschmort.

RISOTTO ZUBEREITEN

30 Minuten vor Ende der Schmorzeit mit dem Risotto beginnen. Ich bereite es im Thermomix zu.

Parmesan in den Mixtopf geben, 10 Sek./Stufe 10 zerkleinern. Umfüllen und den Topf kurz mit heißem Wasser ausspülen.

Zwiebel geviertelt in den Mixtopf geben und 3 Sek./Stufe 5 zerkleinern.

Olivenöl dazugeben und 3 Min./100°C/Stufe 1 dünsten.

Den Reis dazugeben und zusammen mit den sehr fein geschnittenen Salbeiblättern 3 Min./100°C/Linkslauf/Stufe 1 andünsten.

Den Wein dazugeben und 5 Sek./Linkslauf/Stufe 2 verrühren.

Die heiße Brühe zufügen und 22 Min./100°C/Linkslauf/Sanftrührstufe garen. Dabei den Messbecher entfernen und das Gärkörbchen aufsetzen, um Spritzer zu vermeiden. Sollte der Topfinhalt zu sehr kochen, die Temperatur auf 90° C reduzieren. In der Zwischenzeit kann man sich wieder dem Schweinebauch widmen.

Nach der Garzeit den Reis probieren. Er sollte nicht zu weich sein, aber auch nicht zuviel Biss haben.

Vor dem Servieren die Butter und 40 g Parmesan unterziehen. Den restlichen Parmesan nach Belieben dazu verzehren.

FINISH SCHWEINEBAUCH

Mittlerweile dürfte der Schweinbauch fertig geschmort sein. Den Schmortopf aus dem Ofen nehmen, den Deckel entfernen und das Fleisch etwas abkühlen lassen. Dann auf ein Schneidbrett legen, die Rippenknochen heraus ziehen, die feste Haut (nur die Haut – Speckschicht bleibt am Fleisch) entfernen. Die Speckschicht rautenförmig einschneiden.

Manzfred auf 175° C hochheizen.

Das Fleisch in vier Portionen schneiden und in eine flache Form legen, die gerade groß genug ist, die Fleischscheiben aufzunehmen.

Die Schmorflüssigkeit mit dem Gemüse in ein Sieb geben, dabei die Flüssigkeit auffangen und das Gemüse leicht auspressen. Flüssigkeit in eine Fettscheidekanne füllen. Falls nicht genug Schmorsaft vorhanden ist, mit etwas Fond oder Wasser auffüllen. Man benötigt ungefähr 150 -200 ml Flüssigkeit. 60 Gramm entfetteten Bratensafts und 1 EL Fett für das Gemüse beiseite stellen. Den Rest der entfetteten Schmorflüssigkeit über die Fleischscheiben gießen und das Fleisch für ca. 20 Minuten in den heißen Manzfred schieben. Tür dabei angelehnt lassen. Die Flüssigkeit verkocht in dieser Zeit fast komplett und das Fleisch wird sagenhaft knusprig-braun. Falls das Fleisch noch zu hell ist, einfach noch eine Weile im Ofen lassen.

In der Zwischenzeit die Zuchini zubereiten.

Ca. 10 Minuten vor dem Ende der Garzeit die in Streifen geschnittene Schwarte ebenfalls in den Ofen stellen und knusprig braten.

GLASIERTE ZUCCHINI

In den ungespülten Schmortopf, in dem der Schweinebauch gegart wurde, gibt man die Zucchini, 1 El des reservierten Schmorfetts, den Zucker und die Schmorflüssigkeit. Mit Salz und Pfeffer würzen und alles zum Köcheln bringen. Mit aufgelegtem Deckel so lange köcheln, bis die Zucchini knapp gar und bissfest sind. Deckel entfernen und so lange kochen, bis die Flüssigkeit komplett verdampft ist und die Zucchini appetitlich glänzen.

SERVIEREN

Den Risotto mit Butter und Parmesan verfeinern. Zusammen mit dem Zucchinigemüse und dem Schweinebauch auf einem Teller anrichten. Reis mit Parmesan bestreuen, ein Salbeiblättchen als Dekoration auflegen. Eventuell den Teller mit einem blühenden Kräuterstrauß dekorieren. Wer mag, kann noch ein paar Streifen Schwarten dazu legen.

Und dann: genießen. Es hat uns so hervorragend geschmeckt, wir waren hin und weg. Ein absoluter Knaller!

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Und jetzt, Alex, hab' ich mir doch noch ein Piccolöchen verdient, oder?

Gemopst: Karamellisierte Kirschtomaten mit Zucchinisalat statt Zucchinicarpaccio

Wir waren ja kürzlich in den Heiligen Hallen des Schlemmens und der edlen Tropfen zu Gast. Anscheinend hat mir die Tochter vom Arthur neben einem wunderschönen Abend auch eine Gehirnwäsche verpasst. Ich esse nämlich seit dem rohe Tomaten, karamellisierte Kirschtomaten ganz genau. Ein unglaublicher Vorgang, an dem ich natürlich die Welt und vor allem die Nachbarschaft teilhaben lassen will. Ja gut, euch auch, ich bin ja nicht so. Deshalb wurden die Tomätchen gestern hergestellt und zum Probieren verteilt. 

2011 08 02_Karamellisierte Tomaten - Testversion_0002
Astrid hatte aus den Zucchini ein Carpaccio hergestellt, das hervorragend schmeckte. Mir schwebte eine Variante vor, weil ich gestern keine kleinen Zucchini im Vorrat hatte. Deshalb wurden die dünn geschnittenen, großen Zucchinischeiben kurz im Dampfgarer blanchiert, noch heiß ins Dressing geworfen und nach dem Abkühlen mit den Tomaten garniert. Ein paar Parmesanspäne kann man zufügen, muss man aber nicht.

Ich habe gestern sechs (sic!) dieser Tomaten gegessen – das glaubt mir kein Mensch. Vor allem nicht die Menschen, die mit mir gemeinsam gearbeitet haben und mir die Deko-Tomaten für die Abendbrotteller der Altenheimbewohner schneiden mussten, weil es mich so geschüttelt hat beim Anblick dieser matschigen Körnermischung in Inneren der Frucht.

Wie Astrid schon schrieb und auch nata schon ausprobiert hat, ist die Machart total einfach. Man muss sich wirklich Zeit lassen bei der Herstellung des Karamells. Vielleicht nicht so viel Zeit wie ich, die ich wieder mal mit einer Nachbarin quatschte – diesmal aber Daheim – während die Flüssigkeit einen Tick zu dickflüssig wurde. Die Zuckerkruste wurde so schnell fest, dass der Pfeffer auf der Oberfläche nicht hielt. Ob man den Pfeffer gleich in den fertigen Karamell geben kann?

 

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Karamellisierte Kirschtomaten auf Zucchinicarpaccio
Kategorien: Vorspeise, Gästeessen, Knaller
Menge: 1 Rezept

Zutaten

H FÜR DIE TOMATEN
24     Kirschtomaten
125 Gramm   Kristallzucker
1 Essl.   Pfeffer, grob geschrotet
H FÜR DAS ZUCCHINICARPACCIO
4     Zucchini, klein
8 Essl.   Olivenöl
4 Essl.   Aceto Balsamico Bianco
1 Essl.   Blattpetersilie, fein gehackt (AT:von mir durch
      Rotes Basilikum ersetzt!)
  Einige   Chiliflocken, grob gerieben
      Salz
      Pfeffer, schwarz, frisch gemahlener
      Parmesan, frisch, gehobelt
      Oreganoblättchen, frisch

Quelle

  Arthurs Tochter kocht
  http://arthurstochterkocht.blogspot.com/2011/07/kunst-
  buch-essen.html
  Erfasst *RK* 01.08.2011 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Für die Tomaten jede Frucht auf einen Zahnstocher spießen. Den Zucker mit 200 ml Wasser in einem kleinen Topf aufkochen und dann bei geringer Hitze so lange weiterköcheln, bis ein hellbrauner Karamell entsteht. Das dauert! Nicht die Geduld verlieren! Den Topf vom Herd nehmen, die Tomaten einzeln hineintauchen, mit dem Pfeffer bestreuen und zum Trocken auf Backpapier legen.

Die Zucchini mit dem Sparschäler oder auf der Maschine längs in sehr dünne Scheiben schneiden. Auf einem Teller anrichten. Das Olivenöl mit dem Essig und der Petersilie (dem Basilikum) verrühren. Mit den Chiliflocken, Salz und Pfeffer abschmecken. Das Dressing über die Zucchinischeiben geben und nach Belieben mit gehobeltem Parmesan bestreuen.

AT schreibt dazu: "Spektakulär einfach und spektakulär lecker! Die karamellisierten Tomaten sind der Hit! Sie sehen zwar ein bisschen aus wie die Liebesäpfel auf der Kirmes – aber die haben wir doch alle mal gemocht, oder? Wenn Du so eine Tomate in den Mund nimmst, hast Du erst den Eindruck von Süße, dann knackt der Karamell, von innen läuft Dir die leichte Säure der Tomate an den Gaumen und dann kommt von hinten um die Ecke der Pfeffer hinterher. Toll! Am Wochenende wird das in lauter kleinen Einzelportionen in Elchgläsern wiederholt."

Anmerkungen, Jutta:

Obwohl ich keine Tomaten mag, habe ich sie probiert und war begeistert. Sehr gut!

Nachgemacht am 2.8.2011 / Zucchini in 2 mm dicke Längsscheiben geschnitten. Im Dampfgarer 1 Minute blanchiert. Noch heiss ins Dressing gegeben. / Tomaten sofort nach dem Eintauchen mit Pfeffer bestreuen oder den Pfeffer gleich ins fertige Karamell streuen.

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Nachtrag, 07.08.2011:

Leute, hört auf die Könner unter den Karamellisierern von Kirschtomaten. IMMER schön langsam und schön geduldig und, wie Chef Hansen rät, eher zu lange köcheln als zu kurz. Hält man sich nicht an diese eherne Regel, dann sehen die Tomaten nach dem Beziehen so aus

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was dazu führt, dass man die Dinger in die Tonne kloppen kann. Und was lernen wir daraus? Zucchinisalat ohne karamellisierte Tomaten ist zwar essbar, aber nur halb so schön. Heul!

Aus dem Crockpot: Äbbelwoi-Hinkelsche (CP-TM) / Coq au vin uff hessisch

Äppelwoi Hinkelsche (CP)

"Erbarme, zu spät, die Hesse komme!" Eingeweihte kennen dieses Lied von den Rodgau Monotones "..unser David Bowie heißt Heinz Schenk…". Und immer wenn ich in der Küche stehe und etwas aus dem schönen Hesseländsche koche, dann summe ich dieses Lied. Oder gröhle laut mit, wenn es mal wieder im Radio läuft. Leider viel zu selten.

Mein Highlight, was hessischen Gesang angeht, ist aber Willy Astors Versuch, sich des hessischen Idioms zu bedienen. Was haben wir schon gelacht. Im Sommer haben wir ihn bei einem Konzert in Hanau gesehen und dort hat er dieses Lied auch gesungen. Wir, als Nicht-Hessen, lachten uns schon schief. Was müssen erst  Hessen durchmachen, die "Waschanlaaasch" hören?

Wie unschwer zu erkennen ist, bin ich sehr gerne Wahlhessin. Die anfängliche Panik und das Entsetzen, als Rheinländerin an der Ahr lebend, nach Hessen ziehen zu müssen, hat sich in absolutes Wohlgefallen aufgelöst. Bei meinem Mann sieht das ein wenig anders aus, aber was weiß der schon von den grünen Oasen Frankfurts, den so nett babbelnden und zutraaaulischen Hessenmenschen und der schönen Umgebung.

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Hier ist es wirklich schön und für mich auch immer wieder faszinierend, den Hessen zuzuhören. Den Buchstaben "r" nach einem Vokal gibt es nicht. "Messäh", "Beschäh", "Azt", "Dammstadt", "Weckstadt", "Frangfott" (Messer, Becher, Arzt, Darmstadt, Werkstatt, Frankfurt) usw., usw. Ich könnte mich ständig kringeln. Wer es ein wenig ausfühlicher mag, der kann hier mal klicken.

Auch das Essen gefällt mir, obwohl das trinkbare Getränkeangebot doch sehr zu wünschen übrig lässt. Grüne Soße, Handkäs' – von mir aus auch mit Musik -, Bethmännchen: alles meins. Aber Äbbelwoi? Na ja, ich will ja nicht meckern, aber so richtig gut schmeckt das Gesöff pur ja nicht.

Streuobstwiese - Schneewittchenapfel

Aaaaber im Essen hervorragend. Und deshalb habe ich mich kürzlich an ein Hinkelsche (Hähnchen) gegeben, das in Äbbelwoi geschmurgelt wird. Und da ich ja eigentlich jede Woche… nun ja, also hier ist endlich mal wieder ein Rezept aus dem Crockpot. Und isch saaach eusch, des schmeckt he-llisch! Versucht's mal, vielleicht babbelt ihr dann ja auch für kurze Zeit hessisch?

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Äbbelwoi-Hinkelsche (CP-TM)
Kategorien: Crockpot, Thermomix, Geflügel, Äbbelwoi
Menge: 4 Portionen – 3,5 Liter Crocky

Zutaten

1     Hähnchen, frisch
      Salz
      Pfeffer
      Butter
100 Gramm   Dörrfleisch, gewürfelt
2     Zwiebeln
2     Äpfel
200 Gramm   Zucchini
40 ml   Calvados
1/4 Ltr.   Apfelwein
      Saucenbinder oder Mehlbutter
100 ml   Sahne*

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: Deutschland – Die besten Rezepte
  ISBN: 3-89393-166-X
  Erfasst *RK* 10.10.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Hähnchen zerlegen, Haut abziehen. Mit Salz und Pfeffer würzen. In Butter von allen Seiten schön braun anbraten. Die Hähnchenteile herausnehmen und in den Crockpot legen.

Äpfel und Zucchini würfeln, in den Crockpot geben.

Im Hähnchen-Bratfett das Dörrfleisch und die gewürfelten Zwiebeln anbraten. Über Fleisch und Gemüse geben. Bratensatz mit Apfelwein und Calvados loskochen, ebenfalls in den Crocky schütten.

Insgesamt 4 Stunden, Einstellung HIGH, garen. Fleisch warmstellen, 2/3 des Gemüses aus der Kochflüssigkeit heben und ebenfalls warm stellen.

Restliches Gemüse und Kochflüssigkeit in den Thermomix geben, passieren. Auf 100° C / Stufe 2 erhitzen, Saucenbinder oder Mehlbutter zufügen und 3 Minuten kochen. Nochmals kräftig per Turbotaste durchwirbeln.

Temperatur auf 80° C reduzieren. Sahne zufügen. Nicht mehr kochen.

Hähnchen, Gemüse und Sauce auf einem vorgewärmten Teller anrichten. Dazu passen Nudeln.

Anmerkungen, Jutta: Fleisch butterweich, tolle Sauce.

*Habe Frischkäse statt Sahne verwendet.

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PS: Foto ist mies – aber lecker war's trotzdem.

Zucchini-Pizza (M)

Zucchini-Pizza (M), vorher

Heute wußte ich um 19.00 Uhr noch nicht, was ich zum Abendbrot servieren soll. Aber Zucchini hatte ich geerntet, es sollte also schon ein Gericht mit den Gartenfrüchten sein.

Ein kurzer Blick in die Maiausgabe von "essen & trinken für jeden Tag" und schwupps, eine gute Stunde später stand eine schöne Pizza auf dem Tisch.

Zucchini-Pizza (M), fertig_bearbeitet-1

Mit knusprigem Boden, saftigem Belag und appetitlichem Aussehen. Hat prima geschmeckt. Wer großen Hunger hat, sollte die doppelte Menge machen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Zucchini-Pizza (M)
Kategorien: Pizza, Herzhaft, Zucchini
Menge: 2 Stück

Zutaten

H TEIG
150 ml   Wasser
20 Gramm   Hefe
1/2 Teel.   Zucker
1/2 Teel.   Salz
250 Gramm   Mehl
25 Gramm   Olivenöl
H BELAG
2     Knoblauchzehen
2     Zwiebeln
4-5 Essl.   Butter
2 Essl.   Thymian, gehackt
      Salz, Pfeffer
200 Gramm   Zucchini
50 Gramm   Emmentaler

Quelle

  Rezept modifiziert.
  Original: "essen & trinken Für jeden Tag"
  Mai 2009
  Erfasst *RK* 09.07.2009 von
  Jutta Hanke

Zubereitung

Alle Zutaten für den Teig in die Küchenmaschine geben und 10 Minuten, Stufe 2, kneten. Den recht weichen Teig abgedeckt 30 Minuten bei 30° C gehen lassen.

Manzfred / E-Herd auf 220° C vorheizen.

Den gefrorenen Emmentaler im TM 20 Sek./Stufe 10 zerkleinern. Umfüllen.

Zucchini auf der Küchenmaschine in 2 mm dicke Scheiben schneiden.

Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Zwiebeln halbieren und in feine Streifen schneiden. 2 El Butter erhitzen, Zwiebeln eine Minute anschwitzen, Knoblauch zufügen, eine weitere Minute dünsten. 2-3 El Butter zufügen, Thymian unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Zucchinischeiben mit der Würzbutter mischen.

2 x 140 g Hefeteig auf einer Backfolie zu ovalen Fladen (5 mm dick) ausrollen. Mit Käse bestreuen und mit Zucchinischeiben belegen. Pizza 15 Minuten backen, nach 10 Minuten Ofentür kurz öffnen, um Schwaden abziehen zu lassen.

Backen, konventionell: Backfolie auf ein Backblech ziehen, wie oben beschrieben die Fladen belegen und Pizza auf mittlerer Schiene 15-20 Minuten backen (Umluft nicht empfehlenswert).

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Übrigens, die Pizza schmeckt auch ohne Käse, wie bei Frau Deichrunner nachzulesen ist 🙂